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Samstag, 20. September 2014 08:00 Uhr

  • Gruppe von 49 türkischen Geiseln frei - von IS-Miliz verschleppt

    Eine von der Terrormiliz Islamischer Staat im Irak verschleppte Gruppe türkischer Geiseln ist wieder frei. Die 49 Entführten seien seit dem frühen Samstag morgen auf freiem Fuß und bereits in der Türkei angekommen, gab der neue Ministerpräsident des Landes, Davutoglu, bekannt. Die Gruppe, darunter mehrere diplomatische Mitarbeiter des Konsulats in Mossul, waren bei der Eroberung der Stadt Anfang Juni in die Gewalt der Dschihadisten geraten. Über die Umstände der Freilassung machte der Regierungschef keine Angaben. Inzwischen erklärte Präsident Erdogan im Fernsehen, die Freilassung der Geiseln sei Teil einer im voraus geplanten Operation des türkischen Geheimdienstes gewesen.

  • UNO-Sicherheitsrat ruft zur Unterstützung im Kampf gegen IS auf

    Der UNO-Sicherheitsrat hat die internationale Gemeinschaft aufgerufen, die irakische Regierung im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat zu unterstützen. Dies solle im Einklang mit dem Völkerrecht geschehen, erklärten die 15 Mitglieder. US-Außenminister Kerry wertete die Terrorakte als Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Jedes Land müsse seine Rolle beim Kampf gegen die Dschihadisten spielen. Es gehe darum, ein ganzes Netzwerk zu zerstören. Bundesaußenminister Steinmeier sagte Deutschlands Unterstützung beim Kampf gegen die Terrormiliz zu. Neben humanitärer und militärischer Hilfe müsse es auch eine gemeinsame politische Strategie geben.

  • Ukraine-Konflikt: Einigung über Einrichtung einer Pufferzone

    Die ukrainische Regierung und prorussische Separatisten haben sich auf die Einrichtung einer Pufferzone im Osten des Landes geeinigt. Das teilte der ehemalige ukrainische Präsident Kutschma mit, der die Regierung in Kiew vertritt. Er erklärte in der weißrussischen Hauptstadt Minsk, beide Seiten hätten bei dem Treffen der Kontaktgruppe zugesagt, schwere Waffen um mindestens 15 Kilometer zurückzuziehen. Sämtliche ausländische Kämpfer müssten die Ukraine verlassen. Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa sollen zudem die russisch-ukrainische Grenze überwachen. Bei dem fast siebenstündigen Treffen unterzeichneten beide Seiten einen Aktionsplan für Frieden, der binnen 24 Stunden in Kraft treten soll. Der russische Botschafter in Kiew sprach von einer Deeskalation in dem Konflikt. Separatistenführer Rudenko betonte, der Status der abtrünnigen Gebiete Donezk und Lugansk sei nicht diskutiert worden. In der Ostukraine gilt seit zwei Wochen eine Waffenruhe, die aber nur teilweise eingehalten wird.

  • NATO plant regionale Kommandozentralen in Osteuropa

    Die NATO will entlang ihrer Außengrenze zu Russland bis zu fünf regionale Kommandozentralen errichten. Das sagte ein litauischer Armeesprecher am Rande eines Treffens der 28 Bündnisstaaten in Vilnius. Die Kommandozentralen sollten in Litauen, Lettland, Estland, Polen und Rumänien aufgebaut werden. Jeweils 120 Soldaten sollten die Verantwortung für ein multinationales Bataillon übernehmen. Die NATO-Staaten hatten bei ihrem Gipfel in Wales Anfang September den Aufbau einer neuen Eingreiftruppe sowie einen Aktionsplan für Osteuropa beschlossen, um die Präsenz des Militärbündnisses in der Region zu erhöhen.

  • OECD kündigt bei G-20-Treffen Initiative gegen Steuerflüchtlinge an

    Die OECD hat beim Treffen der Finanzminister der G-20-Staaten Vorschläge vorgelegt, wie verhindert werden kann, dass multinationale Unternehmen legal Steuern umgehen. Generalsekretär Gurria sagte im australischen Cairns, es sollten Schlupflöcher geschlossen werden, die es Investoren erlaubten, ihre Gelder zwischen Ländern zu verschieben und damit künstlich von Steuervorteilen zu profitieren. Rund zwei Billionen Dollar würden Konzerne in aller Welt in Steueroasen und Niedrigsteuerländer verschieben. - Bei dem Treffen geht es auch darum, wie die angestrebten zwei Prozent Welt-Wirtschaftswachstum in den kommenden fünf Jahren erreicht werden können. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, OECD, hatte ihre Prognosen erst in dieser Woche gesenkt.

  • Ebola-Bekämpfung: UNO-Sondermission soll Montag beginnen

    Voraus-Teams der UNO-Sondermission zur Bekämpfung von Ebola sollen bereits am Montag nach Westafrika entsandt werden. Sie sollten im Hauptquartier in Ghana sowie in Guinea, Liberia und Sierra Leone tätig werden, kündigte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon in New York an. Deutschland und Frankreich hatten gestern eine gemeinsame Luftbrücke vereinbart, um den Transport von Hilfsgütern in die von Ebola betroffenen westfafrikanischen Länder sicherzustellen. Dazu soll innerhalb von zwei Wochen ein Stützpunkt in Dakar im Senegal eingerichtet werden.

  • SPD-Linke Mattheis schließt Koalitionskrach wegen Freihandelsabkommen nicht aus

    In der Debatte über das Freihandelsabkommen der EU mit den USA ist die SPD-Linke bereit, Streit in der Großen Koalition zu riskieren. Die Sprecherin des linken Flügels, Mattheis, sagte im Deutschlandfunk, eines der Grundprinzipien der SPD sei es, stets zum Wohle der Menschen zu entscheiden. Dieses Prinzip dürfe auch im Fall von TTIP nicht aufgegeben werden. Mattheis kündigte an, auf dem Parteikonvent in Berlin heute auszuloten, in wie weit die SPD-Führung bereit sei, auf die Kritik an dem Freihandelsabkommen einzugehen. Notfalls müssten die Verhandlungen zwischen der EU und den USA abgebrochen werden. Parteichef Gabriel hatte gestern noch einmal für TTIP geworben. Die EU brauche das Abkommen, um sich im weltweiten Wettbewerb behaupten zu können. Die Kritiker befürchten unter anderem, dass Lebensmittelstandards abgesenkt werden könnten.

  • Obama: Kampagne gegen sexuelle Gewalt an Hochschulen

    US-Präsident Obama hat eine Kampagne gegen sexuelle Gewalt an Hochschulen gestartet. Damit solle dafür gesorgt werde, dass Übergriffe nicht verschwiegen oder akzeptiert würden, erklärte Obama. Umfragen zufolge erfahre jede fünfte Frau während ihrer Studienjahre sexuelle Übergriffe. Nur ein Bruchteil der Täter werde bestraft. Der US-Präsident hatte im Januar eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um junge Frauen an Universitäten besser zu schützen. - Ausgelöst hatte die Debatte unter anderem eine Studentin, die ihre Vergewaltigung der Columbia-Universität in New York angezeigt hatte, aber von dort keine Unterstützung erhielt. Ihrem öffentlichen Protest schlossen sich tausende Studierende auch über den Kurznachrichtendienst Twitter an.

  • US-Börsen wenig verändert

    In New York haben die Aktienmärkte kaum verändert den Handel beendet. Nach Kursgewinnen aufgrund des Ausgangs des Referendums in Schottland gab es offenbar Gewinnmitnahmen. Der Dow Jones schloss mit einem Plus von 0,1 Prozent bei 17.280 Punkten. Die Aktie des erstmals notierten chinesischen Online-Händlers Alibaba lag bei knapp 94 Dollar. Der Technologie-Index Nasdaq gab um 0,3 Prozent nach auf 4.580 Punkte.

  • Fußball: Freiburg - Berlin 2:2

    Im Freitagsspiel der Fußball-Bundesliga haben sich Freiburg und Berlin 2:2 unentschieden getrennt.

  • Wetter: Schauer und Gewitter, nur im Norden sonnig, 19 bis 25 Grad

    Das Wetter: Überwiegend wolkig, einzelne Schauer und Gewitter. Nur im äußerten Norden sonnig und trocken. 19 bis 24 Grad. Morgen meist wolkig bis stark bewölkt und schauerartige Regenfälle. Im Süden und Osten auch Gewitter, bei 17 bis 23 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Montag teilweise noch länger anhaltender Regen. Im Osten auch Gewitter, im Tagesverlauf scheint im Westen die Sonne. 13 bis 18 Grad, am Oberrhein bis 20 Grad.

  • Temperaturen

    Die Temperaturen von heute früh 07.00 Uhr: Greifswald 12, Hamburg 13, Bremen 15, Hannover 17, Berlin 14, Leipzig 16, Köln 14, Dresden 16, Frankfurt am Main 17, Stuttgart 17, Freiburg 17, München 15.

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