Nachrichten

Montag, 28. Juli 2014 12:00 Uhr

  • UNO-Sicherheitsrat fordert Waffenruhe - Lage im Gaza-Streifen weitgehend ruhig

    Der UNO-Sicherheitsrat hat zu einer sofortigen und bedingungslosen Waffenruhe im Gaza-Konflikt aufgerufen. Israelis und Palästinenser sollten die Kampfhandlungen einstellen, um humanitäre Hilfe zu ermöglichen, heißt es in einer einstimmig verabschiedeten Erklärung der 15 Ratsmitglieder. Das humanitäre Völkerrecht und der Schutz der Zivilbevölkerung müssten respektiert werden. Die Feuerpause sollte mindestens während des Fests zum Ende des Fastenmonats Ramadan gelten, das heute beginnt. Die Lage im Gaza-Streifen ist nach israelischen Angaben weitgehend ruhig. Eine Armee-Sprecherin sagte, gegenwärtig gebe es keine neuen Angriffe auf Hamas-Ziele. Auch hätten militante Palästinenser nur noch eine Rakete abgefeuert, die in der Nähe des Küstenortes Aschkelon eingeschlagen sei, aber keinen Schaden verursacht habe.

  • UNO erhebt Vorwürfe gegen Separatisten und ukrainische Armee

    Bei den Kämpfen in der Ost-Ukraine sind nach Angaben der Vereinten Nationen seit April mehr als 1.100 Menschen getötet worden. Das geht aus einem heute in Genf veröffentlichten Bericht des UNO-Hochkommissariats für Menschenrechte hervor. Darin heißt es, viele der Opfer seien Zivilisten. Hochkommissarin Pillay erklärte, das Vorgehen sowohl der Separatisten als auch der ukrainischen Armee müsse unter Umständen als Verletzung des humanitären Völkerrechts eingestuft und verfolgt werden. Beide Konfliktparteien hätten schwere Waffen in bewohnten Gebieten eingesetzt. - Die Kämpfe in der Ost-Ukraine behinderten zuletzt auch die Ermittlungen zum mutmaßlichen Abschuss der malaysischen Passagiermaschine mit fast 300 Opfern. Der russische Außenminister Lawrow sagte in Moskau, die Untersuchungen sollten unter Leitung der Vereinten Nationen erfolgen. Ein Team mit Fachleuten aus Australien und den Niederlanden brach erneut zur Unglücksstelle im Separatistengebiet auf.

  • BDI befürwortet schärfere Sanktionen gegen Russland

    Der Bundesverband der deutschen Industrie befürwortet trotz absehbarer Nachteile für die deutsche Wirtschaft härtere Sanktionen gegen Russland. BDI-Präsident Grillo schrieb im "Handelsblatt", das Verhalten der russischen Regierung im Ukraine-Konflikt müsse spürbare Konsequenzen für Moskau haben. Allerdings würden die von der Europäischen Union angestrebten schärferen Strafmaßnahmen auch deutsche Unternehmen hart treffen. Der CDU-Politiker Fuchs erklärte im Deutschlandfunk, die stärkste Sanktion wäre ein eingeschränkter Gasbezug, weil dies weniger Devisen für Russland bedeute.

  • Russland muss ehemalige Yukos-Aktionäre entschädigen

    Der Ständige Schiedsgerichtshof in Den Haag hat Russland wegen der Zerschlagung des Öl-Konzerns Yukos zu rund 50 Milliarden Dollar Schadenersatz verurteilt. Zur Begründung hieß es, dass Moskau das Unternehmen 2006 aus politischen Gründen in den Bankrott getrieben habe. Das sei einer Enteignung der Aktionäre gleichgekommen. Geklagt hatte eine Gruppe ehemaliger Eigner, die ursprünglich 100 Milliarden Dollar gefordert hatten. Ein Klägeranwalt zeigte sich trotz der niedrigeren Summe zufrieden mit dem Urteil. Es handelte sich um einen der größten Entschädigungsfälle aller Zeiten. Die russische Führung hatte schon im Vorfeld angekündigt, man werde alle rechtlichen Möglichkeiten ausnutzen, um die eigenen Positionen zu verteidigen. Der staatliche Rosneft-Konzern, dem Teile von Yukos zugefallen waren, erklärte, aus dem Urteil lasse sich keine Forderung an das eigene Unternehmen ableiten.

  • Studie: Deutschland hat vom EU-Binnenmarkt stark profitiert

    Deutschland hat einer Studie zufolge neben Dänemark am meisten vom Zusammenwachsen Europas profitiert. Das zeigen Berechnungen im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Demnach ließ der Europäische Binnenmarkt das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland zwischen 1992 und 2012 jährlich um durchschnittlich 37 Milliarden Euro steigen. Das entspreche einem jährlichen Einkommensgewinn von 450 Euro pro Einwohner. Nur Dänemark habe noch höhere Zuwächse erzielt. In den südlichen EU-Ländern seien die positiven Auswirkungen hingegen geringer, heißt es.

  • Betreuungsgeld : Grüne und SPD-Fraktionsvize fordern Abschaffung

    Aus den Reihen der Grünen und der SPD wird die Forderung nach einer Abschaffung des Betreuungsgeldes laut. Grünen-Fraktionschefin Göring-Eckardt sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger", der vor einem Jahr eingeführte Zuschuss setze falsche Anreize und verhindere die frühkindliche Förderung. - Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, Reimann, betonte in der Zeitung "Die Welt", eine Studie der Universität Dortmund bestätige die Befürchtungen der Sozialdemokraten. Darin heißt es, vor allem sozial benachteiligte Familien würden davon abgehalten, ihre Kinder in eine Kita zu schicken. - Das Betreuungsgeld erhalten Eltern, die ihr Kleinkind nicht in eine Kita geben oder von einer Tagesmutter betreuen lassen.

  • Beschwerde gegen Bankenunion in Karlsruhe eingegangen

    Beim Bundesverfassungsgericht ist die angekündigte Beschwerde mehrerer Professoren gegen die Europäische Bankenunion eingegangen. Ein Gerichtssprecher sagte in Karlsruhe, die Richter prüften die Beschwerde zunächst und entschieden dann über das weitere Vorgehen. - Die Beschwerdeführer machen geltend, dass die Bankenunion keine Rechtsgrundlage in den europäischen Verträgen habe und gegen Grundrechte verstoße.

  • Mietpreise: Justizminister Maas plant weitere Maßnahmen zur Begrenzung

    Bundesjustizminister Maas plant weitere Gesetze zur Begrenzung der Mietkosten. Unter anderem müssten die Kriterien zur Berechnung des Mietspiegels überarbeitet werden, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Von den Kosten für die Modernisierung der Wohnung soll der Vermieter künftig nur noch bis zu zehn Prozent auf die Mieter umlegen können. Bislang sind elf Prozent möglich.

  • Pro-demokratische Internetseite in Hongkong stellt Betrieb ein

    In Hongkong hat eine populäre pro-demokratische Internetseite ihren Betrieb eingestellt. Als Grund nannten die Betreiber von "House News" wachsenden politischen Druck. - Die frühere britische Kolonie Hongkong gehört seit 1997 zur Volksrepublik China. Die Bürger der Sonderverwaltungszone verfügen über mehr politische Rechte als die übrigen Chinesen. Die Kommunistische Partei versucht zunehmend, diese Privilegien einzuschränken.

  • Ebola-Patient könnte in Hamburg behandelt werden

    Ein Ebola-Patient aus Westafrika könnte möglicherweise in Hamburg behandelt werden. Die Weltgesundheitsorganisation hat im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf angefragt, ob der Mitarbeiter einer Hilfsorganisation dort betreut werden könne. Eine Sprecherin der Klinik sagte, man habe grundsätzlich die Bereitschaft erklärt, den Patienten aufzunehmen. Der Hamburger Seuchenstab sowie alle zuständigen Behörden und Einrichtungen seien informiert worden. Die Ebola-Epidemie brach im März in Guinea aus und breitete sich nach Liberia und Sierra Leone aus. Liberia schloss jetzt die meisten seiner Grenzen und richtete an den verbliebenen Übergängen Testzentren ein.

  • Wetter: Stark bewölkt mit Schauern und Gewittern, 23 bis 29 Grad

    Das Wetter: Überwiegend stark bewölkt mit teilweise kräftigen Schauern und Gewittern. Nur an den Küsten sonnig. 23 bis 29 Grad. Morgen im äußersten Norden sonnig, sonst weitgehend bewölkt mit Niederschlägen. 22 bis 30 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Mittwoch nachlassende Schauer. 19 bis 27 Grad.

Nachrichten hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Get Flash to see this player.

Mo Di Mi Do Fr Sa So
30 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31 1 2 3

Zu den Nachrichten des Tages

Die wichtigsten Schlagzeilen des Tages finden Sie bei unseren fortlaufenden Nachrichten.
Zu den Nachrichten des Tages

Nachrichten

 
 

Kulturnachrichten

Bayerische Staatsbibliothek  erwirbt kostbaren Lafreri-Atlas | mehr

Nachrichten

UNO beklagt hohe Zahl ziviler Opfer  in der Ost-Ukraine | mehr

Wissensnachrichten

Berlin  Erstes Exzellenzcenter für Herzstillstand | mehr

Nachrichten leicht

nachrichtenleicht-Logo

Manche Menschen können nicht so gut lesen. Manche können auch nicht so schnell Neues lernen. Deshalb bietet der Deutschlandfunk jeden Samstag  Nachrichten in einfacher Sprache  an.