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Freitag, 1. August 2014 13:00 Uhr

  • Waffenruhe im Nahen Osten gescheitert

    Die auf drei Tage angelegte Waffenruhe im Nahen Osten ist gescheitert. Das erklärte die israelische Armee. Die Feuerpause hatte heute früh begonnen. In den Mittagsstunden warfen israelische Flugzeuge über dem Mittelmeergebiet Flugblätter ab, in denen die Bevölkerung vor neuen israelischen Angriffen gewarnt wurde. Die Palästinenser werfen Israel vor, die Stadt Rafah mit Panzern beschossen zu haben. Dabei sollen mehrere Menschen getötet worden sein. Israel erklärte, die radikal-islamische Hamas habe erneut Raketen auf den Süden Israels abgefeuert. Eine Armeesprecherin sagte zudem in Tel Aviv, militante Palästinenser hätten womöglich einen Soldaten entführt. Mit der 72-stündigen Waffenruhe sollte es der Bevölkerung im Gazastreifen ermöglicht werden, sich mit Hilfsgütern zu versorgen. Zudem wurden unter Vermittlung der UNO und der USA Gespräche über einen dauerhaften Waffenstillstand in Ägypten vereinbart. Dazu sollten sich die Delegationen heute in Kairo treffen.

  • Kohl darf Tonbänder behalten

    Altkanzler Kohl darf Tonbänder behalten, auf denen er im Gespräch mit seinem Biografen Auskunft über sein Leben gibt. Das Oberlandesgericht Köln sprach Kohl die Mitschnitte zu. Der Publizist Heribert Schwan muss sie ihm demnach zurückgeben; allerdings ließen die Richter eine Revision zum Bundesgerichtshof zu. Die Aufnahmen entstanden in den Jahren 2001 und 2002. Später kam es während der Arbeit an der Biografie zu einem Zerwürfnis zwischen Kohl und Schwan. Der Altkanzler klagte auf Herausgabe der Bänder. Er hatte bereits in erster Instanz vor dem Landgericht Köln Recht bekommen. Die ersten Bände von Schwans Kohl-Biografie wurden bereits veröffentlicht, sie reichen bis in das Jahr 1994.

  • Ermittlungsverfahren gegen Haderthauer eingeleitet

    Die Staatsanwaltschaft München hat das Ermittlungsverfahren wegen Betrugsverdachts gegen die Chefin der bayerischen Staatskanzlei, Haderthauer, förmlich eingeleitet. Das teilte ein Behördensprecher mit. Hintergrund sind Betrugs- und Steuerhinterziehungsvorwürfe im Zusammenhang mit einer Modellbautechnik-Firma, die früher von Haderthauer und ihrem Mann betrieben wurde. Auch gegen ihn ermittelt die Staatsanwaltschaft.

  • Heute tritt die EEG-Reform in Kraft

    Die Reform der Ökostrom-Förderung tritt heute in Kraft. Ziel ist es, den Ausbau der erneuerbaren Energien zu regulieren und die stark gestiegenen Kosten in dem Sektor zu begrenzen. Die Vergütung für das Einspeisen von Ökostrom wird im kommenden Jahr von 17 auf durchschnittlich 12 Cent pro Kilowattstunde gesenkt. Alle Verbraucher zahlen weiterhin die EEG-Umlage, die bei gut sechs Cent pro Kilowattstunde liegt. Für energieintensive Wirtschaftszweige gibt es Ausnahmen. Die EEG-Umlage wird in Zukunft auch - langsam ansteigend - für neue Anlagen erhoben, die Strom für den Eigenbedarf produzieren.

  • Polen rechnet mit Wachstumseinbußen wegen EU-Sanktionen gegen Russland

    Polen rechnet wegen der EU-Sanktionen gegen Russland mit zusätzlichen Belastungen für die eigene Wirtschaft. Der stellvertretende Ministerpräsident Piechocinski sagte der Zeitung "Rzeczpospolita", die Exporte nach Russland seien bereits um sieben Prozent gesunken, die Ausfuhren in die Ukraine um mehr als ein Viertel. Dieser Trend werde sich in der zweiten Jahreshälfte verstärken. Für das Bruttoinlandsprodukt erwarte er einen geringeren Zuwachs aus als bislang veranschlagt. Die EU-Wirtschaftssanktionen treten heute in Kraft. Künftig wird russischen Banken der Zugang zu europäischen Kapitalmärkten erschwert. Hinzu kommen ein Waffenembargo und ein Ausfuhrverbot für Güter, die sowohl zivil als auch militärisch nutzbar sind.

  • Ukraine: Experten setzen Ermittlungsarbeit fort

    An der Absturzstelle der malaysischen Passagiermaschine im Osten der Ukraine haben rund 60 internationale Experten ihre Ermittlungen aufgenommen. Darunter sind Forensiker aus Australien und den Niederlanden. Gestern hatte eine kleinere Gruppe unter Leitung der OSZE erstmals seit dem Absturz vor zwei Wochen das Gebiet erreicht und weitere Leichenteile geborgen. Die ukrainische Armee und die prorussischen Separatisten haben beim Treffen der Kontaktgruppe in Minsk einen Gefangenenaustausch vereinbart. Der ehemalige ukrainische Präsident Kutschma teilte in Kiew mit, beide Seiten hätten sich bereit erklärt, jeweils 20 Häftlinge freizulassen. Dennoch gingen die Gefechte im Osten der Ukraine auch heute weiter. In der Nähe von Schachtorsk kamen mindestens zehn ukrainische Soldaten ums Leben, auch vier Separatisten wurden getötet.

  • Ebola: Verdachtsfälle auch in Nigeria - Beratungen über Eindämmung der Epidemie

    Die Präsidenten der westafrikanischen Staaten beraten heute über Maßnahmen zur Eindämmung der Ebola-Epidemie. An dem Treffen in Conakry, der Hauptstadt Guineas, nimmt auch die Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation, Chan, teil. Die WHO will ein Programm im Umfang von hundert Millionen Dollar auflegen. Bisher wurden rund 1.300 Ebolafälle bestätigt, mehr als 700 Menschen sind gestorben. Die Krankheit breitet sich vor allem in Guinea, Sierra Leone und Liberia aus. Auch aus Nigeria werden inzwischen zwei mögliche Fälle gemeldet, die Patienten wurden unter medizinische Beobachtung gestellt.

  • Uganda: Verfassungsgericht kippt Homosexuellen-Gesetz

    In Uganda hat das Verfassungsgericht das international kritisierte Gesetz gegen Homosexuelle aufgehoben. Der Vorsitzende Richter erklärte zur Begründung in Kampala, im Parlament sei die Zahl der Abgeordneten bei der Abstimmung über das Gesetz zu gering gewesen. Ugandas Präsident Museveni hatte im Februar die Regelungen in Kraft gesetzt, die lebenslange Haftstrafen für Homosexuelle zuließen und Bürger zur Denunziation bei den Behörden verpflichteten. Die USA verhängten daraufhin Sanktionen gegen Uganda und setzten etwa die Unterstützung von Gesundheitsprogrammen aus.

  • Nach Erdrutsch in Indien 50 Tote geborgen - Familie mit Baby lebend gerettet

    Zwei Tage nach dem Erdrutsch in einem Dorf im Westen Indiens sind 50 Tote geborgen worden. Noch immer werden 130 Menschen vermisst. Den Einsatzkräften gelang es, eine Familie mit einem Baby lebend zu retten, obwohl ihre Blechhütte komplett mit Schlamm bedeckt war. - In der abgelegenen Bergregion hatte sich nach tagelangen Regenfällen ein Hang gelöst. Riesige Mengen Erde und Geröll verschütteten das Dorf.

  • Tote und Verletzte bei verheerender Gasexplosion in Taiwan

    Bei einer Serie von Gasexplosionen in der taiwanesischen Stadt Kaohsiung sind mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen, etwa 270 wurden verletzt. Ganze Straßenzüge wurden verwüstet, Autos flogen durch die Luft, zahlreiche Häuser gingen in Flammen auf. Die Behörden vermuten, dass an den unterirdischen Gasleitungen ein Leck entstanden ist.

  • Wetter: Sonnig, 23 bis 30 Grad

    Das Wetter: Vielerorts sonnig. Im Westen und Nordwesten auch wolkig, an den Alpen und in den südlichen Mittelgebirgen nachmittags einzelne Schauer und Gewitter. 23 bis 30 Grad. Morgen zunächst freundlich, später bewölkt. 26 bis 30 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag nur anfangs sonnig, dann Schauer und Gewitter bei 22 bis 31 Grad.

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