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Freitag, 31. Oktober 2014 16:00 Uhr

  • UNO verzeichnet massiven Zustrom zum IS

    Die Vereinten Nationen warnen vor einem nie dagewesenen Zustrom ausländischer Kämpfer zu Terrororganisationen wie dem Islamischen Staat. Wie die britische Zeitung "The Guardian" unter Berufung auf einen UNO-Bericht schreibt, haben sich allein in Syrien und dem Irak seit 2010 rund 15.000 Ausländer extremistischen Gruppen angeschlossen. Die Zahl übertreffe um ein Mehrfaches die Summe in den zehn Jahren davor und wachse zudem weiter, heißt es demnach in dem Papier. Als einen Grund für den massiven Zustrom zum IS und ähnlichen Milizen nannte der Bericht laut "Guardian" die starke Nutzung von sozialen Netzwerken in vielen Sprachen. Kämpfer aus mehr als 80 Ländern seien nach Syrien und in den Irak gezogen. Deshalb stünden immer mehr Länder vor der Herausforderung, dass erfahrene Kämpfer in ihre Staaten zurückkehrten.

  • Putin begrüßt Einigung mit Ukraine im Gasstreit

    Russlands Präsident Putin hat die Einigung seines Landes im Gasstreit mit der Ukraine begrüßt. Sie sei ein wichtiger Schritt, um den Transit nach Europa zu sichern, teilte der Kreml nach einem Telefonat Putins mit dem ukrainischen Staatschef Poroschenko, Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Hollande mit. Die Europäische Union bezieht etwa ein Drittel ihres Gasbedarfs aus Russland. Die Hälfte davon fließt über die Ukraine. Nach monatelangem Streit hatten sich Russland und die Ukraine gestern unter Vermittlung von EU-Energiekommissar Oettinger auf eine Lösung verständigt. Das Abkommen sieht unter anderem einen verbindlichen Plan für die Tilgung ukrainischer Altschulden vor. Außerdem muss das Land künftig in Vorkasse treten. Die Lieferungen könnten in der kommenden Woche wieder aufgenommen werden. Unterdessen gehen im Osten der Ukraine die Kämpfe zwischen Armee und Separatisten weiter. Bei Artilleriebeschuss im Norden der Stadt Donezk soll ein Zivilist ums Leben gekommen sein. In den von pro-russischen Separatisten kontrollierten Regionen Donezk und Lugansk finden am Sonntag Wahlen statt.

  • Merkel dankt Verfassungsschutz für seine Arbeit

    Bundeskanzlerin Merkel hat die Arbeit des Bundesamts für Verfassungsschutz gewürdigt. Nach einem Besuch in der Behörde in Köln sagte sie, die Mitarbeiter trügen wesentlich zur Sicherheit in Deutschland bei. Mit Blick auf die Kritik an dem Inlandsgeheimdienst erklärte Merkel, es müssten zum Teil schwerwiegende Dinge aus der Vergangenheit aufgearbeitet werden, etwa im Zusammenhang mit der rechtsextremen Terrorgruppe NSU.

  • Einzelhandel mit stärkstem Umsatzeinbruch seit sieben Jahren

    Der Umsatz im deutschen Einzelhandel ist im September so stark eingebrochen wie seit über sieben Jahren nicht mehr. Er fiel um 2,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Preisbereinigt betrug das Minus sogar 3,2 Prozent. Experten nannten zur Begründung den milden Herbstbeginn. Deshalb sei der Absatz der neuen Winterkollektionen nur schleppend angelaufen.

  • Graumann gibt Präsidentenamt des Zentralrats der Juden auf

    Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Graumann, wird bei der Wahl am 30. November nicht mehr kandidieren. Nach vier Jahren im Amt wolle er wieder Zeit für Familie und Privatleben haben, erklärte Graumann. Die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen. Das Ehrenamt habe ihm aber außerordentlich viel Zeit und Kraft abverlangt. Der Vizepräsident der Organisation, Schuster, würdigte die Verdienste Graumanns, der Außerordentliches geleistet habe. Schuster kündigte zugleich an, sich um die Nachfolge zu bewerben. - Graumann hatte 2010 das Amt von Charlotte Knobloch übernommen. Er handelte unter anderem einen neuen Staatsvertrag mit der Bundesregierung aus und erreichte eine Verdoppelung der finanziellen Hilfen.

  • Kaum Zwischenfälle nach Freitagsgebeten in Jerusalem

    Ungeachtet der jüngsten Spannungen ist die Lage in Jerusalem nach den Freitagsgebeten weitgehend ruhig geblieben. Ein Polizeisprecher führte dies auf den massiven Einsatz von Sicherheitskräften in der Stadt zurück. Israel hatte den Tempelberg nach der gestrigen Vollsperrung heute wieder für muslimische Besucher geöffnet, für Männer jedoch eine Altersbeschränkung von 50 Jahren erlassen. - Aus Protest gegen die Maßnahme hatte die palästinensische Fatah-Partei für heute zu einem "Tag des Zorns" in Jerusalem und dem Westjordanland aufgerufen. - Auslöser für die jüngsten Spannungen sind der Anschlag auf den jüdischen Aktivisten Glick und die Erschießung des mutmaßlichen palästinensischen Attentäters.

  • Burkina Faso: Präsident Compaoré tritt zurück

    Nach tagelangen Protesten ist der Präsident des westafrikanischen Landes Burkina Faso, Compaoré, zurückgetreten. In einer Mitteilung sprach sich der 63-Jährige für Neuwahlen binnen 90 Tagen aus. Bis dahin will Armeechef Traore die Staatsgeschäfte führen. Compaore hatte sich vor 27 Jahren an die Macht geputscht und war seitdem im Amt. Seit Tagen waren Zehntausende gegen ihn auf die Straße gegangen. Zuletzt hatte sich auch das Militär gegen ihn gestellt. Auslöser der Proteste war Compaorés Plan, die Verfassung zu seinen Gunsten zu ändern. Dies hätte es ihm ermöglicht, sich im nächsten Jahr wieder zur Wahl zu stellen.

  • Vatikan kritisiert europäischen Grenzsicherungs-Einsatz im Mittelmeer

    Hilfsorganisationen und die katholische Kirche sind besorgt über das Ende der italienischen Seerettungs-Aktion "Mare Nostrum". Im Vatikan erklärte der päpstliche Migrantenrat, der morgen beginnende EU-Einsatz im Mittelmeer sei kein Ersatz. Denn anders als bei "Mare Nostrum" gehe es dabei nicht um die Rettung von Menschen, sondern lediglich um den Schutz der europäischen Grenzen. Auch Amnesty International, Ärzte ohne Grenzen und andere Hilfsorganisationen kritisieren den geplanten EU-Einsatz mit dem Namen "Triton". Er decke ein viel zu kleines Seegebiet ab und sei zudem nicht ausreichend finanziert. - Die italienische Regierung will die Aktion "Mare Nostrum" aus Kostengründen beenden.

  • Wetter: Teils sonnig, teils neblig, 10 bis 20 Grad

    Das Wetter: Im Nordosten noch etwas Regen. Sonst teils heiter, teils neblig. Die Temperatur erreicht je nach Sonnenschein 10 bis 20 Grad. Morgen vielfach neblig-trüb, vor allem im Norden auch sonnig. Höchstwerte 16 bis 22 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag im Westen und Nordwesten bewölkt. Sonst nach Nebelauflösung sonnig. 9 bis 19 Grad.

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