Nachrichten

Dienstag, 21. Oktober 2014 14:00 Uhr

  • Thüringens SPD beginnt Mitgliederbefragung über Rot-Rot-Grün

    In Thüringen ist die Mitgliederbefragung der SPD über eine rot-rot-grüne Koalition angelaufen. Die ersten Briefe mit den Stimmzetteln seien verschickt worden, erklärte die Landesgeschäftsführung in Erfurt. Die Antworten müssen bis zum 1. November eingegangen sein. Der SPD-Landesvorstand hatte sich für eine Koalition Linkspartei und Grünen ausgesprochen. Ministerpräsident soll dann der Linken-Politiker Ramelow werden. Der Generalsekretär der Berliner Landes-CDU, Wegner, sprach von einer - Zitat - "Schande für Deutschland". SPD und Grüne machten sich zum Steigbügelhalter der, wie er sagte, "SED-Fortsetzungspartei". SPD-Generalsekretärin Fahimi sagte im Deutschlandfunk, eine solche Koalition wäre kein Modell für den Bund, wo es noch Differenzen mit den Linken gebe.

  • Mehr Urlaub für Ältere laut Bundesarbeitsgericht erlaubt

    Ältere Arbeitnehmer dürfen mehr Urlaub erhalten als Jüngere. Das entschied das Bundesarbeitsgericht in Erfurt. Die Richter begründeten ihre Entscheidung damit, dass es für die Bevorzugung älterer Arbeitnehmer einen sachlichen Grund gebe. Geklagt hatten sieben Mitarbeiter eines Schuhherstellers aus Rheinland-Pfalz, die sich durch eine solche Regelung wegen ihres Alters diskriminiert fühlen. Sie fordern ebenfalls 36 statt 34 Urlaubstage pro Jahr. Die zwei zusätzlichen Tage gewährt das Unternehmen bisher Mitarbeitern ab deren 58. Geburtstag und begründet dies mit einer Fürsorgepflicht für ältere Beschäftigte. 2012 hatten die obersten Arbeitsrichter eine Altersstaffel beim Urlaub im Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes für unwirksam erklärt.

  • Piloten-Streik legt Frankfurter Flughafen lahm

    Der Streik der Lufthansa-Piloten hat den Betrieb am Flughafen Frankfurt in weiten Teilen zum Erliegen gebracht. Nach Angaben des Unternehmens fielen dort fast alle Interkontinentalverbindungen aus. In München konnte dagegen rund ein Drittel der geplanten Flüge stattfinden. Bundesweit seien zwei von drei Flügen gestrichen worden, teilte die Lufthansa mit - mit Folgen für 160.000 Passagiere. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit will den Streik um Mitternacht beenden, schließt weitere Arbeitskampfmaßnahmen im Laufe der Woche aber nicht aus. Sie will vor allem erreichen, dass die Lufthansa ihre Piloten auch künftig vorzeitig in Rente gehen lässt. Die Lufthansa erklärte sich gesprächsbereit, ging auf Forderungen nach einem verbesserten Angebot aber nicht ein. Bundesverkehrsminister Dobrindt warnte angesichts der Streiks bei Lufthansa und Deutscher Bahn vor negativen Folgen für die Konjunktur.

  • Urteil: Bundesregierung darf geplante Rüstungsexporte zunächst geheim halten

    Die Bundesregierung muss das Parlament nicht vorab über Rüstungsexporte informieren. Das entschied das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Bis zur abschließenden Genehmigung dürften solche Geschäfte geheim gehalten werden. Erst nach Abschluss des Verfahrens hätten die Abgeordneten ein Recht auf Auskunft. Der jährliche Rüstungsexportbericht reiche hier nicht aus. Begründen müsse die Regierung ihre Entscheidung aber nicht. Geklagt hatten die Grünen-Abgeordneten Ströbele, Roth und Keul. Anlass war die angebliche Genehmigung für die Lieferung von Kampfpanzern an Saudi-Arabien vor drei Jahren.

  • Deutschland stockt Flüchtlingshilfe für Irak auf

    Deutschland stockt seine Hilfe für Flüchtlinge im Irak um 20 Millionen auf 65 Millionen Euro auf. Das teilte Außenminister Steinmeier am Mittag in Berlin mit. Das Geld soll vor allem eingesetzt werden, um Lager winterfest zu machen und Flüchtlinge mit Kleidung auszustatten. Für die Verteilung der Mittel werden die Deutsche Welthungerhilfe und das UNHCR zuständig sein. Im Irak sind Schätzungen zufolge etwa 1,8 Millionen Menschen auf der Flucht.

  • Neue Festnahmen im türkischen Polizeiapparat

    In der Türkei sind erneut mehrere Polizisten unter dem Vorwurf regierungsfeindlicher Aktivitäten festgenommen worden. Sie würden beschuldigt, in illegale Abhöraktionen gegen den damaligen Regierungschef Erdogan verwickelt gewesen zu sein, berichtet die Zeitung "Hürriyet". Unter den 18 Verdächtigen seien auch hochrangige Beamte. Hintergrund der Festnahmen sind Korruptionsvorwürfe gegen Erdogan und seine Regierung, die im vergangenen Jahr bekannt wurden. Sie sollen durch das Abhören hunderter Telefongespräche aufgedeckt worden sein. In diesem Zusammenhang gab es bereits zahlreiche Anklagen. Tausende Polizisten und Staatsanwälte wurden entlassen.

  • Flüchtlingsrechte verletzt: Urteil gegen Italien und Griechenland

    Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Italien und Griechenland gemeinsam wegen schwerer Verletzung des Flüchtlingsschutzes verurteilt. Die beiden Staaten hätten in einigen Fällen Asylgesuche nicht korrekt geprüft, hieß es zur Begründung. Damit gaben die Straßburger Richter vier Flüchtlingen aus Afghanistan recht, die zwischen 2007 und 2009 versucht hatten, in der EU Schutz zu finden. (Az: 16643/09)

  • Konfliktparteien in Hongkong treffen sich zu Gesprächen

    Drei Wochen nach Beginn der Demonstrationen in Hongkong sprechen die Konfliktparteien erstmals miteinander. Das Treffen zwischen Regierung und Aktivisten wurde live im Fernsehen übertragen. Hongkongs stellvertretende Regierungschefin Lam sagte, sie verstehe den Idealismus der Demonstranten. Zugleich warf sie ihnen vor, Gesetze gebrochen zu haben. In dem Streit geht es um die erste Direktwahl des Hongkonger Regierungschefs 2017. Die Demonstranten wollen verhindern, dass die Zentralregierung in Peking die Kandidaten aussucht. Außerdem fordern sie einen konkreten Zeitplan für demokratische Reformen.

  • Oscar Pistorius zu fünf Jahren Haft verurteilt

    Der südafrikanische Sportler Oscar Pistorius ist wegen fahrlässiger Tötung zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Pretoria befand, dass die Staatsanwaltschaft den Vorwurf des Mordes nicht zweifelsfrei belegt habe. Pistorius hatte seine Lebensgefährtin erschossen.

  • Nepal verschärft Vorschriften für Bergwanderer

    Nach dem schweren Unglück im Himalaya verschärft die Regierung von Nepal die Vorschriften für Bergwanderer. Das Tourismusministerium kündigte an, dass die Wettervorhersagen verbessert würden und der Aufenthaltsort von Bergsteigern überwacht werden solle. Sie müssten in Zukunft ortskundige Führer nehmen und ein Satellitenortungsgerät mit sich führen, damit sie im Notfall schneller gefunden würden. In der vergangenen Woche waren durch einen Schneesturm mehr als 40 Bergsteiger ums Leben gekommen.

  • Wetter: Durchzug einer Kaltfront mit kräftigen Schauern

    Das Wetter: In der Nordhälfte vielfach stark bewölkt mit Regen bei 13 bis 16 Grad. In der Südhälfte aufgelockert und freundlich mit Höchstwerten zwischen 15 und 20 Grad. Im Tagesverlauf Durchzug einer Kaltfront mit teils kräftigen Schauen und Gewittern. Im Süden örtlich orkanartige Böen. Morgen bedeckt mit Schauern. Anhaltend stürmisch. Oberhalb von 600 bis 800 Metern Schneefall möglich. Später Wetterberuhigung. Temperaturen 7 bis 14 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag im Norden und Westen gelegentlich sonnig und meist trocken. Im Osten und Süden stark bewölkt, zeitweise Regen. 7 bis 14 Grad.

Nachrichten hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Get Flash to see this player.

Mo Di Mi Do Fr Sa So
29 30 1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31 1 2

Zu den Nachrichten des Tages

Die wichtigsten Schlagzeilen des Tages finden Sie bei unseren fortlaufenden Nachrichten.
Zu den Nachrichten des Tages

Nachrichten

 
 

Kulturnachrichten

Warhol-Versteigerung in NRW:  Thema im Landtag am Donnerstag | mehr

Nachrichten

Thüringens SPD  beginnt Mitgliederbefragung über Rot-Rot-Grün | mehr

Wissensnachrichten

Ebola  Screening hilft nichts | mehr

Nachrichten leicht

Manche Menschen können nicht so gut lesen. Manche können auch nicht so schnell Neues lernen. Deshalb bietet der Deutschlandfunk jeden Samstag  Nachrichten in einfacher Sprache  an.