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MedizinForscher züchten Blutstammzellen im Labor

Eine Hand zieht ein Reagenzglas mit Blut aus einem Ständer, in dem fünf weitere Gläser stehen. Dahinter Sprühflaschen mit Desinfektionsflüssigkeiten. (Paul Zinken / dpa)
Reagenzgläser mit Blut der Stammzellspenderdatei OST. (Paul Zinken / dpa)

Ein internationales Forscherteam hat es geschafft, Blutstammzellen im Labor zu züchten.

Die Forscher wandelten nach eigenen Angaben sogenannte pluripotente Stammzellen mit Hilfe bestimmter Signalstoffe in zwei Schritten in Blutstammzellen um. Die waren molekular zwar nicht identisch mit natürlichen Blutstammzellen, konnten aber deren Aufgaben übernehmen. Im Knochenmark von Mäusen entstanden daraus alle wichtigen Typen von Blutzellen, also rote und weiße Blutkörperchen oder Blutplättchen. Ihre Methode stellen die Forscher im Fachjournal Nature vor.

Noch lässt sich das Verfahren nicht für eine Therapie beim Menschen anwenden, um zum Beispiel Leukämie zu bekämpfen. Die künstlichen Blutstammzellen könnten aber dabei helfen, diese Erkrankungen im Labor nachzustellen und besser zu erforschen.