Nachrichten

Samstag, 1. November 2014 13:00 Uhr

  • BKA warnt vor islamistischem Terror in Deutschland

    Die Zahl gewaltbereiter Islamisten in Deutschland nimmt laut Bundeskriminalamt weiter zu. Derzeit gebe es 230 Personen, die als besonders gefährlich einzustufen seien, sagte BKA-Präsident Ziercke der Zeitung "Die Welt". Im Jahr 2010 seien es nur etwa die Hälfte gewesen. Insgesamt würden inzwischen etwa 1.000 Menschen in Deutschland zum islamistisch-terroristischen Spektrum gezählt. Die größte Gefahr gehe von fanatisierten Einzeltätern oder Kleingruppen aus. Es gebe aber keinen Grund zu Panik, betonte Ziercke. Die Sicherheitsbehörden seien gut aufgestellt. Die Vereinten Nationen warnen vor einem nie dagewesenen Zustrom ausländischer Kämpfer zu den Extremisten. Die britische Zeitung "The Guardian" berichtete unter Berufung auf einen UNO-Bericht, rund 15.000 Männer und Frauen seien nach Syrien und in den Irak gereist, um dort für islamistische Gruppen zu kämpfen. 450 Personen sollen es nach Angaben des Verfassungsschutzes allein aus Deutschland sein.

  • Kurden rufen wegen Kobane weltweit zu Protesten auf

    Kurdenorganisationen haben für heute weltweit zu Solidaritätsveranstaltungen für die Stadt Kobane in Syrien aufgerufen. Auch in mehreren deutschen Städten sind Kundgebungen geplant. Die Terrormiliz Islamischer Staat versucht seit Wochen, Kobane einzunehmen. In der vergangenen Nacht war ein Konvoi mit rund 150 kurdischen Peschmerga-Kämpfern aus dem Nordirak in der belagerten Kurdenhochburg eingetroffen. Die Verteidiger hoffen, mit der Unterstützung eine Wende im Kampf gegen den IS herbeizuführen. In Syrien hat die der Al Kaida nahestehende Nusra-Front in der nordwestlichen Provinz Idlip offenbar die letzte Bastion der vom Westen unterstützten Rebellen erobert. Die Kämpfer rückten offenbar in die Ortschaft Deir Sonbol ein.

  • Ukrainische Separatisten bereiten Wahl von Regionalparlamenten vor

    Ungeachtet internationaler Kritik bereiten die pro-russischen Separatisten im Osten der Ukraine die Wahl von Regionalparlamenten vor. Behindert werden sie immer wieder durch aufflammende Kämpfe. Korrespondenten berichteten von Gefechten in der Nähe des Flughafens von Donezk. Nach Angaben eines ukrainischen Militärsprechers wurden in den vergangenen 24 Stunden mindestens sechs Soldaten getötet. Die Europäische Union und die USA lehnen die Wahl ab, Russland dagegen will das Ergebnis anerkennen. Bundesaußenminister Steinmeier appellierte an Moskau, zu einer friedlichen Lösung des Konflikts beizutragen.

  • SPD in Brandenburg stimmt Koalitionsvertrag mit Links-Partei zu

    Die SPD in Brandenburg hat knapp zwei Monate nach den Landtagswahlen eine Neuauflage der Regierung mit der Links-Partei beschlossen. Die Delegierten stimmten auf einem Sonderparteitag in Wildau mit deutlicher Mehrheit für den Koalitionsvertrag. SPD-Landeschef Woidke sprach von einem großen Vertrauensvorschuss. Die Linke berät zur Stunde in Potsdam über den Koalitionsvertrag und die Kabinettsliste. Nach Medienberichten soll die Partei eins ihrer bislang vier Ministerien verlieren. Die Wahl von Woidke zum Ministerpräsidenten und die Vereidigung des Kabinetts sind für Mittwoch geplant.

  • "Focus": Warnungen des Verfassungsschutzes vor Hooligan-Demo nicht weitergegeben

    Nach den Hooligan-Krawallen in Köln wappnet sich die Polizei gegen weitere mögliche Aktionen der Szene. Hooligans und Rechtsextreme haben für Mitte November weitere Kundgebungen in Berlin und Hamburg angekündigt. Unklar ist noch, ob diese genehmigt werden. Unterdessen berichtet das Magazin "Focus" über mehrere Pannen bei der Polizei im Vorfeld der Ausschreitungen in Köln. Demnach hat der Kölner Führungsstab Warnungen des Verfassungsschutzes vor dem Aufmarsch nicht an die Einsatzkräfte der Polizei weitergegeben. Es sei zudem versäumt worden, Absperrgitter aufzustellen und Hunde- oder Reiterstaffeln einzusetzen. Das Magazin berichtet auch über zahlreiche Angriffe Rechtsextremer auf ausländische Fahrgäste in Zügen im Zusammenhang mit den Ausschreitungen in Köln.

  • DIHK rechnet mit 150.000 neuen Stellen

    Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag rechnet im kommenden Jahr mit rund 150.000 neuen Arbeitsplätzen. Das berichtet die "Rheinische Post" aus Düsseldorf und beruft sich auf die aktuelle Beschäftigungsprognose des Wirtschaftsverbands. Die meisten Stellen könnten demnach im Dienstleistungs-Bereich entstehen. Darauf folgen Handel, Verkehr und Gastgewerbe. DIHK-Hauptgeschäftsführer Wansleben verwies darauf, dass sich der Zuwachs wegen der abflauenden Konjunktur verlangsame. Im laufenden Jahr seien noch mehr als 300.000 Arbeitsplätze geschaffen worden - doppelt so viele, wie der Verband für das kommende Jahr erwartet.

  • Jean-Claude Juncker übernimmt Führung der EU-Kommission

    Die neue Europäische Kommission unter Präsident Juncker ist seit heute offiziell im Amt. Der ehemalige luxemburgische Regierungschef zeigte sich in einer Mitteilung zum Beginn seines fünfjährigen Mandats entschlossen, von Brüssel einen europäischen Neustart einzuläuten. Juncker und seine 27 Kommissare nehmen ihre Arbeit am Montag auf, zwei Tage später steht dann die erste Tagung in voller Runde an. Unter den EU-Kommissaren ist erneut der Deutsche Günther Oettinger. Der 61-Jährige, der bisher das Energieressort leitete, ist künftig für die Digitalwirtschaft zuständig.

  • Heute startet Triton-Mission vor Italiens Küste

    Zur Unterstützung Italiens bei der Überwachung seiner Küstengewässer startet heute die EU-Mission "Triton". Dabei sollen vor der Küste und auf hoher See insgesamt sieben Schiffe, vier Flugzeuge und ein Helikopter zum Einsatz kommen, um Flüchtlingsboote ausfindig zu machen und die Menschen an Bord rechtzeitig an Land zu bringen. Menschenrechtsorganisationen befürchten jedoch, dass der Triton-Einsatz wesentlich kleiner sein wird als die italienische Seerettungsmission "Mare Nostrum", die gestern offiziell eingestellt wurde. Dadurch könnten die Opferzahlen weiter steigen.

  • Machtkampf in Burkina Faso zwischen Militärführern

    Einen Tag nach dem Rücktritt von Präsident Compaoré ist die Lage in Burkina Faso weiter unübersichtlich. In einer Radioansprache ernannte sich Oberstleutnant Zida zum Staatschef. Er stellte sich damit gegen Militärchef Traoré, der gestern die Macht übernommen hatte. Vorausgegangen waren Massenproteste gegen den Staatschef, der eine weitere Amtszeit mit einer Verfassungsänderung erreichen wollte. Entscheidend für die weitere Entwicklung sei jetzt das Verhalten von Militär und Demonstranten, sagte der Landesdirektor der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit in Ouagadougou, Alberti, im Deutschlandfunk. Die Opposition müsse in die Übergangsregierung mit eingebunden werden. Wichtig sei es daher, dass die vielen kleinen Parteien mit einer Stimme sprächen.

  • Mehrere Tote bei Selbstmordattentat in Afghanistan

    Bei einem Selbstmordanschlag im Osten Afghanistans sind mindestens neun Sicherheitskräfte getötet worden. Wie die Behörden in der Provinz Logar mitteilten, zündete ein Attentäter sein mit Sprengstoff beladenes Auto. Rund 20 Zivilisten seien bei der Explosion verletzt worden. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand.

  • Russland testet erneut Interkontinentalrakete

    Zum zweiten Mal innerhalb von drei Tagen hat Russland eine mit Nuklearsprengköpfen bestückte Interkontinentalrakete getestet. Die Rakete vom Typ Topol-M sei vom Weltraumbahnhof Plessezk in Nordrussland abgeschossen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Sie sei rund 9.000 Kilometer entfernt auf einem Übungsgelände auf der fernöstlichen Halbinsel Kamtschatka eingeschlagen. Erst am Donnerstag hatte Russland eine moderne Bulawa-Rakete abgefeuert. In den vergangenen Tagen waren vermehrt Flüge russischer Bomber und Kampfjets über dem Atlantik sowie über dem Pazifik und dem Nordpolarmeer registriert worden. Experten sehen darin auch Machtdemonstrationen Moskaus inmitten der Spannungen wegen des Ukraine-Konflikts.

  • Wetter: Teils neblig-trüb, teils sonnig, 16 bis 22 Grad

    Das Wetter: Heute Vormittag noch verbreitet Nebel. Im Tagesverlauf örtlich sonnig bei 16 bis 22 Grad. In Nebelgebieten einstellige Temperaturwerte. Morgen erneut neblig, im Tagesverlauf sonnige Abschnitte. Im Westen und Nordwesten dichte Wolkenfelder, über den Mittelgebirgen Regen. 13 bis 19 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Montag im Nordwesten und Westen regnerisch, im Süden und Osten teils heiter bis sonnig, teils aber auch hochnebelartig bedeckt. Weitgehend trocken. 11 bis 18 Grad.

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