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Matabele-AmeisenSchneller durch Umwege

Eine Wüstenameise Cataglyphis fortis in der Abenddämmerung in einer Salzwüste in Tunesien (Markus Knaden/Max-Planck-Institut Jena dpa/lth)
Eine Ameise in Tunesien (Archivbild) (Markus Knaden/Max-Planck-Institut Jena dpa/lth)

Würzburger Biologen haben herausgefunden, dass afrikanische Matabele-Ameisen bei Raubzügen nicht den kürzesten, sondern den schnellsten Weg nehmen.

Die Ameisen machen zwei bis vier Mal am Tag Raubzüge in Termitennester. Dafür schicken sie zuerst Späher los, die nach folgendem Prinzip verfahren: Wenn der direkte Weg durch ein dicht mit Gras bewachsenes Gebiet führt, laufen die Ameisen stattdessen Umwege - und sind so bis zu 35 Prozent schneller unterwegs.

Die Ameisen treffen laut der Forscher dabei individuelle Entscheidungen - nicht wie sonst üblich im Kollektiv. Die Biologen wollen die Navigationsfähigkeiten der Matabele-Ameisen deswegen noch genauer erforschen. Die Studie ist im "Journal of Experimental Biology" erschienen.

Diese Nachricht wurde am 16.05.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.