Kultur heute / Archiv /

Mark Weil in Usbekistan erstochen

Hansgünther Heyme würdigt Getöteten als "großen Regisseur"

Moderation: Michael Köhler

Roter Vorhang in einem Theater.
Roter Vorhang in einem Theater. (Stock.XCHNG / Nihan Aydin)

Der langjährige Chef der Ruhrfestspiele Recklinghausen und heutige Leiter des Theaters im Pfalzbau in Ludwigshafen, Hansgünther Heyme, hat den in der zentralasiatischen Republik Usbekistan ermordeten Künstler Mark Weil als "großen Regisseur" gewürdigt.

Weils Ilchom-Theater in Taschkent sei eine "Zelle des Widerstands" im ohnehin gefährlichen Usbekistan gewesen, sagte Heyme vor dem Hintergrund der Spekulationen über einen Auftragsmord an dem international bekannten Regisseur. In Weils Schauspielschule seien "unzählige junge Begabungen quer durch alle Völker" ausgebildet worden, erläuterte Heyme, der selbst schon in Taschkent inszeniert hat: "Das war natürlich von großer Radikalität des Nachdenkens, obwohl alles mit Zartheit und Humor einherging."

Er habe ab und an mit Weil über Gefährdungen gesprochen, die der Beruf des Theaterregisseurs heute mit sich bringe, sagte Heyme: "Wir sind natürlich dran an diesen Themen. Entweder lässt man die Finger davon und inszeniert irgendetwas, was niemand stört, was dann natürlich nichts mit Kunst zu tun hat, oder man versucht, sich politisch zu engagieren."


Das vollständige Gespräch mit Hansgünther Heyme können Sie bis zum 7. Februar 2008 in unserem Audio-on-demand-Angebot nachhören. (MP3-Audio)

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Kultur heute

E-BooksBibliotheken fordern Gleichstellung von digitalen und gedruckten Büchern

Ein ausgeliehenes E-Book wird am 04.12.2012 in Hamburg in der Zentralbibliothek auf einem sogenannten E-Reader angezeigt. 

Die Bibliotheken in Europa sind mit der Sonderbehandlung von elektronischen Büchern und Zeitschriften unzufrieden. Es könne nicht sein, dass nur 40 Prozent der aktuellen Bestseller überhaupt für Bibliotheken als E-Book verfügbar seien, klagt Klaus Peter Böttger, Präsident des europäischen Bibliotheksverbands.

Kinogeschichte im Netz Einblick ins Atelier des Meisters

Volker Schlöndorff, Regisseur, Oktober 2013

Jetzt gibt es eine virtuelle Ausstellung des Deutschen Filmmuseums in Frankfurt über den Regisseur Volker Schlöndorff. Besuchern - oder Usern - der Online-Schau werden neben Fotografien, Korrespondenzen, Drehbuch-Originalen und Tagebuchaufzeichnungen auch zahlreiche persönliche Videokommentare des Regisseurs zugänglich gemacht.

TheaterShakespeare auf deutschen Bühnen

Ein bislang unbekanntes Portrait des englischen Lyrikers William Shakespeare, das im Februar 2014 in Mainz präsentiert wurde. 

Shakespeares Werke erfreuen sich an deutschen Bühnen noch immer großer Beliebtheit. Shakespeare heute zu inszenieren bedeutet immer auch: zuspitzen, auswählen aus einer Vielfalt möglicher Themen, die die meisten seiner Stücke bieten.

 

Kultur

E-BooksBibliotheken fordern Gleichstellung von digitalen und gedruckten Büchern

Ein ausgeliehenes E-Book wird am 04.12.2012 in Hamburg in der Zentralbibliothek auf einem sogenannten E-Reader angezeigt. 

Die Bibliotheken in Europa sind mit der Sonderbehandlung von elektronischen Büchern und Zeitschriften unzufrieden. Es könne nicht sein, dass nur 40 Prozent der aktuellen Bestseller überhaupt für Bibliotheken als E-Book verfügbar seien, klagt Klaus Peter Böttger, Präsident des europäischen Bibliotheksverbands.

Kinogeschichte im Netz Einblick ins Atelier des Meisters

Volker Schlöndorff, Regisseur, Oktober 2013

Jetzt gibt es eine virtuelle Ausstellung des Deutschen Filmmuseums in Frankfurt über den Regisseur Volker Schlöndorff. Besuchern - oder Usern - der Online-Schau werden neben Fotografien, Korrespondenzen, Drehbuch-Originalen und Tagebuchaufzeichnungen auch zahlreiche persönliche Videokommentare des Regisseurs zugänglich gemacht.

Buch über Film Noir"Zweifel an Durchdringbarkeit der Welt"

Ausschnitt des Buchcovers von "Film Noir. 100 All-Time Favorites". Rote Schrift auf schwarzem Grund, im Vordergrund eine Frau mit einem Kerzenhalter auf einer Treppe, im Hintergrund ihr verzerrter Schatten.

In den stilistisch reinen Bildern des Film Noir schwingt immer der moralische Niedergang einer ganzen Gesellschaft mit. Das macht ihn für die Filmwissenschaft interessant. Der Kunsthistoriker Jürgen Müller hat ein neues, umfassendes Buch über den Film Noir mitherausgegeben.