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Mark Weil in Usbekistan erstochen

Hansgünther Heyme würdigt Getöteten als "großen Regisseur"

Moderation: Michael Köhler

Roter Vorhang in einem Theater. (Stock.XCHNG / Nihan Aydin)
Roter Vorhang in einem Theater. (Stock.XCHNG / Nihan Aydin)

Der langjährige Chef der Ruhrfestspiele Recklinghausen und heutige Leiter des Theaters im Pfalzbau in Ludwigshafen, Hansgünther Heyme, hat den in der zentralasiatischen Republik Usbekistan ermordeten Künstler Mark Weil als "großen Regisseur" gewürdigt.

Weils Ilchom-Theater in Taschkent sei eine "Zelle des Widerstands" im ohnehin gefährlichen Usbekistan gewesen, sagte Heyme vor dem Hintergrund der Spekulationen über einen Auftragsmord an dem international bekannten Regisseur. In Weils Schauspielschule seien "unzählige junge Begabungen quer durch alle Völker" ausgebildet worden, erläuterte Heyme, der selbst schon in Taschkent inszeniert hat: "Das war natürlich von großer Radikalität des Nachdenkens, obwohl alles mit Zartheit und Humor einherging."

Er habe ab und an mit Weil über Gefährdungen gesprochen, die der Beruf des Theaterregisseurs heute mit sich bringe, sagte Heyme: "Wir sind natürlich dran an diesen Themen. Entweder lässt man die Finger davon und inszeniert irgendetwas, was niemand stört, was dann natürlich nichts mit Kunst zu tun hat, oder man versucht, sich politisch zu engagieren."


Das vollständige Gespräch mit Hansgünther Heyme können Sie bis zum 7. Februar 2008 in unserem Audio-on-demand-Angebot nachhören. (MP3-Audio)

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