Nachrichten

Montag, 28. Juli 2014 06:00 Uhr

  • UNO-Sicherheitsrat will Waffenpause für Gaza fordern

    Im Gaza-Konflikt steigt der internationale Druck auf Israel und die Palästinenser. Der UNO-Sicherheitsrat berät zur Stunde in New York über eine Resolution, in der zu einer sofortigen und bedingungslosen Waffenruhe aufgerufen wird. Die humanitäre Feuerpause soll es den Menschen im Gazastreifen ermöglichen, sich mit dem Notwendigsten zu versorgen. In Gaza und in vielen muslimischen Ländern wird heute das Fest des Fastenbrechens gefeiert, das Ende des Ramadans. Auch US-Präsident Obama forderte in einem Telefonat mit dem israelischen Regierungschef Netanjahu einen sofortigen Waffenstillstand und eine Entwaffnung extremistischer Gruppen. Israel und die radikal-islamische Hamas hatten sich gestern gegenseitig beschuldigt, eine zeitlich begrenzte Feuerpause gebrochen zu haben. In der Nacht blieb es dagegen weitgehend ruhig. Die Palästinenser beklagen in dem fast dreiwöchigen Konflikt inzwischen mehr als tausend Tote. Auf israelischer Seite kamen mehr als 40 Menschen ums Leben.

  • Ukraine: USA präsentieren Fotos zu Russlands Rolle

    Die USA haben Aufnahmen veröffentlicht, die eine Beteiligung Russlands an den Kämpfen in der Ost-Ukraine beweisen sollen. Das Außenministerium in Washington legte Satellitenfotos des amerikanischen Geheimdienstes vor. Darauf sind den Angaben zufolge russische Abschussorte und Krater von Einschlägen auf ukrainischer Seite zu sehen. Die Kämpfe zwischen der ukrainischen Armee und den pro-russischen Separatisten im Osten des Landes dauern an. Inzwischen gibt es auch Gefechte in dem Gebiet, wo die malaysische Passagiermaschine abgestürzt ist. Deswegen kommen die internationalen Ermittlungen dort nicht voran. Die Außenminister der Niederlande und Australiens versuchen heute wieder mit Gesprächen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew zu erreichen, dass die Experten Zugang zum Absturzort erhalten.

  • Gabriel kritisiert Paris und London wegen Rüstungsexporten

    Bundeswirtschaftsminister Gabriel hat die jüngsten britischen und französischen Rüstungslieferungen an Russland kritisiert. Er sagte im ARD-Fernsehen, Deutschland liefere zur Zeit nicht - und das, obwohl die Verträge in der Vergangenheit abgeschlossen worden seien. Das gleiche hätte er sich von Frankreich und Großbritannien gewünscht. Gabriel betonte, so sei etwa die geplante Lieferung französischer Kriegsschiffe an Moskau keine vernünftige Lösung. Für die beteiligten Rüstungskonzerne brachte er europäische Finanzhilfen ins Gespräch, sollten die Firmen auf Geschäfte verzichten.

  • Betreuungsgeld : Grüne und SPD-Fraktionsvize fordern Abschaffung

    Aus den Reihen der Grünen und der SPD wird die Forderung nach einer Abschaffung des Betreuungsgeldes laut. Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Göring-Eckardt sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger", der vor einem Jahr eingeführte Zuschuss setze falsche Anreize und verhindere die frühkindliche Förderung. Das Betreuungsgeld erhalten Eltern, die ihr Kleinkind nicht in eine Kita geben oder von einer Tagesmutter betreuen lassen. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, Reimann, betonte, ihre Partei sei bereit, die Zulage sofort wieder abzuschaffen. Eine aktuelle Studie des Deutschen Jugendinstituts und der Universität Dortmund bestätige die Befürchtungen der Sozialdemokraten, sagte sie der Zeitung "Die Welt". Darin heißt es, vor allem sozial benachteiligte Familien würden davon abgehalten, ihre Kinder in eine Kita zu schicken.

  • Bericht: Union blockiert Frauenquote für Bundesunternehmen

    Unionsgeführte Bundesministerien blockieren nach "Spiegel"-Informationen die von der SPD geplante Frauenquote für den öffentlichen Dienst. Die Kritiker bemängeln laut dem Bericht, dass der Gesetzentwurf von Familienministerin Schwesig und Justizminister Maas über die Vereinbarungen des Koalitionsvertrages hinausgehe. Zu den Gegnern der Regelung zählen demnach Verteidigungsministerin von der Leyen, Gesundheitsminister Gröhe und Verkehrsminister Dobrindt. Sie stoßen sich demnach daran, dass Führungspositionen in Bundesunternehmen möglichst zur Hälfte mit Frauen besetzt werden sollen.

  • "SZ": Arbeitgeber legen neues Flexi-Renten-Konzept vor

    Die deutschen Arbeitgeber wollen es Frührentnern nach einem Zeitungsbericht ermöglichen, ihre Bezüge aufzubessern. Jeder solle unbeschränkt zur Altersrente hinzuverdienen können, zitiert die "Süddeutsche Zeitung" aus einem Papier der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände. Darin werde kritisiert, dass die geltenden Verdienstregeln vielfach als Arbeitsverbot verstanden würden, heißt es. Wer derzeit als Frührentner regelmäßig mehr als 450 Euro verdient, bekommt je nach Höhe des Zusatzeinkommens nur noch einen Teil der Rente ausgezahlt. Eine Ausnahme zum freien Hinzuverdienst fordern die Arbeitgeber demnach aber unter anderem bei Menschen, die die Rente ab 63 nutzen. Dadurch solle es keine zusätzlichen Anreize geben, diese Form der Rente zu nutzen, schreibt die "SZ".

  • Prozess gegen Middelhoff wird fortgesetzt

    Vor dem Essener Landgericht wird heute der Prozess gegen den früheren Chef des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor, Middelhoff, fortgesetzt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, den inzwischen insolventen Handelskonzern zu Unrecht mit Kosten von rund 1,1 Millionen Euro belastet zu haben. So soll er Privatflüge über die Firma abgerechnet haben. Er weist die Vorwürfe zurück. Middelhoff sieht sich - neben dem Gerichtsverfahren - mit mehreren Rückzahlungsforderungen in Millionenhöhe konfrontiert, etwa vom Arcandor-Insolvenzverwalter, vom Unternehmensberater Roland Berger und von seinem früheren Vermögensberater.

  • Post prüft niedrigere Gehälter für neue Mitarbeiter

    Die Deutsche Post erwägt, neuen Mitarbeitern künftig weniger zu zahlen als langjährigen Angestellten. Vorstandschef Appel sagte der "Süddeutschen Zeitung", der Konzern zahle seinen Mitarbeitern teilweise doppelt so viel wie die Wettbewerber. Deshalb werde sich die Post damit beschäftigen müssen, ob neue Kräfte das gleiche Gehaltsniveau haben könnten wie solche, die seit 30 Jahren dabei seien. Appel erwartet deshalb im kommenden Jahr harte Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften. Die Deutsche Post beschäftigt weltweit rund 480.000 Menschen, davon knapp die Hälfte in der Bundesrepublik.

  • Raketenangriff auf Treibstofflager in Libyen

    Bei Kämpfen in der libyschen Hauptstadt Tripolis ist ein Treibstofflager in Brand geraten. Die Tanks in der Nähe des Flughafens seien von Raketen getroffen worden, teilte die staatliche Ölgesellschaft mit. Die Feuerwehr bemühe sich, ein Übergreifen der Flammen auf weitere Treibstoff-Container zu verhindern. Der Flugbetrieb in Tripolis ist wegen der anhaltenden Gewalt bereits seit rund zwei Wochen eingestellt. In Libyen kämpfen rivalisierende Milizen um die Macht. Mehrere Staaten - darunter Deutschland - hatten ihre Bürger gestern aufgefordert, das Land sofort zu verlassen.

  • Irak: "Islamischer Staat" zerstört weiteres Heiligtum

    Die sunnitische Terrororganisation "Islamischer Staat" hat in der irakischen Stadt Mossul abermals ein historisches Heiligtum zerstört. Die Dschihadisten bombardierten nach einem Bericht der Nachrichtenagentur AP den Schrein eines Propheten mit der dazugehörigen Moschee. In den vergangenen Wochen haben die Islamisten im Norden des Irak viele Grabmäler und Gotteshäuser von Andersgläubigen gesprengt. Die Gruppierung "Islamischer Staat" hat in Syrien und dem Irak in den Gebieten unter ihrer Kontrolle ein Kalifat ausgerufen.

  • Marcel Kittel gewinnt letzte Etappe der Tour de France

    Der deutsche Radsportler Marcel Kittel hat die letzte Etappe der Tour de France gewonnen. Er setzte sich auf der 137,5 Kilometer langen Strecke im Massenspurt auf den Champs-Elysées in Paris durch. Gesamtsieger der Tour de France ist der Italiener Vincenzo Nibali.

  • Wetter: Wenig Sonne, viele Schauer und Gewitter, 23 bis 29 Grad

    Das Wetter: Am Tage überwiegend stark bewölkt mit teilweise kräftigen Schauern und Gewittern. Nur an den Küsten sonnig. 23 bis 29 Grad. Morgen im äußersten Norden mitunter sonnig, sonst weitgehend unbeständiges Schauerwetter. 18 bis 29 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Mittwoch zieht der Regen allmählich nach Südosten ab. 20 bis 26 Grad.

Nachrichten hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Get Flash to see this player.

Mo Di Mi Do Fr Sa So
30 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31 1 2 3

Zu den Nachrichten des Tages

Die wichtigsten Schlagzeilen des Tages finden Sie bei unseren fortlaufenden Nachrichten.
Zu den Nachrichten des Tages

Nachrichten

 
 

Kulturnachrichten

94. Salzburger Festspiele  offiziell eröffnet | mehr

Nachrichten

Gaza-Konflikt:  Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats | mehr

Wissensnachrichten

Internetzensur  Russland will Tor-Nutzer enttarnen | mehr

Nachrichten leicht

nachrichtenleicht-Logo

Manche Menschen können nicht so gut lesen. Manche können auch nicht so schnell Neues lernen. Deshalb bietet der Deutschlandfunk jeden Samstag  Nachrichten in einfacher Sprache  an.