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Freitag, 29. August 2014 12:00 Uhr

  • UNO: 2.600 Tote im Ukraine-Konflikt - EU plant weitere Sanktionen

    In den Kämpfen im Osten der Ukraine sind seit Mitte April nach einer neuen Schätzung der Vereinten Nationen etwa 2.600 Menschen getötet worden. In einem neuen Bericht wirft das Hochkommissariat für Menschenrechte den pro-russischen Separatisten schwere Übergriffe gegen die Zivilbevölkerung vor. Auch die ukrainische Armee habe zivile Ziele beschossen. Nahe Donetsk sind offenbar noch immer ukrainische Soldaten von separatistischen Kämpfern eingekesselt. Der russische Präsident Putin forderte die Aufständischen heute früh auf, einen Korridor zu öffnen. Die Separatisten erklärten sich dazu bereit, verlangten aber, dass die Soldaten ihre Waffen zurücklassen. Das ukrainische Militär wies dies zurück. Die Nato geht davon aus, dass Russland inzwischen mit mehr als 1.000 eigenen Soldaten an den Kämpfen beteiligt ist. Der russische Außenminister Lawrow dementierte dies erneut. Die EU bereitet unterdessen weitere Sanktionen gegen Moskau vor. Der Russland-Beauftragte der Bundesregierung, Erler, sagte im Deutschlandfunk, damit werde sich der Sondergipfel morgen in Brüssel befassen. - Das russische Energieministerium warnte, die Gaslieferungen nach Europa für den kommenden Winter seien ernsthaft gefährdet.

  • Golanhöhen: Blauhelmsoldaten verteidigen Posten gegen syrische Rebellen

    Auf den Golanhöhen haben philippinische Blauhelmsoldaten zwei Posten in der UNO-Zone gegen syrische Aufständische verteidigt. Oberst Ancan sagte vor Journalisten in Manila, die schwer bewaffneten Kräfte hätten sich den syrischen Rebellen entgegengestellt. Bisher seien keine Schüsse gefallen, doch die UNO-Soldaten seien kampfbereit. Gestern waren 43 Blauhelmsoldaten von den Fidschi-Inseln auf der syrischen Seite der Golanhöhen gefangengenommen worden. Die philippinischen Soldaten wurden von den Angreifern belagert, nachdem sie sich geweigert hatten, ihre Waffen niederzulegen. Die UNO-Soldaten überwachen seit 1974 die Waffenruhe zwischen Israel und Syrien.

  • UNHCR: Immer mehr Syrer sind auf der Flucht

    Die Zahl der syrischen Flüchtlinge nimmt immer weiter zu. Das UNO-Flüchtlingshilfswerk teilte in Genf mit, inzwischen habe fast jeder zweite Syrer seine Heimat aufgegeben. Drei Millionen Menschen seien ins Ausland geflüchtet, vor allem in den Libanon, in die Türkei und nach Jordanien. Flüchtlingskommissar Guterres sagte, die Welt versage dabei, den Menschen und den Ländern, in die sie flüchteten, zu helfen. Es würden noch 1,5 Milliarden Euro benötigt, um alle Flüchtlinge über den Winter zu bringen. Die Zahl der im Land selbst nach Sicherheit suchenden Syrer beziffert der UNHCR auf 6,5 Millionen.

  • USA fliegen wieder Luftangriffe im Nordirak

    Amerikanische Kampfflugzeuge haben erneut Angriffe gegen die Terrormiliz IS im Nordirak geflogen. Das US-Oberkommando teilte mit, mehrere Fahrzeuge und ein Panzer seien zerstört worden. Mit den Luftangriffen sollen irakische und kurdische Einheiten bei der Bekämpfung der IS unterstützt werden. Die französische Außenpolitikerin Guigou verteidigte die Entscheidung europäischer Staaten, den Kurden Waffen zur Verfügung zu stellen. Der IS wolle ein Kalifat des Hasses und der Barbarei errichten, sagte die Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses der Nationalversammlung im Deutschlandfunk. Deshalb sei die Organisation eine globale Bedrohung.

  • Inflationsrate in der Euro-Zone sinkt auf 0,3 Prozent

    Die Inflationsrate in der Euro-Zone ist weiter gesunken. Wie das Statistikamt Eurostat in Luxemburg mitteilte, betrug sie im August nach vorläufigen Berechnungen 0,3 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit knapp fünf Jahren. Im Juli hatte die Rate bei 0,4 Prozent gelegen, vor einem Jahr lag die Inflation bei 1,3 Prozent. Die Arbeitslosenquote in der Euro-Zone blieb konstant bei 11,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ging sie um 0,4 Punkte zurück. Insgesamt waren in der Euro-Zone 18,4 Millionen Menschen als erwerbslos registriert, in der ganzen EU sind es fast 25 Millionen.

  • Germanwings: Sechsstündiger Streik der Piloten beendet

    Beim Lufthansa-Tochterunternehmen Germanwings geht in diesen Minuten der sechsstündige Pilotenstreik zu Ende. Von dem Ausstand waren vor allem Inlandsflüge betroffen. Ein Germanwings-Sprecher sagte in Frankfurt am Main, insgesamt seien 116 Flüge ausgefallen. Das waren 70 Prozent aller geplanten Germanwings-Verbindungen. Am stärksten betroffen waren die Flughäfen Köln-Bonn, Stuttgart und Berlin. Etwa 15.000 Passagiere konnten ihren Flug nicht antreten. Die Gewerkschaft Cockpit schloss weitere Streiks in den nächsten Tagen nicht aus. Die Lufthansa appellierte an die Piloten, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. In dem Streit geht es um die betriebsinterne Frührente für Piloten. Die Lufthansa will die Altersgrenze erhöhen. Zur Zeit können Piloten bei Lufthansa, Germanwings und Lufthansa-Cargo im Alter von 55 Jahren in den Vorruhestand gehen.

  • Berliner Senator Müller kandidiert für Wowereit-Nachfolge

    Der Berliner Stadtentwicklungs-Senator Müller will Regierender Bürgermeister der Hauptstadt werden. Der SPD-Politiker sagte in Berlin, er trete beim Mitgliederentscheid der Sozialdemokraten im Herbst gegen Fraktionschef Saleh und den Landesvorsitzenden Stöß an. - Wowereit hatte am vergangenen Dienstag angekündigt, dass er zum 11. Dezember dieses Jahres zurücktreten wird.

  • Beschäftigte mit Tarifvertrag mit höheren Verdiensten

    Die Kaufkraft der etwa 19 Millionen Beschäftigten in Deutschland mit einem Tarifvertrag ist gestärkt worden. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, legten die Verdienste im zweiten Quartal um durchschnittlich 2,6 Prozent zum Vorjahreszeitraum zu. Auch die Reallöhne erhöhten sich merklich, da die Verbraucherpreise von April bis Juni mit 1,1 Prozent deutlich langsamer stiegen. Die Entwicklung der Löhne und Gehälter fiel in den einzelnen Branchen allerdings sehr unterschiedlich aus. Am niedrigsten war das Tarifplus im Gastgewerbe mit 1,5 Prozent, den größten Zuwachs gab es im Handel mit 4,4 Prozent.

  • Bundesverfassungsgericht weist Edathy-Beschwerde ab

    Das Bundesverfassungsgericht hat die Beschwerde des früheren SPD-Bundestagsabgeordneten Edathy gegen die Durchsuchung seiner Wohnung und seines Abgeordnetenbüros abgewiesen. Die ersten Durchsuchungen im Februar hätten zwar seine Immunität als Abgeordneter verletzt, hieß es. Darauf habe sich Edathy allerdings nicht berufen. Im Übrigen habe ein ausreichender Anfangsverdacht für die Durchsuchungen bestanden. Gegen den 44-Jährigen wird wegen des Verdachts auf Erwerb und Besitz von Kinderpornografie ermittelt. (Az: 2 BvR 969/14)

  • Audi ruft 70 000 Autos wegen möglicher Bremsprobleme zurück

    Audi ruft weltweit rund 70.000 Fahrzeuge wegen möglicher Probleme mit der Bremskraftverstärkung in die Werkstätten. Wie der Autobauer in Ingolstadt mitteilte, sind die Modelle mehrerer Reihen betroffen, die zwischen März und Dezember 2012 gebaut wurden und einen 3,0-Liter-Dieselmotor besitzen. Gefahr droht den Angaben zufolge nicht. Im schlimmsten Fall könne wegen des Fehlers ein Öl in den Bremskraftverstärker gelangen.

  • Wetter: Im Nordwesten und Südosten sonnig, sonst Schauer und Gewitter, 20 bis 25 Grad

    Das Wetter: Im Nordwesten und Südosten sonnige Abschnitte. Sonst zeitweise Schauer und örtlich Gewitter. Höchstwerte 20 bis 25 Grad. Morgen wechselnd bis stark bewölkt, gebietsweise Schauer und Gewitter. Besonders im Südosten und an den Alpen länger anhaltender Regen. 20 bis 24 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag weiter unbeständig und stark bewölkt. 17 bis 23 Grad.

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