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StartseiteNachrichten vertieftEuropaweit verschärfte Sicherheitsmaßnahmen22.03.2016

Nach Anschlägen in BrüsselEuropaweit verschärfte Sicherheitsmaßnahmen

Nach den Anschlägen in Brüssel haben mehrere europäische Länder die Sicherheitsmaßnahmen sichtbar verstärkt. Unter anderem wird in Deutschland, Frankreich und Großbritannien die Polizeipräsenz im öffentlichen Raum verstärkt. Darüber hinaus herrscht große Anteilnahme nach den Angriffen.

Polizisten patroullieren am 22.03.2016 im Flughafen Köln/Bonn. (picture alliance / dpa / Henning Kaiser)
Auch am Flughafen Köln/Bonn wurden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. (picture alliance / dpa / Henning Kaiser)
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Bundesinnenminister Thomas de Maizière ist entschlossen, den Kampf gegen extremistische Organisationen "entschlossen und  hart" weiterzuführen. Die Sicherheitskräfte in Deutschland seien sensibilisiert worden. Dies gelte auch für die Grenzen zu Belgien, den Niederlanden, Frankreich und nach Luxemburg, an denen lageabhängig Kontrollen vorgenommen werden sollten. Zusätzlich würden an Flughäfen und Bahnhöfen mehr Polizisten eingesetzt, die schwerer als üblich bewaffnet sind und eine Schutzweste tragen.

Die Bundespolizei teilte außerdem mit, ihre Kontrollen am größten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main sowie an anderen Flughäfen des Landes verstärkt zu haben. Man beobachte die Situation sehr genau, sagte Sprecher Christian Altenhofen.

Bereits wenige Minuten nach Bekanntwerden der Explosionen in Brüssel hatte die Deutsche Flugsicherung in Langen bei Frankfurt am Main reagiert, berichtet unser DLF-Korrespondent Ludger Fittkau. Die Organisation, die für die Sicherung des deutschen Luftraums bis zur belgischen Grenze zuständig ist, stoppte sofort alle Flüge von Deutschland nach Brüssel. 

Ähnlich die Situation in anderen europäischen Ländern: Auch in Großbritannien, Polen und Tschechien ist die Polizei in erhöhter Alarmbereitschaft. In Frankreich schickte Innenminister Bernard Cazeneuve schickte 1600 zusätzliche Sicherheitskräfte zum Einsatz in die Grenzregion zu Belgien, wie er nach einem Krisentreffen bei Präsident François Hollande in Paris ankündigte.

Der Zugverkehr von und nach Belgien ist erheblich gestört. Die Deutsche Bahn stellte die Verbindungen zwischen Aachen und Brüssel ein. Auch zwischen den Niederlanden und Belgien ist der Zugverkehr stillgelegt worden. Davon sind auch die internationalen Thalys- und Eurostarzüge betroffen.

Besonders angespannt bleibt die Lage in Brüssel: Der öffentliche Nahverkehr in der Stadt ruht. Menschen sollen ihre Häuser nicht verlassen. Kinder dürften aber vorzeitig von ihren Eltern aus den Schulen abgeholt werden, teilte die Brüsseler Polizei auf Twitter mit.

Weil die Mobilfunknetze überlastet sind, raten die Behörden in Brüssel außerdem, auf soziale Medien auszuweichen. Über den Kurznachrichtendienst Twitter schicken zahlreiche Nutzer Nachrichten an ihre Angehörigen.

Die Nato hat die Sicherheitsvorkehrungen in ihrem Hauptquartier, das nahe dem Flughafen liegt, verschärft. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte: "Wir bleiben wachsam und beobachten die Lage sehr genau."

Nach den Anschlägen ist auch der Schutz der belgischen Atomkraftwerke verstärkt worden. Der Energiekonzern Engie teilte mit: "Zusätzlich zu den gewöhnlich schon sehr scharfen Sicherheitsvorkehrungen sind die Gitter rund um die Anlagen geschlossen worden und alle Fahrzeuge werden kontrolliert."

Mehr zu den Anschlägen in Brüssel erfahren Sie in unserem Newsblog.

(pr/tzi)

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