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StartseiteForschung aktuellVirtualisierung als Megatrend 22.02.2016

Mobilfunkmesse in Barcelona Virtualisierung als Megatrend

Virtualisierung ist eines der großen Themen auf dem diesjährigen Mobile World Congress in Barcelona. Gemeint ist damit aber nicht die visuelle Flucht aus der realen Welt mithilfe von Datenbrillen. IT-Journalist Manfred Kloiber erläutert im Gespräch, welch gewaltiges Geschäft die digitale Wirtschaft in der Verlagerung von Aufgaben in die Cloud wittert.

Manfred Kloiber im Gespräch mit Uli Blumenthal

Blick in einen Server-Raum  (picture alliance / dpa / Martin Schutt)
Sicherheitssoftware könnte künftig nahezu ausschließlich von der Cloud aus ihre Arbeit verrichten. (picture alliance / dpa / Martin Schutt)

"Ganz praktisch geht es hier auf dem Mobilfunkkongress vor allem darum, die ganzen Funktionen, die bislang von teuren Hardware-Basisstationen, von Netz-Controllern und Gateways übernommen wurden, zu virtualisieren. Sie also von Software virtuell erledigen zu lassen, und in irgendein Datacenter auf der Welt zu verlagern", so Manfred Kloiber.

Diese Art der Virtualisierung beträfe nicht zuletzt auch die Endnutzer des Internets. "Wenn Sie nur einen Computer zu Hause haben, dann genügte es vielleicht bisher, auf dem Computer eine Schutzsoftware zu haben, die sich um alles kümmert. Mittlerweile aber haben Sie ja unzählige Geräte am Netz hängen: Denken Sie an das Fernsehgerät, an Komfortleuchten per WLAN gesteuert, an Überwachungskameras und nicht zuletzt an Ihre Smartphones und Tablets. All diese Geräte sicher zu machen, das ist schon Arbeit. Deshalb bieten demnächst zum Beispiel die Mobilfunkbetreiber an: 'Vergiss' doch deine Sicherheitssoftware und wir machen das dann für dich.'"

Konkret, so Kloiber, würden immer mehr IT-Dienstleister den Nutzern anbieten, all deren interntfähige Endgeräte sauber von Viren und Trojanern zu halten. Dafür muss der jeweilige Internet-Anschluss erst das Data-Center des Dienstleisters in der Cloud passieren und wird somit gefiltert.

Das gesamte Gespräch können Sie ab Sendedatum sechs Monate in unserem Audio-Player nachhören.

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