Montag, 18.12.2017
07.01.2017

Öffentlicher Personenverkehr  Deutschland will Papierfahrscheine abschaffen

Bundesminister Alexander Dobrindt (CSU) will deutschlandweit E-Tickets durchsetzen. Wie das Bundesverkehrsministerium am Freitag mitteilte, fördert es die digitale Vernetzung im öffentlichen Personenverkehr (ÖPV) mit einem eigenen Programm.

Für das E-Ticket stellt das Ministerium 16 Millionen Euro bereit. Bis 2019 sollen demnach Fahrkarten aus Papier in nahezu allen deutschen Städten überflüssig werden und durch elektronische Chipkarten oder Handytickets ersetzt sein.

Quelle: golem/heise

Kaspersky Forscher decken Lücken beim Antivirenhersteller auf

Nach Angaben von Googles Project Zero liest die Antivirensoftware von Kaspersky bei TLS-Verbindungen mit und hebelt die Zertifikatsprüfung aus. Die Software installiert demnach ein Zertifikat im Webbrowser des Nutzers, um den verschlüsselten Datenverkehr mitlesen zu können.

Für jede besuchte HTTPS-Webseite wird automatisch ein temporäres Zertifikat generiert, damit der Browser eine verschlüsselte Verbindung sieht. Kaspersky nutzt dazu einen Cache, in dem bereits bekannte und geprüfte Zertifikate abgelegt werden.

Angreifer könnten daher für eine bekannte Domain, die im Cache vorhanden ist, ein selbst signiertes Zertifikat erstellen, das lediglich denselben Hostnamen haben muss wie eine angegriffene Webseite.

Quelle: Golem/Heise

Gegen Missbrauch Die Telekom will Einschränkungen beim Verkauf von Prepaid-SIM-Karten

Um den Missbrauch von im Voraus bezahlten SIM-Karten einzugrenzen, denkt die Deutsche Telekom über Maßnahmen nach. Eine Registrierung mit Identifizierung sowie eine Begrenzung der Kartenmengen pro Kauf seien Möglichkeiten, die politisch erörtert werden sollten, sagte das für Datenschutz zuständige Vorstandsmitglied Thomas Kremer gegenüber der Wirtschaftswoche.

Aufhänger ist ein Fall aus Ungarn. Dort hatten offenbar Hintermänner der Terrormiliz "IS" im Namen eines verstorbenen Obdachlosen einen Vorrat von 200.000 SIM-Karten angelegt.

Im Sommer hatte der Bundestag eine Neuregelung beschlossen, wonach künftig jeder einen Ausweis vorlegen muss, der eine Prepaid-Karte für ein Mobiltelefon kaufen möchte.

Die Regelung gehört zum einem Anti-Terror-Gesetzespaket und soll von den Mobilfunkanbietern binnen zwölf Monaten umgesetzt werden.

Quelle: Agenturen/heise/golem

Frankreich  Dienstliche E-Mails können am Feierabend ignoriert werden

Das ist in Frankreich seit Beginn des Jahres 2017 gesetzlich geregelt – zumindest für Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten. Damit ermöglicht es der Gesetzgeber Beschäftigten, die berufliche Kommunikation außerhalb der Arbeitszeiten zu ignorieren. Die konkrete Umsetzung des Gesetzes obliegt aber den einzelnen Unternehmen.

Das französische Arbeitsministerium bezieht sich demnach auf eine Studie eines Meinungsforschungsinstituts, wonach 37 Prozent der Befragten auch nach Feierabend oder am Wochenende beruflich kommunizieren.

Dies führe zu steigenden Erkrankungen wie Burnout und Depressionen.

Quelle: Golem

Radio Norwegen schaltet UKW-Stationen ab

Um den Wechsel zum Digitalradio DAB voranzubringen, werden binnen Jahresfrist alle großen UKW-Stationen in Norwegen abgeschaltet. Zunächst soll am 11. Januar die Ausstrahlung der UKW-Radiosender in der Stadt Bodø in der Provinz Nordland eingestellt werden, danach immer weiter südliche Sendestationen.

Laut BBC sind in Norwegen rund zwei Millionen Autos betroffen, die mit einem rund 170 Euro teuren Adapter nachgerüstet werden müssten.

Die Umstellung von UKW auf DAB soll auch in anderen Ländern wie Dänemark, Schweden, der Schweiz,  Südkorea und Großbritannien passieren.

In Deutschland ist die nötige DAB-Verbreitung noch nicht erreicht. 2016 wurde von einem möglichen Ausstieg im Jahr 2025 Abstand genommen.

Quelle: The Local/ BBC

Selbstzensur Apple löscht die New York Times-App in China

Wie die "New York Times" diese Woche berichtete, ist ihr Programm seit Ende Dezember nicht mehr im chinesischen App-Store zu finden. Nach Angaben des Apple-Konzerns sei das Programm nach Intervention der chinesischen Behörden entfernt worden. Grund sei, dass die Anwendung gegen lokale Regularien verstoße.

Die Webseite der New York Times wird in China bereits seit vier Jahren geblockt.

Zudem sind zahlreiche andere ausländische Medien in China gesperrt, darunter die Internetangebote der Nachrichtenagentur Reuters, der Deutschen Welle und des "Wall Street Journals".

Quelle: NYT

Gefährdung Israel will gegen Hetze im Internet per Gesetz vorgehen

Diese Woche erhielt ein entsprechender Gesetzesentwurf in erster Lesung die Mehrheit der Stimmen, wie das israelische Parlament  Knesset mitteilte. Demnach sollen Verwaltungsgerichte künftig Beiträge im Internet verbieten können, wenn sie unter anderem Personen oder die nationale Sicherheit gefährden. Die Betreiber der Seiten müssten die betreffenden Beiträge löschen.

Der Gesetzentwurf richte sich gegen palästinensische Hetze gegen Israel, zitierte die Zeitung Jerusalem Post einen Vertreter des Justizministeriums.

Kritiker sehen den Gesetzentwurf als zu weit gefasst. Es könne letztlich die Meinungsfreiheit aller einschränken, zitiert die Zeitung Globes das Institut für Demokratie, das vor einer Zensur warnt.

Israel macht unter anderem Hetze im Internet für die Gewalt gegen Israelis verantwortlich.

Um Gesetz zu werden, muss der Entwurf noch zwei weitere Lesungen passieren.

Quelle: Jerusalem Post / SPON

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