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Donnerstag, 21. August 2014 14:00 Uhr

  • EU geißelt Foleys Enthauptung als abscheulichen Mord

    Die Europäische Union hat die Enthauptung des US-Journalisten Foley durch die Terrormiliz Islamischer Staat als abscheulichen Mord verurteilt. Die Tat verleugne universal anerkannte Werte und Rechte, erklärte ein Sprecher der EU-Außenbeauftragten Ashton in Brüssel. Zu diesen Werten gehöre auch die Pressefreiheit, für die James Foley sein Leben bei mehreren Gelegenheiten riskiert habe. Wie jetzt bekannt wurde, ist das US-Militär jüngst mit dem Versuch gescheitert, Foley und andere amerikanische Geiseln aus der Hand von radikalen Islamisten zu befreien. Nach Angaben des Pentagon erfolgte der Einsatz in Syrien gegen die IS am Boden und aus der Luft. Die Geiseln hätten sich aber nicht im Zielgebiet befunden, hieß es.

  • Plan für Waffenlieferungen an Kurden stoßen bei Zentralrat der Muslime auf Skepsis

    Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat sich kritisch dazu geäußert, dass die Bundesregierung kurdische Kämpfer im Irak militärisch unterstützen will. Das Beispiel Syrien zeige, wie Waffen in falsche Hände gelangen könnten, sagte der Zentralratsvorsitzende Mazyek im SWR. Solche Lieferungen dürften deshalb nur das letzte Mittel sein. Die Bundesregierung hatte sich gestern grundsätzlich bereit erklärt, den Kurden im Kampf gegen die Organisation Islamischer Staat Waffen zur Verfügung zu stellen. Aus Sicht des außenpolitischen Sprechers der Unionsfraktion, Mißfelder, ist dafür auch kein Bundestagsmandat notwendig. Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Göring-Eckardt verlangte von Bundeskanzlerin Merkel eine Regierungserklärung zu dem Thema.

  • "Verdacht der Sabotage": NSU-Ausschuss erhebt schwere Vorwürfe gegen Behörden

    Der Thüringer NSU-Untersuchungsausschuss hat zum Abschluss seiner Arbeit noch einmal schwere Vorwürfe gegen die Sicherheitsbehörden des Landes erhoben. Polizei, Verfassungsschutz und Justiz hätten bei der Fahndung nach dem Nationalsozialistischen Untergrund so schlecht zusammengearbeitet, dass man nicht mehr von unglücklichen Umständen oder Pannen sprechen könne, sagte die Ausschussvorsitzende Marx in Erfurt. Im heute vorgelegten Bericht ist vom "Verdacht gezielter Sabotage" und von "Versagen" die Rede. Zumindest mittelbar hätten die Sicherheitsbehörden den Aufbau rechtsextremer Strukturen in Thüringen sogar begünstigt - etwa durch überhöhte Prämien an Verbindungsleute aus der Szene. Landtagspräsidentin Diezel entschuldigte sich bei den Opfern des NSU für falsche Verdächtigungen und fehlende Empathie.

  • Kartellamt billigt Karstadt-Übernahme

    Das Bundeskartellamt hat dem Verkauf von 88 Karstadt-Warenhäusern an den österreichischen Investor Benko ohne Auflagen zugestimmt. Behördenchef Mundt sagte in Bonn, letzten Endes werde ein Investor durch einen anderen ausgetauscht. An der Marktstellung der einzelnen Karstadt-Warenhäuser ändere sich dadurch aus wettbewerblicher Sicht nichts. In der vergangenen Woche hatte der ehemalige Eigner Berggruen seine Anteile für einen Euro an Benko abgegeben. Im September hatte Benko bereits drei Filialen in Berlin, Hamburg und München sowie die Sportgeschäfte von Karstadt übernommen.

  • DIHK: 80.000 Ausbildungsplätze unbesetzt - oft unzureichende Schulbildung

    Für Unternehmen wird es nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertags immer schwieriger, ihre Ausbildungsplätze mit geeigneten Bewerbern zu besetzen. In den angeschlossenen Branchen seien im vergangenen Jahr 80.000 Lehrstellen unbesetzt geblieben, erklärte DIHK-Präsident Schweitzer in Berlin. Die Schwierigkeiten, Ausbildungsplätze zu vergeben, wirkten sich zunehmend auch auf Großbetriebe aus. Als größtes Hemmnis beklagt werde nach wie vor eine mangelnde Ausbildungsreife von Schulabgängern. Vor allem steige die Unzufriedenheit über nicht ausreichende Mathematik- und Deutschkenntnisse, betonte Schweitzer.

  • Gazastreifen: Israel tötet gezielt drei ranghohe Hamas-Kommandeure

    Israel hat drei ranghohe Hamas-Kommandeure getötet. Die Attacken seien gezielt ausgeführt worden, teilte das israelische Militär mit. Insgesamt habe man in der vergangenen Nacht 20 Objekte im Gazastreifen unter Beschuss genommen. Die Hamas bestätigte den Tod ihrer Kommandeure. Sie seien bei der Bombardierung eines mehrstöckigen Hauses in der Stadt Rafah ums Leben gekommen. Insgesamt starben nach palästinensischen Angaben bei neuen Luftangriffen mindestens 19 Menschen. In New York rief der UNO-Sicherheitsrat die Konfliktparteien auf, eine sofortige Feuerpause zu vereinbaren und Verhandlungen über eine dauerhafte Waffenruhe aufzunehmen.

  • Jemen: Rebellen marschieren auf Sanaa zu

    Im Jemen marschieren mehrere zehntausend Anhänger der schiitischen Huthi-Rebellen auf die Hauptstadt Sanaa zu. Nach Angaben der jemenitischen Nachrichtenagentur Al-Mashad sind bereits rund 30.000 Huthi in der Stadt; mindestens 10.000 von ihnen sind offenbar bewaffnet. Nördlich der Hauptstadt habe die Huthi-Volksgruppe ein Sammellager errichtet. Jemens Übergangspräsident Hadi bat nach Angaben der Nachrichtenagentur Saba die internationale Gemeinschaft um Hilfe. - Die Huthi-Rebellen fordern die Unabhängigkeit ihrer Stammesgebiete im Norden des Jemen. Erst Anfang August hatten die Rebellen die nur 50 Kilometer von Sanaa entfernte Provinzhauptstadt Amran unter ihre Kontrolle gebracht.

  • Flugbetrieb in Libyen nach Ägypten und Tunesien eingestellt

    Flugzeuge aus Libyen dürfen vorerst nicht mehr in die Nachbarländer Ägypten und Tunesien fliegen. Die Entscheidung sei aus Sicherheitsgründen gefallen, teilten das tunesische Verkehrsministerium und die ägyptische Flughafenbehörde mit. Wie lange das Verbot gilt, ist noch unklar. In Libyen liefern sich rivalisierende Milizen seit Wochen blutige Kämpfe. Die Regierung hat keinerlei Kontrolle über die bewaffneten Gruppen. Vor einigen Tagen waren in Marokko Befürchtungen laut geworden, Terroristen aus Libyen könnten Flugzeuge als Waffen benutzen.

  • Papst beklagt Sklaverei als soziale Plage

    Papst Franziskus hat die Sklaverei als soziale Plage verurteilt. Viele Menschen seien überzeugt, es handele sich um ein Phänomen der Vergangenheit, aber auch in der Gegenwart gebe es abscheuliche Formen von Sklaverei, heißt es in einer vom Vatikan verbreiteten Papstbotschaft. Genannt werden unter anderem der Handel mit Migranten und Prostituierten sowie Ausbeutung, Zwangsarbeit sowie die Versklavung von Frauen und Kindern.

  • Wetter: Regnerisch, 16 bis 22 Grad

    Das Wetter: Im Norden und Nordwesten Schauer, in Küstennähe Gewitter. An den Alpen örtlich Regen. Dazwischen sonnige Abschnitte bei 16 bis 21 Grad. Morgen im Norden und Westen sowie am Alpenrand Schauer und einzelne Gewitter. Im Osten und Süden überwiegend sonnig. 17 bis 23 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Samstag erneut Schauer und einzelne Gewitter, im Nordosten Auflockerungen. 14 bis 21 Grad.

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