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Samstag, 20. September 2014 13:00 Uhr

  • 45.000 syrische Kurden vor Kämpfen in die Türkei geflüchtet

    Immer mehr Kurden fliehen vor den Kämpfen Im Norden Syriens in die Türkei. Allein seit der Öffnung von acht Grenzübergängen gestern seien rund 45.000 syrische Kurden ins Land gekommen, sagte der stellvertretende türkische Ministerpräsident Kurtulmus im Fernsehen. Hintergrund ist eine Offensive der Dschihadisten-Gruppe Islamischer Staat. Unweit der Grenze sollen die IS-Kämpfer nahe der Kurdenstadt Ain al-Arab binnen zwei Tagen 60 Dörfer eingenommen haben. Die türkische Regierung bezeichnete die Grenzöffnung als Ausnahme wegen der Kämpfe. Die Behörden hatten sich zunächst geweigert, die Kurden ins Land zu lassen.

  • Von IS verschleppte 49 türkische Geiseln frei - Geheimdienst beteiligt

    Eine von der Terrormiliz Islamischer Staat im Irak verschleppte Gruppe türkischer Geiseln ist freigekommen. Über die Umstände gibt es bislang nur wenige Informationen. Präsident Erdogan sprach im Fernsehen von einer erfolgreichen Operation des türkischen Geheimdienstes. Regierungschef Davutoglu bezeichnete während eines Aufenthalts in Baku die Übergabe der Geiseln als Ergebnis intensiver Bemühungen der letzten Tage und Monate. Das türkische Fernsehen meldet, es sei kein Lösegeld gezahlt worden. Unter den 49 Freigelassenen sind mehrere diplomatische Mitarbeiter des türkischen Konsulats in Mossul. Während der Eroberung der Stadt Anfang Juni hatten die Dschihadisten auch das Konsulat gestürmt.

  • Ost-Ukraine: Dritter russischer Hilfskonvoi eingetroffen

    In der Ost-Ukraine ist nach Angaben aus Moskau ein dritter russischer Hilfskonvoi eingetroffen. Die mit Wasser- und Lebensmittelvorräten beladenen Lastwagen seien in Donezk angekommen und würden entladen, teilte das russische Katastrophenschutzministerium mit. In der Ukraine-Kontaktgruppe hatten sich die Regierung in Kiew und pro-russische Separatisten zuvor in der vergangenen Nacht auf die Einrichtung einer Pufferzone geeinigt. Der an den Verhandlungen beteiligte ehemalige ukrainische Präsident Kutschma teilte in Minsk mit, beide Seiten hätten zugesagt, schwere Waffen um mindestens 15 Kilometer zurückzuziehen. Sämtliche ausländische Kämpfer müssten die Ukraine verlassen. Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa sollen zudem die russisch-ukrainische Grenze überwachen. Bei dem fast siebenstündigen Treffen unterzeichneten beide Seiten einen Aktionsplan für Frieden, der binnen 24 Stunden in Kraft treten soll. Der russische Botschafter in Kiew sprach von einer Deeskalation in dem Konflikt. Separatistenführer Rudenko betonte, der Status der abtrünnigen Gebiete Donezk und Lugansk sei nicht diskutiert worden. In der Ostukraine gilt seit zwei Wochen eine Waffenruhe, die aber nur teilweise eingehalten wird.

  • Finanzminister der G20 wollen Wachstum steigern

    Die Mitgliedsländer der G20 wollen trotz konjunktureller Risiken an ihren Wachstumszielen festhalten. Das ist zu Beginn eines Treffens der Finanzminister im australischen Cairns deutlich geworden. Demnach soll das bisher angepeilte Weltwirtschaftswachstum in den kommenden fünf Jahren um weitere zwei Prozentpunkte gesteigert werden - das wäre ein Plus von zwei Billionen US-Dollar. Australiens Finanzminister Hockey sprach von einem ehrgeizigen, aber erreichbaren Ziel. Bis November soll jedes Mitgliedsland Strategien vorlegen. Deutschland lehnt staatliche, über Schulden finanzierte Wachstumsprogramme jedoch ab. Außerdem geht es auf dem Finanzministertreffen in Cairns um Möglichkeiten, die Steuerflucht international agierender Großkonzerne zu stoppen. Die OSZE hat dazu konkrete Empfehlungen formuliert, die für die Regierungen der G20-Staaten aber nicht bindend sind. Zum Gipfeltreffen der G20 im November in Brisbane wird auch Russland eingeladen - trotz Kritik an Moskaus Verhalten in der Ukraine-Krise. Australiens Finanzminister Hockey sagte, die Mitgliedsländer seien sich auf breiter Ebene einig, dass eine Zusammenarbeit mit Russland weiter möglich bleiben solle.

  • Neuseeland: Konservative liegen bei Parlamentswahl vorn

    Bei der Parlamentswahl in Neuseeland deutet sich ein Sieg der regierenden Nationalen Partei von Ministerpräsident Key an. Nach Auszählung von rund drei Vierteln der Stimmen liegt die konservative Partei bei 49 Prozent. Die größte Oppositionspartei, Labour, kommt demnach auf 24 Prozent. Der frühere Bank-Manager Key ist seit 2008 Regierungschef Neuseelands. Zu der Parlamentswahl waren rund drei Millionen Menschen aufgerufen.

  • SPD-Konvent sucht Lösung in der Debatte über Freihandelsabkommen

    Auf einem nicht-öffentlichen Parteikonvent in Berlin ringt die SPD um ihre Haltung zum geplanten Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA. Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Stegner forderte Parteichef Gabriel auf, bisher zu schwammig formulierte Punkte klarzustellen. So dürfe es keine Sondergerichte geben, vor denen Konzerne Staaten verklagen könnten. Arbeitnehmer- und Verbraucherrechte sowie der Kulturbereich müssten geschützt bleiben. Die Sprecherin des linken Flügels, Mattheis, sagte im Deutschlandfunk, in diesem Fall müssten die Verhandlungen mit den USA abgesagt werden. Nach Informationen der Deutschen Presseagentur billigte der Vorstand einstimmig einen Kompromissvorschlag. Dem Konvent soll empfohlen werden, dass die Beratungen auf Grundlage eines Positionspapiers erfolgen, das von SPD-Chef Gabriel und dem Deutschen Gewerkschaftsbund ausgearbeitet worden war.

  • Stoiber fordert von der JU mehr Engagement in der Politik

    Der CSU-Ehrenvorsitzende Stoiber hat an die Junge Union appelliert, sich stärker in aktuelle politische Debatten einzuschalten. Kurzfristige Gegenwartsinteressen stünden oft vor langfristigen Zukunftsperspektiven, sagte er auf dem Deutschlandtag der Jungen Union im bayerischen Inzell. Deshalb müsse sich die Jugendorganisation von CDU und CSU in Berlin mehr Gehör verschaffen. Dieses Ziel gab auch der neue JU-Vorsitzende Ziemiak aus. Ob man sich dadurch bei Bundeskanzlerin Merkel unbeliebt mache, sei unwichtig, sagte er im Deutschlandfunk.

  • Kölner Erzbischof Woelki in sein Amt eingeführt

    Der Erzbischof von Köln, Kardinal Woelki, ist während einer Festmesse im Dom in sein neues Amt eingeführt worden. Den 58-jährigen gebürtigen Kölner, der seit 2011 Erzbischof von Berlin war, hatte Papst Franziskus im Juli zum Nachfolger von Kardinal Meisner ernannt. In seiner Predigt bezeichnete es Woelki als Aufgabe und Berufung, Christus und seinem Evangelium heute ein Gesicht zu geben. Der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Eterovic sagte, die Gläubigen in der alten und ehrwürdigen Erzdiözese Köln erwarteten nun voll Vertrauen einen neuen Anfang.

  • Oktoberfest in München hat begonnen

    In München hat das Oktoberfest begonnen. Um 12 Uhr eröffnete Oberbürgermeister Reiter von der SPD das Volksfest, indem er das erste Fass Bier anstach. Die bayerische Landeshauptstadt erwartet bis zum 5. Oktober gut sechs Millionen Gäste. Das Oktoberfest findet seit 1810 fast jedes Jahr auf der Münchner Theresienwiese statt.

  • Wetter: Schauer und Gewitter, nur im Norden sonnig, 19 bis 25 Grad

    Das Wetter: Überwiegend wolkig, einzelne Schauer und Gewitter. Nur im äußerten Norden sonnig und trocken. 19 bis 24 Grad. Morgen meist wolkig bis stark bewölkt und schauerartige Regenfälle. Im Süden und Osten auch Gewitter, bei 17 bis 23 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Montag teilweise noch länger anhaltender Regen. Im Osten auch Gewitter, im Tagesverlauf scheint im Westen die Sonne. 13 bis 18 Grad, am Oberrhein bis 20 Grad.

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