Markt und Medien

Samstag, 22. Januar 2011

Deutsche Welle Bundeskabinett plädiert für Neupositionierung der deutschen Welle

Der Auslandsrundfunk solle sich stärker auf die Kernaufgaben konzentrieren, sagte Kulturstaatsminister Bernd Neumann in dieser Woche in Berlin. Dazu gehörten die Vermittlung eines umfassenden Deutschlandbildes, die Vermittlung von demokratischen Werten und die Förderung der deutschen Sprache. Deutsche Welle Intendant Erik Bettermann erklärte, dass die Stellungnahme des Kabinetts den Kurs des Senders unterstütze. Danach soll der Auslandsrundfunk in den kommenden Jahren zu einem Multi-Media-Unternehmen ausgebaut und dafür Redaktionen zusammengelegt werden. Die Radioausstrahlung über Kurzwelle werde nach und nach zurückgefahren. Erik Bettermann zu weiteren Reduzierungen. ##"Wir haben mit dieser Neuorientierung vorgenommen, dass wir die Aktualität, sagen wir mal das 24-Stunden-Programm mit Informationen, Nachrichten round the clock reduzieren auf fünf bis sieben Sprachen. Wir senden heute in 30 Sprachen, das heißt in den rechtlichen 23 konzentrieren wir uns auf Hintergrundinformationen aus der Wirtschaft, aus der Kultur, aus der Politik. Das heißt, wenn sie heute beispielsweise Kisuaheli nehmen und das ist für Südostafrika, also Tansania in der Ausstrahlung, dann ist das Bedürfnis und das hat eine große Evaluation gezeigt, die wir im Jahre 2009/2010 gemacht haben, das Interesse an dem tagtäglichen Ablauf was passiert da in Berlin, ist verschwindend gering. Man will schon wissen, was die deutsche Politik in Berlin zum Beispiel und das Land ist eben Tansania, was ich als Beispiel genommen habe nun sich positioniert, aber das nicht aktuell 24 Stunden."## Darüber hinaus wünscht sich die deutsche Welle mehr Zusammenarbeit mit den öffentlich-rechtlichen Sendern. ##"Ich glaube es geht auch nicht alleine um die Frage, ob ma da Content, wie es heute auf neudeutsch so schön heißt, also Inhalte und Sendungen austauscht, das funktioniert ja eigentlich kollegial und auf der Arbeitsebene gar nicht so schlecht. Aber schaun sie, wir haben eine hochentwickelte Medienlandschaft in Deutschland und von daher ist mein Pläditum und ich bin froh, dass das Bundeskabinett dem gefolgt ist, dass es hier mal zu einem Dialog auf der politischen Ebene kommen muss zwischen dem Bund und den Ländern, inwieweit hier nicht die Schwestern und Brüder also die öffentlich-rechtlichen Anstalten stärker zusammenarbeiten sollen, denken sie mal an das ganze Korrespondentennetz. Sowohl im Hörfunk wie auch im Fernsehen, also da kann ich mir durchaus auch für unsere Fremdsprachen Synergieeffekte vorstellen."## Die Stellungnahme der Bundesregierung geht nun an den Bundestag, der ebenfalls eine Empfehlung ausspricht. Auf dieser Grundlage entscheidet dann der Hörfunkrat mit Zustimmung des Verwaltungsrats die Neuaufstellung der Deutschen Welle.

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