Nachrichten

Dienstag, 31. März 2015 04:00 Uhr

  • Nach dem Absturz von 4U9525: Debatte über ärztliche Schweigepflicht

    Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine wird in Deutschland nun über die ärztliche Schweigepflicht diskutiert. Hintergrund sind neue Erkenntnisse über den Co-Piloten des Airbus. Er soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft Düsseldorf vor seiner Karriere als Pilot wegen Suizidgefahr therapeutisch behandelt worden sein. Die Pilotengewerkschaft "Vereinigung Cockpit" lehnt es ab, die Schweigepflicht nun zu lockern. Präsident Schulz sagte der "Rheinischen Post" aus Düsseldorf, der Vorschlag komme nur von Menschen, die mit der Branche nicht vertraut seien. Nur bei einer Schweigepflicht könne der Arzt, so wörtlich, "echte Hilfe" anbieten. Skeptisch zeigte sich auch die Bundeskammer der Psychotherapeuten. Präsident Richter sagte der Deutschen Presse-Agentur, schon jetzt seien Ärzte und Pyschotherapeuten befugt, die Regelung zu durchbrechen, um Schäden Dritter zu verhindern. Insofern sei die Debatte voreilig und irreführend. Ähnlich äußerte sich die Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Voßhoff. Sie sagte dem "Tagesspiegel" aus Berlin, so lange nach dem Absturz nicht alle Informationen ausgewertet seien, wäre es verfehlt, den hohen Schutz von Gesundheitsdaten in Frage zu stellen. Der Co-Pilot des Airbus steht im Verdacht, den Absturz mit 150 Toten in Südfrankreich absichtlich herbeigeführt zu haben.

  • Berlin, Paris und Warschau fordern Priorität für Verteidigung in EU

    Deutschland, Frankreich und Polen treten dafür ein, der Verteidigungspolitik in der Europäischen Union mehr Gewicht einzuräumen. Die drei Verteidigungsminister von der Leyen, Le Drian und Siemoniak erklärten bei einem Treffen bei Potsdam, Ziel sei unter anderem die gemeinsame Entwicklung militärischer Fähigkeiten. In einem Schreiben an die EU-Außenbeauftragte Mogherini fordern sie zudem eine neue außen- und sicherheitspolitische Strategie. Besonderes Augenmerk soll auf die Entwicklung von Satelliten und Drohnen gerichtet werden. Gestern war bekannt geworden, dass die Bundeswehr technische Probleme mit ihrem Standardgewehr G36 hat. Womöglich müssen neue Waffen angeschafft werden.

  • Schuldenstreit: Tsipras kündigt "ehrlichen" Kompromiss an

    Der griechische Ministerpräsident Tsipras strebt nach eigenen Worten einen ehrlichen Kompromiss mit den internationalen Geldgebern an. Er sagte im Parlament in Athen, seine Regierung sei entschlossen, Reformen durchzusetzen. Das dürfe aber nicht zu Massenentlassungen, Lohnkürzungen und der Schließung von Krankenhäusern oder Universitäten führen. Der Vorsitzende der konservativen Oppositionspartei Nea Dimokratia - Tsipras Amtsvorgänger Samaras - warf der neuen Regierung Untätigkeit vor und betonte, wenn er selbst an der Macht geblieben wäre, hätte Griechenland schon an die Finanzmärkte zurückkehren können. In Brüssel verhandeln Vertreter der drei internationalen Kreditgeber von EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank über die Pläne Athens. Die Vorschläge reichen den Gläubigern noch nicht aus, um die letzten gut sieben Milliarden Euro des zweiten Hilfspaketes auszuzahlen.

  • Nigeria: knappes Wahlergebnis erwartet, Buhari zur Zeit vorn

    Bei der Präsidentschafts- und Parlamentswahl in Nigeria zeichnet sich ein knapper Ausgang ab. Zuletzt meldeten die Nachrichtenagenturen einen Vorsprung für Herausforderer Buhari. Der frühere General, der von 1983 bis 1985 an der Spitze eines Militärregimes in Nigeria stand, liegt laut Reuters bei knapp zwölf Millionen Stimmen. Amtsinhaber Jonathan kommt auf zehn Millionen. Ausgezählt sind drei Viertel der 36 Bundesstaaten. Der Muslim Buhari hat vor allem im Norden viele Anhänger, der Christ Jonathan dagegen eher im Süden. Die Auszählung wurde inzwischen unterbrochen und soll heute früh fortgesetzt werden. Nach Angaben der USA und Großbritanniens kam es bei der Wahl zu Unregelmäßigkeiten, die Afrikanische Union nannte den Verlauf dagegen demokratisch. Aufgerufen waren rund 70 Millionen Bürger. Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas.

  • Guinea schließt wegen Ebola Grenze zu Liberia

    Der westafrikanische Staat Guinea hat wegen der Ebola-Epidemie die Grenze zu Sierra Leone geschlossen. Ein Sprecher der Behörden teilte mit, der Schritt stehe in Zusammenhang mit den jüngsten Notstandsregelungen, die seit dem Wochenende wieder in Teilen des Landes gelten. In Sierra Leone war zuvor eine dreitägige Ausgangssperre zuendegegangen, die der Staat wegen der Epidemie verhängt hatte. Während dieser Zeit gingen Freiwillige von Haus zu Haus, um Erkrankungen aufzuspüren und über Gegenmaßnahmen zu informieren. Die Zahl der Ebola-Verdachtsfälle war in Westafrika zuletzt wieder gestiegen.

  • Wetter: Stürmisch mit Schauern, 2 bis 15 Grad

    Das Wetter: Heute früh stürmisch und auch im Osten Niederschläge, teils als Schnee. Tagsüber von Nordwesten her weitere Schauer, mitunter Orkanböen, im Süden länger anhaltender Regen. 2 bis 15 Grad. Morgen wieder Regen-, Schnee- und Graupelschauer mit Gewittern, 4 bis 10 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag erneut windiges Schauerwetter, teils mit Graupel und Schnee vermischt. Nur an den Küsten etwas freundlicher. 3 bis 8 Grad.

Nachrichten hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Get Flash to see this player.

Mo Di Mi Do Fr Sa So
23 24 25 26 27 28 1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31 1 2 3 4 5

Zu den Nachrichten des Tages

Die wichtigsten Schlagzeilen des Tages finden Sie bei unseren fortlaufenden Nachrichten.
Zu den Nachrichten des Tages

Nachrichten leicht

Manche Menschen können nicht so gut lesen. Manche können auch nicht so schnell Neues lernen. Deshalb bietet der Deutschlandfunk jeden Samstag  Nachrichten in einfacher Sprache  an.