Nachrichten

Dienstag, 21. Oktober 2014 23:00 Uhr

  • WHO rechnet mit ersten Ebola-Impfungen im Januar

    Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO könnte im Januar eine Impfkampagne gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika anlaufen. Die stellvertretende WHO-Generaldirektorin Kieny sagte in Genf, in einem Probeversuch könnten Zehntausende Impfdosen eingesetzt werden. Allerdings müsse man sicherstellen, dass die Stoffe auch unbedenklich seien. Nach ihren Worten laufen dafür schon Tests. Ergebnisse sollen im Dezember vorliegen. Zunächst sollen Mitarbeiter in Ebola-Behandlungszentren geimpft werden. Die USA verschärften nochmals ihre Sicherheitsvorkehrungen. Die Heimatschutzbehörde teilte mit, wer aus Liberia, Sierra Leone und Guinea einreisen wolle, dürfe dies ab morgen nur noch über fünf US-Flughäfen. Dazu gehören neben New York auch Washington und Chicago. Dort müssten sich die Passagiere Tests unterziehen. Seit dem Ausbruch der Epidemie sind laut WHO mindestens 9.000 Menschen erkrankt. Etwa die Hälfte von ihnen ist daran gestorben.

  • Urteil: Bundesregierung darf geplante Rüstungsexporte zunächst geheim halten

    Die Bundesregierung muss das Parlament nicht vorab über Rüstungsexporte informieren. Das entschied das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Bis zur abschließenden Genehmigung dürften solche Geschäfte geheim gehalten werden. Erst nach Abschluss des Verfahrens hätten die Abgeordneten ein Recht auf Auskunft. Der jährliche Rüstungsexportbericht reiche hier nicht aus. Begründen müsse die Regierung ihre Entscheidung aber nicht. Geklagt hatten die Grünen-Abgeordneten Ströbele, Roth und Keul. Anlass war die angebliche Genehmigung für die Lieferung von Kampfpanzern an Saudi-Arabien vor drei Jahren.

  • Piloten-Gewerkschaft Cockpit droht mit weiteren Streiks

    Die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit droht mit weiteren Streiks, sollte die Lufthansa nicht einlenken. Ein Sprecher sagte in Frankfurt am Main, die Gewerkschaft erwäge einen neuen Ausstand bis zum Wochenende, sollte sich im Tarifkonflikt nichts tun. In der Auseinandersetzung geht es um die Vorruhestandsregelungen für die Piloten. Eine Lufthansa-Sprecherin kritisierte, die Vereinigung Cockpit habe bisher gar keine inhaltlichen Forderungen gestellt. Heute fielen bei der größten deutschen Gesellschaft zwei Drittel aller Flüge aus. In Frankfurt am Main blieben fast alle Langstreckenmaschinen am Boden. Der Ausstand endet um Mitternacht.

  • US-Außenminister Kerry zu Gesprächen in Berlin

    Bundesaußenminister Steinmeier und US-Ressortchef Kerry sind in Berlin zusammengetroffen. Nach Angaben des Auswärtigen Amts geht es unter anderem um den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat sowie um den Konflikt im Osten der Ukraine. Morgen wollen Steinmeier und Kerry an der Gedenkstätte Berliner Mauer einen Kranz niederlegen. Anschließend ist ein Gespräch des US-Außenministers mit Bundeskanzlerin Merkel geplant.

  • Nordkorea lässt US-Bürger frei

    Ein in Nordkorea festgehaltener US-Bürger ist freigelassen worden. Der 56-Jährige habe das Land verlassen und sei auf dem Weg in die Vereinigten Staaten, teilte das Außenministerium in Washington mit. An den Verhandlungen über die Freilassung sei auch das schwedische Außenministerium beteiligt gewesen. Der Mann war vor fünf Monaten festgenommen worden, weil er angeblich eine Bibel in einer Bar in der Stadt Chongjin liegengelassen hat. Nach US-Angaben befinden sich noch zwei weitere Amerikaner in Nordkorea in Haft.

  • Oettinger spricht von Fortschritten im Gasstreit zwischen Moskau und Kiew

    Im Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine gibt es nach Angaben von EU-Energiekommissar Oettinger Fortschritte. Oettinger sagte nach Verhandlungen mit Vertretern beider Seiten in Brüssel, es gebe nun eine Perspektive, dass alle europäischen Bürger im Winter versorgt werden könnten. Eine Einigung sei allerdings noch nicht erzielt worden. Die Gespräche sollen in der kommenden Woche fortgesetzt werden. Nach Angaben der EU-Kommission bat die Ukraine die Europäische Union um weitere Finanzhilfen in Höhe von zwei Milliarden Euro. Man werde die Anfrage nun in Gesprächen mit dem Internationalen Währungsfonds und der Regierung in Kiew bewerten, sagte ein Sprecher der Behörde in Brüssel.

  • Ukrainische Armee weist Vorwurf des Streubomben-Einsatzes zurück

    Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch wirft der ukrainischen Armee vor, im Kampf um die Stadt Donezk Streubomben eingesetzt zu haben. Dadurch sei Anfang Oktober auch ein Mitarbeiter des Internationalen Roten Kreuzes getötet worden, heißt es in einem Bericht der Organisation. Das ukrainische Militär wies die Vorwürfe zurück. Streubomben würden grundsätzlich nicht eingesetzt, da sie international geächtet seien, erklärte ein Armeesprecher. Das Präsidialamt in Kiew will die Angaben dennoch überprüfen lassen. Die Munition ist umstritten, da sie sich vor dem Aufprall in viele kleinere Sprengsätze unterteilt und damit ganze Landstriche vermint.

  • Aktivisten: Syrien verstärkt Luftangriffe auf Aufständische

    Die syrische Luftwaffe greift offenbar verstärkt Aufständische an. Die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, es habe seit gestern mehr als 200 Bombardements in mehreren Landesteilen gegeben. Dabei sollen zahlreiche Menschen getötet worden sein. Die Angaben lassen sich nicht überprüfen. - Die USA setzten ihre Luftangriffe auf Stellungen der IS-Miliz in Syrien und im Irak fort, wie das Zentralkommando in Florida mitteilte. Nach Angaben der Türkei sind bisher noch keine kurdischen Kämpfer aus dem Nordirak in Syrien eingetroffen. Es bestehe weiterer Diskussionsbedarf über die Route durch die Türkei, sagte Außenminister Cavusoglu, ohne Einzelheiten zu nennen. Die Regierung in Ankara hatte gestern zugesagt, Peschmerga-Kämpfern die Durchreise zu erlauben.

  • Mehrere mutmaßliche Extremisten in Ägypten zum Tode verurteilt

    In Ägypten hat ein Militärgericht sieben mutmaßliche Extremisten zum Tode verurteilt. Sie hätten zwei Anschläge geplant, bei denen neun Soldaten ums Leben gekommen seien, teilte ein Armeesprecher in Kairo mit. Zwei weitere Mitglieder einer dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahestehenden Gruppe müssten lebenslang ins Gefängnis. Die drei in Ägypten inhaftierten Journalisten des Fernsehsenders Al-Dschasira können möglicherweise mit einer Wiederaufnahme des Verfahrens rechnen. Das Kassationsgericht in Kairo will nach Angaben eines Anwalts am 1. Januar ein Berufungsgesuch anhören. - Die Journalisten waren Mitte Juni zu je sieben Jahren Gefängnis wegen angeblicher Unterstützung der Muslimbruderschaft verurteilt worden.

  • Sacharow-Preis für Arzt aus dem Kongo

    Der Sacharow-Preis des Europäischen Parlaments geht in diesem Jahr an den kongolesischen Arzt Denis Mukwege. Das teilte Parlamentspräsident Schulz in Straßburg mit. Der 59-Jährige Gynäkologe habe sich mit seinem Einsatz für Opfer sexueller Gewalt verdient gemacht. Mukwege leitet ein Krankenhaus für Frauen und Mädchen im Osten des Kongo. Der Preis, der Ende November verliehen wird, ist mit 50.000 Euro dotiert.

  • Oscar Pistorius zu fünf Jahren Haft verurteilt

    Der südafrikanische Sportler Oscar Pistorius ist wegen fahrlässiger Tötung zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Pretoria befand, dass die Staatsanwaltschaft den Vorwurf des Mordes nicht zweifelsfrei belegt habe. Pistorius hatte seine Lebensgefährtin erschossen.

  • Champions League: AS Rom - Bayern München 1:7

    In der Fußball-Champions-League hat Bayern München das Auswärtsspiel gegen AS Rom mit 7:1 gewonnen. Schalke 04 setzte sich gegen Sporting Lissabon mit 4:3 durch.

  • US-Börse deutlich im Plus

    Die US-Börse hat Gewinne verzeichnet. In New York legte der Dow-Jones-Index um 1,3 Prozent auf 16.614 Punkte zu. Der Technologieindex Nasdaq verbesserte sich sogar um 2,4 Prozent und schloss bei 4.419 Punkten. In Frankfurt am Main stieg der Dax um 1,9 Prozent auf 8.887 Punkte.

  • Wetter: Nachts Regen und Gewitter, 10 bis 2 Grad

    Das Wetter: In der Nacht Regen und Gewitter. 10 bis 2 Grad. Morgen bedeckt mit Schauern. Anhaltend stürmisch. Oberhalb von 600 bis 800 Metern Schneefall möglich. Später Wetterberuhigung. Temperaturen 7 bis 14 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag im Norden und Westen gelegentlich sonnig und meist trocken. Im Osten und Süden stark bewölkt, zeitweise Regen. 7 bis 14 Grad. Der Seewetterdienst Hamburg teilt mit: An der deutschen Nordseeküste besteht morgen die Gefahr einer Sturmflut.

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