Kultur heute / Archiv /

 

Mark Weil in Usbekistan erstochen

Hansgünther Heyme würdigt Getöteten als "großen Regisseur"

Moderation: Michael Köhler

Roter Vorhang in einem Theater.
Roter Vorhang in einem Theater. (Stock.XCHNG / Nihan Aydin)

Der langjährige Chef der Ruhrfestspiele Recklinghausen und heutige Leiter des Theaters im Pfalzbau in Ludwigshafen, Hansgünther Heyme, hat den in der zentralasiatischen Republik Usbekistan ermordeten Künstler Mark Weil als "großen Regisseur" gewürdigt.

Weils Ilchom-Theater in Taschkent sei eine "Zelle des Widerstands" im ohnehin gefährlichen Usbekistan gewesen, sagte Heyme vor dem Hintergrund der Spekulationen über einen Auftragsmord an dem international bekannten Regisseur. In Weils Schauspielschule seien "unzählige junge Begabungen quer durch alle Völker" ausgebildet worden, erläuterte Heyme, der selbst schon in Taschkent inszeniert hat: "Das war natürlich von großer Radikalität des Nachdenkens, obwohl alles mit Zartheit und Humor einherging."

Er habe ab und an mit Weil über Gefährdungen gesprochen, die der Beruf des Theaterregisseurs heute mit sich bringe, sagte Heyme: "Wir sind natürlich dran an diesen Themen. Entweder lässt man die Finger davon und inszeniert irgendetwas, was niemand stört, was dann natürlich nichts mit Kunst zu tun hat, oder man versucht, sich politisch zu engagieren."


Das vollständige Gespräch mit Hansgünther Heyme können Sie bis zum 7. Februar 2008 in unserem Audio-on-demand-Angebot nachhören. (MP3-Audio)

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Kultur heute

Ausstellungen in LübeckThomas Mann und die bildenden Künste

Der deutsche Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger Thomas Mann, schwarz-weiß-Aufnahme, Portrait, zur rechten Seite guckend

Das Lübecker Buddenbrookshaus, das einst der Familie Mann gehörte und heute ein Museum ist, zeigt eine den Bildwelten Thomas Manns gewidmete Ausstellung unter dem Titel "Augen auf!" Mit welcher Kunst, mit was für Gemälden umgab sich der Schriftsteller?

Theater Wiesbaden"Frau ohne Schatten" mit sensibler Psychologie

Thomas Bernhards "Das Kalkwerk"Grausames Sprach-Experiment an der Berliner Schaubühne

 

Kultur

Ausstellungen in LübeckThomas Mann und die bildenden Künste

Der deutsche Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger Thomas Mann, schwarz-weiß-Aufnahme, Portrait, zur rechten Seite guckend

Das Lübecker Buddenbrookshaus, das einst der Familie Mann gehörte und heute ein Museum ist, zeigt eine den Bildwelten Thomas Manns gewidmete Ausstellung unter dem Titel "Augen auf!" Mit welcher Kunst, mit was für Gemälden umgab sich der Schriftsteller?

Oper "Sirenen"Bildungsbürgerlich verschwurbeltes Libretto

Oper und Schauspiel in Frankfurt am Main (Hessen), aufgenommen am 09.12.2013.

In Frankfurt lassen leider weder Komponist Rolf Riehm noch sein Regisseur Tobias Heyder den Funken überspringen. Zu Beginn führen heftige Schlagwerk-Akzente ins Geschehen. Heyder ist sichtlich bemüht, die Figuren zwischen Mythos und Moderne anzusiedeln: Eine seltsame Mischform, undramatisch und oft auch unfreiwillig komisch agieren die Darsteller.

Neue TechnologienWie intelligente Maschinen in unser Leben eindringen

Smartphone-App für die Waschmaschine - nützlich oder überflüssig?

Algorithmen, so scheint es, sind die neue Leitwährung des Internet-Zeitalters. Mit ihrer Hilfe kann man das künftige Verhalten des Menschen berechnen und erkennen. Heute schon werden Konsumverhalten und Konsumwünsche so erfasst.