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MusikbrancheBerliner Notos-Quartett gibt "Echo" zurück

Das Foto zeigt das Logo des Musikpreises Echo. (picture-alliance / dpa / Jens Kalaene)
Der Musikpreis Echo ist stark in die Kritik geraten. (picture-alliance / dpa / Jens Kalaene)

Die umstrittene Verleihung des Musikpreises "Echo" an die Rapper Kollegah und Farid Bang zieht immer weitere Kreise.

Jetzt hat das Berliner Notos-Quartett gegen die Ehrung der beiden Sänger protestiert und auf Facebook angekündigt, den "Echo Klassik" vom vergangenen Herbst zurückzugeben. Die Trophäe sei für das Quartett nicht mehr als ein "Symbol der Schande". Die beiden Rapper hatten den "Echo" am Donnerstag für ein Album erhalten, das Kritiker als antisemitisch einstufen.

Der ARD-Koordinator für Unterhaltung, Schreiber, schrieb in der "Welt", es gebe nur eine sinnvolle Reaktion der Musikindustrie: Eine Entschuldigung und die Erkenntnis, dass dieser Echo keine Berechtigung mehr habe, weder inhaltlich noch moralisch. Ähnlich äußerte sich auch die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, Haßelmann. Sie twitterte: "Der #Echo hat keine Berechtigung mehr." Der Bundesverband Musikindustrie kündigte lediglich an, den Preis auf Entscheidung des Vorstandes zu überarbeiten. Details nannte der BVMI aber nicht.

Der WDR bestätigte, dass das umstrittene Album der beiden Rapper beim Sender auf dem Index steht, also nicht mehr gespielt wird - allerdings war das schon vor der Echo-Verleihung so. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet begrüßte das ausdrücklich.

Diese Nachricht wurde am 16.04.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.