Nachrichten

Samstag, 28. März 2015 12:00 Uhr

  • Arabische Liga berät über Intervention im Jemen

    Die Staats- und Regierungschefs der Arabischen Liga beraten im ägyptischen Scharm-el-Scheich über die Lage im Jemen. Saudi-Arabien bemüht sich um eine Resolution, die das militärische Eingreifen gegen die schiitischen Huthi-Rebellen unterstützt. Eine von Riad geführte Militär-Koalition fliegt seit Donnerstag Luftangriffe gegen Stellungen der Huthi und ihrer Verbündeten im Jemen. Zu Beginn der Beratungen bezeichnete Ägyptens Präsident Sisi eine Intervention als unausweichlich, da sich eine ausländische Macht im Jemen eingemischt habe. Sisi war zuvor mit dem geflohenen Staatschef des Jemen, Hadi, zusammengekommen. Auch in der vergangenen Nacht hatten Kampfflugzeuge Ziele in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa angegriffen. Das Staatsfernsehen Saudi-Arabiens berichtete, Marine-Einheiten hätten Diplomaten mehrerer Länder aus der Hafenstadt Aden in Sicherheit gebracht. Die Vereinten Nationen begannen in Sanaa damit, mehr als 100 Mitarbeiter in andere Staaten der Region auszufliegen.

  • Absturzopfer: Traueranzeigen und Termin für Staatsakt

    Die Lufthansa und ihr Tochterunternehmen Germanwings haben mit ganzseitigen Anzeigen in Tageszeitungen den Hinterbliebenen der Absturzopfer ihre Anteilnahme bekundet. Zugleich wird den vielen tausend Helfern aus zahlreichen Ländern gedankt. Inzwischen steht der 17. April als Termin für einen Gottesdienst und einen staatlichen Trauerakt im Kölner Dom fest. Dazu werden neben Bundespräsident Gauck und Kanzlerin Merkel auch Vertreter aus Frankreich, Spanien und anderen Ländern, aus denen die Opfer der Flugkatastrophe stammten, erwartet. In den französischen Alpen sind heute früh die Sucharbeiten im Absturzgebiet fortgesetzt worden.

  • Ländertarifgespräche: Bsirske verlangt Angebot

    In Potsdam hat die vierte und voraussichtlich entscheidende Runde der Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst der Länder begonnen. Vor Beginn der zweitägigen Beratungen verlangte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Bsirske, ein Lohnangebot der Arbeitgeberseite. Zugleich zeigte er sich zu Kompromissen bereit. Auch der Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft der Länder, Bullerjahn, signalisierte die Bereitschaft, zu einem Abschluss zu kommen. Die Gewerkschaften fordern für die rund 800.000 Angestellten der Länder 5,5 Prozent mehr Gehalt. Streitpunkte sind auch die betriebliche Altersvorsorge sowie ein Tarifvertrag für angestellte Lehrer. Die Gewerkschaften hatten ihren Forderungen zuletzt mit Warnstreiks Nachdruck verliehen.

  • Atomstreit mit dem Iran: Ministertreffen in Lausanne

    Kurz vor Ablauf einer weiteren Frist im Atomstreit mit dem Iran werden die diplomatischen Bemühungen um eine Einigung intensiviert. Außenminister Steinmeier reiste dazu ins schweizerische Lausanne, wo er mit seinen Kollegen Kerry aus den USA und Fabius aus Frankreich zusammenkommt. Nach US-Angaben wird Kerry zuvor erneut den iranischen Außenminister Sarif treffen. Bis zum 31. März soll ein Rahmenabkommen vereinbart werden, das als Vorstufe für eine umfassende Lösung gilt. Ziel ist es, dem Iran eine ausschließlich zivile Nutzung der Atomtechnologie zu erlauben. Im Gegenzug sollen Sanktionen gegen Teheran aufgehoben werden.

  • Mogadischu: Militär beendet Hotelbesetzung - 17 Tote

    In der somalischen Hauptstadt Mogadischu haben Soldaten heute früh die Besetzung eines Hotels durch Kämpfer der islamistischen Al-Shabaab-Miliz beendet. Sicherheitsbeamte hätten inzwischen das gesamte Gebäude unter ihre Kontrolle gebracht, teilte die Polizei mit. Während der mehr als zwölfstündigen Besetzung seien mindestens 17 Menschen getötet worden. Wie viele sich in der Gewalt der Extremisten befunden hatten, ist unklar. - Gestern hatten sich die Milizionäre mit Sprengsätzen Zugang zu dem Hotel in der somalischen Hauptstadt verschafft. Zu dessen Gästen zählen vor allem Politiker, Regierungsbeamte und Unternehmer.

  • Anschläge am Wahltag in Nigeria

    Am Tag der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Nigeria werden aus dem Land mehrere Anschläge gemeldet. Im nordöstlichen Bundesstaat Borno stürmten Bewaffnete laut Augenzeugen ein Wahllokal und eröffneten das Feuer. Dabei sollen mehrere Menschen getötet worden sein. Im Osten Nigerias gab es eine Explosion in einem weiteren Wahllokal. Nach Polizeiangaben kam niemand zu Schaden. Die Abstimmungen waren wegen des Vormarsches der islamistischen Boko-Haram-Milizen um sechs Wochen verschoben worden. In Nigeria sind rund 70 Millionen Wahlberechtigte zur Stimmabgabe aufgerufen. Um das Amt des Staatschefs bewerben sich 14 Kandidaten. Beobachter rechnen mit einer knappen Entscheidung zwischen Amtsinhaber Jonathan und dem Oppositionsführer und General Buhari, der zwischen 1983 und 1985 schon einmal an der Staatsspitze stand.

  • Chinas Präsident wirbt für neue Wirtschaftsinitiativen

    Der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping hat zu mehr Kooperation in Asien aufgerufen und für neue Initiativen der Volksrepublik geworben. Auch in einer neuen Normalität mit einem langsameren Wachstum biete China anderen Ländern große Möglichkeiten, sagte er zum Auftakt des asiatischen Wirtschaftsforums auf der Insel Hainan. Das Treffen in Südchina gilt mit rund 2.800 Teilnehmern als Gegenstück zum Weltwirtschaftsforum von Davos. In seiner Rede verwies Xi auf die Initiative einer so genannten "Neuen Seidenstraße" mit Wirtschaftskorridoren bis nach Europa und auf die neue Entwicklungsbank AIIB. Diese stehe allen Ländern offen. Der chinesische Präsident trat auch Befürchtungen der USA entgegen, die Bank könne zur Konkurrenz etwa für die Weltbank werden. Er versicherte, China suche vielmehr eine koordinierte Entwicklung mit anderen multilateralen Finanzinstituten.

  • Brasilien: Ermittlungen gegen 50 Firmen wegen Steuerbetrugs

    In Brasilien hat die Bundespolizei Verfahren gegen über 50 Firmen aus den Bereichen Industrie, Finanzen und Landwirtschaft wegen Steuerbetrugs eingeleitet. Nach Angaben der Behörden sollen Beamte des Finanzministeriums bestochen worden sein, damit sie Steuern und Strafzahlungen reduzieren oder erlassen. Der Schaden für die Steuerzahler wird mit rund 1,7 Milliarden Euro beziffert.- In diesem Monat hatte Brasiliens Präsidentin Rousseff einen Antikorruptionsplan vorgelegt. Zuvor hatten sich 1,7 Millionen Menschen an Massenprotesten gegen die Korruption und die Regierungsführung beteiligt.

  • Raumfahrt: Russland und USA wollen offenbar Kooperation fortsetzen

    Russland und die USA planen laut russischen Quellen eine langfristige Zusammenarbeit in der Raumfahrt. Ziel solle die Entwicklung einer neuen Raumstation sein, wird der Chef der Raumfahrtbehörde Roskosmos, Komarow, von der staatlichen Nachrichtenagentur Interfax zitiert. Darüber hinaus sei eine Verlängerung des ISS-Betriebs um vier Jahre bis 2024 vereinbart worden. Nasa-Chef Bolden erklärte demnach, er habe mit Komarow bei dem Treffen auf dem Weltraumbahnhof Baikonur auch darüber gesprochen, wie ein Flug zum Mars langfristig koordiniert und geplant werden kann. In der Nacht trafen zwei Astronauten zur bislang längsten ISS-Mission auf der Raumstation ein. Ihr einjähriger Aufenthalt dient als Test für die geplanten Flüge zum Mars.

  • Wetter: Wechselnd bewölkt. 8 bis 15 Grad.

    Das Wetter: Im Westen und Nordwesten aufkommende Bewölkung und Regen. Im Osten und Südosten noch trocken mit Auflockerungen. 8 bis 15 Grad. Morgen viele Wolken und regnerisch bei ähnlichen Temperaturen. Die weiteren Aussichten: Am Montag meist stark bewölkt und verbreitet Regen. 7 bis 14 Grad. Der Seewetterdienst Hamburg teilt mit: Deutsche Nordseeküste: Süd 6 bis 7, Böen bis 8.

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