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MyanmarSuu Kyi wertet Eingeständnis der Armee als wichtiges Signal

Myanmars De-Facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi spricht am 19. September 2017 in Myanmars Hauptstadt Naypyitaw über die Lage der Rohingya-Minderheit. (dpa-Bildfunk / AP Photo / Aung Shine Oo)
Aung San Suu Kyi bei einer Rede in Myanmars Hauptstadt Naypyitaw. (dpa-Bildfunk / AP Photo / Aung Shine Oo)

Das Eingeständnis der Armee in Myanmar, an der Ermordung von zehn Rohingya beteiligt gewesen zu sein, ist nach Ansicht der De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi ein erstes positives Signal.

Dies zeige die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, erklärte Suu Kyi staatlichen Medien zufolge gestern bei einem Treffen mit dem japanischen Außenminister Kono.

Menschenrechtsorganisationen kritisierten dagegen, das Eingeständnis der Streitkräfte sei nicht ausreichend. Amnesty International erklärte, diese zehn Toten seien nur ein kleiner Teil der Verbrechen an Mitgliedern der muslimischen Minderheit. Human Rights Watch warnte, das Eingeständnis zeige keinen Gesinnungswandel der Armee.

Die Armee geht seit Mitte vergangenen Jahres gegen die Rohingya vor. Mehr als 640.000 Rohingya flohen vor Gewalt und Vertreibung ins benachbarte Bangladesch. Die Vereinten Nationen sprechen von einer ethnischen Säuberung.

Diese Nachricht wurde am 13.01.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.