Nachrichten

Sonntag, 26. April 2015 06:00 Uhr

  • Zahl der Todesopfer nach Erdbeben in Nepal steigt auf über 1800

    Nach dem Erdbeben in Nepal ist die Zahl der Todesopfer auf mehr als 1.800 gestiegen. Wie die Regierung in Kathmandu mitteilte, wurden inzwischen 1.805 Tote sowie mindestens 4.718 Verletzte registriert. Es wird befürchtet, dass die Zahl der Opfer noch weiter steigt. Aus Angst vor weiteren Beben verbrachten viele Menschen die Nacht bei niedrigen Temperaturen und Niederschlägen im Freien. Im Basislager am Mount Everest kamen nach neuen Angaben 17 Menschen durch eine Lawine ums Leben, die durch das Beben ausgelöst wurde. Auch in den Nachbarländern Indien und Bangladesch gab es Tote, ebenso in China. Inzwischen ist die internationale Hilfe angelaufen. Die US-Regierung sagte Lieferungen im Umfang von einer Million Dollar zu. Neben dem selbst betroffenen Nachbarland Indien kündigte auch Pakistan an, Flugzeuge mit Lebensmitteln und Zelten, aber auch Ärzte und Notfallhelfer nach Nepal zu schicken. Die Vereinten Nationen und die Europäische Union kündigten Unterstützung an. Bundeskanzlerin Merkel sagte, die Bundesregierung sei bereit, nach Kräften zu helfen.

  • Entwicklungsminister Müller kündigt neue Afrika-Strategie an

    Als Konsequenz aus den Flüchtlingstragödien im Mittelmeer will Bundesentwicklungsminister Müller die Hilfen für Afrika neu organisieren. Er sagte der "Welt am Sonntag", dafür wolle er die Wirtschaft in die Pflicht nehmen. Es werde Zeit, dass den afrikanischen Produzenten faire Preise gezahlt würden. Viel zu lange habe Europa den afrikanischen Kontinent mit ausgebeutet, kritisierte der CSU-Politiker. Man habe wertvolle Ressourcen zu Niedrigstpreisen bekommen und den Arbeitskräften Sklavenlöhne gezahlt. Die Unternehmen rief Müller auf, sich bei der beruflichen Ausbildung zu engagieren und in afrikanischen Ländern stärker zu investieren. Mit einigen zusätzlichen Milliarden für die Entwicklungshilfe seien die Herausforderungen nicht zu bewältigen, betonte der Minister. Das alte System vom reichen Europa und dem armen Afrika habe keine Zukunft.

  • Bericht: BND informierte Kanzleramt schon 2008 über NSA-Vorgehen

    Der Bundesnachrichtendienst soll das Kanzleramt schon 2008 über Spionageabsichten des US-Geheimdienstes NSA informiert haben. Das berichtet die "Bild am Sonntag". Der BND stellte demnach Täuschungsversuche seitens der NSA fest und informierte die Bundesregierung in einem streng vertraulichen Bericht darüber. Ein weiteres Mal habe der BND im Jahr 2010 vor den Absichten des amerikanischen Geheimdienstes gewarnt. Bisher hatte es geheißen, das Kanzleramt als Aufsichtsbehörde sei erst kürzlich informiert worden. Der damalige Kanzleramtschef und heutige Bundesinnenminister de Maizière wollte sich laut der Zeitung nicht dazu äußern.

  • FBI untersucht mögliche IS-Pläne für Anschlag in Kalifornien

    Das FBI hat angeblich einen Plan der Terrormiliz Islamischer Staat für einen Anschlag in Kaliforien aufgedeckt. Der Fernsehsender CNN berichtet, die US-Bundespolizei gehe entsprechenden Hinweisen nach. Die Ermittlungen seien eingeleitet worden, nachdem eine verdächtige Kommunikation mitgeschnitten worden sei. Der Sender beruft sich auf Informationen aus den Sicherheitsbehörden. Die Sicherheitsvorkehrungen in einzelnen Teilen Kaliforniens wurden demnach erhöht. Das FBI hat sich noch nicht zu dem Bericht geäußert.

  • Ausschreitungen bei Protesten gegen Polizeigewalt in Baltimore

    Bei Protesten nach dem Tod eines Schwarzen in Polizeigewahrsam ist es in der US-Metropole Baltimore zu Ausschreitungen gekommen. Laut Medienberichten wurden Polizeiwagen beschädigt, Polizisten mit Steinen und Wasserflaschen beworfen und als "Mörder" beschimpft. Zuvor hatten etwa 1.200 Menschen an einem friedlichen Protestmarsch teilgenommen. Ein 25 Jahre alter Afroamerikaner hatte am 12. April eine Rückenmarkverletzung erlitten, während er nach seiner Festnahme in einem Polizei-Van aufs Revier gebracht wurde. Nach Angaben der Behörden fiel er später ins Koma und starb. Die beteiligten sechs Polizisten wurden vom Dienst suspendiert. Das Justizministerium leitete Ermittlungen wegen einer möglichen Verletzung der Bürgerrechte ein.

  • Vorgezogene Präsidentschaftswahl in Kasachstan

    In Kasachstan hat die vorgezogene Präsidentschaftswahl begonnen. Es gilt als sicher, dass Präsident Nasarbajew mit großer Mehrheit im Amt bestätigt wird. Er regiert das Land seit der Unabhängigkeit 1991. Neben dem 74-Jährigen treten noch zwei weitere Kandidaten an, die aber als reine Zählkandidaten gelten. Die Wahllokale schließen um 16 Uhr unserer Zeit.

  • Wetter: Am Sonntag Schauer, 11 bis 22 Grad

    Das Wetter: Wolkig und vor allem nördlich des Mains gebietsweise schauerartiger Regen. Höchstwerte zwischen 11 Grad in Westniedersachsen und bis 22 Grad im Südosten. Die weiteren Aussichten: Am Montag weitere Niederschläge bei 10 bis 24 Grad.

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