Nachrichten

Samstag, 20. Dezember 2014 08:00 Uhr

  • Obama macht Nordkorea für Sony-Datenklau verantwortlich

    US-Präsident Obama hat Nordkorea für den Hackerangriff auf Sony verantwortlich gemacht. Er sagte in Washington, die USA würden darauf reagieren. Zugleich bezeichnete Obama es als Fehler, dass das Unternehmen den Kinostart des Films "The Interview" abgesagt hat. Diktatoren dürften nicht die Möglichkeit haben, in den USA Zensur auszuüben. Sony wies die Kritik zurück. Ein Filmtheater nach dem anderen habe den Film nicht zeigen wollen. Daher habe man keine andere Wahl gehabt, als die Premiere abzusagen. Derzeit werde geprüft, ob es andere Möglichkeiten der Veröffentlichung gebe. Bei dem Hacker-Angriff wurden vertrauliche Firmenunterlagen sowie persönliche Daten und E-Mails aus dem System der US-Filmtochter Sony Pictures erbeutet. Zudem wurden im Netz Terrordrohungen ausgesprochen, sollte der Film doch gezeigt werden. Nordkorea weist die Verantwortung dafür zurück.

  • Linken-Politiker Tempel: "Justizskandal, wenn nicht gegen Ziercke ermittelt wird"

    Der Linken-Politiker Tempel sieht im Fall Edathy einen Anfangsverdacht für Vorermittlungen gegen den ehemaligen BKA-Chef Ziercke gegeben. Es wäre ziemlich skandalös, keine Untersuchungen einzuleiten, sagte Tempel im Deutschlandfunk. Aus seiner Sicht sei die Staatsanwaltschaft dazu verpflichtet. Als Grund nannte Tempel, der auch Mitglied des Untersuchungsausschusses ist, die unter Eid abgegebene Aussage des ehemaligen SPD-Politikers Edathy. Dieser hatte erklärt, er sei von seinem damaligen Parteikollegen Hartmann direkt mit Informationen über die Ermittlungen gegen ihn versorgt worden. Ziercke wiederum habe Hartmann direkt angesprochen. Des Weiteren warf Tempel den SPD-Ausschussmitgliedern vor, in erster Linie Edathys Glaubwürdigkeit hinterfragt, Hartmann hingegen nur zurückhaltend behandelt zu haben. Politiker der Unionsparteien betrachten den Fall inzwischen als Belastung der Koalition. CSU-Generalsekretär Scheuer sagte der Zeitung "Die Welt", es seien noch viele Fragen offen. Der CDU-Abgeordnete Bosbach wiederholte seinen Vorwurf, in der SPD werde in dem Fall gelogen. - Edathy wird der Erwerb kinderpornografischer Dateien vorgeworfen. Er selbst spricht von legalem Material.

  • Zentralrat der Juden nimmt Muslime vor "Pegida"-Bewegung in Schutz

    Angesichts der verbalen Attacken auf den Islam durch die umstrittene "Pegida"-Gruppierung hat der Zentralrat der Juden die Muslime in Deutschland in Schutz genommen. Die Angst vor islamistischem Terror werde instrumentalisiert, um eine ganze Religion zu verunglimpfen, sagte der Zentralratsvorsitzende Schuster der Zeitung "Die Welt". Das sei absolut inakzeptabel. Schuster warnte davor, die Pegida-Proteste zu unterschätzen. Die Bewegung sei brandgefährlich. Darin mischten sich Neonazis, Parteien vom rechten Rand und Bürger, die ihren Rassismus und Ausländerhass frei ausleben wollten, betonte der Zentralratsvorsitzende.

  • Medien: Maas plant Gesetz gegen teure Dispozinsen und neue Regeln für Baukredite

    Bundesjustizminister Maas plant nach einem Medienbericht strengere Regeln für Banken und Sparkassen beim Verbraucherschutz. Nach einem Bericht des "Tagesspiegels" sollen die Kreditinstitute etwa verpflichtet werden, die Höhe der Dispo-Zinssätze auf ihrer Homepage zu veröffentlichen. Außerdem sollen Kunden künftig über Alternativen zum Dispo informiert werden müssen, wenn diese ihren Kredit häufig in Anspruch nehmen. Bei der Immobilienfinanzierung will der Justizminister laut Bericht neue Beratungsstandards einführen. Zudem sollen Darlehensgeber gezwungen werden, die Kreditwürdigkeit ihrer Kunden vor Vertragsabschluss zu prüfen, um das Platzen von Krediten zu verhindern.

  • BA-Chef Weise: Mindestlohn hat kaum Folgen für Arbeitsmarkt

    Die Folgen des Mindestlohns für den Stellenmarkt sind nach Einschätzung des Chefs der Bundesagentur für Arbeit, Weise, gering. Er glaube nicht, dass massenhaft Jobs verloren gingen, sagte Weise dem Magazin "Focus". Zugleich räumte er ein, ohne die Lohnuntergrenze hätte es im kommenden Jahr möglicherweise noch etwas weniger Arbeitslose geben können. Eine endgültige Einschätzung aber werde man voraussichtlich erst in ein paar Jahren geben können. Auswirkungen sieht Weise hingegen im Bereich der Minijobs. Da dort mit dem Mindestlohn künftig eine maximale Arbeitszeit von 53 Stunden im Monat gelte, müssten Arbeitgeber die Tätigkeiten unter Umständen auf mehr Schultern als bisher verteilen. Daher könne es in Branchen wie etwa der Gastronomie zu Problemen kommen. Für die Beschäftigten bleibe der Minijob jedenfalls attraktiv, betonte Weise. Sie müssten künftig womöglich sogar weniger für ihre 450 Euro arbeiten.

  • Israel fliegt nach Beschuss aus Gazastreifen wieder Luftangriff

    Nach einem Raketenangriff aus dem Gazastreifen haben israelische Kampfflugzeuge wieder Ziele in dem Küstengebiet angegriffen. Beschossen worden sei eine Einrichtung der radikal-islamischen Hamas im Süden des Gazastreifens, teilte die israelische Armee mit. Nach palästinensischen Angaben wurde niemand verletzt. Es war der erste israelische Luftangriff seit dem Ende des Gaza-Kriegs im August. Zuvor hatten militante Palästinenser erstmals wieder eine Rakete aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert.

  • Pakistan: Armee meldet Erfolge gegen Taliban - Terroristen hingerichtet

    Die pakistanische Armee hat als Reaktion auf das Taliban-Massaker in einer Schule in Peschawar ihr Vorgehen gegen die Aufständischen verstärkt. Im Grenzgebiet zu Afghanistan seien 50 Taliban-Kämpfer getötet worden, hieß es in Islamabad. Außerdem wurden zwei Personen hingerichtet. Ihnen wurde die Mittäterschaft an anderen Terror-Anschlägen zur Last gelegt. Nach Behördenangaben wurden sie in der Stadt Faisalabad gehängt. In den kommenden Tagen sollen demnach vier weitere Militante exekutiert werden. Die Vereinten Nationen hatten zuvor vergeblich an Pakistan appelliert, von den Hinrichtungen abzusehen. Die Regierung hatte die Todesstrafe erst am Mittwoch wieder zugelassen.

  • USA untersagen Handel mit Krim

    Einen Tag nach der EU haben auch die USA den Handel mit der von Russland annektierten Krim weitgehend verboten. Die neuen Sanktionen gelten für Güter, Technologie und Dienstleistungen. Außerdem werden Investitionen untersagt. Die EU hatte am Donnerstag die Sanktionen verschärft und den Export von Gütern aus dem Öl- und Gassektor verboten. Zudem dürfen die europäischen Kreuzfahrtschiffe die Halbinsel nicht länger ansteuern. Kanada weitete wegen der Ukraine-Krise seine Sanktionen gegen die russische Energiewirtschaft aus. Außenminister Baird gab Maßnahmen bekannt, die insbesondere die Ausfuhr von Technologie für die Öl- und Erdgas-Industrie betreffen.

  • Ecuador stoppt Umwelt-Kooperation mit Deutschland

    Ecuador hat im Streit um ein Einreiseverbot für Bundestagsabgeordnete die Zusammenarbeit mit Deutschland im Bereich des Umweltschutzes abgebrochen. Nur weil die Bundesrepublik Hilfen gewähre, habe sie kein Recht, Kontrollen durchzuführen, sagte Außenminister Patiño in der Hauptstadt Quito. Die von Deutschland gewährten Gelder von rund sieben Millionen Euro würden zurückgezahlt. Die Regierung hatte die Einreise der Mitglieder des Bundestags-Umweltausschusses Anfang Dezember untersagt. Diese wollten im Nationalpark Yasuní mit Umweltaktivisten zusammenkommen, die sich gegen die dort geplante Erdölförderung wehren.

  • Wetter: Wechselnd bewölkt mit Regen, 5 bis 10 Grad

    Das Wetter: Wechselnd bewölkt, in der Mitte und im Norden Regen. Temperaturen 3 bis 10 Grad. Morgen stark bewölkt, vor allem im Norden und in der Mitte Regen, oberhalb von 500 bis 700 Metern Schnee. 2 bis 9 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Montag bedeckt mit Regen. Im Süden Auflockerungen. 8 bis 12 Grad. Der Seewetterdienst Hamburg teilt mit: Deutsche Nordseeküste: West bis Nordwest 8 bis 9, Böen bis 11. Deutsche Ostseeküste: Südwest bis West 7 bis 8, Böen bis 10.

Nachrichten hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Get Flash to see this player.

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31 1 2 3 4

Zu den Nachrichten des Tages

Die wichtigsten Schlagzeilen des Tages finden Sie bei unseren fortlaufenden Nachrichten.
Zu den Nachrichten des Tages

Nachrichten leicht

Manche Menschen können nicht so gut lesen. Manche können auch nicht so schnell Neues lernen. Deshalb bietet der Deutschlandfunk jeden Samstag  Nachrichten in einfacher Sprache  an.