Nachrichten

Montag, 26. Januar 2015 23:00 Uhr

  • Juncker : Derzeit keine Notwendigkeit, Athen Schulden zu erlassen

    EU-Kommissionspräsident Juncker hält es im Augenblick nicht für notwendig, Griechenland Schulden zu erlassen. Er sagte im ARD-Fernsehen, die Kommission habe das Thema nicht auf dem "Radarschirm". Auch einen Austritt des Landes aus der europäischen Gemeinschaftswährung lehnte er ab. Juncker betonte, Griechenland habe in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Auf dieser Basis gelte es, mehr Wachstum, Arbeitsplätze und Investitionen zu schaffen. Der Chef der Euro-Gruppe, Dijsselbloem, kündigte nach Beratungen der Finanzminister in Brüssel baldige Gespräche mit der neuen Regierung in Athen an. Nach dem Sieg der Linkspartei Syriza bei der Parlamentswahl wurde ihr Vorsitzender Tsipras heute als Ministerpräsident vereidigt. Er will mit den Rechtspopulisten der Partei "Unabhängige Griechen" koalieren. Beide wollen den Sparkurs lockern und einen neuen Schuldenerlass erreichen.

  • Zehntausende demonstrieren für Weltoffenheit

    In vielen deutschen Städten sind wieder tausende Gegner der islamkritischen Pegida-Gruppierung auf die Straße gegangen. Kundgebungen gab es etwa in Berlin, Magdeburg, Braunschweig, Hannover, Bremen, Düsseldorf und Duisburg. Zu den Veranstaltungen kamen deutlich mehr Teilnehmer als zu den eigentlichen Pegida-Demonstrationen, die zumeist zeitgleich stattfanden. In Frankfurt am Main gaben rund 60 Pegida-Anhänger ihren Plan auf, durch die Innenstadt zu ziehen. Auf dem Römerberg versammelten sich 10.000 Menschen, um friedlich für Demokratie und Menschenrechte zu demonstrieren. Die größte Kundgebung fand in Dresden statt. Dort kamen nach Angaben der Polizei rund 22.000 Menschen zusammen, um ein Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz zu setzen. Vor der Frauenkirche traten zahlreiche Künstler auf, so etwa Herbert Grönemeyer, Wolfgang Niedecken und die Bands Keimzeit und Silly. Unter den Teilnehmern der Veranstaltung waren auch Pegida-Anhänger. Sachsens Innenminister Ulbig, CDU, traf sich heute mit Pegida-Organisatorin Oertel und einem weiteren Mitglied des Vorstands. Er wollte damit nach eigenen Worten die Bürgerschaft wieder aufeinander zubewegen. Bislang hatte die Regierung des Freistaats den Dialog mit den Organisatoren abgelehnt.

  • Merkel: Bedrohung von Juden in Deutschland ist eine Schande

    Anlässlich des morgigen 70. Jahrestags der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz hat Bundeskanzlerin Merkel die Bedrohung von Juden in Deutschland als Schande bezeichnet. Dass Synagogen und jüdische Institutionen unter Polizeischutz stehen müssten, laste wie ein Makel auf dem Land, sagte sie bei einer Gedenkveranstaltung in Berlin. Jeder müsse in Deutschland unabhängig von Religion und Herkunft frei und sicher leben können. Der Zentralrat der Juden rief dazu auf, die Erinnerung an die NS-Verbrechen wachzuhalten. Präsident Schuster schlug vor, jeder Schüler solle ab der neunten Klasse verpflichtend eine KZ-Gedenkstätte besuchen. - In Auschwitz hatten die Nationalsozialisten mehr als 1,1 Millionen Menschen ermordet, vor allem Juden. Für morgen ist eine offizielle Gedenkstunde im Bundestag geplant.

  • IG Metall lehnt Tarifangebot der Arbeitgeber ab

    Die Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie haben für die aktuelle Tarifrunde ein Angebot vorgelegt. Es enthält eine Lohnerhöhung um 2,2 Prozent zum 1. März, wie der Verband Gesamtmetall in Stuttgart mitteilte. Die IG Metall fordert für die rund 3,7 Millionen Beschäftigte der Branche 5,5 Prozent mehr Lohn und wies den Vorschlag umgehend zurück. Die Einführung einer Bildungs-Teilzeit lehnen wiederum die Arbeitgeber ab. - Die Friedenspflicht in der Metall- und Elektroindustrie endet am Donnerstag. Das Arbeitgeber-Angebot soll zunächst Grundlage für die regionalen Verhandlungen in Baden-Württemberg sein.

  • Zehn Tote bei Absturz eines griechischen Kampfflugzeug in Spanien

    In Spanien sind beim Absturz eines griechischen F-16-Kampfflugzeugs zehn Menschen ums Leben gekommen. Bei dem Unglück während einer NATO-Übung seien 20 weitere verletzt worden, teilte das Verteidigungsministerium in Madrid mit. Der Jet habe unmittelbar nach dem Start an Schub verloren und sei auf dem Luftwaffenstützpunkt nahe der Stadt Albacete auf eine Parkfläche gestürzt, wo mehrere andere Flugzeuge abgestellt waren. Bei den Toten handelt es sich nach Angaben des spanischen Regierungschefs Rajoy um die beiden griechischen Piloten sowie acht französische Soldaten.- Nato-Generalsekretär Stoltenberg sprach von einer Tragödie. Sie treffe die gesamte Nato-"Familie".

  • UNO: Raketenangriff in der Ost-Ukraine galt Zivilisten

    Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass bei dem Raketenangriff in der Ost-Ukraine mit 30 Toten absichtlich Zivilisten getroffen wurden. Der Verantwortliche für politische Angelegenheiten, Feltman, sagte im UNO-Sicherheitsrat, die Stadt Mariupol befinde sich außerhalb der unmittelbaren Kampfzone. Wer auch immer die Raketen abgefeuert habe, müsse bewusst die Zivilbevölkerung ins Visier genommen haben. Das aber wäre ein Kriegsverbrechen, betonte Feltman. Die OSZE hatte nach dem Angriff erklärt, die Raketen seien vom Gebiet der pro-russischen Separatisten abgeschossen worden. Die NATO forderte Moskau auf, die Separatisten nicht länger zu unterstützen.

  • Kobane: Kurden vertreiben IS

    Kurdische Einheiten melden Erfolge im Kampf gegen die sunnitische Terrormiliz IS. Nach Agenturberichten vertrieben die Kurden die Islamisten aus der Stadt Kobane und brachten die letzten Viertel unter ihre Kontrolle. Das US-Verteidigungsministerium erklärte dagegen, der Kampf dauere noch an. Die Kurden werden seit Monaten von der US-Luftwaffe und Kampfflugzeugen weiterer Staaten unterstützt. Auch im Irak musste der IS eine Niederlage hinnehmen. Das Militär teilte mit, die Dschihadisten seien aus der Provinz Dijala vertrieben worden. Die Gegend liegt westlich von Bagdad, dort befindet sich ein wichtiges Ölfeld des Landes.

  • Libby Lane zur ersten Bischöfin der Kirche von England geweiht

    Die anglikanische Kirche von England hat erstmals eine Frau in das Bischofsamt übernommen. Die 48-jährige Libby Lane wurde in der Kathedrale von York geweiht. An der Zeremonie nahmen mehr als hundert Bischöfe teil. - Die Kirche von England hatte im vergangenen Jahr mit einer historischen Reform Frauen den Zugang zum Bischofsamt ermöglicht. Das Priesteramt steht Frauen dort bereits seit den 90er Jahren offen.

  • Griechischer Sänger Demis Roussos mit 68 Jahren gestorben

    Der griechische Sänger Demis Roussos ist tot. Er starb bereits am Wochenende im Alter von 68 Jahren in einem Krankenhaus in Athen, wie dort mitgeteilt wurde. Roussos feierte in den 70er Jahren auch in Deutschland große Erfolge. Zu seinen bekanntesten Liedern zählen "Goodbye my Love Goodbye" und "My Friend the Wind".

  • Standard & Poor's wertet Russlands Bonität ab

    In Reaktion auf die Wirtschaftsprognosen hat die Ratingagentur Standard & Poor's Russlands Kreditwürdigkeit auf Ramschniveau gesenkt. Die finanziellen Puffer des Landes seien angesichts des Verfalls der Währung Rubel und der abgeschwächten Erträge durch Ölexporte in Gefahr, begründete die Agentur in London die erneute Abwertung auf die Stufe "BB plus".

  • Börsen: Dow Jones nahezu unverändert, DAX im Plus

    Die Börse in New York hat uneinheitlich geschlossen. Der Dow-Jones-Index schloss mit 17.678 Punkten, das sind lediglich sechs Punkte mehr als am Vortag. Der technologie-orientierte Nasdaq gewann 0,3 Prozent und ging mit 4.7771 Punkten aus dem Handel. Am Aktienmarkt in Frankfurt am Main stieg der Leitindex DAX um 1,4 Prozent auf 10.798 Punkte.

  • Deutsche Handballer erreichen WM-Viertelfinale

    Die deutschen Handballer haben bei der Weltmeisterschaft in Katar das Viertelfinale erreicht. Die Mannschaft von Trainer Dagur Sigurdsson besiegte im Achtelfinale Ägypten mit 23:16 und trifft am Mittwoch auf die Auswahl des Gastgebers.

  • Wetter: Am Dienstag kurze Schauer, nur im Norden Auflockerungen, 2 bis 7 Grad

    Das Wetter: Nachts vor allem im Osten und Südosten Niederschläge, oft bis in tiefere Lagen als Schnee. Sonst teils klar. Tiefstwerte plus 3 bis minus 5 Grad. Morgen stark bewölkt, nur im Norden zeitweise Auflockerungen, sonst kurze Regen- oder Schneeschnauer. 2 bis 7 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Mittwoch meist bewölkt, aber trocken, später von Nordwesten her Niederschläge. Kaum veränderte Temperaturen. Der Seewetterdienst Hamburg teilt mit: Deutsche Nordseeküste: Nordwest 6, Böen 8. Deutsche Ostseeküste: West bis Nordwest 5 bis 6, Böen 7.

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