Montag, 18.12.2017
StartseiteCorsoDer Weltstuhl17.03.2017

MonoblocDer Weltstuhl

Er steht in italienischen Eiscafés und in afrikanischen Kirchen, hat Präsidenten, den Dalai Lama oder auch Entführungsopfer getragen: der Monobloc. Der weiße Plastikstuhl ist das am weitesten verbreitete Möbel der Welt - und wird derzeit im Museum gefeiert. "Es ist der Weltstuhl", sagte Wirtschaftswissenschaftler und Monobloc-Experte Jens Thiel im DLF.

Jens Thiel im Corsogespräch mit Bernd Lechler

Der ehemalige libysche Präsident Muammar al-Gaddafi vor einem Treffen mit dem damaligen Präsidenten Tansanias Jakaya Kikwete (nicht im Bild) während des fünfzehnten AU Gipfels in Kampala, Uganda, am 26.07.2010 auf einem weißen Monoblock-Stuhl. EPA/DAI KUROKAWA (Picture Alliance / dpa / EPA / Dai Kurokawa)
Der Monobloc - auch ein staatstragendes Möbel (Picture Alliance / dpa / EPA / Dai Kurokawa)
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Wahnsinnig erfolgreich also ist der Monobloc - und unter Designfreunden verhasst, denn es ist natürlich auch der Inbegriff billiger Massenware. Das Vitra Design Museum in Weil am Rhein widmet dem Monobloc ab heute eine Ausstellung. Die Eröffnungsrede hielt der Fan und Fachmann Jens Thiel. Im Corsogespräch erzählt er, wie der Plastikstuhl zum Klassiker wurde und welche Kulturunterschiede sich in der Farbwahl widerspiegeln. 

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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