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Freitag, 24. Oktober 2014 13:00 Uhr

  • EU-Klimaziele stoßen bei Grünen und Wissenschaftlern auf Kritik

    Der Kompromiss der EU-Staats- und Regierungschefs zum Klimaschutz stößt bei den Grünen und Umweltschützern auf Kritik. Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Hofreiter sagte "Spiegel Online", der Europäische Rat habe den Klimaschutz verraten. Dass die Bundesregierung mit den Ergebnissen dennoch zufrieden sei, zeige, dass sie mit einer ambitionierten Klimaschutzpolitik abgeschlossen habe. Die Umweltschutzorganisation WWF sprach von einer "verpassten Chance". Die EU-Expertin des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung, Knopf, nannte die in Brüssel vereinbarten Ziele "besser als nichts". Eine Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz nehme Europa damit aber nicht mehr ein, kritisierte sie im Deutschlandfunk. Die EU-Staaten hatten in der Nacht beschlossen, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2030 um mindestens 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken. Bundeskanzlerin Merkel bezeichnete das als wichtigen Erfolg. Sollten andere Länder nachziehen, könne die EU ihre Ziele gegebenenfalls weiter erhöhen. Die Pläne zur Senkung des Energieverbrauchs wurden abgeschwächt.

  • EU stockt Ebola-Hilfen auf eine Milliarde Euro auf - Erster Ebola-Fall in Mali

    Die Europäische Union stockt ihre Hilfsmittel zur Eindämmung der Ebola-Epidemie auf eine Milliarde Euro auf. Das teilte EU-Ratspräsident Van Rompuy beim Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs in Brüssel mit. Bisher hatte die EU zusammen mit den Mitgliedstaaten Gelder in Höhe von rund 600 Millionen Euro versprochen. In Mali, einem Nachbarland des westafrikanischen Guinea, ist inzwischen ein erster Ebola-Fall bestätigt worden. Nach Angaben der Behörden infizierte sich ein zwei Jahre altes Kind, mehr als 40 Personen werden überwacht. Die Weltgesundheitsorganisation teilte in Genf mit, man werde ein Expertenteam nach Mali schicken, um die Krankheit zu bekämpfen. - Auch in New York wurde ein amerikanischer Arzt positiv auf Ebola getestet.

  • Karstadt schließt Filialen in sechs Städten

    In sechs deutschen Städten werden im kommenden Jahr Karstadt-Warenhäuser geschlossen. Das sieht das Sanierungskonzept vor, auf das der Aufsichtsrat sich in Essen geeinigt hat. Betroffen sind die Karstadt-Filialen in Hamburg-Billstedt und in Stuttgart, die beiden auf junge Kundschaft ausgerichteten K-Town-Filialen in Göttingen und Köln sowie die sogenannten Schnäppchencenter in Frankfurt (Oder) und in Paderborn. Der neue Karstadt-Chef Fanderl deutete zudem an, dass noch weitere zehn Schließungen folgen könnten. Wie er dem in Düsseldorf erscheinenden "Handelsblatt" weiter sagte, will er zudem mit der Belegschaft über Einsparungen beim Weihnachts- und Urlaubsgeld sprechen. Auch eine Verlängerung der Tarifpause über 2015 hinaus werde angestrebt.

  • Suhrkamp-Sanierungsplan vom Landgericht Berlin gebilligt

    Im jahrelangen Streit um den Suhrkamp Verlag hat das Landgericht Berlin den Sanierungsplan des Unternehmens gebilligt. Damit kann der Verlag von einer Kommandit- in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden. Der Mitgesellschafter Barlach verliert weitreichende Mitspracherechte. Er ist seit Jahren mit der Verlagschefin Unseld-Berkéwicz zerstritten. In dem Urteil wies das Gericht Barlachs Beschwerde gegen den Sanierungsplan zurück. Eine weitere Beschwerde wurde nicht zugelassen.

  • Konsumlaune der Deutschen steigt erstmals seit Juli wieder

    Trotz der internationalen Krisen hat sich die Kauflaune der deutschen Verbraucher erstmals seit Juli wieder aufgehellt. Der Konsumklima-Index stieg im Oktober auf 8,4 Punkte, wie die Nürnberger GfK-Marktforscher mitteilten. In dem Bericht heißt es, die deutschen Verbraucher zeigten sich offenbar wenig beeindruckt von der konjunkturellen Abkühlung. Der private Konsum dürfte damit weiter helfen, die Wirtschaft anzukurbeln.

  • Karlsruhe bestätigt Rauchverbot auch für "Raucherclubs"

    Gaststätten dürfen das gesetzliche Rauchverbot nicht mit der Gründung sogenannter "Raucherclubs" umgehen. Das entschied das Bundesverfassungericht in Karlsruhe. Sobald eine Wirtschaft öffentlich zugänglich sei, dürfe dort nicht geraucht werden. Daran ändere auch die Gründung eines Vereins nichts. Im konkreten Fall ging es um eine Münchner Bar. Das Amtsgericht der bayerischen Landeshauptstadt hatte die Betreiber eines Rauchervereins wegen Verstoßes gegen das gesetzliche Rauchverbot zu 750 Euro Geldbuße verurteilt.

  • Dramatiker-Preis fur Peter Handke - "innovative Stücke"

    Der österreichische Schriftsteller Peter Handke wird mit dem diesjährigen Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis ausgezeichnet. Die Jury erklärte, ihr sei sehr wohl bewusst, dass Handke ein durchaus umstrittener und streitbarer Autor sei, dessen Engagement für Serbien und dessen Kritik an der Medienberichterstattung vehemente Debatten ausgelöst habe. Das schmälere aber nicht seine Verdienste um die Weiterentwicklung einer sprachkritischen Dramatik. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

  • China treibt mit 20 Partnerstaaten Aufbau von asiatischer Bank voran

    China hat zusammen mit 20 Partnerländern eine Absichtserklärung für den Aufbau einer neuen Entwicklungsbank in Asien unterzeichnet. Die Vertreter der Staaten einigten sich nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Xinhua darauf, dass die Asiatische Infrastrukturinvestment-Bank, kurz AIIB, künftig ihren Hauptsitz in Peking haben wird. Zu den beteiligten Ländern zählen unter anderem Indien, Pakistan, Oman und Katar. Südkorea, Australien und Indonesien hatten sich aus dem Projekt zurückgezogen. Die USA lehnen den Aufbau der AIIB ab. Sie wird als Konkurrent zur Weltbank und zur asiatischen Entwicklungsbank gesehen.

  • Schweden bricht Suche nach U-Boot ab

    Schweden hat die Suche nach einem russischen U-Boot abgebrochen, das vor der Stockholmer Schärenküste vermutet worden war. Das Militär teilte mit, die Aufklärungsmission werde eingestellt. Allerdings würden einige Einheiten an Land verbleiben. - Schweden hatte vergangenen Freitag die größte Suche nach einem U-Boot seit Ende des Zweiten Weltkrieges eingeleitet. Auslöser waren mehrere Berichte von Augenzeugen über ein verdächtiges Objekt, die als glaubwürdig eingestuft worden waren. Moskau hatte jede Verwicklung bestritten.

  • Mexiko: Entführte Studenten vermutlich tot

    Die 43 vermissten Studenten in Mexiko sind womöglich tot. Das geht aus Augenzeugenberichten hervor, über die der katholische Geistliche und Menschenrechtsaktivist Solalinde die Generalstaatsanwaltschaft in Mexiko-Stadt informierte. Danach sind alle Studenten von den Entführern getötet worden, einige wurden bei lebendigem Leib verbrannt. - Die Generalstaatsanwaltschaft hat inzwischen Haftbefehl gegen den Bürgermeister der Stadt Iguala sowie dessen Frau erlassen, die für das Verschwinden der Studenten mitverantwortlich sein sollen. Das Ehepaar ist auf der Flucht. Der Gouverneur des Staates Guerrero, Aguirre, kündigte seinen Rücktritt an.

  • Wetter: Wechselnd bewölkt, im Südwesten und in der Osthälfte sonnig, 7 bis 16 Grad

    Das Wetter: Im Nordwesten und Südosten meist stark bewölkt bis bedeckt und vereinzelt Regen. Sonst aufgelockert bewölkt, vor allem im Südwesten und in der Osthälfte sonnig. Temperaturen zwischen 7 und 16 Grad, an den Alpen 4 Grad. Morgen bei ähnlichen Werten im Norden und Westen stark bewölkt, gebietsweise Regen. Im Osten und Süden Nebel oder sonnige Abschnitte. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag überwiegend trocken, im Süden zeitweilig sonnig. 10 bis 16 Grad. Der Seewetterdienst Hamburg teilt mit: Deutsche Nordseeküste: Süd bis Südwest 6, Böen 7 bis 8.

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