Nachrichten

Montag, 20. April 2015 02:00 Uhr

  • Flüchtlingsunglück hat möglicherweise 900 Tote gefordert

    Durch die jüngste Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer sind möglicherweise mehr Menschen ums Leben gekommen als bisher angenommen. Ein Überlebender sagte der italienischen Staatsanwaltschaft, auf dem vor Libyen gekenterten Boot hätten sich nicht 700, sondern 950 Menschen befunden. Viele von ihnen seien im Laderaum eingesperrt gewesen. 28 wurden gerettet. In Luxemburg wollen die Außenminister der Europäischen Union heute über Konsequenzen aus dem Unglück beraten. EU-Ratspräsident Tusk erwägt zudem, einen Krisengipfel einzuberufen. Unter anderem Griechenland und Italien hatten ein Treffen der 28 Staats- und Regierungschefs gefordert. EU-Parlamentspräsident Schulz nannte es eine Schande und ein Armutszeugnis, wie wenig Geld für Rettungseinsätze auf dem Mittelmeer bereitgestellt werde und wie viele Länder vor Verantwortung wegliefen.

  • Finnland vor Regierungswechsel: Zentrumspartei gewinnt Parlamentswahl

    Finnland steht vor einem Regierungswechsel. Bei der Parlamentswahl wurde laut offiziellem Endergebnis die liberale Zentrumspartei mit rund 21 Prozent stärkste Kraft. Die konservative Partei von Ministerpräsident Stubb landete mit 18 Prozent auf Rang zwei - knapp vor den rechtspopulistischen "Wahren Finnen" und den Sozialdemokraten. Stubb, der erst vor einem Jahr Regierungschef wurde, gestand seine Niederlage ein und gratulierte dem Vorsitzenden der Zentrumspartei, Sipilä, zum Sieg. Sipilä will heute erste Gespräche mit möglichen Bündnispartnern führen. Im Wahlkampf hatte der Unternehmer versprochen, die Wirtschaft aus der Rezession zu führen. Die Arbeitslosigkeit in Finnland liegt mit gut neun Prozent auf dem höchsten Stand seit zwölf Jahren.

  • Wirtschaftsverbände fordern Politikwechsel in Deutschland

    Mehrere Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft verlangen von der Bundesregierung einen Politikwechsel. Ziel müsse es sein, dass Arbeitnehmer auch in Zukunft gut, sicher und sozial gerecht leben könnten, zitiert die "Bild"-Zeitung aus einem Manifest, das unter anderem der Bundesverband der Deutschen Industrie, Arbeitgeberverbände und die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft unterzeichnet haben. Der bisherige Kurs der großen Koalition sei bestimmt von Regulierung, Bürokratie, Anspruchsdenken und Umverteilungsplänen, heißt es darin. In Zukunft müsse es aber wieder darum gehen, wie Wohlstand erwirtschaftet werde - nämlich durch eine Verbesserung der Infrastruktur, qualifizierte Zuwanderung und höhere Investitionen in Bildung, schreiben die Wirtschaftsverbände.

  • Bundestags-Resolution soll nun doch von Völkermord an Armeniern sprechen

    Der Bundestag will die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich einem Medienbericht zufolge nun doch als Völkermord bezeichnen. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Jung, sagte der "Saarbrücker Zeitung", die Große Koalition arbeite derzeit an einer entsprechenden Formulierung in ihrem Resolutionsentwurf. Das Papier zum 100. Jahrestag des Massakers soll am kommenden Freitag im Parlament verabschiedet werden. Der Begriff "Völkermord" kam im Haupttext des Entwurfes von Union und SPD bisher nicht vor. Grüne und Linke hatten den Koalitionsfraktionen daraufhin vorgeworfen, falsche Rücksicht auf die Türkei zu nehmen. Historikern zufolge haben osmanische Truppen im Ersten Weltkrieg bis zu 1,5 Millionen Armenier getötet. Die Regierung in Ankara setzt die Zahl deutlich niedriger an und weist den Begriff des Völkermordes zurück.

  • WHO räumt Fehler bei Ebola-Bekämpfung ein

    Die Weltgesundheitsorganisation hat zugegeben, bei der Bekämpfung der Ebola-Epidemie in Westafrika Fehler gemacht zu haben. Angesichts des Ausmaßes der Katastrophe habe das Krisenmanagement der WHO versagt, hieß es in einer in Genf veröffentlichten Erklärung. Kritiker hatten der Organisation unter anderem vorgeworfen, zu langsam auf den Ebola-Ausbruch reagiert und die Welt nicht vehement genug gewarnt zu haben. Man nehme diese Vorwürfe sehr ernst, erklärte die Leitung der WHO und versprach Reformen. Unter anderem werde die Kommunikation verbessert, um für künftige Krisen gewappnet zu sein. Von dem Ebola-Ausbruch waren vor allem Liberia, Guinea und Sierra Leone betroffen. Mehr als 25.000 Menschen wurden krank, fast 11.000 starben laut WHO.

  • Wetter: Nachts verbreitet klar und trocken, 5 bis -2 Grad

    Das Wetter: In der Nacht verbreitet klar und trocken, vereinzelt Wolkenfelder. Tiefstwerte 5 bis -2 Grad. Tagsüber im Südwesten und Süden anfangs Wolkenfelder, sonst gering bewölkt und lang anhaltend sonnig. 15 bis 20 Grad, im Bergland deutlich kühler. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag überwiegend sonnig bei 17 bis 23 Grad.

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