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Montag, 9. Mai 2011

Biologie Wenn Jugendliche wachsen, wachsen auch die Fingerabdrücke

Bislang hatte das Bundeskriminalamt Schwierigkeiten, die Fingerabdrücke eines Menschen aus dem Jugend- und dem Erwachsenenalter als dieselben zu erkennen. Forscher der Arbeitsgruppe für Biometrie an der Universität Göttingen haben jetzt die Gesetzmäßigkeiten des Wachstums von Fingerabdrücken bestimmt. Sie entdeckten: Die Fingerabdrücke von Jugendlichen wachsen gleichmäßig und proportional zur Körpergröße. Dass Fingerabdrücke tatsächlich in alle Richtungen gleichmäßig wachsen, sei nicht von vornherein anzunehmen gewesen, da menschliche Knochen in der Regel verstärkt in die Länge wachsen, also schmaler werden, betonen die Forscher. Das Wachstum der Fingerabdrücke lasse sich nun mithilfe von Wachstumstabellen für Mädchen und Jungen vorhersagen. In einem ersten Praxistest konnten sie 47 von 48 Fingerabdrücke korrekt zuordnen. Das bislang vom BKA genutzte Programm war nur in 38 von 48 Fällen erfolgreich. Das Bundeskriminalamt hat angekündigt, die neue Methode in sein automatisches Fingerabdruck-Identifikationssystem zu integrieren.

(Quelle: Universität Göttingen)

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