Nachrichten

Freitag, 27. Februar 2015 12:00 Uhr

  • Bundestag billigt mit großer Mehrheit Verlängerung der Griechenlandhilfe

    Der Bundestag hat mit großer Mehrheit für die Verlängerung der Griechenlandhilfen gestimmt. 542 Abgeordnete votierten in namentlicher Abstimmung mit Ja. 32 Parlamentarier lehnten den Antrag von Bundesfinanzminister Schäuble ab, 13 enthielten sich der Stimme. In der vorangegangenen Debatte hatten die Redner der Opposition zwar die Zustimmung ihrer Fraktionen versichert, aber auch Forderungen für den weiteren Umgang mit Griechenland gestellt. So forderte Linken-Fraktionschef Gysi einen Marshall-Plan für mehr Investitionen. Grünen-Fraktionschef Hofreiter forderte, die Bedingungen für die Hilfen im Sinne der griechischen Bürger anzupassen. Bundesfinanzminister Schäuble hatte argumentiert, eine Verlängerung der Hilfen sei auch eine Frage europäischer Solidarität. Kritiker wie CSU-Generalsekretär Scheuer hatten gemahnt, deutsche Solidarität könne es nur gegen griechische Reformen geben. Mit den Maßnahmen soll das hoch verschuldete Euro-Land vier Monate mehr Zeit für die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen bekommen.

  • Ukraine-Krise: Von der Leyen stockt Bundeswehr-Panzertruppe auf

    Bundesverteidigungsministerin von der Leyen will die Bundeswehr besser auf Einsätze im Rahmen des Nato-Bündnisses vorbereiten. Dazu soll unter anderem die Panzertruppe verstärkt werden. Ein derzeit inaktives Bataillon im niedersächsischen Bergen solle aktiviert und mit Panzern und Personal ausgestattet werden, kündigte die Ministerin gegenüber der Redaktion der Bundeswehr an. Zudem sollten die bestehenden Einheiten der Bundeswehr mit mehr Material ausgerüstet werden. Einen konkreten Zeit- oder Finanzierungsplan nannte die CDU-Politikerin nicht.

  • Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst gehen weiter

    Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder werden Warnstreiks immer wahrscheinlicher. Das machte der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Bsirske, vor Gesprächen mit den Arbeitgebern in Potsdam deutlich. Vor allem die betriebliche Altersvorsorge sei umstritten. Seiner Einschätzung nach könnte es bereits in der kommenden Woche zu Warnstreiks etwa bei den Straßenmeistereien und in Schulen kommen. Die Gewerkschaft Verdi und der Beamtenbund fordern im Kern 5,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 175 Euro mehr. Die Arbeitgeber halten das für nicht finanzierbar. Verhandelt wird für rund 800.000 Angestellte, Auszubildende und Praktikanten. Ausgenommen ist Hessen, das nicht Teil der Tarifgemeinschaft der Länder ist.

  • Mindestlohn-Kommission nimmt Arbeit auf

    Die Mindestlohn-Kommission ist am Vormittag zu ihrer konstituierenden Sitzung in Berlin zusammengekommen. Das neunköpfige Gremium setzt sich aus Vertretern von Arbeitgebern und Gewerkschaften zusammen. Die Experten sollen künftig alle zwei Jahre Vorschläge machen, in welchem Umfang der Mindestlohn angehoben werden soll, und sich dabei an der Tarifentwicklung in Deutschland orientieren. Vorsitzender des Gremiums ist der ehemalige Hamburger Bürgermeister Voscherau.

  • Masern: Berlin richtet zentrale Impf-Stelle für Flüchtlinge ein

    Wegen der hohen Zahl von Masern-Erkrankungen soll in Berlin eine zentrale Impfstelle für Flüchtlinge eingerichtet werden. Ein entsprechendes Konzept werde zur Zeit mit den Bezirken erarbeitet, teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales mit. Zur Begründung hieß es, viele Menschen kämen aus Ländern, in denen das Gesundheitssystem durch Krieg und Krisen nicht mehr funktioniere. Deshalb müsse es für Zuwanderer ein reguläres Impf-Angebot geben. - In Berlin sind in diesem Winter bislang mehr als 630 Menschen an Masern erkrankt. Den Ausgang nahm die Infektionswelle in einem Flüchtlingsheim.

  • Nach Anschlägen von Kopenhagen weiterer Verdächtiger festgenommen

    Knapp zwei Wochen nach den Terroranschlägen von Kopenhagen hat die Polizei einen weiteren Verdächtigen festgenommen. Der junge Mann könnte den Attentäter bei den Angriffen auf ein Kulturcafe und eine Synagoge unterstützt haben, teilten die Ermittler mit. Er soll morgen verhört werden. Zwei weitere mögliche Helfer sitzen bereits in Untersuchungshaft. Bei den Anschlägen am 14. Februar waren in Dänemark zwei Menschen getötet und fünf verletzt worden.

  • Ost-Ukraine: Militär und Separatisten ziehen Waffen von der Front ab

    Nach tagelangem Streit um die Umsetzung des Minsker Friedensplans für die Ost-Ukraine haben die Konfliktparteien den Abzug schwerer Waffen fortgesetzt. Im Donbass würden die Geschütze 25 Kilometer hinter die Frontlinie gebracht, teilte ein Sprecher des ukrainischen Verteidigungsministeriums in Kiew mit. Auch die pro-russischen Separatisten setzten ihren Abzug der Militärtechnik fort. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, die die Einhaltung des Friedensabkommens überwacht, bestätigte die Angaben. Unterdessen schickte Russland erneut einen Hilfskonvoi in die Gebiete Donezk und Lugansk.

  • Russland hat weitere Vorauszahlung von Ukraine für Gas erhalten

    Im Gaskonflikt mit der Ukraine hat Russland eine Vorauszahlung von umgerechnet 13 Millionen Euro für Lieferungen im März erhalten. Wie ein Sprecher des staatlich kontrollierten Energiekonzerns Gazprom mitteilte, deckt dieser Betrag jedoch lediglich die Kosten für einen weiteren Tag. Zuletzt hatte es geheißen, das bezahlte Gas reiche nur noch bis zum Wochenende. Präsident Putin drohte mit einem Lieferstopp. Bei der Auseinandersetzung geht es auch um die Gasversorgung jener Gebiete, die von den russischen Separatisten in der Ost-Ukraine gehalten werden. Die EU-Kommission will am Montag erneut im Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine vermitteln.

  • Budgetkürzungen: Russland erwartet Haushaltsdefizit von 3,7 Prozent

    Wegen des erwarteten Staatsdefizits hat die russische Regierung Haushaltskürzungen beschlossen. Wie die stellvertretende Finanzministerin Nesterenko mitteilte, müssen in diesem Jahr umgerechnet 17,5 Milliarden US-Dollar eingespart werden. Möglicherweise könnten die Einschnitte noch gravierender sein. Die Gehälter im Präsidialamt würden um 10 Prozent gekürzt. Russland erwartet für 2015 ein Defizit von 3,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

  • Unesco ruft Sicherheitsrat an wegen Zerstörung von Kulturgütern durch IS

    Die Unesco hat nach der Zerstörung assyrischer Statuen durch die Terrormiliz IS im Nordirak eine Krisensitzung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen gefordert. Unesco-Direktorin Bokova erklärte, sie habe die Sitzung beantragt, weil die Zerstörung des irakischen Kulturerbes in Zusammenhang stehe mit der Sicherheit des Landes. Ein Video im Internet zeigt, wie die Statuen in Mossul mit Hämmern zerschlagen werden. Die Taten werden damit gerechtfertigt, dass auch der Prophet Mohammed in Mekka Götterbilder beseitigt habe. Die irakische Regierung sprach von einem Verlust für die gesamte Menschheit.

  • Mehr als 25.000 Ägypter aus Libyen geflohen

    Nach der Veröffentlichung eines Videos, das die Enthauptung koptischer Christen aus Ägypten durch die Terrormiliz IS in Libyen zeigt, sind mehr als 25.000 Ägypter aus dem Nachbarland geflohen. Das teilte das Außenministerium in Kairo mit. Der IS hatte Mitte des Monats ein Video veröffentlicht, das die Enthauptung von 21 koptischen Christen zeigte. Die meisten von ihnen waren als Gastarbeiter in Libyen. Als Vergeltung flog die ägyptische Luftwaffe Angriffe auf IS-Stellungen in Libyen.

  • Wetter: Überwiegend bewölkt und regnerisch, 1 bis 9 Grad

    Das Wetter: Im Tagesverlauf überwiegend bewölkt und regnerisch, später im äußersten Nordwesten und Westen trocken und etwas Sonne. Höchstwerte zwischen 1 und 9 Grad. Morgen Wechsel von Sonne und Wolken und meist trocken. Gegen Abend im Westen und Nordwesten einzelne Schauer möglich. 3 bis 9 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag weitet sich der Regen auf die Osthälfte aus, klingt aber von Westen wieder ab. Im Tagesverlauf aber erneut Schauer und vereinzelt Gewitter. Temperaturen bei 5 bis 11 Grad.

Nachrichten hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Get Flash to see this player.

Mo Di Mi Do Fr Sa So
26 27 28 29 30 31 1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 1

Zu den Nachrichten des Tages

Die wichtigsten Schlagzeilen des Tages finden Sie bei unseren fortlaufenden Nachrichten.
Zu den Nachrichten des Tages

Nachrichten leicht

Manche Menschen können nicht so gut lesen. Manche können auch nicht so schnell Neues lernen. Deshalb bietet der Deutschlandfunk jeden Samstag  Nachrichten in einfacher Sprache  an.