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MedienberichtInnenminister wollen offenbar Prepper-Szene beobachten lassen

Blick in den Keller eines Preppers.  (dpa / Michal Walczak )
Vorbereitet für den "Notfall". (dpa / Michal Walczak )

Die Innenminister von Bund und Ländern wollen einem Medienbericht zufolge die sogenannte Prepper-Szene beobachten lassen.

"Prepper" wollen für einen befürchteten Zusammenbruch der staatlichen Ordnung gewappnet sein. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland vor der heutigen Innenministerkonferenz in Leipzig berichtet, wird der Antrag von Union und SPD unterstützt. Ähnlich wie bei den Reichsbürgern wollten die Innenminister in Erfahrung bringen, inwieweit die Prepper-Szene zur Radikalisierung neigt, über wie viele Waffen sie verfügt und welche Bezüge zum Extremismus es gibt.

Der Begriff Prepper ist vom englischen "to be prepared" (vorbereitet sein) abgeleitet. Von einigen werden sie der rechtsextremistischen Szene zugerechnet. Es gibt aber auch eine "Prepper-Gemeinschaft" Deutschland, die sich auf ihrer Internetseite von Rechts- und Linksradikalen distanziert. Sie konzentrieren sich bei ihrem "Vorbereitetsein" vor allem auf Weltuntergangsszenarien, Naturkatastrophen, Stromausfälle oder ähnliches und legen entsprechend Vorräte an, um sich möglichst lange autark versorgen zu können.

Bei einer Anti-Terror-Razzia Ende August hatten Sicherheitskräfte in Mecklenburg-Vorpommern Wohnungen und Büros von sechs Preppern durchsucht. Zwei von ihnen wird die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat vorgeworfen.