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Freitag, 22. August 2014 11:00 Uhr

  • Russischer Hilfskonvoi fährt eigenmächtig in die Ukraine

    Die ersten Lastwagen des russischen Hilfskonvois sind ohne Genehmigung aus Kiew über die Grenze in die Ukraine gefahren. Korrespondenten bestätigten, dass sich bereits mehr als 20 Fahrzeuge auf ukrainischem Staatsgebiet befänden. Das Außenministerium in Moskau hatte zuvor erklärt, Russland habe beschlossen zu handeln. Man ertrage die Ausreden für die Verzögerung der Hilfslieferung nicht länger. Der Konvoi wird von 35 Mitarbeitern des Roten Kreuzes begleitet, die die Hilfsgüter verteilen sollen. Gestern hatten ukrainische Grenzbeamte mit der Kontrolle der rund 280 Fahrzeuge begonnen. Die Regierung in Kiew hatte befürchtet, dass in den Lastwagen auch Waffen für die pro-russischen Kämpfer ins Land geschmuggelt werden sollen.

  • Mehrere Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen

    Israel hat seine Luftangriffe auf Ziele im Gazastreifen in der vergangenen Nacht fortgesetzt. Dabei wurden nach palästinensischen Angaben mehrere Menschen getötet. In einigen Städten im Süden Israels gab es Raketenwarnungen. Eine Armeesprecherin erklärte, man sei in erhöhter Alarmbereitschaft, um Terroranschläge oder die Entführung von Soldaten und Zivilisten zu verhindern. Hintergrund dürfte die gezielte Tötung dreier Hamas-Kommandeure durch Israel sein. Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben unterdessen einen Entwurf für eine neue Resolution des UNO-Sicherheitsrats zum Gaza-Konflikt vorgelegt. Darin wird ein sofortiger und dauerhafter Waffenstillstand gefordert. Außerdem sprechen sich die drei Staaten für eine Aufhebung der Blockade des Gazastreifens durch Israel aus. Eine Beobachtermission soll dann überwachen, dass die Feuerpause eingehalten wird und keine neuen Waffen in das Palästinensergebiet gelangen. - Die drei Länder hoffen auf eine Unterstützung aller 15 Mitglieder des Sicherheitsrates. Ein von Jordanien vorgelegter Resolutionsentwurf war auf Vorbehalte gestoßen.

  • Bayern wirft Italien Missachtung der Asylbestimmungen vor

    Die bayerische Landesregierung hat angesichts steigender Flüchtlingszahlen Kritik an der italienischen Asylpraxis geübt. Innenminister Herrmann sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Behörden nähmen in vielen Fällen ganz bewusst weder Personaldaten noch Fingerabdrücke auf, damit die Flüchtlinge weiter nach Deutschland reisen könnten. Mit diesem Vorgehen missachte Italien die europäischen Asylbestimmungen. - Oberbayern hatte gestern mit 319 Asylbewerbern an einem einzigen Tag einen neuen Flüchtlingsrekord gemeldet.

  • Thüringer Landtag berät über NSU-Bericht

    In Erfurt hat die Sondersitzung des Thüringer Landtags zum Abschlussbericht des NSU-Untersuchungsausschusses begonnen. In dem Dokument wird die Arbeit der Ermittlungsbehörden als ein "Desaster" bezeichnet. Außerdem ist vom "Verdacht gezielter Sabotage" die Rede. Zu der Sitzung werden auch Angehörige von Opfern der Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund erwartet. Landtagspräsidentin Diezel hatte sie gestern öffentlich um Entschuldigung gebeten. - Der NSU stammt aus dem thüringischen Jena und wird für zehn Morde verantwortlich gemacht.

  • Rotes Kreuz ist besorgt über Angriffe auf Helfer in Krisengebieten

    Das Deutsche Rote Kreuz beklagt eine hohe Zahl von Übergriffen auf Helfer in Krisengebieten. In den Jahren 2012 und 2013 habe es insgesamt 1.800 Fälle gegeben, sagte DRK-Präsident Seiters der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Häufig würden Ärzte, Pfleger und Patienten getötet oder Krankenhäuser geplündert. Zum heutigen 150. Jahrestag der ersten Genfer Konvention forderte Seiters die Konfliktparteien in Syrien, im Gazastreifen und im Irak auf, das Völkerrecht zu achten.

  • Offenbar Manipulationen bei Organspenden im Berliner Herzzentrum

    Am Deutschen Herzzentrum Berlin hat es offenbar Manipulationen bei den Organspenden gegeben. Wie "Der Tagesspiegel" und die "Berliner Zeitung" berichten, besteht der Verdacht des Betrugs. Danach sollen Patienten auf der bundesweiten Warteliste für Organspenden bessere Positionen eingenommen und eher Spenderherzen erhalten haben. Berlins Gesundheitssenator Czaja sei über die Vorwürfe informiert worden. Eine Sprecherin des Herzzentrums erklärte, man habe die Ermittlungen selbst veranlasst, wolle sich wegen des laufenden Verfahrens aber nicht weiter dazu äußern.

  • Opfer des Flugzeugabsturzes in der Ukraine in Malaysia eingetroffen

    In Malaysia sind die ersten Opfer des Flugzeugabsturzes in der Ukraine eingetroffen. An der Trauerzerenomie auf dem Flughafen von Kuala Lumpur nahmen mehrere Regierungsvertreter sowie Hinterbliebende teil. Im ganzen Land legten die Malaysier eine Gedenkminute ein. Die Passagiermaschine der Malaysia Airlines war am 17. Juli in der Ostukraine abgestürzt, vermutlich in Folge eines Raketenbeschusses. Die ukrainische Regierung und die Separatisten machen sich gegenseitig dafür verantwortlich. Die meisten Passagiere waren Niederländer. Von den 43 Malaysiern an Bord konnten bislang 30 identifiziert werden.

  • Wetter: Im Norden und Westen bewölkt, sonst trocken und sonnig, 16 bis 23 Grad

    Das Wetter: Im Norden und Westen sowie am Alpenrand dicht bewölkt mit Schauern und Gewittern. Sonst meist trocken und sonnige Abschnitte. 16 bis 23 Grad. Morgen vielfach bewölkt und erneut Schauer und Gewitter, im Nordosten Auflockerungen. 15 bis 21 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag in der Nordhälfte weiterhin Niederschläge, im Süden teils heiter, teils wolkig und meist trocken. 15 bis 20 Grad.

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