Nachrichten

Dienstag, 31. März 2015 05:00 Uhr

  • "Cockpit" lehnt Lockerung der ärztlichen Schweigepflicht ab

    Die Pilotengewerkschaft "Vereinigung Cockpit" lehnt es ab, nach dem Absturz der Germanwings-Maschine nun die ärztliche Schweigepflicht zu lockern. Hintergrund sind neue Erkenntnisse über den Co-Piloten des Airbus. Er soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft Düsseldorf vor seiner Karriere als Pilot wegen Suizidgefahr therapeutisch behandelt worden sein. Cockpit-Präsident Schulz sagte der "Rheinischen Post" aus Düsseldorf, nur bei einer Schweigepflicht könne der Arzt, so wörtlich, "echte Hilfe" anbieten. Der Vorschlag, die Regel zu lockern, komme nur von Menschen, die mit der Branche nicht vertraut seien. Auch die Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Voßhoff, warnte so wie "Cockpit" vor übereilten Konsequenzen. Sie sagte dem "Tagesspiegel" aus Berlin, so lange nicht alle Informationen ausgewertet seien, wäre es verfehlt, den hohen Schutz von Gesundheitsdaten in Frage zu stellen. Der Co-Pilot steht in Verdacht, den Absturz mit 150 Toten in Südfrankreich absichtlich herbeigeführt zu haben.

  • Belgien schließt milliardenschwere Haushaltslücke

    Die belgische Regierung hat nach einer Verwarnung der EU-Kommission Maßnahmen zur Sanierung der Staatsfinanzen beschlossen. Das Land stehe zu seinen europäischen Verpflichtungen, sagte Ministerpräsident Michel gestern Abend in Brüssel. Um die milliardenschwere Haushaltslücke zu schließen, soll unter anderem verstärkt gegen Steuerbetrug vorgegangen werden. Zudem erhöhte die Regierung ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum für dieses Jahr um 0,2 Prozentpunkte auf 1,2 Prozent. Tausende Belgier demonstrierten gestern Abend gegen die Sparpolitik der Regierung. Sie verlangten gerechtere Steuern und eine bessere Verteilung staatlicher Einnahmen.

  • Atomverhandlungen mit dem Iran: heute läuft die erste Frist ab

    In den Verhandlungen über das iranische Atomprogramm läuft heute die Frist für ein erstes Rahmenabkommen ab. In Lausanne in der Schweiz beraten die fünf Vetomächte im UNO-Sicherheitsrat und Deutschland mit der Islamischen Republik. Inzwischen sind die Außenminister aller sieben Länder am Ort, um bis heute um Mitternacht eine Einigung zu erzielen. Umstritten waren bis zuletzt weniger die technischen als die politischen Fragen. Dazu zählen etwa die Dauer des geplanten Abkommens und die Aufhebung der Sanktionen beziehungsweise deren Wieder-In-Kraftsetzen für den Fall, dass der Iran sich nicht an die Vereinbarungen hält. Die technischen Details sollen dann bis Ende Juni in ein endgültiges Abkommen eingearbeitet werden.

  • Bündnis um Saudi-Arabien blockiert Seehäfen im Jemen

    Saudi-Arabien und seine Verbündeten haben mit einer Blockade der Seehäfen im Jemen begonnen. Ein Militärsprecher teilte in Riad mit, damit wolle man verhindern, dass die schiitischen Huthi-Rebellen Waffenlieferungen oder Truppennachschub erhielten. Pakistan kündigte an, die saudisch geführte Koalition bei ihren Militäraktionen zu unterstützen. Bei einem Luftangriff in der Nähe eines Flüchtlingslagers im Jemen gab es gestern zahlreiche Opfer. Die Internationale Organisation für Migration sprach von mindestens 45 Toten. Die jemenitische Regierung machte die Huthi verantwortlich, allerdings hatte auch die saudische Luftwaffe wieder Angriffe auf Stellungen der Rebellen geflogen.

  • Nigeria: knappes Wahlergebnis erwartet, Buhari zur Zeit vorn

    Bei der Präsidentschafts- und Parlamentswahl in Nigeria zeichnet sich ein knapper Ausgang ab. Zuletzt meldeten die Nachrichtenagenturen einen Vorsprung für Herausforderer Buhari. Der frühere General, der von 1983 bis 1985 an der Spitze eines Militärregimes in Nigeria stand, liegt laut Reuters bei knapp zwölf Millionen Stimmen. Amtsinhaber Jonathan kommt auf zehn Millionen. Ausgezählt sind drei Viertel der 36 Bundesstaaten. Der Muslim Buhari hat vor allem im Norden viele Anhänger, der Christ Jonathan dagegen eher im Süden. Die Auszählung wurde inzwischen unterbrochen und soll heute früh fortgesetzt werden. Nach Angaben der USA und Großbritanniens kam es bei der Wahl zu Unregelmäßigkeiten, die Afrikanische Union nannte den Verlauf dagegen demokratisch. Aufgerufen waren rund 70 Millionen Bürger. Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas.

  • Wetter: Stürmisch mit Schauern, 2 bis 15 Grad

    Das Wetter: Heute früh stürmisch und auch im Osten Niederschläge, teils als Schnee. Tagsüber von Nordwesten her weitere Schauer, mitunter Orkanböen, im Süden länger anhaltender Regen. 2 bis 15 Grad. Morgen wieder Regen-, Schnee- und Graupelschauer mit Gewittern, 4 bis 10 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag erneut windiges Schauerwetter, teils mit Graupel und Schnee vermischt. Nur an den Küsten etwas freundlicher. 3 bis 8 Grad.

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