Forschung Aktuell

Montag, 21. Mai 2012

Biologie Pilzfressender Pilz schütz Ameisenvölker vor Zombiedasein

"Ophiocordyceps" ist ein parasitärer Pilz, der in Ameisen eindringt, um sich mit ihrer Hilfe zu vermehren. Dazu befällt der Pilz das Zentrale Nervensystem der Ameise und bringt sie dazu, sich an der Unterseite eines Blattes zu verbeißen. Aus der toten Ameise wächst dann ein Fruchtkörper, aus dem die Pilz-Sporen auf den Boden rieseln und auf neue Opfer. Forscher der State Penn University veröffentlichten nun in "PloS One", dass es einen zweiten Pilz gibt, der wiederum die Zombie-Ameisen befällt und sich von Pilz und Ameise ernährt. Dabei bewirkt er, dass die Sporen von //Ophiocordyceps// unfruchtbar werden. Dies hilft zwar der einzelnen Ameise nichts mehr, aber es bewahrt die anderen Mitglieder ihres Volkes davor, auch zu Ameisenzombies zu werden. //[mawi]//

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Fehlerhafte Haar-Analysen in den USA"Die Fälle gehen in die Hunderte"

Ein Mikroskop (picture alliance / dpa - Martin Schutt)

Experten vom FBI sollen Gerichten fehlerhafte Haar-Analysen von potenziellen Straftätern geliefert haben, womöglich sogar mit der Folge zu Unrecht vollstreckter Todesurteile. Das berichtet die "Washington Post". Es ist wahrscheinlich, dass bald noch weitere mangelhafte Gutachten auftauchen werden, sagte Wissenschaftsjournalist Michael Stang im Deutschlandfunk.