Nachrichten

Freitag, 18. April 2014 12:00 Uhr

  • Russland, Ukraine, USA und EU einigen sich auf Eckpunkte-Papier

    Der Ukraine-Gipfel in Genf hat sich auf ein Eckpunkte-Papier zur Beilegung der Krise geeinigt. Vertreter Russlands, der Ukraine, der USA und der EU forderten gemeinsam alle Konfliktparteien zum Gewaltverzicht auf. Die pro-russischen Separatisten in der Ostukraine sollen ihre Waffen niederlegen und die besetzten Verwaltungsgebäude verlassen. Im Gegenzug müsse ihnen Amnestie gewährt werden, heißt es in der Erklärung. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon teilte in New York mit, es sei ermutigend, dass man sich auf konkrete Schritte einigen konnte. US-Präsident Obama sagte in Washington, es bestehe die Möglichkeit, dass die Krise durch die diplomatischen Bemühungen entschärft werde. Allerdings drohte er Russland mit weiteren Sanktionen, falls sich die Lage nicht verbessere. Nach den Worten von Bundesaußenminister Steinmeier wurde in Genf mehr erreicht, als viele erwartet hatten. Ungeachtet der Einigung fielen in der Ostukraine vergangene Nacht wieder Schüsse. Ukrainische Regierungstruppen stürmten nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur einen Posten prorussischer Kräfte. Es soll mindestens ein Mensch getötet worden sein. Die Ukraine machte den Weg frei für ein internationales Strafverfahren gegen die frühere Staatsführung um den gestürzten Präsidenten Janukowitsch. Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag teilte mit, Kiew habe Ermittlungen für den Zeitraum von November 2013 bis Februar 2014 genehmigt.

  • Ostermärsche im Zeichen von Ukraine-Krise und Weltkriegs-Jahrestagen

    Mit einer Kundgebung an der Uran-Anreicherungsanlage im münsterländischen Gronau beginnt am Mittag an Rhein und Ruhr einer der größten Ostermärsche in Deutschland. Bundesweit sind bis Ostermontag rund 80 Veranstaltungen von Friedensaktivisten angekündigt, heute unter anderem in Berlin, Chemnitz und Dortmund. Die Veranstalter erwarten mehrere zehntausend Teilnehmer zu den Demonstrationen, Kundgebungen und Kranzniederlegungen. Ein zentrales Thema der traditionellen Ostermärsche ist in diesem Jahr die Ukraine-Krise. Die Veranstalter erinnern aber auch an den Beginn des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren und den Beginn des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren. Protestiert wird außerdem gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr, deutsche Rüstungsexporte in Krisenregionen sowie gegen Atomkraft und Atomwaffen.

  • Christen begehen Karfreitag mit Prozession in Jerusalem

    Zum Karfreitag haben tausende Christen in Jerusalem an die Kreuzigung Jesu erinnert. Sie nahmen an der traditionellen Prozession entlang der Via Dolorosa durch die Altstadt teil. Der Zug endete an der Grabeskirche. Der Überlieferung nach wurde sie an der Stelle gebaut, an der Jesus bestattet worden sein soll. Im Vatikan nimmt Papst Franziskus am Nachmittag an der Liturgie im Petersdom teil. Danach wird er am Kolosseum in Rom den Kreuzweg beten. - Zum gestrigen Gründonnerstag hatte Franziskus bei einer Abendmahlsmesse zwölf Menschen mit Behinderung die Füße gewaschen.

  • Mehr Befugnisse für den türkischen Geheimdienst

    Das türkische Parlament hat die Befugnisse des Geheimdienstes erweitert. Die Reform wurde mit den Stimmen der islamisch-konservativen Regierungspartei von Ministerpräsident Erdogan verabschiedet. Künftig kann der Geheimdienst Medienberichten zufolge beispielsweise Privattelefone ohne gerichtliche Genehmigung abhören. Außerdem werden Gefängnisstrafen für die Veröffentlichung vertraulicher Geheimdienstinformationen eingeführt. Die Opposition kündigte an, gegen die Gesetzesänderungen beim Verfassungsgericht zu klagen.

  • Zypern plant Rückkehr auf den Anleihemarkt

    Nach Griechenland will auch Zypern wieder Geld auf dem Anleihemarkt aufnehmen. Wie das Finanzministerium in Nicosia mitteilte, sollen von Juni an im Monatsrythmus Staatsanleihen an Einzelpersonen verkauft werden. Zypern hatte sich wegen der Bankenkrise Mitte 2011 vom Markt zurückgezogen. EU und Internationaler Währungsfonds hatten das Land im vergangenen Jahr mit einem Hilfskredit von zehn Milliarden Euro vor dem Bankrott bewahrt.

  • Syrien: UNO-Sicherheitsrat besorgt über Lage von Zivilisten

    Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat sich besorgt wegen der Lage der Zivilisten in der belagerten syrischen Stadt Homs geäußert. Die Vorsitzende Ogwu sagte in New York, die im Februar beschlossene UNO-Resolution müsse sofort angewandt werden. Diese verlange einen verbesserten Zugang für humanitäre Hilfe. Ein formeller Appell an die Regierung in Damaskus, die Belagerung zu beenden, kam nicht zustande. Laut dem französischen UNO-Botschafter Araud scheiterte dies erneut am Widerstand Russlands. Der Sondergesandte Brahimi rief Regierung und Opposition in Syrien auf, die im Februar abgebrochenen Friedensgespräche wieder aufzunehmen. - In schweren Gefechten hatten die Regierungstruppen die Stadt Homs zuletzt weitgehend unter ihre Kontrolle gebracht. Die Altstadt wird nach wie vor von Rebellen gehalten.

  • Algerien: 52 Prozent beteiligen sich an Präsidentenwahl

    An der Präsidentenwahl in Algerien hat sich etwa die Hälfte der Stimmberechtigten beteiligt. Wie das Innenministerium mitteilte, lag die Quote bei 52 Prozent. Vor fünf Jahren waren es etwa 75 Prozent. Erste Auszählungsergebnisse sollen im Laufe des Tages vorliegen. Als Favorit unter den sechs Kandidaten gilt der gesundheitlich angeschlagene Präsident Bouteflika, für den es die vierte Amtszeit wäre. Seine Anhänger feierten bereits den Sieg des 77-jährigen Politikers. Die Oppositionsparteien hatten dazu aufgerufen, die Wahl zu boykottieren; sie befürchten massiven Betrug.

  • Südsudan: 20 Tote bei Angriff auf UNO-Stützpunkt

    Bei einem Angriff auf einen UNO-Stützpunkt im Südsudan sind mindestens 20 Menschen getötet worden. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden 70 Personen verletzt. In dem UNO-Komplex in Bor, der Hauptstadt des umkämpften Bundesstaats Jonglei, haben fast 5.000 Zivilisten Schutz vor der Gewalt in dem afrikanischen Land gesucht.

  • USA fordern Ende der Gewalt gegen Muslime in Birma

    Die USA haben die Regierung in Birma aufgerufen, die Gewalt gegen Muslime zu stoppen. Eine andauernde Unruhe könne den Weg des Landes hin zu Demokratie und Wohlstand gefährden, sagte die amerikanische UNO-Botschafterin Power in New York. Man betrachte das Geschehen mit Sorge. Das Weiße Haus wolle dennoch die Reformen in Birma weiter unterstützen. Wegen der Übergriffe durch Teile der buddhistischen Bevölkerungsmehrheit sind in der westlichen Region Rakhine zahlreiche Muslime auf der Flucht. - Der Sondergesandte der Vereinten Nationen Nambiar hatte gestern im Sicherheitsrat seinen Bericht über die Entwicklungen in dem Land vorgelegt.

  • Neun Bergsteiger am Mount Everest ums Leben gekommen

    Am Mount Everest sind mindestens neun nepalesische Bergsteiger ums Leben gekommen. Sie seien oberhalb des Basislagers von einer Lawine erfasst worden, teilte das Tourismusministerium in Katmandu mit. Drei Menschen seien schwer verletzt geborgen worden, weitere würden vermisst. Die meisten Opfer hätten für internationale Expeditionen gearbeitet, die auf den Aufstieg gewartet hätten. Es ist das bislang schwerste Unglück am höchsten Berg der Erde.

  • Gabriel Garcia Marquez im Alter von 87 Jahren gestorben

    Der kolumbianische Literatur-Nobelpreisträger Gabriel Garcia Marquez ist tot. Nach offiziellen Angaben starb er im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Mexiko-Stadt. Garcia Marquez gilt als meistgelesener Schriftsteller Südamerikas. Weltruhm erlangte er mit der Familiensaga "Hundert Jahre Einsamkeit", die in 25 Sprachen übersetzt und mehr als 30 Millionen Mal verkauft wurde. International erfolgreich waren auch seine Romane "Chronik eines angekündigten Todes" und "Liebe in Zeiten der Cholera". Den Literaturnobelpreis erhielt er 1982.

  • Wetter: Verbreitet Schauer, 8 bis 14 Grad

    Das Wetter: Verbreitet Niederschläge, teils Schauer und Gewitter. In den Hochlagen Schnee. Allenfalls im Westen gebietsweise trocken. 8 bis 14 Grad. Morgen Wechsel von Sonne und Wolken. Im Südwesten und am Alpenrand örtlich Schauer und Gewitter. 13 bis 21 Grad, an den Küsten kühler. Die weiteren Aussichten: Am Ostersonntag teils sonnig, teils wolkig. Im Westen im Tagesverlauf Schauer, im Bergland auch einzelne Gewitter. 15 bis 22 Grad.

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