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StartseiteCorsoWas Herbert Grönemeyer tierisch gerne isst12.04.2016

Mein KlassikerWas Herbert Grönemeyer tierisch gerne isst

Populärster deutscher Popmusiker, 13 Millionen verkaufte Tonträger, meistverkauftes Album aller Zeiten. Musiker, Filmkomponist, Schauspieler und Theatermann – das ist Herbert Grönemeyer. Und heute wird er 60. Manche sagen, er sei der Sänger, der der deutschen Seele eine Stimme verleiht. Uns hat er von seinem Klassiker erzählt. Den nachzukochen ist nicht ganz einfach.

Aufgezeichnet von Marietta Schwarz

Sie sehen Herbert Grönemeyer mit Mikrofon, er hat die Augen geschlossen. (picture-alliance / dpa / Marc Müller)
Herbert Grönemeyer singt - hier in München. (picture-alliance / dpa / Marc Müller)
Weiterführende Information

Balbina Jagielska - Eine Frau wie eine Fabelfigur
(Deutschlandradio Kultur, Tonart, 11.05.2015)

"Faust I und II" am Berliner Ensemble - Goethe mit Glamour und Grönemeyer
(Deutschlandfunk, Kultur heute, 23.04.2015)

Grönemeyer und Wilson - Faust als Pop-Musical am Berliner Ensemble
(Deutschlandradio Kultur, Frühkritik, 23.04.2015)

Mein Name ist Herbert Grönemeyer und mein Klassiker ist Spaghetti mit Currykrabben, Bohnen mit Thymian und Tomatensoße und das alles zusammen in der richtigen Zeit gekocht schmeckt tierisch. Wenn nicht das Timing eingehalten wird, dann wird's ne Katastrophe.

Krabben sind schnell im Curry gemacht, die Bohnen muss man mit Thymian anmachen und dann muss man sie kalt abschrecken. Die Tomatensoße – da darf kein Knoblauch dran und wenn, nur ganz am Schluss, wenn sie fertig ist. Und das muss man alles gleichzeitig timen. Und wenn man das alles übereinander legt, dann freut man sich und es schmeckt tierisch. Aber nur dann, wenn man's ganz exakt timing-artig hingekriegt hat, sonst geht das Gericht daneben.

Entweder sind die Bohnen zu weich oder die Krabben zu hart, weil man sie zu früh reingeschmissen hat, aber diese Kombination Thymian mit Curry und Tomaten, das ist ne lustige Kombination, schmeckt wirklich sehr gut.

Das löst im Mund so ne Freude aus! Und dann denke ich irgendwie ist das Leben in Ordnung. Und dann freu ich mich auf das Gefühl danach, denn da hab ich bestimmt noch zwei Gläser Rotwein dazu getrunken. Und danach geht's mir gut.

Ich koch sehr gerne. Meine Mutter war eine irre Köchin, weil die kochte schon afrikanische Currys in den 60er-Jahren. Und auch Borschtsch und alle deutschen Gerichte von Schusterpfannen über Himmel und Erde und Grünkohl und was nicht alles, auch italienisch. Und da stand ich immer daneben. Und Hasen und Wildschweine, und was die alles gekocht hat, die war ne wunderbare Köchin, konnte auch tierisch backen, und da hab ich das gelernt.

Der Vorgang ist gut. Erst mal dass man sich selber verwöhnt. Dass man sich die Zeit nimmt, sich was Schönes zuzubereiten. Das ist ein ganz besonderer Vorgang. Also nicht nur sich, sondern natürlich auch Freunden und Familie. Aber der Vorgang glaube ich, sich dahinzustellen und zu sagen, jetzt versuch ich mal, was zu fabrizieren, was hinterher uns allen Freude macht, das ist der Spaß dabei.

Currywurst, weil wir beim Curry sind, Currywurst mach ich selten daheim. Und ich bin auch nicht der größte Currywurstesser vorm Herrn. Das Lied stammt außerdem von Dieter Krebs und nicht von mir.

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