Nachrichten

Freitag, 27. Februar 2015 06:00 Uhr

  • Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrates zu Ukraine anberaumt

    Der UNO-Sicherheitsrat wird sich heute in einer Dringlichkeitssitzung mit der Situation in der Ukraine befassen. Wie Diplomaten mitteilten, will sich das Gremium in New York auf Bitten Deutschlands und Frankreichs mit der Umsetzung des Minsker Friedensabkommens beschäftigen. Wie es heisst, sollen zunächst zwei Vertreter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa über die Lage informieren. Gestern hatte die OSZE mitgeteilt, nach der weitgehenden Einhaltung der Feuerpause kehrten immer mehr Flüchtlinge aus Russland in die Ostukraine zurück. Nach den Separatisten begannen auch ukrainische Regierungstruppen damit, schwere Waffen von der Front abzuziehen.

  • US-Geheimdienstchef rechnet mit Angriff von Separatisten auf Marupol

    Der Nationale Geheimdienstdirektor der USA, Clapper, erwartet im Frühjahr mit einer Offensive der prorussischen Separatisten auf die ostukrainische Hafenstadt Mariupol. Bei einer Anhörung im US-Senat in Washington sagte Clepper, die Separatisten würden sich derzeit neu formieren. Die US-Geheimdieste gingen davon aus, dass Russlands Präsident Putin sich die Kontrolle über Teile der Ostukraine samt einem Landzugang zur Krim sichern wolle. Es gebe aber keine Erkenntnisse, dass er die Eroberung des ganzen Landes anstrebe.

  • Gauck für Verlängerung der Griechenland-Hilfen - Bundestag entscheidet

    Vor der heutigen Abstimmung im Parlament über eine Verlängerung des Hilfsprogramms für Griechenland hat Bundespräsident Gauck die sich abzeichnende Mehrheit begrüßt. Im Interview des Hörfunkprogramms MDR Info bezeichnete Gauck das Parlament als Verantwortungsbewusst und Deutschland als solidarisch. Das werde nicht nur durch gute Worte, sondern auch durch die Mittel deutlich, die die Bundesrepublik bereitstelle. - EU-Parlamentspräsident Schulz warf der griechischen Regierung in der "Rheinischen Post" vor, durch ihr Verhalten in den Verhandlungen über eine Verlängerung des Hilfsprogramms Vertrauen zu verspielen. Das Land brauche Investitionen und Wachstum, um Verbesserungen für die Menschen zu erreichen. Der Schlingerkurs der griechischen Regierung und Forderungen nach einem Schuldenschnitt brächten keinen Schritt weiter, meinte Schulz. Vor der Bundestagssitzung haben sich neben CDU, CSU und SPD auch die Grünen für das Paket ausgesprochen. Bei einer Probeabstimmung in der Unionsfraktion votierten nur 22 Abgeordnete mit Nein, fünf enthielten sich. Wir übertragen die Debatte ab neun Uhr als Livestream unter www.deutschlandradio.de sowie im Digitalradio.

  • Zentralrat der Muslime hält Ängste von Juden in Deutschland für berechtigt

    Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Mazyek, hat Ängste von Juden in Deutschland als berechtigt bezeichnet. In der "Berliner Zeitung" wies Mazyek zugleich darauf hin, dass er sich in aller Klarheit von den Übergriffen muslimischer Jugendlicher auf Juden distanziert habe. Richtig verstandener Islam sehe Antisemitismus und alle weiteren Formen des Rassismus als eine schwere Sünde an, betonte Mazyek. Er plädierte dafür, gemeinsam antisemitischen und antimuslimischen Strömungen entgegenzutreten. - Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Schuster, hatte gestern angesichts zunehmender Gewalt vor dem Tragen einer Kippa in Gegenden mit einem hohen Anteil muslimischer Bewohner gewarnt.

  • Unesco ruft Sicherheitsrat an wegen Zerstörung von Kulturgütern durch IS

    Die Unesco hat nach der Zerstörung assyrischer Statuen durch die Terrormiliz IS im Nordirak eine Krisensitzung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen gefordert. Unesco-Direktorin Bokova erklärte, sie habe die Sitzung beantragt, weil die Zerstörung des irakischen Kulturerbes in Zusammenhang stehe mit der Sicherheit des Landes. Ein Video im Internet zeigt, wie die Statuen in Mossul mit Hämmern zerschlagen werden. Die Taten werden damit gerechtfertigt, dass auch der Prophet Mohammed in Mekka Götterbilder beseitigt habe. Die irakische Regierung sprach von einem Verlust für die gesamte Menschheit. Bundesaußenminister Steinmeier betonte in Berlin, die Zerstörung religiöser Stätten im Irak sowie die Entführung von Christen in Syrien durch die Terrormiliz zeige erneut das barbarische und menschenverachtende Vorgehen des IS. Der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge wurden in den vergangenen Tagen mehr als 200 Christen aus mehreren Dörfern verschleppt.

  • UNO erreicht kaum noch Eingeschlossene in Syrien

    Die Vereinten Nationen dringen mit ihrer Lebensmittelhilfe praktisch nicht mehr zu den Zivilisten in Syrien durch. Von den 212 000 Belagerten hätten nur 304 Menschen im Januar mit Nahrung versorgt werden können, erklärte eine Vertreterin des entsprechenden Nothilfebüros vor dem UNO-Sicherheitsrat in New York. Es seien nur Notleidende in Jarmuk bei Damaskus erreicht worden, aber auch dort allein seien insgesamt 18 000 Menschen auf Hilfe angewiesen. Die Konfliktparteien in Syrien zerstörten die Infrastruktur, griffen Zivilisten gezielt an und töteten sie. Straflos könnten Morde und Entführungen, Blockaden und der Diebstahl lebenswichtigen Materials von Hilfstransportern begangen werden. Dieses System müsse durchbrochen werden, forderte die UNO-Mitarbeiterin.

  • Bin-Laden-Vertrauter wegen Anschlägen in Afrika verurteilt

    Fast 17 Jahre nach den Terroranschlägen auf US-Botschaften in Nairobi und Daressalam ist einer der damaligen Drahtzieher schuldig gesprochen worden. Vor einem Bundesgericht in New York hatte der 52-jährige al-Fauwas, der aus Saudi-Arabien stammt und als einer der engsten Vertrauter des Al-Kaida-Chefs Bin Laden galt, seine Unschuld beteuert. Die Geschworenen sahen es als erwiesen an, dass der Angeklagte Teil einer Verschwörung gegen US-Bürger war. Das Strafmaß wird später festgelegt. Bei den Bombenanschlägen auf die US-Botschaften waren am 7.August 1998 mehr als 220 Menschen getötet und fast fünftausend verletzt worden.

  • US-Blogger in Bangladesch getötet

    In Bangladesch haben Unbekannte einen islam-kritischen Blogger getötet und seine Ehefrau schwer verletzt. Wie die Polizei in der Hauptstadt Dhaka mitteilte, war das Paar nach der Rückkehr von einer Buchmesse mit Macheten angegriffen worden. Den Angaben zufolge war der US-Bürger schon früher bedroht und von Islamisten attackiert worden. 2013 kam es in Bangladesch zu Massenprotesten, als ein atheistischer Blogger von einer Islamistengruppe getötet worden war.

  • Zweite Verhandlungsrunde über Annäherung zwischen den USA und Kuba beginnt

    In Washington beginnt heute die zweite Verhandlungsrunde zwischen den USA und Kuba über eine Normalisierung der Beziehungen. Bei dem Treffen soll es vor allem um die geplante Wiedereröffnung von Botschaften gehen. Kuba fordert, dass es zuvor von der Liste der Staaten gestrichen wird, die die Regierung in Washington als Terrorunterstützer einstuft. Die erste Verhandlungsrunde fand im Januar in Havanna statt. - Die USA hatten die diplomatischen Beziehungen 1961 als Reaktion auf die kubanische Revolution zwei Jahre zuvor abgebrochen.

  • Gestohlener Picasso von Frankreich in die USA geschmuggelt

    In den USA ist nach fast 14 Jahren ein in Frankreich gestohlenes Picasso-Gemälde wieder aufgetaucht. Das Werk, dessen Wert auf mehrere Millionen Dollar geschätzt werde, sei fälschlicherweise als "Kunst oder Spielzeug" im Wert von 37 Dollar deklariert worden, teilte die zuständige New Yorker Staatsanwältin mit. Sie beantragte das 1911 entstandene kubistische Gemälde mit dem Titel "Die Friseurin" zu beschlagnahmen. Das Werk, soll im November 2001 als gestohlen gemeldet worden sein, nachdem es aus einem Lagerraum des Pariser Centre Pompidou verschwunden war.

  • Fußball-Europa-League: Wolfsburg im Achtelfinale

    In der Fußball-Europa-League hat der VFL Wolfsburg das Achtelfinale erreicht. Das Team spielte im Rückspiel bei Sporting Lissabon 0:0 unentschieden, hatte aber das Hinspiel mit 2:0 gewonnen. Dagegen schied Borussia Mönchengladbach durch eine 2:3-Niederlage gegen den SC Sevilla aus.

  • Wetter: Freitag wechselnd bewölkt, im Osten und Südosten örtlich Regen, 1 bis 10 Grad

    Das Wetter: Heute früh im Westen und in der Mitte Niederschläge, in höheren Lagen Schnee. Von der Ostsee bis zum Bodensee trocken und klar. Im Tagesverlauf auch im Osten örtlich Niederschläge. Temperaturen zwischen minus 6 Grad bis 10 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Samstag nach Nebelauflösung Wechsel von Sonne und Wolken und meist trocken. Gegen Abend im Westen und Nordwesten einzelne Schauer möglich. 4 bis 9 Grad. Der Seewetterdienst Hamburg teilt mit: Deutsche Nordseeküste: Süd bis Südost 5 bis 6, Böen bis 8.

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