Nachrichten

Dienstag, 21. April 2015 15:00 Uhr

  • Lokführer bestreiken zunächst Güterverkehr - Bahn will weiter verhandeln

    Die Gewerkschaft der Lokführer beginnt zur Stunde erneut einen Streik, zunächst im Güterverkehr. Er dauert bis Freitagmorgen. Der Ausstand im Personenverkehr soll morgen früh ab zwei Uhr starten und Donnerstagabend enden. Die Deutsche Bahn rechnet mit erheblichen Einschränkungen für die Fahrgäste. Trotz Ersatzfahrplänen werde im Fernverkehr voraussichtlich nur jeder dritte Zug im Einsatz sein, im Regionalverkehr jeder zweite, sagte Vorstandsmitglied Homburg in Berlin. Personalvorstand Weber forderte die Gewerkschaft auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Der GDL-Vorsitzende Weselsky hatte im Deutschlandfunk kritisiert, die Bahn habe kein akzeptables Zwischenergebnis vorgelegt.

  • Auschwitz-Prozess: Angeklagter bittet um Vergebung

    In einem der letzten großen Auschwitzprozesse hat der frühere SS-Mann Oskar Gröning ein Geständnis abgelegt. Zum Auftakt der Verhandlung vor dem Landgericht in Lüneburg sagte der 93-Jährige, für ihn stehe außer Frage, dass er sich moralisch mitschuldig gemacht habe. Er bitte um Vergebung. Gröning räumte ein, er habe gleich bei seiner Ankunft im Konzentrationslager 1942 von der Vergasung der Juden erfahren. Das frühere SS-Mitglied war in Auschwitz für das Gepäck der KZ-Häftlinge zuständig und verbuchte das Geld, das ihnen abgenommen worden war. Er muss sich wegen Beihilfe zum Mord in mindestens 300.000 Fällen verantworten. Sollte er verurteilt und für haftfähig erklärt werden, erwartet ihn eine Strafe von mindestens drei Jahren. - An dem Verfahren nehmen mehr als 60 Auschwitz-Überlebende, Hinterbliebene von Opfern oder deren Verwandte als Nebenkläger teil.

  • Berlin: Neonazis greifen Wachleute vor Flüchtlingsheim an

    Kurz vor der Eröffnung einer Berliner Container-Siedlung für Flüchtlinge haben Neonazis Wachleute angegriffen. Die Polizei teilte mit, die drei Männer hätten vor den Gebäuden ausländerfeindliche Parolen gerufen und versucht, sich Zugang zu dem Gelände zu verschaffen. Ein Wachmann sei dabei tätlich angegriffen worden. Die Männer gehören laut Polizei zur rechtsradikalen Szene. Die Container-Siedlung für knapp 500 Asylbewerber soll Ende dieser Woche im Stadtteil Buch eröffnet werden.

  • Flüchtlingsunglück: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Kapitäne

    Nach dem Flüchtlingsunglück mit mehreren hundert Toten hat die sizilianische Staatsanwaltschaft Vorwürfe gegen den Kapitän erhoben. Die Behörden in Catania beschuldigen den inzwischen festgenommen Tunesier, am vergangenen Sonntag durch Navigationsfehler und falsche Manöver das überladene Frachtschiff zum Kentern gebracht zu haben. Fast alle Menschen an Bord ertranken im Mittelmeer. - Zudem nahm die griechische Küstenwache vor der Ferieninsel Rhodos zwei mutmaßliche Schlepper fest. Deren Kutter war vor der felsigen Küste zerschellt. Dabei kamen drei Menschen ums Leben. Der italienische Flüchtlingsrat hält den angekündigten Zehn-Punkte-Plan der EU-Kommission für unzureichend. Er sieht im Kern eine bessere Seenotrettung und Maßnahmen gegen Schlepper vor. Notwendig sei eine Erleichterung der legalen Einwanderung, um ähnliche Tragödien zu verhindern. Der Verband Deutscher Reeder forderte vom EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs am kommenden Donnerstag greifbare Ergebnisse. Mit dem Auslaufen der EU-Mission "Mare Nostrum" im vergangenen Herbst sei die Zahl der Flüchtlinge massiv gestiegen, sagte Geschäftsführer Johns im Deutschlandfunk.

  • Amnesty International verlangt Aufhebung des Mursi-Urteils

    Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International fordert, das Urteil gegen den ehemaligen ägyptischen Präsidenten Mursi aufzuheben. Das Verfahren gegen ihn und 14 Mitangeklagte müsse neu aufgerollt werden, erklärte die Organisation in London. Andernfalls seien die Beschuldigten umgehend freizulassen. Zur Begründung führt Amnesty an, es habe in dem Verfahren eine Reihe von Unregelmäßigkeiten gegeben. So sei Mursi bereits vor dem Prozess einer Isolationshaft unterworfen worden. Ein Gericht in Kairo hatte den früheren ägyptischen Präsidenten für mitschuldig am Tod von Demonstranten befunden und zu 20 Jahren Haft verurteilt. Im gleichen Verfahren erhielten 14 führende Mitglieder der Muslimbruderschaft ebenfalls lange Haftstrafen.

  • Anschlag in Mogadischu mehrere Tote

    Bei einem Selbstmordanschlag in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind zahlreiche Menschen getötet worden. Die Nachrichtenagentur Reuters gibt die Zahl der Opfer mit zehn an. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei steuerte der Täter sein Fahrzeug in ein Restaurant und sprengte es in die Luft. Ein Wachmann hatte vergeblich versucht, ihn aufzuhalten. Zu dem Attentat bekannte sich zunächst niemand. - Erst gestern waren bei einem Anschlag der islamistischen Al-Schabaab-Miliz auf einen Bus mit UNO-Mitarbeitern sechs Menschen ums Leben gekommen.

  • Wetter: Vielfach sonnig und trocken, bis 23 Grad

    Das Wetter: Verbreitet sonnig, teils wolkig, 16 bis 23 Grad, an der Küste und in höheren Lagen kühler. Morgen im Norden und Osten bewölkt, gebietsweise Schauer. Sonst bei ähnlichen Temperaturen erneut sonnig. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag im Nordwesten sonnig und trocken.Im Südosten wolkig mit Schauern. 12 bis 20 Grad.

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