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12.01.2018

Justizreform in West-Thrakien Scharia in Griechenland

Griechenland ist das einzige Land in der EU, wo die Scharia, das islamische Recht, zum Teil gültig ist – und zwar in der Region West-Thrakien. Doch jetzt sollen muslimische Geistliche nur noch dann nach islamischem Recht entscheiden, wenn beide Streitparteien dem zustimmen. Andernfalls ist die griechische Justiz zuständig. Das Parlament billigte mit großer Mehrheit ein entsprechendes Gesetz. Bislang waren in der Region ausschließlich muslimische Geistliche für Familien- und Erbschaftsrecht zuständig. In West-Thrakien lebt eine muslimische Minderheit.

Ehe für alle Homosexuelle in der katholischen Kirche

Der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Franz-Josef Bode hat eine neue Diskussion über die Segnung gleichgeschlechtlicher Beziehungen in der katholischen Kirche angeregt. Man könne zum Beispiel über eine Segnung nachdenken, die nicht zu verwechseln sei mit einer Trauung, sagte der Bischof des Bistums Osnabrück. Auch wenn sich die Ehe für alle vom Eheverständnis der Kirche unterscheide, sei sie nun politische Realität.

Säkuläre Muslime Kurden fordern eine andere Islampolitik in Deutschland

Die säkulare Mehrheit müsse eingebunden werden, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Kurdischen Gemeinde Mehmet Tanriverdi. Er forderte anlässlich der Sondierungsgespräche zwischen Union und SPD über eine Regierungsbildung eine Neuausrichtung der Islampolitik. Die säkulare Mehrheit der hierzulande lebenden Muslime sei bislang übergangen worden. Die an der Deutschen Islamkonferenz teilnehmenden Islamverbände verträten "ausnahmslos den politisch-konservativen Islam" und höchstens 15 Prozent der Muslime, erklärte Tanriverdi.

Hilfsorganisation Open Doors Wieder mehr verfolgte Christen

Nach Darstellung der Hilfsorganisation Open Doors nimmt die Verfolgung von Christen weltweit zu. Grund dafür sei unter anderem eine steigende Zahl von islamistischen Bewegungen in Asien und Afrika. Auch der Aufstieg nationalistischer Bewegungen in hinduistisch oder buddhistisch geprägten Staaten gefährde Christen immer stärker. Das geht aus dem Weltverfolgungsindex 2018 von Open Doors hervor. Danach werden in 50 Ländern mehr als 200 Millionen Christen in hohem Maße verfolgt. Erneut führt Nordkorea die Rangliste an. Es folgen Afghanistan, Somalia, der Sudan und Pakistan. Die Organisation Open Doors wird von evangelischen Freikirchen unterstützt.

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