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MyanmarSuu Kyi sagt Rückkehr der Rohingya zu - Armeechef dagegen

Myanmars De-Facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi spricht am 19. September 2017 in Myanmars Hauptstadt Naypyitaw über die Lage der Rohingya-Minderheit. (dpa-Bildfunk / AP Photo / Aung Shine Oo)
Aung San Suu Kyi - hier bei einer früheren Rede in Myanmars Hauptstadt Naypyitaw. (dpa-Bildfunk / AP Photo / Aung Shine Oo)

Myanmars faktische Regierungschefin Aung San Suu Kyi will sich nach eigener Aussage für eine Rückführung der mehr als 500.000 nach Bangladesch geflüchteten Rohingya einsetzen.

Darüber wolle ihr Kabinett mit dem Nachbarland verhandeln, sagte sie in einer Fernsehansprache. Man reagiere damit auf die internationale Kritik an der Militäroffensive gegen die muslimische Minderheit im Teilstaat Rakhine. Suu Kyi widersprach damit Äußerungen von Armeechef Min Aung Hlaing. Dieser hatte gestern in einer Facebook-Nachricht eine Rückkehr der Flüchtlinge abgelehnt und erklärt, die Rohingya seien keine Einheimischen.

Die Vereinten Nationen hatten der Armee am Mittwoch die systematische und brutale Vertreibung der Minderheit durch Gräueltaten vorgeworfen. Etwa eine halbe Million Rohingya sind über die Grenze nach Bangladesch geflohen. Sie leben dort unter elenden Bedingungen.