Freitag, 15.12.2017
StartseiteHörspielAus der Geschichte des Rechts - Der Pitaval 28.01.2017

MitternachtskrimiAus der Geschichte des Rechts - Der Pitaval

„Echte Verbrechen - wahre Abgründe!“ Das Interesse am True Crime befriedigte 1734 der französische Rechtsanwalt François Gayot de Pitaval durch seine Sammlung authentischer Kriminalfälle: "Causes Célèbres et Intéressantes".

Kriminalhörspiel von Werner G. Suffrian

Eine Statue der Justitia (dpa / picture alliance / Reinhardt)
Eine Statue der Justitia (dpa / picture alliance / Reinhardt)

Diese "merkwürdigen Rechtsfälle", die bis ins 14. Jahrhundert zurückreichten, griffen nicht selten skandalöse Justizirrtümer auf und waren ursprünglich als Studienmaterial für angehende Juristen gedacht. Unversehens wurden sie zu Bestsellern, und die Leser bekamen nicht genug davon. Fortsetzung auf Fortsetzung erschien; Pitaval selbst brachte es als Herausgeber auf über 20 Bände.
Friedrich Schiller, der 1792 die erste deutsche Ausgabe des "Neuen Pitaval" besorgte, bezeichnete sie als „ein Buch, das durch seine Realität den Samen nützlicher Kenntnisse ausstreut und dazu dient, das Nachdenken des Lesers auf würdige Zwecke zu richten".
Von 1842 bis 1890 gaben Criminaldirektor Julius Eduard Hitzig und Dr. W. Häring alias Willibald Alexis die "Criminalgeschichten aller Länder" heraus. Es folgten etliche regionale Sammlungen, im 20. Jahrhundert u.a. Egon Erwin Kischs "Prager Pitaval", ein Weimarer, ein Bonner und in der DDR schließlich sogar der "Fernsehpitaval".

Bearbeitung: Joachim Fest
Regie: Rolf Purucker

Produktion: RIAS 1959
Länge: ca. 30‘

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