Hörspiel / Archiv /

 

Mitternachtskrimi B.L. - Wiedervorlage einer Mordsache

Von Axel Doßmann und Davide Tosco

Der Berliner Bruno Lüdke, 1943 polizeilich erfasst und als Serienmörder verdächtigt.
Der Berliner Bruno Lüdke, 1943 polizeilich erfasst und als Serienmörder verdächtigt. (Polizeihistorische Sammlung Berlin)

"Die Bestie in Menschengestalt", titelte die Presse. "Nachts, wenn der Teufel kam" hieß der Kinofilm über ihn, der für den Oscar nominiert wurde und als Doku-Drama den Deutschen Filmpreis wegen "besonderem staatspolitischen Gehalt" bekam.

Das war 1957, 13 Jahre, nachdem der Berliner Hilfsarbeiter Bruno Lüdke als mutmaßlich 80-facher Mörder getötet wurde - heimlich und verheimlicht.

Erst nach dem Krieg wurde der Fall bekannt. Doch erst viel später kamen Zweifel auf. War Bruno Lüdke von der NS-Kriminalpolizei zu Geständnissen genötigt worden? Damit sie einen Sündenbock für zig ungeklärte Morde hatten?

240 Aktenordner lagern in der Zentralkartei für Mordsachen des Landesarchivs Berlin. Axel Doßmann und Davide Tosco haben sie durchforstet - nicht nur auf der Suche nach Wahrheit, sondern auch nach Schuld und Schuldzuschreibungen.


Regie: die Autoren
Mit Geno Lechner, Joachim Schönfeld, Stefan Kaminski, Irene Kugler und Verena von Behr
SWR 2011/48'48



Mehr bei deutschlandradio.de

Produktion:

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Hörspiel

ErinnerungenDer Tod und das Mädchen

Die österreichische Schriftstellerin vor einer Bücherwand Friederike Mayröcker am 9. Dezember 1999.

Angeregt vom Streichquartett in d-Moll "Der Tod und das Mädchen" von Franz Schubert hat die Autorin dieses Hörspiel geschrieben: Bruchstückhafte Erinnerungen an bessere Zeiten einer Beziehung wechseln ab mit zaghaften Versuchen einer neuerlichen Annäherung.

MitternachtskrimiGlaube, Liebe, Mafia - Die Frau des Paten

Der Schauspieler Martin Brambach hält sich die Hand am Kinn. 

Alles hat zwei Seiten, auch ein Auftragsmord. Josif Bondar, gebürtiger Ukrainer und ehemaliger KGB-Mitarbeiter, verfügt über ausgezeichnete Kenntnisse der russischen Mafia-Szene in Deutschland. Er hat sich als Privatdetektiv in Köln niedergelassen. Eines Tages bittet ihn seine alte Freundin Heidi um einen Gefallen.

Hörspiel des Monats "Bei mir hing Vati immer pünktlich am Galgen"

Der Schauspieler Wolf-Dietrich Sprenger am Mikrofon.

Die Begründung der Jury: "Dass, nach einem geläufigen Bonmot von Karl Kraus, dem Wort Familienbande immer ein Beigeschmack von Wahrheit anhaftet, klingt plötzlich zu harmlos, betrachtet man den Fall der deutschen Familie Frank.