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Mit Hund auf Reisen

Von Margret Bielenberg

Wer ein Haustier mit in den Urlaub nehmen will, sollte die Vorbereitungen mindestens vier Monate vorher beginnen.
Wer ein Haustier mit in den Urlaub nehmen will, sollte die Vorbereitungen mindestens vier Monate vorher beginnen. (AP)

Die Sommerferien stehen zwar noch nicht vor der Tür, aber wer sein Haustier mit auf Reisen nehmen möchte, sollte jetzt planen. Denn Impfungen, Transportboxen oder Anschnallgurte sind Vorschrift, wenn's in den Urlaub geht.

Meerschweinchen, Kaninchen oder Wellensittiche können problemlos in ihrem Käfig mit dem Auto mitgenommen werden. Die Halter sollten allerdings überlegen, ob sich nicht jemand daheim um sie kümmern kann, sagt Bernhard Brandner, Tierarzt in Hamburg. Auch Katzen mitzunehmen sei in den meisten Fällen nicht zu empfehlen. Wer das aber doch plane, müsse genau wie Hunde- oder sogar Frettchenbesitzer den EU-Heimtierausweis mit sich führen.

"In diesem EU-Ausweis muss die Chip-Nummer des Tieres vermerkt sein und in diesem Ausweis müssen sämtliche Impfungen eingetragen werden. Für die Reise geht es meistens um die Tollwut-Impfung, vor allem innerhalb der EU. Und die Tollwut-Impfung muss immer aktuell sein."

Eine gültige Tollwutimpfung muss in den meisten EU-Ländern mindestens 21 Tage alt sein. Die Gültigkeitsdauer des Impfschutzes richtet sich nach Angaben des Herstellers und muss im EU-Heimtierausweis notiert sein. Wer ein Haustier mit in den Urlaub nehmen will, sollte die Vorbereitungen mindestens vier Monate vorher beginnen, sagt der Tierarzt. Die Einreisebestimmungen variieren von Land zu Land. Deswegen empfiehlt sich rechtzeitig vor Abreise bei der jeweiligen Botschaft oder dem Konsulat nachzufragen. Auch Änderungen kommen vor. So ist seit Anfang des Jahres der Tollwut-Titer, also der Tollwut-Antikörpernachweis für die Schwedenreise nicht mehr notwendig. Auch entwurmt werden muss nicht mehr. Geht die Reise los, dann darf der Hund nicht zwischen den Kindern liegen oder im Fußbereich des Beifahrers sitzen.

"Ein Hund muss entweder in einem sogenannten Kennel untergebracht sein oder er muss angeschnallt sein. Da gibt es Anschnallgurte für verschiedene Hundegrößen, die eigentlich an jedes Gurtsystem applizierbar sind. Und vielleicht ist wichtig dazu zu sagen, dass wenn ein Unfall passiert mit einem nicht gesicherten Haustier im Auto, zahlt die Versicherung nicht."

Katharina Pauk fährt regelmäßig mit Familie und Hund nach Schweden. Ein Anschnallgurt für Labrador Lenny kommt nicht in Frage.

"Der Hund hat eine extra Hundebox, das ist so eine Hartschale, die wird hinten in den Kofferraum gestellt und drumherum stapeln wir das Gepäck ... Das heißt der Hund hat ganz viel Platz und auch Luft und da wir sowieso viel mit Fähren fahren, also kurze Abschnitte haben, würde ich sagen alle zwei, drei Stunden ist sowieso Stopp."

Ist Familie Pauk nicht in Schweden unterwegs, zieht es sie auch gern nach Südfrankreich. Dann bleibt Hund Lenny bei der Verwandtschaft. Eine gute Entscheidung, meint Bernhard Brandner, denn schwere Krankheiten können mitgebracht werden.

"Mir geht es hauptsächlich um den Komplex der Reisekrankheiten in den südeuropäischen Ländern: Leishmaniose, Ehrlichiose, Herzwurmerkrankung, Dirofilialose. Die Wahrscheinlichkeit für einen Hund sich mit solchen Erregern zu infizieren liegt bei 50 bis70 Prozent."

Zur Vorbeugung gibt es zwar Zeckenhalsbänder oder Medikamente, aber sicher könne man sich damit nicht sein. Wer mit seinem Tier in den Urlaub fliegen möchte, bekommt Informationen von der Fluggesellschaft. Allerdings solle man bedenken, dass eine Flugreise Stress bedeutet, sagt der Tierarzt. In einer guten Hundepension oder bei Freunden habe der Hund mehr vom Urlaub.

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