Nachrichten

Mittwoch, 1. April 2015 06:00 Uhr

  • Atomgespräche mit Iran fortgesetzt - Moskau sieht Fortschritte

    Die Atomgespräche mit dem Iran werden heute Vormittag fortgesetzt. Darauf verständigten sich die Außenminister der fünf UNO-Vetomächte, Deutschlands und des Irans in der Nacht im schweizerischen Lausanne. Zum Stand der Verhandlungen gibt es widersprüchliche Angaben. Ein US-Vertreter wies russische Angaben zurück, wonach es bereits eine Grundsatzeinigung gebe. Russische Medien zitierten Außenminister Lawrow mit den Worten, die Verhandlungspartner hätten sich in allen Schlüsselfragen verständigt. Der iranische Außenamtschef Sarif erklärte, es gebe Fortschritte. Er hoffe, dass im Laufe des Tages eine Vereinbarung ausgearbeitet werden könne. Ursprünglich galt für die Einigung eine Frist bis Mitternacht. In den Verhandlungen geht es im Kern darum, eine nukleare Bewaffnung des Irans zu verhindern. Die Regierung in Teheran führt an, das Atomprogramm nur zu zivilen Zwecken zu betreiben.

  • Unwetter: Auch am Mittwoch Verkehrsbehinderungen zu erwarten

    Wegen des Sturmtiefs "Niklas" müssen Reisende weiter mit Behinderungen rechnen. Die Deutsche Bahn teilte mit, im Regional- und Fernverkehr seien auch heute Ausfälle zu erwarten. Viele Züge könnten noch nicht an den regulären Standorten eingesetzt werden. Betroffen sind unter anderem Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sowie der Raum München. Auch am größten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main dürfte es nach Angaben eines Sprechers Einschränkungen geben. Bei den Unwettern kamen vier Menschen ums Leben. Heute soll sich der Sturm nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes etwas abschwächen. Vor allem im Osten sei aber noch mit Orkanböen von bis zu 120 Stundenkilometer zu rechnen, hieß es.

  • Widerstand gegen geplantes Fracking-Gesetz in der Union

    In der Union kündigt sich Widerstand gegen das geplante Gesetz zu der Öl- und Gasfördermethode Fracking an. Der CDU-Abgeordnete Mattfeld sagte der Deutschen Presse-Agentur, zahlreiche Bundestagsabgeordnete könnten die Vorlage von Umweltministerin Hendricks und Wirtschaftsminister Gabriel - beide SPD - nicht mittragen. Die Vorgaben zum Schutz von Mensch und Natur gingen nicht weit genug. Kritik kam auch von den Grünen. Der Fraktionsvorsitzende Hofreiter forderte erneut ein Verbot der umstrittenen Technologie. Das Kabinett will den Gesetzentwurf heute billigen. Damit soll der Einsatz der Methode erstmals grundsätzlich geregelt werden. Vorgesehen ist unter anderem ein Förderverbot für Gebiete, die für die Trinkwasserversorgung wichtig sind. Beim Fracking wird unter hohem Druck ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien in den Boden gepresst. Damit werden Gesteinsschichten aufgespalten und das darin enthaltene Erdgas oder Öl gefördert. Kritiker bemängeln, dass die Technologie das Grundwasser verunreinigen kann.

  • Bundesweite Warnstreiks bei der Post

    Bei der Post gibt es heute bundesweite Warnstreiks. Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten aufgerufen, ihre Arbeit vorübergehend ruhen zu lassen. Bei der Zustellung von Briefen und Paketen kann es deshalb zu Verzögerungen kommen. Verdi will für die rund 140.000 tariflich bezahlten Mitarbeiter unter anderem eine kürzere Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich erreichen. Das Unternehmen lehnt dies ab.

  • CSU: Kritik an Seehofer nach Rücktritt Gauweilers

    Nach dem Rücktritt des stellvertretenden CSU-Vorsitzenden Gauweiler wird Kritik an Parteichef Seehofer laut. Der Vize-Sprecher des Konservativen Aufbruchs in der CSU, Jahn, sagte der Online-Ausgabe des "Handelsblatts", damit werde ein wichtiger Teil der Stammwählerschaft verdrängt. Er rief Seehofer auf, für eine Debattenkultur in der CSU zu sorgen, die auch eurokritischen und wirtschaftsliberalen Positionen Raum gebe. Gauweiler hatte gestern den Verzicht auf alle politischen Ämter angekündigt. Zur Begründung sagte er, die CSU-Spitze habe von ihm verlangt, im Bundestag gegen seine Überzeugung für die Verlängerung der Griechenland-Hilfen zu stimmen. Bundestagspräsident Lammert bedauerte Gauweilers Schritt. Das Grundgesetz gebe Abgeordneten die Freiheit, andere Meinungen als die vorherrschende in der Fraktion zu vertreten, erklärte er.

  • "Depressive Episode" des Germanwings-Co-Piloten 2009 bekannt

    Der Co-Pilot der abgestürzten Germanwings-Maschine hat die Lufthansa während seiner Ausbildung 2009 über eine vorausgegangene schwere Depression unterrichtet. Das teilte das Unternehmen mit. In einer E-Mail an die Verkehrsfliegerschule habe er im Zusammenhang mit der Wiederaufnahme seiner Pilotenausbildung von einer - Zitat - "abgeklungenen schweren depressiven Episode" berichtet. Die Unterlagen seien der Staatsanwaltschaft Düsseldorf übergeben worden. Der Mann soll das Flugzeug mit weiteren 149 Insassen absichtlich gegen eine Felswand geflogen haben. Heute besuchen die Chefs von Lufthansa und Germanwings den Absturzort in den französischen Alpen.

  • USA liefern wieder Militärausrüstung nach Ägypten

    Die USA wollen erstmals seit 2013 wieder militärische Ausrüstung nach Ägypten liefern. Das Weiße Haus teilte in Washington mit, Präsident Obama habe dem ägyptischen Staatschef Sisi telefonisch Kampfflugzeuge, Raketen und Panzer zugesagt. Zudem beantrage Obama beim Kongress umgerechnet gut 1,2 Milliarden Euro Hilfsgelder für die Regierung in Kairo. Obama betonte, die Lage der Menschenrechte und der Demokratie in Ägypten habe sich nicht verbessert. Die Wiederaufnahme der Militärhilfe liege aber im Interesse der nationalen Sicherheit der Vereinigten Staaten. Die USA hatten die Zahlungen vor rund zwei Jahren ausgesetzt. Hintergrund war der Sturz des früheren Präsidenten Mursi und die gewaltsame Niederschlagung der Proteste seiner Anhänger. Ägypten gehört der Koalition um Saudi-Arabien an, die seit vergangener Woche Luftangriffe im Jemen fliegt. Zudem geht die Regierung in Kairo im Nachbarland Libyen gegen Islamisten vor.

  • Nigeria: Buhari gewinnt Präsidentschaftswahl

    In Nigeria hat der ehemalige Militärdiktator Buhari die Präsidentschaftswahl gewonnen. Der bisherige Amtsinhaber Jonathan räumte seine Niederlage ein. Er rief seine Anhänger auf, das neue Staatsoberhaupt zu unterstützen. Nach dem offiziellen Endergebnis kommt Buhari auf gut 2,5 Millionen Stimmen mehr als Jonathan. Es ist der erste Wahlsieg der Opposition in Nigeria, seit das bevölkerungsreichste Land Afrikas 1999 zur Demokratie zurückgekehrt ist. Buhari hatte Nigeria in den 80er Jahren autoritär als Chef einer Militärregierung geführt. Viele Menschen erwarten von ihm ein hartes Eintreten gegen die Terrormiliz Boko Haram und gegen Korruption.

  • Istanbul: Staatsanwalt erliegt nach Geiselnahme seinen Verletzungen

    Nach einer Geiselnahme in Istanbul ist das Opfer, ein türkischer Staatsanwalt, an seinen Verletzungen gestorben. Das teilten die behandelnden Ärzte mit. Die Polizei hatte die Geiselnahme im Justizgebäude gestern Abend gewaltsam beendet. Dabei wurden die beiden Täter getötet. Sie gehörten einer verbotenen linksextremistischen Gruppe an. Die Polizei hatte nach eigenen Angaben sechs Stunden lang verhandelt und schritt ein, als Schüsse fielen. Der Staatsanwalt war Ankläger im Fall eines Jugendlichen, der bei den Gezi-Protesten im Sommer 2013 von einer Tränengas-Kartusche der Polizei am Kopf getroffen wurde und später starb. Kritiker werfen der Justiz vor, die Untersuchungen zu verschleppen.

  • Russland verlängert Gas-Vertrag mit Kiew um drei Monate

    Russland hat das Gas-Abkommen mit der Ukraine um drei Monate verlängert. Danach werde es unter Berücksichtigung der schwankenden Ölpreise eine Überprüfung geben, erklärte Präsident Putin. Die Vereinbarung über russische Gaslieferungen gegen Vorkasse wäre heute abgelaufen. Der ukrainische Konzern Naftogaz hatte eine Verlängerung des Abkommens um ein Jahr gefordert.

  • Milchquote der EU nach mehr als 30 Jahren ausgelaufen

    Die Milchquote in Europa gehört der Vergangenheit an. Die Regelung fällt ab heute weg. Die Milchquote war vor mehr als 30 Jahren eingeführt worden, um eine Überproduktion zu verhindern. Bauern, die mehr Milch produzierten als vereinbart, mussten eine sogenannte Superabgabe zahlen. Landwirte sehen den Wegfall der Quote skeptisch. Sie rechnen mit einem weiteren Preisverfall. Gestern hatten sich vor dem Europaparlament in Brüssel Bauern und Verbandsvertreter aus den verschiedenen EU-Ländern versammelt, um ihren Sorgen Ausdruck zu verleihen.

  • Bosch muss Millionenstrafe in den USA zahlen

    Der Bosch-Konzern muss in den USA eine Millionenstrafe wegen illegaler Preisabsprachen in der Automobilbranche zahlen. Das US-Justizministerium teilte mit, das deutsche Unternehmen habe eine Buße in Höhe von umgerechnet mehr als 50 Millionen Euro akzeptiert. Bosch räumte demnach ein, Autoteile wie Zündkerzen und Anlasser zu überhöhten Preisen an Hersteller wie Daimler, Volkswagen und Ford verkauft zu haben.

  • Wetter: Wind und Regen, 4 bis 10 Grad

    Das Wetter: Am Tag unbeständig mit Schauern und Gewittern. Temperaturen 4 bis 10 Grad. Mäßig bis frischer und in Böen stürmischer Wind. Die weiteren Aussichten: Morgen bei wechselnder Bewölkung weiter windiges Schauerwetter. Im Norden und in der Mitte bis in tiefe Lagen Schnee oder Schneeregen. 3 bis 8 Grad. Der Seewetterdienst Hamburg teilt mit: Deutsche Nord- und Ostseeküste: Nordwest bis West 7 bis 8, Böen 10.

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