Nachrichten

Dienstag, 28. April 2015 20:00 Uhr

  • Nepal: Internationale Hilfsflüge erreichen Nepal nur schleppend

    Nach dem Erdbeben in Nepal ist die humanitäre Lage angespannt. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind 1,4 Millionen Menschen auf Nahrungsmittel und Trinkwasser angewiesen. Nachschub an Hilfsgütern verzögert sich jedoch, weil der einzige internationale Flughafen des Landes überlastet ist. Erste Helfer haben mittlerweile auch abgelegene Dörfer im Katastrophengebiet erreicht. Weiterhin erschweren jedoch Nachbeben die Rettungsarbeiten. In einer Ortschaft im Bezirk Gorkha ging eine Lawine nieder. Dort werden bis zu 250 Menschen vermisst. In der Hauptstadt Kathmandu harren Überlebende in Zelten aus. Nach Angaben der Regierung hat eine Viertelmillion Menschen die Stadt aus Angst vor weiteren Beben bereits verlassen. In offiziellen Berichten ist inzwischen von bis zu 5.000 Toten die Rede. Am Mount Everest befreiten Rettungsmannschaften unterdessen alle Bergsteiger befreit, deren Abstiegsroute blockiert war. Die örtliche Polizei sprach von mehr als 200 Geretteten.

  • EU-Kommission will Anti-Terrorzentrum bei Europol schaffen

    Die EU-Kommission hat Vorschläge für eine bessere Zusammenarbeit von Polizei und Geheimdiensten in Europa unterbreitet. Die Brüsseler Behörde will dazu bei der Polizeibehörde Europol ein Anti-Terrorzentrum schaffen. Ziel ist es, den besseren Austausch von Informationen unter den Mitgliedstaaten etwa über Dschihad-Kämpfer und die Terror-Finanzierung zu ermöglichen. Zwar lägen Fragen der inneren Sicherheit primär in der Kompetenz der Mitgliedstaaten, erklärte die EU-Kommission. Europa müsse aber besser zusammenarbeiten, um sich Bedrohungen seiner Bevölkerung und Werte entgegenzustellen. Verwiesen wurde darauf, dass die jüngsten Anschläge über die Grenzen hinweg koordiniert worden seien.

  • Merkel mahnt solidarische Verteilung von Flüchtlingen in der EU an

    Angesichts steigender Flüchtlingszahlen hat Bundeskanzlerin Merkel mehr Solidarität bei der Verteilung der Ankömmlinge auf die EU-Staaten verlangt. Ausschlaggebend dürften nicht nur die Bevölkerungszahl und die wirtschaftliche Stärke eines Landes sein, sagte Merkel nach einem Treffen mit der dänischen Ministerpräsidentin Thorning-Schmidt in Kopenhagen. Zur Kritik an den Ergebnissen des EU-Sondergipfels zur Flüchtlingsfrage sagte die Kanzlerin, es habe sich um einen ersten wichtigen Schritt gehandelt. Deutschland, Dänemark und andere Länder hätten zusätzliche Kapazitäten angeboten, um Italien zu helfen. Man habe nicht die Lösung des gesamten Problems erwarten können, betonte Merkel.

  • Sozialverband: Soziale Spaltung in Deutschland wird tiefer

    Trotz der vergleichsweise guten wirtschaftlichen Lage in Deutschland vergrößert sich die Kluft zwischen Arm und Reich. Vom wachsenden Wohlstand profitierten immer weniger Menschen, sagte der Vorsitzende des Paritätischen Gesamtverbandes, Rosenbrock, in Berlin. Laut dem Jahresgutachten des Verbandes stieg die Armutsquote innerhalb eines Jahres von 14 auf 15,5 Prozent. In Deutschland gilt als arm, wer über weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens verfügt. Das sind 892 Euro pro Monat. Deutschland sei das Land mit der höchsten Vermögensungleichheit innerhalb der Euro-Zone, sagte Rosenbrock.

  • Tarifverhandlungen bei der Post vertagt - neue Warnstreiks angekündigt

    Die Tarifverhandlungen bei der Deutschen Post sind erneut vertagt worden. Wie in Siegburg bei Bonn mitgeteilt wurde, gab es zwischen der Gewerkschaft Verdi und der Unternehmensleitung keinerlei Annäherung. Beide Seiten haben sich für den 8. und 9. Mai zu weiteren Gesprächen in Berlin verabredet. Ungeachtet dessen wurden Warnstreiks angekündigt. Diese können nach Gewerkschaftsangaben kurzfristig angesetzt werden. Für die 140.000 Beschäftigten verlangt Verdi eine Absenkung der wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Dies lehnt die Post ab.

  • Deutsche Bank: Strafprozess gegen Ko-Vorsitzenden Fitschen beginnt

    Der Ko-Vorsitzende der Deutschen Bank, Fitschen, und vier ehemalige Vorstände stehen seit heute wegen versuchten Prozessbetrugs vor dem Landgericht München. Die Manager sollen 2011 in einem Verfahren zwischen den Erben des Medienunternehmers Kirch und der Deutschen Bank falsche Angaben gemacht haben, um die Bank vor Schadenersatzforderungen zu bewahren. Die Beschuldigten weisen die Vorwürfe zurück. Ihnen drohen bis zu zehn Jahre Haft.

  • Kosovo will Asylbewerber zur Rückkehr aus Deutschland bewegen

    Das Kosovo will sich um eine baldige Rückkehr der mehr als 20.000 Asylbewerber bemühen, die seit Beginn des Jahres in Deutschland Zuflucht gesucht haben. Dies sagte Ministerpräsident Mustafa in Pristina Bundesaußenminister Steinmeier zu. Zugleich erklärte der Regierungschef, Ziel müsse es sein, vor allem jungen Leuten eine Perspektive zu schaffen, um eine neue Ausreisewelle zu vermeiden. Mustafa kündigte dazu unter anderem die Schaffung von weiteren Arbeitsplätzen sowie Existenzgründungsprogramme an. Zugleich bat er Steinmeier um eine Lockerung der Visa-Regeln, damit zum Beispiel Schüler und Studenten leichter nach Deutschland kommen könnten. In Deutschland werden die Asylgesuche bis auf wenige Ausnahmen abgelehnt, weil die Behörden die Kosovaren nicht als politisch verfolgt ansehen. Zuvor hatte Steinmeier bei einem Besuch in Belgrad Serbien weitere Unterstützung auf dem Weg in die Europäische Union versprochen.

  • Iran bringt dänischen Frachter im Persischen Golf auf

    Im Persischen Golf hat der Iran ein Frachtschiff der dänischen Reederei Maersk aufgebracht. Nach amerikanischer Darstellung feuerten die Revolutionsgarden über den Bug des Container-Schiffes, das in der Straße von Hormus unterwegs gewesen sei. Der Frachter fährt unter Flagge der Marshall-Inseln und wurde zum Hafen von Bandar Abbas geleitet. Möglicherweise war er in iranisches Hoheitsgebiet eingedrungen. Das Container-Schiff hatte einen Hilferuf abgesetzt, der von US-Streitkräften in der Gegend aufgenommen wurde. An Bord befinden sich 24 Besatzungsmitglieder; diese stammen vor allem aus Osteuropa und Asien.

  • Burundi: Gewaltsame Proteste gegen Staatspräsidenten halten an

    Im ostafrikanischen Burundi halten die gewaltsamen Proteste gegen Präsident Nkurunziza an. Tausende Demonstranten sprachen sich in der Hauptstadt Bujumbura gegen seine Kandidatur für eine dritte Amtszeit aus. Es kam zu Straßenkämpfen mit der Polizei. Mindestens 5.000 Menschen sollen bereits aus Burundi geflohen sein. Am Wochenende hatte Nkurunziza angekündigt, für eine weitere Amtszeit zu kandidieren. Die Opposition hält das für verfassungswidrig. Der amtierende Präsident hatte vor zehn Jahren einen Bürgerkrieg zwischen den Volksgruppen Hutu und Tutsi beendet. Wegen der jetzigen Gewalt wächst die Sorge, dass die Ethnien wieder gegeneinander aufgehetzt werden. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon entsandte einen Sonderbeauftragten nach Burundi.

  • WWF warnt vor weltweiter Zerstörung des Waldes

    Die Umweltschutzorganisation WWF warnt vor einer anhaltenden weltweiten Waldzerstörung. In den kommenden 15 Jahren könnten Flächen verloren gehen, die fünfmal so groß seien wie Deutschland, heißt es in einem aktuellen Bericht. Mit den größten Verlusten müsse in den Tropen gerechnet werden, unter anderem im Amazonas-Gebiet und in der Mekong-Region. Als Hauptgrund für die Rodungen nannte der WWF die industrielle Landwirtschaft, etwa zum Anbau von Soja, sowie die Suche nach Bodenschätzen. Viele der Produkte, die durch eine Entwaldung gewonnen würden, hätten ihren Markt in Europa. Der WWF forderte nachdringlich, die Wälder zu schützen. Diese würden das Klima stabilisieren, indem sie große Mengen des Treibhausgases CO2 aufnähmen.

  • Börse: Dax mit Verlusten

    Der Deutsche Aktienindex in Frankfurt am Main hat mit Verlusten geschlossen. Er verlor 1,9 Prozent und ging mit 11.812 Punkten aus dem Handel.

  • Wetter: Am Mittwoch nach Nebelauflösung verbreitet sonnig, 13 bis 18 Grad

    Das Wetter: Nachts rasch abklingende Schauer. Teils aufgelockert, teils gering bewölkt oder klar. Später örtlich Nebel. Tiefstwerte an den Küsten um 4, sonst 3 bis minus 3 Grad. Am Tag nach Auflösung von Nebelfeldern verbreitet sonnig. Ab mittags von Nordwesten und Westen her Wolkenverdichtung. Temperaturen 13 bis 18 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag Schauer oder Gewitter. Im Süden auch längere Zeit Regen. 9 bis 16 Grad.

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