Nachrichten

Sonntag, 1. März 2015 16:00 Uhr

  • Zehntausende erinnern mit Trauermarsch an ermordeten Nemzow

    In der russischen Hauptstadt Moskau erinnern zehntausende Menschen mit einem Trauermarsch an den ermordeten Oppositionellen Nemzow. Die Organisatoren sprechen von über 70.000 Teilnehmern, die Polizei dagegen von mehr als 16.000. Wie Korrespondenten berichteten, herrschte eine gedrückte Stimmung. Demonstranten schwenkten russische Fahnen, manche trugen Blumen und Plakate bei sich. Der Marsch soll auch über die Brücke führen, auf der Nemzow am Freitagabend erschossen wurde. Der Ort liegt in Sichtweite des Kremls. Auch in St. Petersburg findet eine Kundgebung statt. Der frühere Vize-Regierungschef Nemzow gehörte zu den profiliertesten Kritikern von Präsident Putin. Die Mörder Nemzows sind bisher unbekannt. Die Behörden gehen von einem Auftragsmord aus. US-Außenminister Kerry forderte eine transparente Aufklärung. Es müssten nicht nur diejenigen ermittelt werden, die auf Nemzow geschossen hätten, sondern auch die Hintermänner der Tat, soweit es diese gebe, sagte Kerry dem Sender ABC.

  • Bremer Polizei stuft Sicherheitsmaßnahmen zurück

    Angaben über einen gewaltbereiten Libanesen haben die Warnung vor einer Terrorgefahr in Bremen ausgelöst. Grund seien Hinweise einer Bundesbehörde vom Freitagabend gewesen, sagte Innensenator Mäurer am Mittag. Es seien bei den Durchsuchungen keine Waffen gefunden und die Sicherheitsmaßnahmen inzwischen zurückgestuft worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft waren die Ermittler davon ausgegangen, dass sich der verdächtige 39-jährige Libanese Maschinen- und Automatikpistolen zum Weiterverkauf beschafft hatte. Daraufhin waren ein Islamisches Kulturzentrum und seine Wohnung sowie der Arbeitsplatz des Mannes durchsucht worden. Der Libanese sowie ein weiterer Mann wurden vorübergehend festgenommen.

  • Sudetendeutsche wollen Heimat nicht mehr "wiedergewinnen"

    Die Sudetendeutsche Landsmannschaft hat in ihrer Satzung das Ziel einer Wiedergewinnung der Heimat gestrichen. Stattdessen erkärte die Bundesversammlung in München die Partnerschaft mit den Tschechen zum zentralen Thema der sudetendeutschen Arbeit. Die Verbrechen an den Sudetendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg und die ihrer Vertreibung zugrundeliegenden Beschlüsse der damaligen tschechoslowakischen Regierung werden als Unrecht benannt, das geheilt werden müsse. Zugleich bekennt sich die Landsmannschaft zur Mitverantwortung für die Verfolgung und Ermordung von Sudetendeutschen und Tschechen, die dem NS-Regime missliebig waren, sowie für den Holocaust an den Juden in Böhmen, Mähren und Sudetenschlesien.

  • Zwangsabgabe auf Einwegflaschen strittig

    Für die vom Umweltbundesamt ins Gespräch gebrachte Zwangsabgabe auf Einwegflaschen sieht das zuständige Ministerium derzeit keinen Bedarf. Entsprechend äußerte sich ein Sprecher von Umweltministerin Hendricks in Berlin. Die Präsidentin des Umweltbundesamt , Krautzberger, hatte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur argumentiert, auch wenn sich die Ökobilanz von Einweggetränkeverpackungen wegen des Pfandes verbessert habe, sei Mehrweg gelebte Abfallvermeidung. Nach Angaben des Umweltbundesamts lag der Mehrweganteil zuletzt bei 45,7 Prozent. Coca-Cola hat angekündigt, teilweise aus dem Mehrwegsystem in Deutschland auszusteigen. Das Unternehmen will bei bestimmten Flaschengrößen verstärkt auf Einwegverpackungen setzen, die in der Regel aber auch recycelt werden.

  • Finanzminister Schäuble will deutsche Steuerbeamte nach Griechenland schicken

    Bundesfinanzminister Schäuble hat sein Angebot erneuert, deutsche Steuerbeamte nach Griechenland zu entsenden. Er traue der Regierung in Athen zu, eine effiziente Finanzverwaltung aufzubauen, sagte der CDU-Politiker der Zeitung "Bild am Sonntag". Einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone schloss er aus. Schäuble betonte, man sei nicht erpressbar. Niemand habe den Griechen das Hilfsprogramm aufgezwungen.

  • Trittin: Saudi-Arabien und Katar nicht länger hochrüsten

    Der Grünen-Politiker Trittin hat die Bundesregierung aufgefordert, Waffenexporte restriktiver zu handhaben als bisher. Es müsse damit Schluss sein, dass Deutschland vermeintliche Alliierte wie Saudi-Arabien und Katar hochrüste, sagte Trittin im Deutschlandfunk. Weite Teile der Großen Koalition betrachteten Rüstungsausfuhren als Teil der Arbeitsmarkt- und Industriepolitik. Dabei gehe es vielmehr um die Sicherheit der Bundesrepublik. Über Waffenverkäufe ans Ausland sollte in Zukunft das Auswärtige Amt entscheiden und nicht länger das Wirtschaftsministerium, meinte Trittin.

  • Al-Sisi spricht mit saudischen König Salman

    Saudi-Arabiens König Salman ist in Riad mit Ägyptens Staatspräsident al-Sisi zu Gesprächen zusammengekommen. In der Unterredung soll es unter anderem um die Krise im Jemen gehen. Auch die Idee al-Sisis, eine gemeinsame arabische Truppe zu gründen, soll thematisiert werden. Es ist das erste Gipfeltreffen beider Länder nach dem Tod des vorigen saudischen Königs Abdullah Ende Januar. Saudi-Arabien gilt als einer der wichtigsten Partner Ägyptens, seitdem das ägyptische Militär den islamistischen Präsidenten Mursi abgesetzt hat. Riad unterstützt Ägypten jedes Jahr mit Finanzhilfen in Milliardenhöhe.

  • Unicef geht im Südsudan von hunderten entführten Kindern aus

    Unicef geht davon aus, dass im Südsudan hunderte Kinder entführt wurden. Zunächst war das UNO-Kinderhilfswerk davon ausgegangen, dass eine bewaffnete Gruppe 89 Schuljungen verschleppte, die jüngsten 13 Jahre alt. Nach zweiwöchigen Ermittlungen geht Unicef nun davon aus, dass eine regierungstreue Miliz für die Entführungen hunderter Kinder verantwortlich ist. Aus einer Stadt im nördlichen Bundesstaat Upper Nile berichteten Augenzeugen, bewaffnete Soldaten seien von Haus zu Haus gegangen, um alle Jungen über 12 Jahren gewaltsam herauszuholen.- Im Südsudan herrscht Bürgerkrieg, seit Ende 2013 der Machtkampf zwischen Präsident Kir und seinem früheren Stellvertreter Machar eskalierte. Beide Seiten setzen Kindersoldaten ein.

  • Friedrich bleibt Weltmeister im Zweierbob

    Francesco Friedrich hat seinen Weltmeister-Titel im Zweierbob erfolgreich verteidigt. Der Pilot aus Oberbärenburg gewann mit Anschieber Thorsten Margis bei der Weltmeisterschaft in Winterberg vor den zeitgleichen Johannes Lochner aus Stuttgart und Oskars Melbardis aus Lettland.

  • Wetter: Regen, 4 bis 13 Grad, nachts null bis 6 Grad und weitere Niederschläge

    Das Wetter: Im Osten und Nordwesten zeitweise Niederschläge, im Westen vorübergehend trocken. 4 bis 11, am Oberrhein bis 13 Grad. In der Nacht zunächst ostwärts abklingende Schauer, später neue Niederschläge von Westen. Null bis 6 Grad. Morgen bei sinkender Schneegrenze weitere Niederschläge bei 4 bis 12 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag von Westen her Regen, im Osten und Süden sonnig. 5 bis 11 Grad. Der Seewetterdienst Hamburg teilt mit: Deutsche Nord- und Ostseeküste: Südwest 5 bis 6, Böen bis 8.

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