Forschung Aktuell

Freitag, 29. Juni 2012

Biologie Kristalle in der Netzhaut helfen Fischen zu sehen.

Der Elefantenrüsselfisch lebt in Seen zwischen Kamerun und Zaire. Er hält sich dabei in Gewässern auf, die sehr trüb sind. Daher orientiert sich der Fisch normalerweise mit kleinen, elektrischen Impulsen, die ein schwaches, elektrisches Feld um ihn herum aufbauen. Zusätzlich kann der Elefantenrüsselfisch offenbar auch relativ gut sehen, berichtet jetzt ein internationales Forscherteam in "Science". Das Tier verfügt dafür über eine ungewöhnliche Netzhaut: Neben Zäpfchen und Stäbchen sind in die Fisch-Retina auch Kristalle eingebaut. Diese lenken vor allem Rotes Licht auf die Zäpfchen und verstärken damit die Ausbeute dieser normalerweise nicht so lichtempfindlichen Sehzellen. Die Wissenschafter vermuten, dass die Fische mit dieser Netzhaut Räuber schneller wahrnehmen können. //[gät]//

(Quelle: DOI:10.1126/science.1218072)

Alle Meldungen

Mo Di Mi Do Fr Sa So
28 29 30 31 1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 1

Forschung Aktuell

Homo floresiensis10 Jahre Streit um Hobbits

Peter Brown, einer der Entdecker des Homo floresiensis, fotografiert den Schädel des Fossils.

Das Jahr 2004 markiert in der Paläoanthropologie einen der größten Einschnitte, die es je in dieser Disziplin gegeben hat. Forscher hatten die Knochen einer neuen Menschenart präsentiert, die sie Homo floresiensis nannten. Die Überraschung bestand darin, dass diese Spezies in keine der gängigen Stammbaumtheorien passte.