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Dienstag, 2. September 2014 13:00 Uhr

  • UNO: Mehr als eine halbe Million Flüchtlinge in der Ukraine

    In der Ukraine ist die Zahl der Flüchtlinge nach UNO-Angaben auf eine halbe Million gestiegen. Die Zahl hat sich damit binnen drei Wochen verdoppelt, wie das Flüchtlingswerk UNHCR in Genf mitteilte. Mindestens 260.000 Menschen seien in andere Landesteile geflohen. Ebenso viele Personen hätten in Russland Asyl gesucht. Moskau sprach sogar von 800.000 Ukrainern, die seit Januar über die Grenze gekommen seien. UNO-Flüchtlingskommissar Guterres äußerte sich besorgt, dass die Zahl der Flüchtlinge wegen anhaltender Kämpfe um Donezk und Lugansk weiter steige. Der gesamten Region drohe eine Destabilisierung. Nach Angaben des ukrainischen Militärs wurden bei neuen Kämpfen mit prorussischen Separatisten 15 Armeeangehörige getötet. Die Bundeswehr bringt heute erstmals verletzte ukrainische Soldaten zur medizinischen Behandlung nach Deutschland. Sie sollen in Kliniken in Berlin, Hamburg, Ulm und Koblenz versorgt werden.

  • Russland plant Überarbeitung der Militärdoktrin

    Russland will auf eine stärkere Präsenz von Nato-Truppen in Osteuropa mit einer Anpassung seiner Verteidigungspolitik reagieren. Der Vizechef des russischen Sicherheitsrats, Popow, sagte der Nachrichtenagentur RIA Nowosti, die Militärdoktrin solle bis zum Jahresende überarbeitet werden. Er habe keinen Zweifel daran, dass eine Ausweitung der Nato-Aktivitäten ihren Platz unter den äußeren militärischen Bedrohungen finden werde. Alle Fakten wiesen darauf hin, dass die USA und die Nato die Beziehungen zu Russland verschlechtern wollten. - Die Nato-Mitgliedstaaten wollen sich am Donnerstag auf ihrem Gipfeltreffen in Wales mit einer stärkeren Truppenpräsenz befassen. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon äußerte sich mit Blick auf den Konflikt in der Ukraine skeptisch. Die westlichen Staaten sollten wissen, dass es keine militärische Lösung gebe, sagte er bei einem Besuch in Neuseeland. - Die EU will bis Freitag über neue Strafmaßnahmen gegen Russland entscheiden. Die Kommission arbeite derzeit an einem verstärkten Paket von Wirtschaftssanktionen, sagte die designierte EU-Außenbeauftragte Mogherini.

  • Nach Warnstreik: Bahn und GDL beschuldigen sich gegenseitig

    Nach dem gestrigen Warnstreik bei der Bahn beschuldigen sich die Konfliktparteien gegenseitig. Ein Sprecher der Bahn sagte dem MDR-Rundfunk, die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer hätte angekündigt, den Güterverkehr treffen zu wollen. Dann sei aber der Fern- und Nahverkehr in Mitleidenschaft gezogen worden. Die GDL habe die Kunden in die Irre geführt. Die GDL wies den Vorwurf zurück und erklärte, die Reisenden seien rechtzeitig informiert worden. Gewerkschaftschef Weselsky sagte, die Bahn habe gezielte Falschmeldungen in Umlauf gebracht. - Mittlerweile hat sich der Zugverkehr weitestgehend normalisiert. Die Gewerkschaft drohte jedoch mit weiteren Warnstreiks.

  • Fahrdienst Uber will sich gegen Verbot wehren

    Der Fahrdienst Uber will sich gegen das bundesweite Verbot seines Angebots wehren. Das Unternehmen erklärte, man werde Widerspruch gegen die Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main einlegen. Fortschritt und Innovation dürften nicht ausgebremst werden. Das Gericht hatte in einem Eilverfahren eine einstweilige Verfügung erlassen, nach der Uber ohne eine Genehmigung nach dem Personenbeförderungsgesetz keine Fahrgäste befördern darf. Bei Zuwiderhandlung droht ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro. In der Begründung hieß es, das Unternehmen betreibe unlauteren Wettbewerb. Klägerin war die Taxi Deutschland Servicegesellschaft, die das Urteil begrüßte. - Uber vermittelt per Smartphone-App private Fahrer, das Taxigewerbe sieht darin eine unlautere Konkurrenz.

  • Grütters weiht Denkmal gegen "Euthanasie"-Morde der Nazis ein

    In Berlin ist ein Denkmal für die Opfer der sogenannten Euthanasie-Morde in der NS-Zeit eröffnet worden. Am ehemaligen Standort der Dienststelle in der Tiergartenstraße, die den Mord an schätzungsweise 300.000 Insassen von Heil- und Pflegeanstalten organisierte, wurde eine 24 Meter lange Glaswand enthüllt. Bei der Einweihung des Denkmals sagte Kulturstaatsministerin Grütters, die Unterscheidung zwischen 'lebenswertem' und 'lebensunwertem' Leben durch die Nationalsozialisten sei unfassbar menschenverachtend gewesen.

  • UNO warnt vor Nahrungsmittelkrise in Westafrika

    Die Vereinten Nationen warnen wegen der Ebola-Epidemie vor einer Nahrungsmittelknappheit in Westafrika. Die Ausbreitung der Krankheit schränke die Nahrungsversorgung in den am meisten betroffenen Staaten Liberia, Sierra Leone und Guinea ein, teilte die Welternährungsorganisation der UNO mit. Viele Familien könnten sich den Kauf von Lebensmitteln nicht mehr leisten. So sei in der liberianischen Hauptstadt Monrovia der Preis für das Grundnahrungsmittel Maniok in den ersten Augustwochen um 150 Prozent gestiegen. Das Problem dürfte sich laut WHO in den kommenden Monaten weiter verschärfen und den Kampf gegen die Ausbreitung der Seuche zusätzlich erschweren. Das Welternährungsprogramm stellte 65.000 Tonnen Lebensmittel bereit. - In Westafrika sind an Ebola bereits mehr als 1.500 Menschen gestorben.

  • Amnesty International wirft Terrormiliz Massenmorde vor

    Amnesty International wirft der Terrormiliz IS im Nordirak Kriegsverbrechen in großem Umfang vor. Dazu gehörten Massenmorde, Entführungen und die systematische Vertreibung ethnischer und religiöser Minderheiten, heißt es in einem in London veröffentlichten Bericht. Ziel sei es, alle Spuren nicht-arabischer und nicht-sunnitischer Gesellschaften auszulöschen. So seien möglicherweise allein tausende Angehörige der Jesiden verschleppt worden. Im Gebiet um die Stadt Sindschar habe es im August Massenerschießungen mit hunderten Opfern gegeben.

  • Unesco: Mehr als 780 Millionen Erwachsene können nicht lesen

    Weltweit gibt es nach Angaben der Unesco mehr als 780 Millionen Menschen, die weder lesen noch schreiben können. Das Ziel der Weltgemeinschaft, bis 2015 die Analphabetenrate bei Erwachsenen um die Hälfte zu reduzieren, werde nicht erreicht, teilte die deutsche Unesco-Kommission in Bonn mit. Zwei Drittel der Analphabeten, rund 496 Millionen, sind Frauen und Mädchen. Dieser Anteil blieb laut Unesco seit 1990 unverändert. 250 Millionen Kinder weltweit sind nicht in der Lage, einen Text zu lesen und Wörter zu schreiben, obwohl sie mindestens vier Jahre eine Schule besucht haben.

  • Anschlag auf dem Sinai mit mindestens zehn Toten

    Bei einem Anschlag in Ägypten sind mindestens zehn Sicherheitskräfte getötet worden. Nach Angaben der Behörden detonierte der Sprengsatz in einem Dorf auf der Sinai-Halbinsel an der Grenze zum Gazastreifen. Dabei seien zwei Männer sofort gestorben. Die anderen seien erschossen worden, als sie versuchten zu fliehen. - Seit dem Sturz des früheren Präsidenten Mursi kommt es in der Region vermehrt zu Anschlägen auf das Militär und die Polizei. Die Sicherheitskräfte gehen dort gegen Extremisten vor.

  • Bastian Schweinsteiger neuer Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft

    Bastian Schweinsteiger wird neuer Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Das gab Bundestrainer Joachim Löw in Düsseldorf bekannt. Der bisherige Kapitän Philipp Lahm war nach der Weltmeisterschaft in Brasilien zurückgetreten. - Die Nachfolge von Assistenztrainer Hans Flick tritt der Stuttgarter Thomas Schneider an.

  • Wetter: Teils bewölkt, teils sonnig, 17 bis 24 Grad

    Das Wetter: Wechselnd bis stark bewölkt. In der Mitte und im Osten zeitweise Regen, sonst nur vereinzelt Schauer. Im Norden, Westen und im Südwesten teils länger sonnig. Höchstwerte zwischen 17 Grad im Südosten und 23 Grad am Rhein. Morgen in der Nordhälfte sonnig, in der Südhälfte zunächst bewölkt, später gebietsweise Wolkenauflockerungen. Temperaturen 17 bis 25 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag überwiegend sonnig, später etwas bewölkt. 20 bis 27 Grad.

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