Nachrichten

Freitag, 28. November 2014 23:00 Uhr

  • Bundesrat billigt Asylbewerberleistungsgesetz

    Der Bund will Länder und Kommunen bei den Kosten für die Versorgung von Flüchtlingen entlasten. Für Aufnahme, Unterbringung und medizinische Versorgung der Betroffenen zahlt der Bund im kommenden Jahr 500 Millionen Euro, wenn nötig 2016 noch einmal soviel. Der Bundesrat stimmte im Gegenzug dem Asylbewerberleistungsgesetz mit höheren Regelleistungen zu. - Der Bundesrat ließ auch den Gesetzentwurf für das sogenannte Elterngeld Plus passieren. Die Familienleistung kann künftig bis zu 28 Monate bezogen werden, der Gesamtumfang bleibt allerdings unverändert.

  • Bundestag verabschiedet Haushalt 2015 mit Regierungsmehrheit

    Der Bundestag hat mit der Mehrheit der großen Koalition den Haushalt 2015 verabschiedet. Nach der viertägigen Debatte stimmten 474 Abgeordnete für den Etat und 113 dagegen. Ein Mitglied der SPD-Fraktion enthielt sich. Der Haushalt des kommenden Jahres ist der erste seit 1969, der ohne neue Schulden auskommen soll. Vorgesehen sind Ausgaben von insgesamt rund 299 Milliarden Euro.

  • EU-Kommission rügt sieben Euro-Länder wegen Haushaltsplänen 2015

    Die EU-Kommission hat die Haushaltspläne von sieben Euro-Ländern gerügt. Frankreich, Italien, Belgien, Spanien, Portugal, Österreich und Malta liefen Gefahr, gegen die Regeln des Stabilitäts- und Wachstumspaktes zu verstoßen, erklärte Währungskommissar Moscovici. Im März soll die Entwicklung erneut geprüft werden. Bundesfinanzminister Schäuble erneuerte seine Forderung, der Europäischen Union ein Veto-Recht gegen nationale Etatpläne einzuräumen. Dazu brauche die EU einen Haushaltskommissar, sagte Schäuble in Berlin.

  • Cameron will härtere Einwanderungsregeln für EU-Bürger durchsetzen

    Der britische Premierminister Cameron hat erstmals konkrete Bedingungen genannt, unter denen er sich für einen Verbleib seines Land in der Europäischen Union einsetzen will. Er sagte in London, die Freizügigkeitsregeln müssten geändert werden, so dass Einwanderer aus EU-Ländern erst nach vier Jahren Kindergeld oder andere Wohlfahrtsleistungen beanspruchen könnten. Wer innerhalb von sechs Monaten keine Arbeit gefunden habe, müsse das Land wieder verlassen. Cameron betonte, die Neuerungen sollten möglichst für alle EU-Mitglieder gelten. Notfalls könnten sie aber auch als Ausnahmeregelung für Großbritannien eingeführt werden. - Cameron hatte für den Fall seiner Wiederwahl im kommenden Jahr ein Referendum über die britische EU-Mitgliedschaft in Aussicht gestellt. Ein Sprecher der EU-Kommission erklärte in Brüssel, die britischen Vorschläge würden in Ruhe diskutiert.

  • EU verurteilt Anschlag auf Moschee in Nigeria

    Die Außenbeauftragte der Europäischen Union, Mogherini, hat den Anschlag auf eine Moschee in Nigeria verurteilt. In Brüssel erklärte sie, die EU unterstütze die nigerianischen Behörden im Kampf gegen den Terrorismus und für die Menschenrechte. Zugleich sprach sie den Angehörigen der Opfer, allen Muslimen und allen Nigerianern ihr Beileid aus. Während des Freitagsgebets hatten mehrere Attentäter die Hauptmoschee der Großstadt Kano im Norden Nigerias angegriffen. Sie zündeten mehrere Sprengsätze und schossen nach Aussagen von Augenzeugen gezielt auf fliehende Menschen. Die Zahl der Toten ist noch unklar, Rettungskräfte schätzen sie auf über 100, die Polizei hat 35 Todesopfer bestätigt. Zu dem Anschlag hat sich bislang noch niemand bekannt. In der Region ist die islamistische Terrorgruppe Boko Haram aktiv.

  • Papst würdigt Türkei als Brücke zwischen den Kulturen

    Papst Franziskus hat die Rolle der Türkei als Brückenbauer zwischen verschiedenen Kulturen gewürdigt. Nach einem Gespräch mit Präsident Erdogan in Ankara erklärte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, das Land könne einen wichtigen Beitrag im Dialog der Religionen und der Kulturen leisten. Zugleich dankte er der Türkei dafür, dass sie eine große Zahl von Flüchtlingen beherbergt. Nach Angaben des Vatikans betonte der Papst im persönlichen Gespräch mit Erdogan auch die Bedeutung der Meinungs- und Religionsfreiheit. Der türkische Präsident beklagte seinerseits eine wachsende Islamfeindlichkeit in der Welt. - Morgen reist der Papst weiter nach Istanbul, wo er auch die Blaue Moschee besuchen will.

  • Hollande versichert Guinea Solidarität im Kampf gegen Ebola

    Der französische Präsident Hollande hat dazu aufgerufen, die von Ebola betroffenen Staaten in Westafrika nicht zu isolieren. Seit dem Ausbruch der Epidemie reiste er als erster nicht-afrikanischer Staatschef nach Guinea, wo schon etwa 1.200 Menschen an der Krankheit gestorben sind. Hollande besuchte in der Hauptstadt Conakry ein Krankenhaus und sicherte der ehemaligen französischen Kolonie weitere Unterstützung zu.

  • Lieberman: Arabische Israelis sollen das Land verlassen

    Der israelische Außenminister Lieberman will arabische Israelis mit einer Prämie zum Wegzug bewegen. In einer im Internet veröffentlichten Erklärung schlägt er vor, die Ausreise mit wirtschaftlichen Anreizen zu unterstützen. Menschen, die sich für eine palästinensische Identität entschieden, sollten ihre israelische Nationalität aufgeben und Bürger eines künftigen Palästinenserstaates werden, schreibt der Minister. Etwa ein Fünftel der israelischen Staatsbürger sind Araber.

  • Außenminister Steinmeier kritisiert russisches Marine-Manöver

    Außenminister Steinmeier hat das russische Marinemanöver im Ärmelkanal kritisiert. Dies trage nicht zu einer Entschärfung der politischen Lage bei, sagte der SPD-Politiker der "Bild-Zeitung" mit Blick auf die Ukraine-Krise. Steinmeier betonte, nach den Regeln des Völkerrrechts dürften die Kriegsschiffe in internationalen Gewässern navigieren. Das Verteidigungsministerium in Berlin wertete den Einsatz als normale Übung. Nach Angaben der russischen Marine hatten heute ein U-Boot-Zerstörer und weitere Schiffe den Ärmelkanal passiert. Im Zuge der Ukraine-Krise haben sowohl die Nato als auch Russland ihre Militär-Übungen ausgeweitet. Am Abend testete die russische Marine eine neue Interkontinentalrakete vom Typ "Bulawa". Die Rakete wurde von einem U-Boot in der Barentssee abgefeuert und erreichte ihr Ziel auf einem Testgelände der Halbinsel Kamtschatka in Ostasien.

  • GDL schließt Streiks bis nächsten Donnerstag aus

    Nach einer weiteren Verhandlungsrunde mit der Deutschen Bahn hat die Lokführergewerkschaft GDL Streiks bis kommenden Donnerstag ausgeschlossen. Bis dahin werde man das neue Angebot des Konzerns prüfen, sagte GDL-Chef Weselsky in Berlin. Er versicherte auch erneut, in der Zeit ab dem 20. Dezember bis in den Januar hinein werde es keine Streiks geben. Die Gewerkschaft wirft dem Unternehmen vor, weiter auf der Vorbedingung einer Tarifeinheit zu beharren. Bahn-Personalvorstand Weber erklärte dagegen, man habe wesentliche Forderungen der GDL berücksichtigt.

  • Ministerpräsident Bouffier schlägt Tugce für Bundesverdienstkreuz vor

    Hessens Ministerpräsident Bouffier will die Studentin Tugce für das Bundesverdienstkreuz vorschlagen. Bouffier werde in dieser Angelegenheit auf Bundespräsdent Gauck zugehen, teilte ein Sprecher der Landesregierung mit. Die 23-jährige Lehramtstudentin hatte vor vierzehn Tagen zwei Mädchen in einem Schnellrestaurant geholfen, die von Männern belästigt wurden. Nach einem Angriff liegt die Frau im Koma. Am Abend versammelten sich hunderte Trauernde vor dem Krankenhaus in Offenbach. Die lebenserhaltenden Maschinen sollen heute abgeschaltet werden.

  • Bundesliga: Freiburg - Stuttgart 1 : 4

    Im Freitagsspiel der Fußball-Bundesliga hat Freiburg gegen Stuttgart mit 1 zu 4 verloren.

  • Börse: Kaum Bewegung an Wallstreet

    Die US-Aktienbörse in New York hat uneinheitlich geschlossen. Der Dow-Jones-Index notierte mit 17.828 Punkten nahezu unverändert. Der technologie-orientierte Nasdaq stieg um 0,1 Prozent und ging mit 4.792 Punkten aus dem Markt. An der Frankfurter Börse lag der Leitindex Dax zum Handelsschluss bei 9.980 Punkten, auch das ist ein Plus von 0,1 Prozent.

  • Wetter: Nachts teils wolkig, teils klar, 4 bis -4 Grad

    Das Wetter: In der Nacht teils wolkig, teils gering bewölkt oder klar und trocken. Tiefsttemperaturen minus 4 Grad bis plus 4 Grad. Morgen meist hochnebelartig bedeckt. Am Alpenrand, im Westen und Südwesten sowie in den Mittelgebirgen überwiegend heiter. 0 bis 8 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag nach Auflösung von Nebel oder Hochnebel vielerorts sonnig bei minus 1 bis plus 7 Grad. Der Seewetterdienst Hamburg teilt mit: Deutsche Nordseeküste: Südost 6 bis 7, Böen 8 bis 9. Deutsche Ostseeküste: Südost bis Ost 5 bis 6, Böen 7 bis 8.

Nachrichten hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Get Flash to see this player.

Mo Di Mi Do Fr Sa So
27 28 29 30 31 1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30

Zu den Nachrichten des Tages

Die wichtigsten Schlagzeilen des Tages finden Sie bei unseren fortlaufenden Nachrichten.
Zu den Nachrichten des Tages

Nachrichten

 
 

Kulturnachrichten

Unesco  erklärt 34 Traditionen zu immateriellem Kulturerbe | mehr

Nachrichten

EU verurteilt Anschlag  auf Moschee in Nigeria | mehr

Wissensnachrichten

Ebola  Ärzte in Guinea probieren 15-Minuten-Test aus | mehr

Nachrichten leicht

Manche Menschen können nicht so gut lesen. Manche können auch nicht so schnell Neues lernen. Deshalb bietet der Deutschlandfunk jeden Samstag  Nachrichten in einfacher Sprache  an.