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Dienstag, 21. Oktober 2014 20:00 Uhr

  • Pilotenstreik: Zwei Drittel aller Lufthansa-Flüge ausgefallen

    Wegen des Streiks der Piloten sind bei der Lufthansa heute zwei Drittel aller Flüge ausgefallen. Wie das Unternehmen weiter mitteilte, blieben beispielsweise in Frankfurt am Main fast alle Langstreckenmaschinen am Boden. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hatte den seit gestern dauernden Streik heute auf die Langstreckenverbindungen ausgeweitet. Der Ausstand soll noch bis Mitternacht dauern. Fluggäste müssen sich auf weitere Ausfälle diese Woche gefasst machen. Ein Sprecher der Vereinigung Cockpit sagte, die Gewerkschaft erwäge einen neuen Ausstand bis zum Wochenende, sollte sich im Tarifkonflikt nichts tun. In der Auseinandersetzung geht es um die Vorruhestandsregelungen für die Piloten. Eine Lufthansa-Sprecherin kritisierte, die Gewerkschaft habe bisher gar keine inhaltlichen Forderungen gestellt.

  • Urteil: Bundesregierung darf geplante Rüstungsexporte zunächst geheim halten

    Die Bundesregierung muss das Parlament nicht vorab über Rüstungsexporte informieren. Das entschied das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Bis zur abschließenden Genehmigung dürften solche Geschäfte geheim gehalten werden. Erst nach Abschluss des Verfahrens hätten die Abgeordneten ein Recht auf Auskunft. Der jährliche Rüstungsexportbericht reiche hier nicht aus. Begründen müsse die Regierung ihre Entscheidung aber nicht. Geklagt hatten die Grünen-Abgeordneten Ströbele, Roth und Keul. Anlass war die angebliche Genehmigung für die Lieferung von Kampfpanzern an Saudi-Arabien vor drei Jahren.

  • Strobl: Rot-Rot-Grün in Thüringen Signal für den Bund

    Nach der Empfehlung der SPD für ein rot-rot-grünes Bündnis in Thüringen erwartet der stellvertretende CDU-Vorsitzende Strobl eine Signalwirkung für den Bund. Die SPD könne nun eine Koalition mit der Linken im Bund nicht mehr glaubwürdig ausschließen, sagte Strobl der Deutschen Presse-Agentur. SPD-Generalsekretärin Fahimi sagte dagegen im Deutschlandfunk, Thüringen sei kein Modell für Berlin. Der Linken-Vorsitzende Riexinger wies die Kritik der Union als anachronistisch zurück. Thüringen sei kein Erbhof der CDU, sagte er der Zeitung "Neues Deutschland". In Thüringen läuft die Mitgliederbefragung der SPD über eine rot-rot-grüne Koalition. Die Antworten sollen bis Anfang November vorliegen. Kommt das Bündnis zustande, soll der Linken-Politiker Ramelow Ministerpräsident werden.

  • Ebola: USA verschärfen Einreisebestimmungen im Flugverkehr

    Die USA verschärfen nochmals ihre Sicherheitsvorkehrungen, um eine Ausbreitung von Ebola zu verhindern. Die Heimatschutzbehörde teilte mit, wer aus Liberia, Sierra Leone und Guinea in die Vereinigten Staaten fliegen wolle, dürfe künftig nur über fünf US-Flughäfen einreisen, nämlich New York und Newark sowie Washington, Atlanta und Chicago. Dort müssten sich die Passagiere einigen Tests unterziehen, unter anderem einer Fieber-Untersuchung. Die Vorkehrungen sollen morgen in Kraft treten. In Spanien hat eine Ebola-Patientin die Erkrankung inzwischen überwunden. Bei einer zweiten Blutanalyse seien keine Viren mehr festgestellt worden, teilte ein Ärzteteam in Madrid mit.

  • Aktivisten: Syrien verstärkt Luftangriffe auf Aufständische

    Die syrische Luftwaffe greift offenbar verstärkt Aufständische an. Die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, es habe seit gestern mehr als 200 Bombardements in mehreren Landesteilen gegeben. Dabei sollen zahlreiche Menschen getötet worden sein. Die Angaben lassen sich nicht überprüfen. - Die USA setzten ihre Luftangriffe auf Stellungen der IS-Miliz in Syrien und im Irak fort, wie das Zentralkommando in Florida mitteilte. Nach Angaben der Türkei sind bisher noch keine kurdischen Kämpfer aus dem Nordirak in Syrien eingetroffen. Es bestehe weiterer Diskussionsbedarf über die Route durch die Türkei, sagte Außenminister Cavusoglu, ohne Einzelheiten zu nennen. Die Regierung in Ankara hatte gestern zugesagt, Peschmerga-Kämpfern die Durchreise zu erlauben.

  • Ukrainische Armee soll Streubomben eingesetzt haben

    Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch wirft der ukrainischen Armee vor, im Kampf um die Stadt Donezk Streubomben eingesetzt zu haben. Dadurch sei Anfang Oktober auch ein Mitarbeiter des Internationalen Roten Kreuzes getötet worden, heißt es in einem Bericht der Organisation. Das ukrainische Militär wies die Vorwürfe zurück. Streubomben würden grundsätzlich nicht eingesetzt, da sie international geächtet seien, erklärte ein Armeesprecher. Die ukrainische Präsidentschaft will die Angaben dennoch überprüfen lassen. Die Munition ist umstritten, da sie sich vor dem Aufprall in viele kleinere Sprengsätze unterteilt und damit ganze Landstriche vermint.

  • Sacharow-Preis für Arzt aus dem Kongo

    Der Sacharow-Preis des Europäischen Parlaments geht in diesem Jahr an den kongolesischen Arzt Denis Mukwege. Das teilte Parlamentspräsident Schulz in Straßburg mit. Der 59-Jährige Gynäkologe habe sich mit seinem Einsatz für Opfer sexueller Gewalt verdient gemacht. Mukwege leitet ein Krankenhaus für Frauen und Mädchen im Osten des Kongo. Der Preis, der Ende November verliehen wird, ist mit 50.000 Euro dotiert.

  • Zypern will EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei blockieren

    Zypern will die Beitrittsverhandlungen der Europäischen Union mit der Türkei blockieren. Das habe Präsident Anastasiades beschlossen, teilte ein Regierungssprecher in Nikosia mit. Hintergrund ist der Streit zwischen Zypern und der Türkei um Gasvorkommen nahe der Insel. Die Regierung in Nikosia will das Gas fördern. Die Türkei meint, die Rohstoffe gehörten auch den türkischen Zyprern im Nordteil der Insel. Ankara schickte deshalb ein Forschungs- und ein Kriegsschiff zu der Fundstelle.

  • Flüchtlingsrechte verletzt: Urteil gegen Italien und Griechenland

    Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Italien und Griechenland gemeinsam wegen schwerer Verletzung des Flüchtlingsschutzes verurteilt. Die beiden Staaten hätten in einigen Fällen Asylgesuche nicht korrekt geprüft, hieß es zur Begründung. Damit gaben die Straßburger Richter vier Flüchtlingen aus Afghanistan recht, die zwischen 2007 und 2009 versucht hatten, in der EU Schutz zu finden. (Az: 16643/09)

  • Oscar Pistorius zu fünf Jahren Haft verurteilt

    Der südafrikanische Sportler Oscar Pistorius ist wegen fahrlässiger Tötung zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Pretoria befand, dass die Staatsanwaltschaft den Vorwurf des Mordes nicht zweifelsfrei belegt habe. Pistorius hatte seine Lebensgefährtin erschossen.

  • Frankfurter Börse: Dax mit Gewinnen

    Die Aktienbörse in Frankfurt am Main hat fester geschlossen. Der Leitindex Dax stieg um 1,9 Prozent auf 8.887 Punkte.

  • Wetter: Nachts Regen und Gewitter, 10 bis 2 Grad

    Das Wetter: In der Nacht Regen und Gewitter. 10 bis 2 Grad. Morgen bedeckt mit Schauern. Anhaltend stürmisch. Oberhalb von 600 bis 800 Metern Schneefall möglich. Später Wetterberuhigung. Temperaturen 7 bis 14 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag im Norden und Westen gelegentlich sonnig und meist trocken. Im Osten und Süden stark bewölkt, zeitweise Regen. 7 bis 14 Grad.

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