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Samstag, 19. April 2014 06:00 Uhr

  • Kerry: Russland muss Ukraine-Vereinbarung umsetzen

    Die US-Regierung hat Russland zu einer sofortigen Umsetzung der Genfer Vereinbarung zur Ukraine aufgefordert. Außenminister Kerry rief seinen russischen Amtskollegen Lawrow in einem Telefonat dazu auf, seinen Einfluss geltend zu machen, damit die Separatisten in der Ostukraine wie vereinbart ihre Waffen niederlegten und besetzte Gebäude verließen. Schon vorher hatten die USA erklärt, man sei andernfalls zu Strafmaßnahmen bereit, die die russische Wirtschaft empfindlich träfen. Kreml-Sprecher Peskow betonte, Moskau sehe sich nicht allein zur Umsetzung in der Pflicht. Vielmehr gebe es eine gemeinsame Verantwortung. Drohungen mit neuen Sanktionen wies Peskow als inakzeptabel zurück. Die Übergangsregierung in Kiew signalisierte den pro-russischen Kräften im Osten des Landes Entgegenkommen. Die russische Sprache solle künftig einen Sonderstatus in der Verfassung erhalten, erklärten Präsident Turtschinow und Regierungschef Jazenjuk in einer Fernsehansprache. Zugleich sicherten sie zu, den Regionen mehr politische Kompetenzen zu geben.

  • Oettinger gegen reduzierte Gasbeziehungen Europas zu Russland

    EU-Energiekommissar Oettinger hat vor möglichen Folgen der Ukraine-Krise für die Gasversorgung Europas gewarnt. Er sagte der Zeitung "Welt am Sonntag", falls Russland die Ukraine nicht mehr mit Gas versorgen sollte, könnte es zu einem schwer kontrollierbaren Prozess kommen. Dieser beträfe auch Deutschland, weil die Ukraine das wichtigste Transitland nach Europa sei. Oettinger sprach sich dagegen aus, die Gasbeziehungen zu Russland zurückzufahren oder gar abzubrechen. Allerdings müsse die Strategie der Diversifikation fortgesetzt werden. Der CDU-Politiker plädierte dafür, die Energieeffizienz zu verbessern und auch Projekte für eine Gasgewinnung aus Schiefergestein - das sogenannte Fracking - zu ermöglichen.

  • UNO-Sicherheitsrat verurteilt Angriff auf UNO-Stützpunkt im Südsudan

    Der UNO-Sicherheitsrat hat den tödlichen Angriff auf einen UNO-Stützpunkt im Südsudan verurteilt. Die Mitglieder des Rates riefen die Regierung in Juba auf, Angriffe auf Zivilisten und UNO-Einrichtungen zu verhindern. Die Verantwortlichen für die Tat müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Bei dem Vorfall waren fast 50 Zivilisten und zehn Angreifer getötet und viele weitere verletzt worden. Den Angaben zufolge waren mehr als 300 Bewaffnete auf das Gelände in der Stadt Bor vorgedrungen. Auf dem UNO-Stützpunkt haben fast 5.000 Zivilisten Schutz vor der Gewalt in dem afrikanischen Land gesucht.

  • Kapitän der südkoreanischen Unglücksfähre verhaftet

    Der Kapitän der südkoreanischen Unglücksfähre ist verhaftet worden. Wie die Nachrichtenagentur Yonhap meldet, wird gegen ihn unter anderem wegen Vernachlässigung seiner Dienstpflicht und Verstoßes gegen Seerecht ermittelt. Den Ermittlern zufolge hatte der Kapitän die Schiffsführung an die relativ unerfahrene Dritte Offizierin übergeben, bevor die Fähre kenterte. Der Verhaftete räumte inzwischen ein, die Evakuierung des Schiffes verzögert zu haben. Dies sei aus Sicherheitsgründen geschehen, weil die Strömung stark und das Wasser sehr kalt gewesen sei. Nach dem Untergang wurden bislang 179 Insassen gerettet sowie 29 Leichen geborgen. Etwa 270 Menschen werden noch vermisst.

  • Bericht: 1146 Straftaten durch Videoüberwachung auf Bahnhöfen aufgeklärt

    Die Bundespolizei bewertet die Videoüberwachung an Bahnhöfen als Erfolg. Die "Bild"-Zeitung berichtet unter Verweis auf eine Statistik der Bundespolizei, im vergangenen Jahr hätten mit Hilfe der Kamera-Aufzeichnungen mehr als 1.100 Straftaten in Zügen und auf Bahnanlagen aufgeklärt werden können. Dabei seien 740 Tatverdächtige ermittelt worden. Bei den meisten Straftaten habe es sich um Gewaltdelikte gehandelt, gefolgt von Diebstählen, Sachbeschädigungen und Hausfriedensbrüchen. Der Präsident des Bundespolizeipräsidiums, Romann, spricht sich in dem Blatt für den Ausbau der Videoüberwachung aus. Dem Bericht zufolge werden 640 Bahnhöfe mit 4.800 Kameras videoüberwacht. Zudem seien in Zügen der Deutschen Bahn 18.000 Anlagen installiert.

  • Kirchen: Osterbotschaften zu Sterbebegleitung und Frieden

    Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Marx, fordert einen Ausbau der Sterbebegleitung in Hospizen und Palliativstationen. In seiner vorab veröffentlichten Osterbotschaft wendet sich der Münchner Kardinal gegen die Sterbehilfe. Bei Sterbenden, die geliebt und angenommen würden, verliere sich der Wunsch nach einem Suizid, betont Marx. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Schneider, ruft die Gläubigen in seiner Osterbotschaft dazu auf, trotz Rückschlägen immer wieder nach Frieden zu streben. Ausdrücklich erinnert Schneider an das Schicksal der Flüchtlinge an den Grenzen Europas sowie in Syrien.

  • Wetter: Im Norden und Osten freundlich, im Südwesten bewölkt, 10 bis 22 Grad

    Das Wetter: Im Norden und Osten trocken und teilweise sonnig. Im Südwesten bewölkt und etwas Regen. Dort 10 bis 15 Grad, sonst 15 bis 22 Grad, an der Küste kühler. Morgen im Norden häufiger sonnig, sonst wechselnd bewölkt. Im Westen und Süden später Schauer oder Gewitter möglich. 14 bis 22 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Ostermontag meist bewölkt und vielerorts Schauer und Gewitter, nur in der Mitte etwas Sonne. 14 bis 21 Grad.

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