Nachrichten

Sonntag, 21. Dezember 2014 18:00 Uhr

  • Schwere Sicherheitsmängel am Flughafen Frankfurt

    Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main gibt es nach einem Medienbericht gravierende Sicherheitsrisiken. Prüfern der EU-Kommission bei jedem zweiten Versuch gelungen ist, Waffen oder andere gefährliche Gegenstände durch die Passagierkontrolle zu schmuggeln, schreibt die Zeitung "Bild am Sonntag". In dem als geheim eingestuften Bericht der Brüsseler Behörde werde kritisiert, dass das Personal externer Dienstleister schlecht geschult sei. So könnten die Mitarbeiter die Röntgenbilder bei den Handgepäckkontrollen nicht richtig deuten. Ein Sprecher des Flughafens erklärte, man nehme das Thema sehr ernst. 2.500 Mitarbeiter würden derzeit neu geschult. Von Seiten der Bundespolizei hieß es, die Kontrollen der Passagiere seien verstärkt worden. Daher komme es zu längeren Wartezeiten. Die EU-Kommission bestätigte die Prüfung, äußerte sich aber nicht zu den Ergebnissen. Die Brüsseler Behörde könnte Frankfurt zum "Non-Schengen-Airport" erklären. Passagiere würden dann vor der Einreise in andere EU-Staaten ein zweites Mal kontrolliert.

  • Tillich kritisiert Pegida: "Nicht zum Dialog bereit"

    Der sächsische Ministerpräsident Tillich hat den Pegida-Organisatoren vorgeworfen, sich der Suche nach Lösungen für die angeprangerten Probleme zu entziehen. Die Anführer der Proteste zeigten keinerlei Bereitschaft zum Dialog, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Sie äußerten einseitig ihre Meinung, verweigerten aber die Diskussion mit der Kommunal- und Landespolitik. Tillich kündigte an, auf die Teilnehmer der Pegida-Demonstrationen zuzugehen. Vielen gehe es gar nicht um die Themen Asyl und Flüchtlinge. Sie wollten vielmehr eine generelle Unzufriedenheit mit der Politik zum Ausdruck bringen. Die SPD-Generalsekretärin Fahimi hielt den Veranstaltern der Pegida-Proteste vor, den Boden für fremdenfeindliche Gewalt zu bereiten. In der "Welt am Sonntag" bezeichnete sie sie als "geistige Brandstifter". Fahimi fügte hinzu, vor einer vermeintlichen Islamisierung des Abendlandes zu warnen, sei purer Populismus.

  • Moschee-Neubau in Dormagen mit Hakenkreuzen beschmiert

    Mit Hakenkreuzen und fremdenfeindlichen Sprüchen haben Unbekannte den Rohbau einer Moschee in Dormagen beschmiert. Wie die Polizei der nordrhein-westfälischen Stadt mitteilte, wurde die Tat an diesem Wochenende verübt. Der Staatsschutz ermittelt. Im baden-württembergischen Rottenburg wurde nach einem möglicherweise rechtsextrem motivierten Angriff auf zwei Afrikanerinnen ein Mann in Untersuchungshaft genommen. Dieser soll die beiden Frauen grundlos angepöbelt und geschlagen haben. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich in einem Regionalzug in Niederbayern. Dort wurde ein junger Mann aus Mali von drei Personen am Kopf verletzt. Die Täter flüchteten unerkannt. Die Kriminalpolizei Straubing richtete eine Ermittlungsgruppe ein.

  • IS-Kämpfer hingerichtet - Strafe für Niederlage im Irak?

    Die Terrormiliz IS soll nicht nur in Syrien, sondern auch im Irak eigene Kämpfer getötet haben. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wurden in der Stadt Mossul 45 IS-Mitglieder hingerichtet. Augenzeugen zufolge sollen sie für eine Niederlage im Sindschar-Gebirge bestraft worden sein. In der vergangenen Woche waren sie vor kurdischen Peschmerga-Kämpfern aus dem Gebirge geflohen. Berichte über eine ähnliche Strafaktion des IS gab es gestern bereits aus der syrischen Stadt Rakka. Dort soll die Miliz 100 ausländische Dschihadisten hingerichtet haben, die in ihre Heimat zurückkehren wollten.

  • Mutmaßlicher Islamist in Frankreich nach Angriff auf Polizisten erschossen

    In Frankreich sind nach einem Angriff auf Polizisten die Sicherheitsvorkehrungen verschärft worden. Innenminister Cazeneuve rief Polizei und Feuerwehr zu erhöhter Wachsamkeit auf. In der Stadt Joué-lès-Tours hatte ein zum Islam konvertierter Mann mehrere Beamte mit einem Messer verletzt. Dabei soll er "Allahu Akbar" - "Gott ist groß" - gerufen haben, bevor er von einem Polizisten erschossen wurde. Die Anti-Terror-Einheit der Pariser Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen.

  • USA prüfen Aufnahme Nordkoreas in Terrorliste

    Die USA erwägen, Nordkorea nach mehreren Jahren wieder auf die Liste der Terror-Unterstützerstaaten zu setzen. Eine solche Prüfung sei im Gange, sagte der amerikanische Präsident Obama dem Fernsehsender CNN. Er stufe den Hackerangriff auf das Filmstudio Sony Pictures allerdings nicht als Kriegsakt, sondern als Vandalismus ein. Die Vereinigten Staaten machen Nordkorea für die Cyber-Attacke verantwortlich. Nach Drohungen der Hacker hatte das Filmstudio einen satirischen Film zurückgezogen, in dem es um die geplante Ermordung des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un geht. Die Regierung in Pjöngjang wies den Vorwurf zurück, Urheber des Cyber-Angriffs zu sein und drohte den USA mit einer Militäraktion.

  • Zwei Polizisten in New York von schwarzem Amerikaner erschossen

    In New York hat ein Afroamerikaner zwei Polizisten erschossen - möglicherweise als Reaktion auf Fälle polizeilicher Gewalt gegen Schwarze in den USA. Nach Angaben der Behörden tauchte der Täter neben einem Streifenwagen auf und schoss den Beamten ohne Vorwarnung in den Kopf. Er flüchtete und tötete sich anschließend selbst. Die Arbeit der US-Polizei hat in den vergangenen Wochen Proteste ausgelöst. In zwei Fällen waren schwarze Verdächtige von Beamten getötet worden, ohne dass dies eine Anklage zur Folge gehabt hätte.

  • Russland gründet Regierungskommission für Ostukraine

    Russland hat eine Regierungskommission für die Unterstützung der Regionen Donezk und Lugansk in der Ostukraine gegründet. Einer in Moskau veröffentlichten Anordnung von Regierungschef Medwedew zufolge werden aus 15 russischen Ministerien jeweils stellvertretende Minister mit der Arbeit in der Kommission betraut. Damit stellt Russland seine Unterstützung der von der Ukraine abtrünnigen Gebiete erstmals auf eine offizielle Ebene. Das Gremium soll die Hilfe für das vom Krieg gezeichnete Gebiet sowie den Wiederaufbau dort koordinieren.

  • Rumäniens neuer Präsident Iohannis im Amt

    Der neue rumänische Präsident Iohannis hat vor dem Parlament in Bukarest den Amtseid abgelegt. Der 55-Jährige versprach dabei, die Korruption zu bekämpfen und die Nation zu stärken. Der deutschstämmige Politiker war bislang Bürgermeister der Stadt Sibiu. Er hatte Mitte November überraschend Regierungschef Ponta in der Stichwahl um das Präsidentenamt geschlagen. Iohannis strebt engere Beziehungen zu Deutschland, der Europäischen Union und den USA an.

  • Tunesier wählen neuen Präsidenten

    In Tunesien haben heute Präsidentenwahlen stattgefunden. Zu der Abstimmung waren 5,3 Millionen Menschen aufgerufen. Diese konnten sich zwischen dem amtierenden Übergangspräsidenten Marzouki und dem früheren Regierungschef Essebsi entscheiden. Ergebnisse werden morgen erwartet. Es ist das erste Mal, dass die Tunesier ihr Staatsoberhaupt frei und direkt bestimmen konnten.

  • Ägypten öffnet Grenzübergang Rafah für Ausreise aus dem Gazastreifen

    Ägypten hat erstmals seit Wochen den Grenzübergang Rafah geöffnet und etwa 200 Menschen aus dem Gazastreifen ins Land gelassen. Nach Angaben der palästinensischen Behörden durften allerdings nur Kranke einreisen, die eine Bescheinigung des Gesundheitsministeriums vorweisen konnten. Morgen sollen Studenten folgen, die im Ausland studieren. Rafah ist der einzige Grenzübergang zum Gazastreifen, der nicht von Israel kontrolliert wird. Ende Oktober wurde er nach einem Bombenangriff auf der Sinai-Halbinsel geschlossen. Seither hat Ägypten ihn zweimal kurz geöffnet - allerdings nur für Palästinenser, die in den Gazastreifen zurückkehren wollten, nicht für Reisende in Richtung Ägypten.

  • Literaturnobelpreis-Jury wird erstmals von einer Frau geführt

    An der Spitze der Schwedischen Akademie, die den Literaturnobelpreis vergibt, soll erstmals in der 200-jährigen Geschichte eine Frau stehen. Der scheidende Leiter Englund teilte in Stockholm mit, neue Ständige Sekretärin des Gremiums werde die Literaturwissenschaftlerin Sara Danius. Die 52-Jährige tritt das Amt im Mai kommenden Jahres an. Sie gehört der Schwedischen Akademie seit einem Jahr an.

  • Fußball: Berlin verliert deutlich gegen Hoffenheim

    In der Fußball-Bundesliga gab es folgendes Ergebnis: Berlin - Hoffenheim 0 : 5. Im zweiten Sonntagsspiel stehen sich Freiburg und Hannover gegenüber.

  • Wetter: Am Montag unbeständig mit Regen, im Süden zeitweise Aufheiterungen

    Das Wetter: In der Nordhälfte Deutschlands regnerisch, in höheren Lagen etwas Schnee, im Süden weitgehend trocken. Nachtwerte zwischen 8 und 2 Grad. Am Tag weiter unbeständig, im Süden zeitweise Aufheiterungen. 8 bis 12 Grad. Die weiteren Aussichten: Kaum Wetter- und Temperaturänderungen. Der Seewetterdienst Hamburg teilt mit: Deutsche Nord- und Ostseeküste: West bis Südwest 5 bis 6, Böen bis 8.

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