Markt und Medien

Samstag, 8. November 2014

Journalismusverband DJV mahnt faire Berichterstattung über den Lokführer-Streik an

"Es gibt einzelne Tendenzen, dass die Person des GDL-Vorsitzenden Claus Weselsky in den Vordergrund der Berichterstattung über den Bahnstreik gerückt wird in einer Art und Weise, die mit journalistischen Prinzipien nicht mehr zu vereinbaren ist,"

erklärte DJV-Sprecher Hendrik Zörner gegenüber Markt und Medien. Unter anderem hatten die Bildzeitung sowie ihr Schwesterblatt BZ die Bürotelefonnummer des Gewerkschaftschefs an prominenter Stelle veröffentlicht. Focus Online hatte sein Wohnhaus abgebildet und den Stadtteil samt Entfernung vom entsprechenden Hauptbahnhof genannt. RTL explosiv ließ Weselskys ehemalige Ehefrau Negatives über ihren Ex-Mann berichten. Stimmungsmache in einer Tarifauseinandersetzung sei nicht Aufgabe von Medien, sagte DJV-Sprecher Zörner.

Die Vermutung, dass der DJV sich auch angegriffen fühle, weil er ebenso wie die GDL den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Tarifeinheit ablehne, wies Zörner zurück.

"Es ist zwar richtig, dass wir in einer sehr ähnlichen Situation sind wie die GDL – wir sind auch eine Berufsgewerkschaft, genau wie die GDL, genau wie Cockpit, genau wie der Marburger Bund. Wir sind genauso von dem Gesetz zur Tarifeinheit betroffen wie die anderen Berufsgewerkschaften auch, das ist alles richtig. Aber hier geht's jetzt nicht darum der GDL zur Seite zu springen, sondern es geht um Prinzipien des Journalismus und dazu äußern wir uns immer wieder, auch in ganz anderen Zusammenhängen."

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