Nachrichten

Samstag, 18. April 2015 13:00 Uhr

  • TTIP: Gegner halten Schiedsgerichte für überflüssig

    Die Gegner des geplanten Freihandelsabkommens TTIP halten die umstrittenen, privaten Schiedsgerichte für überflüssig. Der Geschäftsführer des "Forums Umwelt und Entwicklung", Maier, sagte im Deutschlandfunk, in Europa gebe es bereits eine ordentliche Gerichtsbarkeit und gute Verwaltungsgerichte. Darum sei eine Parallel-Justiz mit Schiedsgerichten nicht notwendig. In den TTIP-Verhandlungen ist bislang im Gespräch, dass ein Unternehmen einen Staat vor solchen Schiedsgerichten auf Schadenersatz verklagen kann. Das "Forum Umwelt und Entwicklung" gehört zum Bündnis "TTIP unfairhandelbar". Darin haben sich eine Vielzahl von Organisationen zusammengeschlossen, die das Abkommen verhindern wollen. Die TTIP-Gegner protestieren heute in zahlreichen Ländern mit einem Aktionstag. Sie beklagen, die Beratungen zwischen EU und USA würden im Stile von Geheimverhandlungen geführt. Sie befürchten, dass im Zuge von TTIP die Standards leiden könnten, etwa in den Bereichen Umwelt und Ernährung. Die Befürworter verweisen dagegen darauf, dass mit dem Abkommen Zölle und andere Beschränkungen des Handels wegfallen und neues Wachstum und Arbeitsplätze entstehen könnten.

  • Bahn weist Lügenvorwürfe von GDL-Chef Weselsky zurück

    Die Deutsche Bahn hat den Vorwurf der Gewerkschaft GDL zurückgewiesen, Bahnvorstand Weber habe gelogen. Bahnsprecherin Kaiser sagte dem Deutschlandfunk, die GDL sollte zur Sachlichkeit zurückkehren. Es gebe mit Blick auf den Verhandlungsverlauf mit Zugeständnissen auf beiden Seiten keinen Anlass für einen neuen Arbeitskampf. Die Sprecherin reagierte damit auf Äußerungen des GDL-Vorsitzenden Weselsky. Dieser hatte Weber, der gestern nach der 16. Verhandlungsrunde von Fortschritten sprach, der Lüge bezichtigt. Das Bahn-Management habe gar nicht die Absicht, ein Ergebnis zu erzielen, sondern warte auf das Tarifeinheitsgesetz, sagte Weselsky im Deutschlandfunk. Das Gesetz soll im Sommer in Kraft treten und die Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern in einem Betrieb stärken. Bei der Bahn konkurrieren GDL und EVG.

  • Griechenland hofft auf Milliardendeals mit Russland und China

    Das vom Staatsbankrott bedrohte Griechenland hofft einem Medienbericht zufolge auf mehrere Milliarden Euro aus Russland. Nach Informationen von "Spiegel Online" könnte das Geld im Zusammenhang mit einer geplanten Gas-Pipeline fließen, die von Russland über Griechenland und die Türkei nach Europa führen soll. Moskau sei bereit, einen Teil der zu erwartenden Transitgebühren im Voraus zu überweisen. Weitere zehn Milliarden Euro erwartet die griechische Regierung aus China. Griechische Medien berichten, die Nutzung des Hafens von Piräus solle ebenfalls im Voraus bezahlt werden.

  • Steuerstreit zwischen Israel und Palästinensern beigelegt

    Israel und die Palästinenser haben ihren Streit über einbehaltene Steuern vorerst beigelegt. Nach palästinensischen Angaben will Israel die Gelder in den kommenden Tagen überweisen. Die Regierung von Ministerpräsident Netanjahu hatte aus Protest gegen den Beitritt der Palästinenser zum Internationalen Strafgerichtshof seit Anfang des Jahres Steuereinnahmen einbehalten. Ende März kündigte Israel an, die Gelder überweisen zu wollen, allerdings nach Abzug der Schulden für die Elektrizitäts- und Wasserversorgung. Dies hatte die palästinensische Autonomiebehörde abgelehnt.

  • Mindestens 30 Tote bei Anschlag in Afghanistan

    Bei einem Anschlag in der ostafghanischen Stadt Dschalalabad sind mindestens 30 Menschen getötet worden. Nach Angaben der Provinzregierung gab es mehr als 80 Verletzte. Ein Selbstmordattentäter hatte sich vor einer Bank in die Luft gesprengt, als Regierungsangestellte auf die Auszahlung ihrer Löhne warteten. Unklar ist noch, ob im Anschluss weitere Sprengsätze explodierten. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Die radikal-islamischen Taliban wiesen jede Verantwortung zurück.

  • Australien: Fünf Terrorverdächtige festgenommen

    In Melbourne hat die australische Polizei bei Anti-Terror-Razzien fünf junge Männer festgenommen. Wie die Behörden mitteilten, sollen die Männer im Alter zwischen 18 und 19 Jahren einen Anschlag geplant haben. Die Pläne der Gruppe seien von der islamistischen Terrormiliz IS inspiriert gewesen. Sie wollte offenbar am Nationalfeiertag am kommenden Samstag Polizisten attackieren. - Am 25. April wird der australischen und neuseeländischen Truppen gedacht, die 1915 an der Schlacht von Gallipoli in der heutigen Türkei teilnahmen.

  • Iran legt Friedensplan für Jemen vor

    Der Iran hat den Vereinten Nationen einen Friedensplan für den Jemen vorgelegt. In einem Schreiben an UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon schlägt Außenminister Sarif unter anderem eine Waffenruhe, humanitäre Hilfen, sowie die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit vor. Er forderte erneut ein Ende der Luftangriffe Saudi-Arabiens und anderer arabischer Staaten. Im Jemen haben die schiitischen Huthi-Milizen die Kontrolle über weite Teile des Landes übernommen. Eine von Saudi-Arabien geführte Allianz versucht, mit Luftangriffen die Huthi-Einheiten zurückzudrängen. Angesichts der angespannten Lage hat die Bundesregierung über 100 Menschen aus dem Jemen ausfliegen lassen. Sie wurden nach Angaben des Auswärtigen Amts in die ostafrikanische Republik Dschibuti gebracht.

  • Grüne begrüßen Flüchtlingsgipfel

    Die Grünen-Politikerin Roth hat das von Bundeskanzlerin Merkel angesetzte Spitzentreffen zur Flüchtlingspolitik begrüßt. Roth sagte der "Saarbrücker Zeitung", es werde Zeit, dass dieses Thema endlich zur Chefsache werde. Zugleich forderte sie mehr Unterstützung des Bundes für die Kommunen bei der Flüchtlings-Aufnahme. Es gehe um eine gesamtstaatliche Aufgabe, mit der man die Städte und Gemeinden nicht alleine lassen dürfe. Die Länder pochen seit längerem auf mehr Bundesmittel. Die CSU lehnt zusätzliche Finanzhilfen für die Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen ab.

  • Schuster sieht vergleichsweise wenig Antisemitismus in Deutschland

    In Deutschland gibt es nach Ansicht des Präsidenten des Zentralrats der Juden, Schuster, im Vergleich zu anderen europäischen Ländern relativ wenig Antisemitismus. Gemessen an der Bevölkerung sei die Zahl antisemitischer Vorfälle gering, sagte Schuster der "Stuttgarter Zeitung". Juden seien in Deutschland relativ sicher. Zugleich relativierte er seine kürzlich ausgesprochene Warnung davor, in manchen Stadtvierteln eine Kippa zu tragen. Solche Vorsicht sei für Juden nur in einzelnen kleinen Bereichen geboten, in denen es sehr viele radikalisierte Muslime gebe. Insgesamt sehe er keinen Anlass, zur Auswanderung aus Deutschland aufzurufen, betonte Schuster.

  • "Woche für das Leben" in Hamburg eröffnet

    In Hamburg haben die beiden großen Kirchen in Deutschland die "Woche für das Leben" eröffnet. Dieses Jahr steht mit dem Thema "Sterben in Würde" die Debatte über Sterbehilfe und den Umgang mit schwerstkranken Menschen im Mittelpunkt. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bedford-Strohm, erklärte, niemand solle meinen, dass er nur würdig sterben könne, wenn er sich das Leben nehme. Bedford-Strohm leitete gemeinsam mit dem Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Marx, den ökumenischen Festgottesdienst. Marx erklärte, die Gesellschaft müsse sich daran messen lassen, wie sie mit alten und kranken Menschen umgehe. Die ökumenische Veranstaltung gibt es seit 1991. Die Kirchen wollen damit auf den Wert des menschlichen Lebens aufmerksam machen.

  • Bundesgartenschau 2015 in Brandenburg eröffnet

    In Brandenburg an der Havel ist die Bundesgartenschau 2015 eröffnet worden. Bundespräsident Gauck sagte beim Festakt, es gehe nicht nur um einen gigantischen Blütenrausch, sondern auch um Kulturgeschichte und regionale Identität. Die Schau findet diesmal nicht an einem Ort, sondern in einer Region statt. Insgesamt beteiligen sich fünf Städte in Brandenburg und Sachsen-Anhalt.

  • Wetter: Im Norden und Westen sonnig, im Osten bewölkt, 8 bis 16 Grad

    Das Wetter: Im Norden und Westen sonnig, im Osten und an den Alpen stärker bewölkt. Temperaturen zwischen 8 Grad auf den Nordseeinseln und 16 Grad am Rhein. Morgen im Norden und Osten teils bewölkt, im Westen und Süden überwiegend sonnig. 8 bis 18 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Montag im Südosten bewölkt, sonst meist sonnig. 14 bis 20 Grad.

Nachrichten hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Get Flash to see this player.

Mo Di Mi Do Fr Sa So
30 31 1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 1 2 3

Zu den Nachrichten des Tages

Die wichtigsten Schlagzeilen des Tages finden Sie bei unseren fortlaufenden Nachrichten.
Zu den Nachrichten des Tages

Nachrichten leicht

Manche Menschen können nicht so gut lesen. Manche können auch nicht so schnell Neues lernen. Deshalb bietet der Deutschlandfunk jeden Samstag  Nachrichten in einfacher Sprache  an.