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Manifest aus der HaftTürkischer Schriftsteller Ahmet Altan gibt sich unbeugsam

Eine türkische Journalistin zeigt ein Foto ihres Kollegen Ahmet Altan, der mit einer Reihe von anderen Journalisten in Istanbul vor Gericht steht. (AFP / Ozan Kose)
Eine türkische Journalistin zeigt im Juni 2017 ein Foto ihres Kollegen Ahmet Altan, der mit einer Reihe von anderen Journalisten in Istanbul vor Gericht steht. (AFP / Ozan Kose)

Der seit mehr als einem Jahr in der Türkei inhaftierte Schriftsteller Ahmet Altan hat in einem sehr persönlichen Text seine Haftbedingungen geschildert.

In dem Manifest, das die "Neue Zürcher Zeitung" veröffentlicht hat, beschreibt er seine Einsamkeit und die Kälte der Gefängniswärter. Gleichzeitig gibt sich Altan unbeugsam: Mit Hilfe von Träumen - am Tage wie in der Nacht - gelinge es ihm, dem "Hochsicherheitsgefängnis draußen im Nirgendwo" zu entkommen und zu reisen, wohin er wolle. Wörtlich schreibt Altan: "Ihr könnt mich gefangen setzen, aber ihr könnt mich nicht gefangen halten." Hinter der stählernen Wehr seiner Bücher sei er unverletzlich.

Der 67-jährige Ahmet Altan wurde im vergangenen Jahr festgenommen. Der Journalist und Schriftsteller hatte vor dem Putschversuch vom Juli 2016 in einer Fernsehsendung gesagt, die AKP werde ihre Macht verlieren. Das wurde ihm als "Mittäterschaft" ausgelegt. Als Herausgeber der Zeitung "Taraf" hatte er sich auch früher schon kritisch über die türkische Regierung geäußert.