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MissbrauchsskandalPolizei durchsucht Kirchenverwaltung in Chile

Demonstranten fordern am 4. Januar 2018 vor der Kathedrale in Osorno (Chile) den Rücktritt von Bischof Juan Barros. (imago / ZUMA Press)
Demonstranten fordern am 4. Januar 2018 vor der Kathedrale in Osorno (Chile) den Rücktritt von Bischof Juan Barros (imago / ZUMA Press)

In Chile haben Polizei und Staatsanwaltschaft im Zuge des Missbrauchsskandals Büros der katholischen Kirche durchsucht.

Die Razzien fanden am Sitz des Kirchengerichts von Santiago sowie am Sitz des Bistums von Rancagua statt. Dort werden 14 Priester der sexuellen Beziehung zu Minderjährigen beschuldigt. Der Erzbischof von Santiago, Kardinal Ezzati, erklärte, man kooperiere mit der Justiz des Landes und habe alle angeforderten Dokumente überreicht. Auch zwei Ermittler aus dem Vatikan halten sich in Chile auf, um den Vorwürfen nachzugehen.

Papst Franziskus hatte vor einigen Wochen schwere Fehler im Umgang mit dem Skandal in der katholischen Kirche Chiles angeprangert. Bei einem Krisengespräch in Rom hatten alle 34 chilenischen Bischöfe ihren Rücktritt angeboten.

Diese Nachricht wurde am 14.06.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.