Nachrichten

Sonntag, 21. Dezember 2014 10:00 Uhr

  • Russland gründet Regierungskommission für Ostukraine

    Russland hat eine Regierungskommission für die Unterstützung der Regionen Donezk und Lugansk in der Ostukraine gegründet. Einer in Moskau veröffentlichten Anordnung von Regierungschef Medwedew zufolge werden aus 15 russischen Ministerien jeweils stellvertretende Minister mit der Arbeit in der Kommission betraut. Damit stellt Russland seine Unterstützung der von der Ukraine abtrünnigen Gebiete erstmals auf eine offizielle Ebene. Das Gremium soll die Hilfe für das vom Krieg gezeichnete Gebiet sowie den Wiederaufbau dort koordinieren.

  • Präsidenten-Stichwahl in Tunesien

    Die Tunesier bestimmen heute in einer Stichwahl einen neuen Präsidenten. Etwa 5,3 Millionen Tunesier waren zu der Abstimmung aufgerufen. Ergebnisse wurden für morgen erwartet. Bis Mittwoch muss die Wahlbehörde den Namen des Siegers verkünden. Als Favorit gilt der langjährige Regierungspolitiker Essebsi. Der 88-Jährige tritt gegen den Interimspräsidenten Marzouki an. Es ist das erste Mal, dass die Tunesier ihr Staatsoberhaupt frei und direkt wählen können. Vor knapp vier Jahren hatten sie ihren langjährigen Machthaber Ben Ali gestürzt und so den Arabischen Frühling eingeleitet. In der Region von Kairouan verteidigten Soldaten in der vergangenen Nacht nach Angaben des Verteidigungsministeriums eine Schule, in der Wahlunterlagen gelagert wurden, gegen einen Angriff. Dabei sei ein Angreifer getötet worden.

  • Jordanien vollstreckt erstmals seit acht Jahren Todesurteile

    Erstmals seit gut acht Jahren sind in Jordanien wieder Todesurteile vollstreckt worden. Elf verurteilte Mörder seien bei Tagesanbruch gehenkt worden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Petra. Sie berief sich auf einen Sprecher des Innenministeriums. Als Folge eines inoffiziellen Moratoriums gab es in Jordanien seit Juni 2006 keine Hinrichtungen mehr.

  • EU-Bericht: Gravierende Sicherheitsmängel am Frankfurter Flughafen

    Prüfer der EU-Verkehrskommission haben bei verdeckten Einsätzen gravierende Sicherheitsrisiken an Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt am Main offengelegt. So sei es ihnen bei jedem zweiten Versuch gelungen, Waffen oder andere gefährliche Gegenstände durch die Kontrollen zu schmuggeln, berichtet die Zeitung "Bild am Sonntag" unter Verweis auf einen Prüfbericht der Kommission. Darin wird als Hauptgrund für die Sicherheitslücken schlecht geschultes Personal externer Dienstleister genannt. Ein Sprecher der Bundespolizei sagte dem Blatt, man habe bereits Sofortmaßnahmen eingeleitet, um die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten. Ein Flughafen-Vertreter erklärte, derzeit würden 2.500 Mitarbeiter neu geschult. Laut dem Zeitungsbericht droht die EU-Kommission damit, den Frankfurter Flughafen als sogenannten "Non-Schengen-Airport" einzustufen. Dann müssten sich Personen, die über Frankfurt fliegen, bei der Einreise in andere EU-Länder einer erneuten Sicherheitskontrolle unterziehen.

  • Tillich kritisiert Pegida: "Nicht zum Dialog bereit"

    Der sächsische Ministerpräsident Tillich wirft den Pegida-Organisatoren vor, sich der Suche nach Lösungen für die angeprangerten Probleme zu entziehen. Die Anführer der Proteste zeigten keinerlei Bereitschaft zum Dialog, sagte der CDU-Politiker im Interview der Woche des Deutschlandfunks. Sie äußerten einseitig ihre Meinung, verweigerten aber die Diskussion mit der Kommunal- und Landespolitik. Tillich kündigte an, auf die Teilnehmer der Pegida-Demonstrationen zuzugehen. Vielen gehe es gar nicht um die Themen Asyl und Flüchtlinge. Sie wollten vielmehr eine generelle Unzufriedenheit mit der Politik zum Ausdruck bringen. Die SPD-Generalsekretärin Fahimi SPD warf den Veranstaltern der Pegida-Proteste vor, den Boden für fremdenfeindliche Gewalt zu bereiten. In der "Welt am Sonntag" bezeichnete sie sie als "geistige Brandstifter". Fahimi fügte hinzu, vor einer vermeintlichen Islamisierung des Abendlandes zu warnen, sei purer Populismus.

  • Obama verurteilt Polizistenmorde in New York scharf

    US-Präsident Obama hat die Ermordung zweier Polizisten in New York verurteilt. Für die Tat gebe es keine Rechtfertigung, sagte Obama laut einer Mitteilung des Weißen Hauses. Im Stadtbezirk Brooklyn hatte zuvor ein Mann zwei Polizisten erschossen und sich anschließend selbst getötet. Sein Motiv ist noch unklar. Laut Polizei äußerte sich der mutmaßliche Täter in einem sozialen Netzwerk negativ über die Behörde. Medienberichten zufolge kündigte er seine Tat an und stellte sie in Zusammenhang mit kürzlichen Fällen, in denen Schwarze von weißen Polizisten getötet wurden.

  • Wetter: Wechselnd bewölkt, zunächst trocken, 4 bis 9 Grad

    Das Wetter: Teils heiter, teils wolkig und meist trocken. Am Nachmittag im Norden und in der Mitte gebietsweise etwas Regen. Temperaturen 4 bis 9 Grad. Morgen meist bedeckt bis stark bewölkt, im Norden und in der Mitte örtlich Regen. 7 bis 12 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag bewölkt, teils mit Regen. Im Süden trocken. 8 bis 15 Grad. Der Seewetterdienst Hamburg teilt mit: Deutsche Nord- und Ostseeküste: West bis Südwest 5 bis 6, Böen bis 8.

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