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14.08.2017

Trotz Protesten von Hindus Die Pfundnote bekommt ihr Fett (nicht) ab

Gegen den Widerstand von Vegetariern und Hindus hält die Bank of England an umstrittenen Geldscheinen mit Spuren von Rinderfett fest. Die Zentralbank teilte mit, sie werde die Produktion der Fünf-Pfund-Banknoten aus Polymer nicht ändern, auch wenn diese Spuren von Rindertalg enthielten. Ein Umstieg auf Chemikalien auf Palmölbasis sei verworfen worden, da Lieferanten die geforderten hohen Umweltstandards nicht hätten erfüllen können. Gegen die Geldscheine hatten mehr als 130.000 Menschen protestiert: Sie unterzeichneten eine Online-Petition mit der Forderung, kein tierisches Fett mehr für Banknoten zu verwenden.

Wolfgang Huber "Streitkultur sieht anders aus"

Der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Wolfgang Huber, hat eine mangelnde öffentliche Diskussion kritisiert. Huber wörtlich: "Ich glaube wir erleben eine neue Kultur der Selbstgerechtigkeit: Man schließt sich im Kokon der eigenen Überzeugungen ein, bleibt unter Gleichgesinnten und pflegt seine Vorurteile". Weiter sagte Huber in einem Interview der Wochenzeitung "Die Zeit": "Diese Selbstgerechtigkeit tötet den öffentlichen Diskurs." Kritik übte Huber auch an einem EKD-Positionspapier zu Flucht und Integration. Das Papier rufe zwar zur Debatte auf, debattiere aber selbst nichts: "Stattdessen werden 'zehn Überzeugungen' präsentiert. Das ist nicht genug!" Ohne Streit gebe es keinen Zusammenhalt, betonte Huber. Er ist am Wochenende 75 Jahre alt geworden.

Papst Franziskus Vatikan fasst Reise nach Russland ins Auge

Schon bald könnten die Weichen für eine historische Premiere gestellt werden, sagte in einem Interview Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, der als zweitmächtigster Mann im Vatikan gilt. Er selbst werde in Moskau den russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill I. treffen, um eine mögliche Reise des Pontifex zu besprechen. Wegen der Spaltung der römisch-katholischen und der orthodoxen Kirche hat bisher noch kein moderner Papst Russland besucht.

02.08.2017

Neue Studie zeigt Kirchgänger leben länger

Wer regelmäßig einen Gottesdienst besucht, hat weniger Stress und lebt länger. Das ist das Ergebnis einer Studie des US-amerikanischen Wissenschaftlers und Baptistenpfarrers, Marino Bruce.  Demnach besteht ein Zusammenhang zwischen Gottesdienstbesuchen und der Lebenserwartung. Egal, ob es sich um eine Kirche, eine Synagoge oder eine Moschee handele, wer in eine religiöse Gemeinschaft eingebunden ist, habe laut der Studie eine höhere Lebenserwartung und weniger Stress.

Andere Wissenschaftler wie Neal Krause von der Universität Michigan sehen die Studienergebnisse dagegen skeptisch – er bezeichnete Religion als komplexes Phänomen, übertriebene religiöse Hingabe könnte sogar Krankheit und Depression bewirken.

Ditib Martin Schulz sieht eine Veränderung im Verhältnis zum Islamverband

Die Spannungen innerhalb der Türkei beeinflussten auch das Verhältnis zum deutsch-türkischen Islamverband, sagte Martin Schulz der Katholischen Nachrichtenagentur. Schulz würdigte, dass Ditib Imame ausgebildet und die türkischen Muslime über Jahrzehnte betreut habe. Doch die Beziehungen hätten sich geändert, seit die türkische Regierung von der kemalistisch-laizistischen Tradition des Landes abgerückt sei.

Asylbewerber Käßmann für eine Stärkung von Härtefallkommissionen

Eine solche Kommission könne in Einzelfällen Fragen eines humanitären Bleiberechts besser einschätzen als kurzfristig eingestellte Beamte im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, sagte Reformationsbotschafterin Margot Käßmann in Wittenberg. Es stelle sich die Frage, warum jemand abgeschoben werden soll, der hier eine Ausbildung gemacht habe und integriert sei. Härtefallkommissionen wurden vor gut zehn Jahren bundesweit eingeführt. Wenn ein Asylbewerber abgelehnt wird, können die Kommissionen den Bundesländern empfehlen, aus humanitären Gründen dennoch ein Bleiberecht zu gewähren.

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