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Mutmaßliche VergewaltigungPolizei-Gewerkschaft: "Fußball-Sonderzüge sind kein rechtsfreier Raum"

Zwei Schilder der Haltestelle Flörsheim stehen am Bahnhof. Eine junge Frau soll von einem Mönchengladbacher in einem Fußball-Sonderzug sexuell missbraucht worden sein. Die Frau war aus dem Zug, der sich auf der Rückreise vom Spiel Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach befand, an der Haltestelle Flörsheim ausgestiegen (16.4.2018). | (dpa / picture alliance / Fabian Sommer)
Der Bahnhof Flörsheim (dpa / picture alliance / Fabian Sommer)

Nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung in der Nacht zu Sonntag in einem Sonderzug für Fußballfans auf der Fahrt von München nach Mönchengladbach hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen.

In dem Fall geht es um Vorwürfe gegen einen 30-jährigen Mann, wie ein Polizeisprecher am Montag in Mönchengladbach sagte. Die Polizei in Hessen war am frühen Sonntagmorgen über das Sexualdelikt in dem Zug informiert worden, mit dem Borussia-Fans vom Auswärtsspiel ihres Clubs bei Bayern München zurückkehrten. Bei dem mutmaßlichen Opfer soll es sich um eine 19-jährige Frau handeln, die am Bahnhof Flörsheim den Zug verlassen hat. Der Vorfall hat Diskussionen über die Sicherheit in Fußball-Sonderzügen ausgelöst. Dazu erklärte der NRW-Landeschef der Gewerkschaft der Polizei, Plickert, es sei nicht die Aufgabe der Polizei, in diesen Zügen für Sicherheit zu sorgen. Als Veranstalter sei das Bahn-Unternehmen dafür zuständig - entweder mit eigenem Personal oder mit einem angemieteten Sicherheitsdienst. Sonderzüge dürften aber kein rechtsfreier Raum sein, erklärte Plickert.

Diese Nachricht wurde am 16.04.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.