Samstag, 16.12.2017
StartseiteDas Feature"Plötzlich wuchsen Schorsch Brüste"13.12.2016

Medikamententests "Plötzlich wuchsen Schorsch Brüste"

Anfang der 70er-Jahre stellte der Ersatzdienstleistende Gebhard Stein im badischen Epilepsiezentrum der Diakonie Kork häufig die Medikamente für den nächsten Tag zusammen. Ihm fiel auf, dass ein Jugendlicher täglich eine Pille ohne Arzneimittelnamen bekam. Was geschah in Kork und vielleicht auch anderswo?

Von Charly Kowalczyk

Das ehemalige Hauptgebäude der Diakonie Kork.
Das ehemalige Hauptgebäude der Diakonie Kork, in der triebhemmende Pillen verteilt wurden.

Wir stellen  das am 13.12. 2016 gesendete Feature nach einer rechtlichen Auseinandersetzung in veränderter Form wieder zur Verfügung. Die geänderten Stellen sind im Manuskript gekennzeichnet.

Nur der Name eines großen Pharmakonzerns und eine Nummer standen auf der Medikamentenpackung. Damals behaupteten die Ärzte und Pfleger in Kork, dass man bei Schorsch den Sexualtrieb hemmen müsse. Der Autor geht in seinen Recherchen den Erinnerungen des Ersatzdienstleistenden nach.

Der Autor, Charly Kowalczyk, im Interview mit dem Leiter der Öffentlichkeits- und Pressearbeit der Diakonie Kork, Klaus Freudenberger, auf dem Korker Gelände.Der Autor, Charly Kowalczyk, im Interview mit dem Leiter der Öffentlichkeits- und Pressearbeit der Diakonie Kork, Klaus Freudenberger, auf dem Korker Gelände.

Wurden junge, behinderte Männer Versuchskaninchen eines Pharmakonzerns? Wie reagiert die diakonische Einrichtung in Kork auf den Vorwurf? Und nicht zuletzt: Haben Menschen mit geistiger Behinderung heute ein sexuelles Selbstbestimmungsrecht?

Produktion: DLF/SWR 2016

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