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Seit 05:05 Uhr Informationen am Morgen
17.08.2017

Jerusalem Tempelberg nur für Muslime?

Jerusalems Großmufti will nach der jüngsten Krise auf dem Tempelberg bei der Nutzung der Al-Aksa-Moschee keine Zugeständnisse machen. Sie sei eine heilige Stätte für alle Muslime und nur für Muslime allein, sagte Mufti Muhammad Hussein. Gleichzeitig kritisierte er Israels Umgang mit dem Tempelberg. Mufti Hussein bezeichnete es als inakzeptabel, an einem heiligen Ort die Präsenz Bewaffneter ertragen zu müssen.

Australien Staatliche Kommission will Beichtgeheimnis aufheben

Die Kommission empfiehlt, Geistliche in Zukunft strafrechtlich zu belangen, wenn sie bei der Beichte von sexuellen Vergehen an Kindern erfahren und die Justiz darüber nicht informieren. Die katholische Kirche Australiens signalisierte, sie werde sich dieser Empfehlung widersetzen. Die Beichte sei ein grundlegender Bestandteil der Religionsfreiheit. Die Kommission berichtete von Fällen, in denen Täter sexuellen Missbrauch von Kindern gebeichtet und anschließend weitere Verbrechen dieser Art begangen hätten.

Türkei Islam-Gelehrter will Frauen das Rauchen verbieten

Der islamisch-konservative Gelehrte Hayrettin Karaman ist der Ansicht, Rauchen sei für Frauen schädlicher als für Männer, da es etwas über die Moral der Frauen aussage. Rauchende Frauen mit Kopftuch würden Bereitschaft zur Kontaktaufnahme signalisieren. Seine Äußerungen sorgten für eine aufgeheizte Debatte.

14.08.2017

Trotz Protesten von Hindus Die Pfundnote bekommt ihr Fett (nicht) ab

Gegen den Widerstand von Vegetariern und Hindus hält die Bank of England an umstrittenen Geldscheinen mit Spuren von Rinderfett fest. Die Zentralbank teilte mit, sie werde die Produktion der Fünf-Pfund-Banknoten aus Polymer nicht ändern, auch wenn diese Spuren von Rindertalg enthielten. Ein Umstieg auf Chemikalien auf Palmölbasis sei verworfen worden, da Lieferanten die geforderten hohen Umweltstandards nicht hätten erfüllen können. Gegen die Geldscheine hatten mehr als 130.000 Menschen protestiert: Sie unterzeichneten eine Online-Petition mit der Forderung, kein tierisches Fett mehr für Banknoten zu verwenden.

Wolfgang Huber "Streitkultur sieht anders aus"

Der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Wolfgang Huber, hat eine mangelnde öffentliche Diskussion kritisiert. Huber wörtlich: "Ich glaube wir erleben eine neue Kultur der Selbstgerechtigkeit: Man schließt sich im Kokon der eigenen Überzeugungen ein, bleibt unter Gleichgesinnten und pflegt seine Vorurteile". Weiter sagte Huber in einem Interview der Wochenzeitung "Die Zeit": "Diese Selbstgerechtigkeit tötet den öffentlichen Diskurs." Kritik übte Huber auch an einem EKD-Positionspapier zu Flucht und Integration. Das Papier rufe zwar zur Debatte auf, debattiere aber selbst nichts: "Stattdessen werden 'zehn Überzeugungen' präsentiert. Das ist nicht genug!" Ohne Streit gebe es keinen Zusammenhalt, betonte Huber. Er ist am Wochenende 75 Jahre alt geworden.

Papst Franziskus Vatikan fasst Reise nach Russland ins Auge

Schon bald könnten die Weichen für eine historische Premiere gestellt werden, sagte in einem Interview Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, der als zweitmächtigster Mann im Vatikan gilt. Er selbst werde in Moskau den russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill I. treffen, um eine mögliche Reise des Pontifex zu besprechen. Wegen der Spaltung der römisch-katholischen und der orthodoxen Kirche hat bisher noch kein moderner Papst Russland besucht.

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