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Mehr als 65 Millionen FlüchtlingeUNHCR verlangt mehr Engagement des Westens

Volker Türk, stellvertretender UNO-Flüchtlingshochkommissar. (picture alliance/dpa - Martial Trezzini)
Volker Türk, stellvertretender UNO-Flüchtlingshochkommissar. (picture alliance/dpa - Martial Trezzini)

Der stellvertretende UNO-Flüchtlingskommissar Türk hat die internationale Gemeinschaft aufgerufen, bei der Bekämpfung der Fluchtursachen zu helfen.

Verhandlungen mit verfeindeten Parteien - wie etwa im letzten Jahr in Gambia - hätten oftmals Erfolg, so dass die Menschen in ihrer Heimat bleiben könnten, sagte Türk im Deutschlandfunk. Nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks in Genf hat die Zahl der Flüchtlinge und Vertriebenen im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Danach haben nun insgesamt 65,6 Millionen Menschen durch Krieg, Gewalt und Verfolgung ihre Heimat verloren und sind entweder innerhalb ihres Landes oder über die Grenzen hinaus geflohen. Die meisten Flüchtlinge kamen aus Syrien, gefolgt von Afghanistan und Südsudan. 84 Prozent der Menschen fanden nach Angaben des UNHCR in Entwicklungsländern Zuflucht. Mit 2,9 Millionen Menschen beherbergt die Türkei die größte Flüchtlingsbevölkerung. Der Libanon nahm gemessen an der eigenen Bevölkerungsgröße die meisten Menschen auf: Jeder sechste Bewohner dort ist ein Flüchtling.