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StartseiteVerbrauchertippBuntstifte, Radiergummis und Hefte24.07.2017

Materialien zum SchulbeginnBuntstifte, Radiergummis und Hefte

Kurz vor Schulbeginn ist Hochsaison für Schreibwarenläden und entsprechende Online-Shops. Für die künftigen Erstklässler werden in vielen Grundschulen Einkaufslisten rausgegeben. Ein Posten darauf: Buntstifte. Eltern sollten beim Kauf auf schadstoffarme Schreibgeräte zurückgreifen.

Von Susanne Kuhlmann

Ein Schulmäppchen Buntstiften liegt auf einem Tisch. (picture alliance/dpa - Karl-Josef Hildenbrand)
Lieber weniger Stifte - damit der Schulranzen nicht so schwer wird. (picture alliance/dpa - Karl-Josef Hildenbrand)
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"Es gibt verschiedene Buntstifte", sagt Marco Polito, der ein Schreibwarengeschäft in Bergisch Gladbach führt.

"Einmal gibt es welche, die nennt man Ergosoft. Die haben eine matte Oberfläche, damit die nicht wegrutschen. Das Pendant dazu – da sind die Buntstifte mit aufgebrachten Noppen versehen. Und für die Leute, die nicht möchten, dass die Buntstifte lackiert sind, gibt es Buntstifte, die in naturholzfarben sind."

Zwölf Stifte stecken in einer Packung mit der Farbpalette von Gelb bis Schwarz. Bleistifte gehören natürlich auch in den Schulranzen und zwar unterschiedlich dicke.

"Die Erstklässler fangen meist mit dicken an, weil die durch die Wachsmalstifte dickere Stifte gewohnt sind. Das ist für die Kinder einfacher anzufassen. Wachsmalstifte benötigen die oftmals im ersten Schuljahr noch. Es gibt wasserfeste und wasservermalbare Wachsmalstifte. Das ist von Schule zu Schule unterschiedlich, was die Lehrer favorisieren."

"Wir empfehlen: nicht zu viel, eher in guter Qualität."

Weichmacher in Stiften und Radiergummis

Christiane Böttcher-Tiedemann von der Stiftung Warentest rät, keine Packungen mit mehr als einem Dutzend Stiften anzuschaffen, weil die den Ranzen unnötig schwer machen. Sie untersucht als Projektleiterin bei der Stiftung Warentest regelmäßig Buntstifte auf Weichmacher im Lack und Leucht- und Fasermalstifte auf Lösemittel. Schließlich nehmen Kinder sie häufig in den Mund. Ob Stifte schadstoffgeprüft sind, ist allerdings nicht auf einen Blick zu erkennen.

"Es gibt aber Zertifikate, beispielsweise vom TÜV Rheinland oder auch als GS-Zeichen, die auf den Produkten aufgedruckt sind. Sie erkennen einen seriösen Anbieter daran, dass er auf der Verpackung seinen Anbieternamen angibt, Sie können dort auch nachfragen. Teilweise finden Sie QR-Codes, die Sie einscannen können, die Sie direkt zu einem Siegel leiten. Nicht ausreichend sind die CE-Kennzeichen. Das ist praktisch nur der Personalausweis für den Eintritt auf den europäischen Binnenmarkt."

Gesundheitsgefährdende Weichmacher kommen auch in Radiergummis aus PVC und in Kunststofflinealen vor. Wie bei Blei- und Buntstiften gibt es aber auch welche aus unbedenklichem Material.

"Sie finden Holzlineale. Das ist eine gute Alternative zu einem flexiblen Plastiklineal. Sie finden Produkte aus Naturkautschuk als Radiergummi. Sie finden die auch in Online-Portalen und in Shops, die sich um nachhaltige Produkte kümmern. Wir empfehlen, durchaus auch in den Shops nach den Zertifikaten zu fragen und nicht gleich das erste Schnäppchen mitzunehmen."

Produkte aus Recyclingpapier

Eine Anregung, die auch beim Kauf von Schreibheften, Schnellheftern und Blöcken sinnvoll ist, meint Christiane Böttcher-Tiedemann.

"Es wird gerade für den Schulempfang empfohlen, dass den Kindern dort Produkte aus Recyclingpapier zur Verfügung gestellt werden, damit sie lernen, dass mit einem Produkt eine bestimmte Umweltbelastung verbunden sein kann und dass man diese Umweltbelastung verkleinern oder vergrößern kann."

Umweltverträglich hergestelltes Papier ist gut am Blauen Engel zu erkennen. Papier mit diesem Zeichen stammt zu 100 Prozent aus Altpapier, und für die Herstellung wird wesentlich weniger Energie und Wasser benötigt als bei der Produktion von Papier aus frischen Fasern. Wo es zu bekommen ist, zeigt der Papierfinder auf der Webseite des Blauen Engel.

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