Freistil / Archiv /

Matula ist kein Brotaufstrich

Privatdetektive in Fiktion und Wirklichkeit

Von Christian Blees

Der Schauspieler Claus Theo Gärtner posiert in Bad Homburg am Rande der Dreharbeiten zu einer neuen Episode der Krime-Reihe "Ein Fall für Zwei".
Der Schauspieler Claus Theo Gärtner posiert in Bad Homburg am Rande der Dreharbeiten zu einer neuen Episode der Krime-Reihe "Ein Fall für Zwei". (picture alliance / dpa - Frank Rumpenhorst)

Egal, ob Sherlock Holmes, Paul Temple oder Josef Matula: Seit jeher sorgen Privatdetektive aller Couleur bei Lesern, Hörern und Zuschauern für spannende Unterhaltung. Doch während in den fiktionalen Geschichten Mord und Totschlag, wilde Verfolgungsjagden sowie Schießereien auf der Tagesordnung stehen, sieht der Alltag realer Privatermittler deutlich unspektakulärer aus.

Im Mittelpunkt stehen hier meist Ehe- und Erbschaftsstreitigkeiten, Sorgerechts- und Unterhaltsangelegenheiten, das Beschaffen von Informationen über Schuldner sowie die Überwachung einzelner Mitarbeiter durch deren Arbeitgeber.

Die Sendung wirft einen Blick hinter die Kulissen des mythosumrankten Berufes, zu dessen Ausbildung lediglich ein Gewerbeschein sowie ein polizeiliches Führungszeugnis erforderlich sind, und klopft populäre Detektivserien aus Literatur, Radio und Fernsehen auf ihren Realitätsgehalt ab.


Regie: Philippe Bruehl
DLF 2013

Die im Feature zitierten Detektivserien "Magnum", "Rockford" und "Ein Fall für zwei" sind bei Universal Pictures als DVD erschienen.

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Freistil

PopkulturDie Wiederholung in den Künsten

Andy Warhols Seriendruck von Marilyn Monroe mit orangefarbenen Hintergrund.

"Falls Gott nicht die Wiederholung gewollt hätte, so wäre die Welt niemals entstanden", schrieb der Philosoph Sören Kierkegaard. Heute sagt der DJ, Musiker und Schriftsteller Thomas Meinecke: "Wiederholung ist das zentrale Phänomen der Popkultur."

SehnsuchtAnatomie eines unstillbaren Gefühls

Eine Hand schreibt mit einer Schreibfeder in altertümlicher Schrift in ein Heft.

Unerreichbar weit weg und gleichzeitig ganz nah im Herzen regiert die Sehnsucht. Der Philosoph Friedrich Schleiermacher sah in ihr den Urquell des religiösen Gefühls. Dichter und Musiker sprechen von ihr als Motor ihrer schöpferischen Arbeit. Richard Wagner nannte sie eine "unendliche Melodie".

Sex in RusslandZwischen Prüderie und Porno

Das Protestplakat gegen Homophobie in Russland zeigt eine Begrüßungsszene zwischen Präsident Wladimir Putin und dem Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche, Patriarch Kyrill.

In russischen Schulen gibt es so gut wie keine Sexualaufklärung. Im dritten Jahrtausend ist Russland auf dem Weg zurück zur Prüderie der Sowjetunion. Offiziell gab es zu sozialistischen Zeiten weder Prostitution noch Pornografie noch Sexshops. Dann zerbrach die UdSSR und die Menschen wurden offener.