Forschung Aktuell

Freitag, 29. Juni 2012

Biologie Kristalle in der Netzhaut helfen Fischen zu sehen.

Der Elefantenrüsselfisch lebt in Seen zwischen Kamerun und Zaire. Er hält sich dabei in Gewässern auf, die sehr trüb sind. Daher orientiert sich der Fisch normalerweise mit kleinen, elektrischen Impulsen, die ein schwaches, elektrisches Feld um ihn herum aufbauen. Zusätzlich kann der Elefantenrüsselfisch offenbar auch relativ gut sehen, berichtet jetzt ein internationales Forscherteam in "Science". Das Tier verfügt dafür über eine ungewöhnliche Netzhaut: Neben Zäpfchen und Stäbchen sind in die Fisch-Retina auch Kristalle eingebaut. Diese lenken vor allem Rotes Licht auf die Zäpfchen und verstärken damit die Ausbeute dieser normalerweise nicht so lichtempfindlichen Sehzellen. Die Wissenschafter vermuten, dass die Fische mit dieser Netzhaut Räuber schneller wahrnehmen können. //[gät]//

(Quelle: DOI:10.1126/science.1218072)

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Forschung Aktuell

BiologieDie vielen Sinne der Fledermaus

Eine Fledermaus der Art Großes Mausohr wird in der Hand gehalten.

Die Wahrnehmung von Fledermäuse hält für die Forschung immer wieder Überraschungen bereit. Die Tiere können nicht nur sehr gut hören, eine Art, das Große Mausohr, kann auch polarisiertes Licht sehen. Seine Fähigkeit nutzt das Tier, um einen weiteren ungewöhnlichen Sinn zu kalibieren: seinen eingebauten Kompass.