Sonntag, 17.12.2017
29.11.2017

Sonn- und Feiertage Jurist Schluckebier verweist auf die Verfassung

Bundesverfassungsrichter Wilhelm Schluckebier hält die deutsche Regelung zum Schutz der Sonn- und Feiertage für etwas Besonderes. Im Unterschied zu den Nachbarstaaten werde diese Angelegenheit in der Bundesrepublik in der Verfassung geregelt. Die typische werktägliche Geschäftigkeit habe zu ruhen, für Ausnahmen seien wichtige Sachgründe erforderlich, sagte Schluckebier in einem Interview. In der aktuellen Diskussion, ob die Geschäfte am 24. Dezember öffnen dürfen, wenn das Datum wie in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, wollte Schluckebier keine Bewertung abgeben. In dieser Thematik habe es bislang keine Verfassungsbeschwerde gegeben. Schluckebier scheidet am Donnerstag aus Altersgründen aus dem Bundesverfassungsgericht aus. Er war dort unter anderem für Rechtsfragen zum Staat-Kirche-Verhältnis zuständig.

Religiöse Minderheit Kirchenführer fordern Hilfe für Christen im Nahen Osten

Der Primas der anglikanischen Kirche, Justin Welby, und der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill haben eine gemeinsame Erklärung abgegeben, in der sie die Verfolgung von Christen "in vielen Ländern des Nahen Ostens und Afrikas" beklagen. Sie sprechen von Massentötungen, barbarischen Kirchenzerstörungen, der Schändung heiliger Stätten und der Vertreibung von Millionen Christen aus ihren Häusern. Der Anglikaner-Primas und der Moskauer Patriarch forderten gemeinsam schnelle Hilfe für die Christen im Nahen Osten, zum Beispiel Sicherheitsgarantien und die Wiederherstellung des Wohnraums.

Richterspruch in Indien Hindu-Vater muss seine zum Islam konvertierte Tochter freilassen

Darf ein Vater die Ehe seiner Tochter annullieren lassen? Mit dieser Frage muss sich demnächst ein Gericht in Indien befassen. Es geht um den Fall einer 25-jährigen Inderin, die einen Muslim geheiratet hatte und zum Islam konvertiert war. Dagegen hatte ihr hinduistischer Vater geklagt und zunächst auch Recht bekommen. Die Ehe wurde annulliert und die junge Frau zur Rückkehr zu ihrem Vater gezwungen. Der muslimische Ehemann zog daraufhin zum Obersten Gericht, um diese Entscheidung rückgängig zu machen. Nun befanden die Richter, dass die Frau das Haus ihres Vaters verlassen und zum Studium in ein Studentenwohnheim umziehen darf. Zum Vormund der 25-Jährigen bestellten sie den Hochschuldirektor. Die Entscheidung, ob die Ehe gültig ist oder nicht, vertagten die Richter allerdings.

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