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StartseiteSport am WochenendeSport rund um die Uhr10.08.2014

MedienSport rund um die Uhr

Als "splinktv" hat der Deutsche Olympische Sportbund DOSB sein "Sportfernsehen" im Web gestartet. Jetzt ist die Zeit des Experimentierens vorbei, Mitte August soll es unter dem Namen "SportDeutschlandTV" erst richtig los gehen.

Von Heinz-Peter Kreuzer

Zu sehen ist das Logo des Deutschen Olympischen Sportbundes: Die Buchstaben DOSB in schwarz, rot und gold, darunter die fünf olympischen Ringe.
Aus "splinktv wird "SportDeutschlandTV", das Sportfernsehen des DOSB

"SportDeutschlandTV ist unser neuer Sportsender, der neue Sportsender im Web. Wenn ich sage Sportsender, dann meine ich Sport, nur Sport und richtig viel davon", sagt Oliver Beyer, Geschäftsführer DOSB New Media und verantwortlich für das Projekt. Der offizielle Start von SportDeutschlandTV fällt mit der Eröffnungsfeier der Olympischen Jugendspiele in Nanjing zusammen. Ein olympisches Event, das  nicht im Fernsehen zu sehen ist. Nach Verhandlungen mit dem Internationalen Olympischen Komitee IOC darf die DOSB-Tochter jetzt übertragen.

"Also sie können ab dem 16. abends, da geht es los um 20 Uhr Ortszeit in China, 14 Ortszeit bei uns, da geht es los mit der Eröffnungsfeier, am 16.08, das ist für uns quasi der offizielle Startschuss. Und danach wird es fast zwei Wochen lang ein 24 Stunden Programm geben." Neben Live-Reportagen gibt es auch Hintergrundberichte und Interviews. In der Testphase vergangene Woche hat splinkTV schon von den Schwimm-Europameisterschaften der Behinderten berichtet. Oliver Beyer: "Das ist die Möglichkeit, die wir durch unseren Hintergrund haben, durch die Vernetzung innerhalb der Verbandslandschaft, durch einen guten Kontakt zum IPC, dem Internationalen Behinderten-Sportverband, dem es genauso wie uns wichtig ist, diesen Sport auch zu zeigen, auch medial zu zeigen, mit dem wir eben vereinbart haben, dass die Bewegtbilder, die Live-Übertragung, die vor Ort ohnehin produziert wird, bei uns zu sehen ist."

Aber: Die Kommentare der von IOC  und IPC produzierten Bilder sind in englischer Sprache. Der Web-Sender heißt zwar  SportDeutschlandTV, aber Produktionen internationaler Ereignisse sind oft in englischer Sprache und werden nicht die Ausnahme bleiben. "Ich glaube, dass das für Leute, die das Internet aktiv nutzen, um sich zu informieren, um bei solchen Sportereignissen dabei zu sein, heute keinen großen Unterschied mehr macht, ob das jetzt auf englisch oder deutsch stattfindet."

Internationale Sportevents mit deutscher Beteiligung und Sport aus Deutschland will SportDeutschlandTV zeigen. "Wir hören es immer wieder, sowohl von Sportfans als auch von Sportverbänden, von Ligen, von Sportveranstaltern, dass sie gerne ihre Inhalte, ihre Sportarten, ihre Leistungen noch viel besser medial präsentieren wollen. Aber im klassischen TV keine Möglichkeiten haben. Und das ist unser Ziel, dafür die Möglichkeiten zu schaffen, dafür eine Plattform aufzustellen, mit dem Ziel, wenn ich irgendwo Sport gucken möchte, dann komme ich einfach zu SportDeutschlandTV und da finde ich auch, was ich suche."

Für Veranstalter und verbände heißt das jedoch: Sie müssen mitinvestieren, Produktionen liefern und erhalten keine Lizenzgebühren für Medienrechte. Nur mediale Präsenz als Investment für die Zukunft. Das Echo auf das Engagement von SportDeutschlandTV ist aber gut. Nach den beiden Großereignissen beginnt dann wieder der sportliche Alltag. Regelmäßige Berichte aus den Volleyball-Bundesligen der Damen und Herren sowie der Frauen Basketball-Bundesliga gehören dazu. Notwendig sind dafür Partner, die fertig produzierte Bilder liefern, und auch Sponsoren. Trotz der Finanzierung durch den DOSB ist kein Geld für teure Rechtekäufe da. Und die Partner im Sport müssen erst einmal investieren. Beyer fordert trotzdem Mindeststandards:

"Dazu gehört, dass das Bildmaterial, was dort abrufbar ist, eine gewisse Qualität hat. Dass ich möglicherweise einen Kommentator habe, der mir erklärt, was auf dem Platz oder im Stadion abgeht, aber auch daneben Hintergrundberichte liefert. Also demjenigen, der nicht live dabei sein kann und das direkt vor Ort erleben kann, das ich dem Zuschauer den Sport so emotional transportiere, wie er auch in Wirklichkeit stattfindet." Im Moment besteht das Programm hauptsächlich aus Live-Übertragungen und Zusammenfassungen. Mit der Zeit sollen aber auch Magazine produziert werden.

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