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Dienstag, 28. April 2015 12:00 Uhr

  • Deutsche Bank: Strafprozess gegen Ko-Vorsitzenden Fitschen begonnen

    Vor dem Landgericht München müssen sich der Ko-Vorsitzende der Deutschen Bank, Fitschen, und vier ehemalige Vorstände wegen versuchten Prozessbetrugs verantworten. Laut Anklageschrift sollen die Manager 2011 in einem Verfahren zwischen den Erben des Medienunternehmers Kirch und der Deutschen Bank einen Plan verfolgt haben, um die Bank vor Schadenersatzforderungen zu bewahren. Sie hätten versucht, durch übereinstimmende Aussagen das Gericht zu täuschen. Die Beschuldigten weisen die Vorwürfe zurück. Ihnen drohen bis zu zehn Jahre Haft. Kirch machte die Deutsche Bank bis zu seinem Tod vor vier Jahren für den Zusammenbruch seines Unternehmens verantwortlich. Der damalige Vorstandssprecher Breuer hatte Kirchs Kreditwürdigkeit in einem Fernsehinterview in Zweifel gezogen. Vor einem Jahr einigte sich die Bank schließlich außergerichtlich mit den Erben darauf, 925 Millionen Euro Schadenersatz zu zahlen.

  • DRK: Lage in Nepal nach Erdbeben chaotisch

    Drei Tage nach dem Erdbeben im Himalaya bemühen sich Rettungskräfte, in abgelegene Gebiete in Nepal vorzudringen. Der Leiter der internationalen Zusammenarbeit beim Deutschen Roten Kreuz, Johnen, sagte im Deutschlandfunk, die Lage sei unübersichtlich und chaotisch. Die Kommunikationssysteme seien zusammengebrochen oder überlastet. Zudem sei es extrem schwierig, Hilfsgüter ins Land zu bringen, da es zu wenig Räumgeräte und Lastwagen gebe. Nach Berichten nepalesischer Medien haben Zehntausende Menschen auf der Suche nach Wasser und Nahrung das Kathmandu-Tal verlassen. Die Behörden gehen inzwischen von mehr als 4.300 Toten aus. Darunter soll nach Angaben der Universität Göttingen auch ein deutscher Wissenschaftler sein.

  • Herero fordern von Deutschland Anerkennung als Genozid

    Ein internationales Bündnis dringt darauf, dass die Bundesrepublik die Massaker in der ehemaligen Kolonie "Deutsch-Südwestafrika" als Völkermord anerkennt. Die Ermordung von 90.000 Herero und Nama im heutigen Namibia durch deutsche Truppen sei der erste Genozid im 20. Jahrhundert gewesen, sagte Israel Kaunatjike vom Bündnis 'Völkermord verjährt nicht!' im Deutschlandfunk. Die Nachfahren hätten einen Anspruch auf Entschädigung und sollten in ihre Heimat zurückkehren dürfen. Die UNO bezeichnet die Verbrechen an den Herero und Nama schon seit 1948 als Völkermord. Der Bundestag hatte in der vergangenen Woche die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich erstmals als Genozid bewertet.

  • Statistiker: Zahl der Älteren in Deutschland steigt deutlich

    Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wird die Zahl der Älteren in Deutschland weiter deutlich steigen. Präsident Egeler erklärte in Berlin, im Jahr 2060 werde nach Schätzungen seiner Behörde rund jeder dritte Deutsche 65 Jahre oder älter sein. Derzeit gehört nur jede fünfte Person dieser Altersgruppe an. Auch die Zahl der Hochbetagten ab 80 Jahren soll deutlich steigen. Die Statistiker rechnen zudem mit einem weiteren Bevölkerungsrückgang. Je nach Ausmaß der Zuwanderung werde die Einwohnerzahl im Jahr 2060 bei rund 68 bis 73 Millionen liegen, hieß es.

  • Verdi erklärt Kita-Tarifverhandlungen für gescheitert

    Ab Ende nächster Woche drohen in deutschen Kindertagesstätten unbefristete Streiks. Die Gewerkschaft ver.di erklärte die Tarifverhandlungen für die bundesweit 240.000 Erzieher und Sozialarbeiter gestern Abend für gescheitert. In den kommenden Tagen werde per Urabstimmung über einen unbefristeten Ausstand entschieden. - Die Gewerkschaften fordern eine höhere Eingruppierung der Beschäftigten. Das würde im Durchschnitt zu Einkommensverbesserungen von rund zehn Prozent führen. Die Arbeitgeber halten das für nicht bezahlbar.

  • Tarifverhandlungen bei der Deutschen Post fortgesetzt

    Die Tarifverhandlungen bei der Deutschen Post um kürzere Arbeitszeiten sind fortgesetzt worden. Die gestrigen Gespräche in der Nähe von Bonn hatten keine Fortschritte gebracht, auch heute zeichnet sich keine Einigung ab. Die Gewerkschaft Verdi fordert eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit für die rund 140.000 Beschäftigten von 38,5 auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Die Arbeitgeber lehnen das ab.

  • Ausgangssperre in Baltimore nach neuen Unruhen

    In der Stadt Baltimore im US-Bundesstaat Maryland ist es nach dem Tod eines Schwarzen erneut zu schweren Ausschreitungen gekommen. Gouverneur Hogan rief in der Nacht den Notstand aus, um die Lage mit Hilfe tausender Nationalgardisten wieder unter Kontrolle zu bekommen. Vermummte steckten Autos und Gebäude in Brand und plünderten Geschäfte. 15 Polizisten wurden verletzt. Über die Stadt wurde eine einwöchige nächtliche Ausgangssperre verhängt. Die Unruhen hatten nach einer Trauerfeier für den Schwarzen Freddie Gray begonnen. Er war vor zwei Wochen festgenommen worden, erlitt in Polizeigewahrsam eine Rückenmarksverletzung und starb wenige Tage später im Krankenhaus. Die Polizei bestreitet, Gewalt angewendet zu haben.

  • Athen: Tsipras erwartet baldige Einigung mit Geldgebern

    Der griechische Ministerpräsident Tsipras hat sich zuversichtlich über eine baldige Einigung mit der EU geäußert. Tsipras sagte in einem Interview mit einem griechischen Fernsehsender, spätestens nächste Woche sollte es eine Lösung über die Finanzhilfen in Höhe von gut sieben Milliarden Euro geben. Wenn die Gläubiger seiner Regierung aber Maßnahmen abverlangten, die sich nicht mit dem Wahlprogramm seiner Partei Syriza vereinbaren ließen, müsse es ein Referendum geben. Mehrere Zeitungen berichten, die Kompetenzen des griechischen Finanzministers Varoufakis als Verhandlungsführer mit der EU sollten eingeschränkt werden. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es nicht.

  • EU-Kommission stellt Strategie-Papier zur Antiterror-Politik vor

    Die Europäische Kommission stellt heute ein Strategie-Papier zum Kampf gegen Terrorismus, Organisierte Kriminalität und Cyber-Kriminalität vor. Damit will die Brüsseler Behörde Leitlinien für ihre Politik bis zum Jahr 2020 setzen. Nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" ist unter anderem ein Zentrum für Terrorismusbekämpfung unter Leitung der europäischen Polizeibehörde Europol angedacht. Der stellvertretende Präsident der EU-Kommission, Timmermans, und Innenkommissar Avramopoulos wollen die Pläne gemeinsam in Straßburg präsentieren.

  • Atomkraftwerke in Japan sollen wieder ein Fünftel des Stroms liefern

    In Japan sollen Atomkraftwerke künftig wieder ein Fünftel der Stromversorgung des Landes decken. Das geht aus einem Gesetzentwurf hervor, den das Industrieministerium in Tokio vorlegte. Bis zum Jahr 2030 sollen demnach bis zu 22 Prozent des Stroms aus der Kernkraft kommen. Einen gleichwertigen Anteil sollen erneuerbare Energien stellen. Über die Vorschläge will die Regierung bis Ende Mai beraten. Würden die Pläne unverändert umgesetzt, müssten die meisten Atomkraftwerke des Landes wieder ans Netz gehen. Nach der Katastrophe von Fukushima vor vier Jahren waren alle Meiler abgeschaltet worden.

  • "Sewol": Lebenslange Haft für Kapitän der Unglücksfähre

    Ein Berufungsgericht in Südkorea hat den Kapitän der vor einem Jahr untergegangenen Fähre "Sewol" wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Nach Angaben staatlicher Medien ging das Gericht damit über das Urteil der ersten Instanz im vergangenen November hinaus. Damals war gegen den Kapitän eine Haftstrafe von 36 Jahren wegen grober Fahrlässigkeit verhängt worden. Beim Untergang der "Sewol" waren knapp 300 Menschen ums Leben gekommen.

  • Wetter: Bewölkt mit Schauern bei 7 bis 13 Grad

    Das Wetter: Im Norden und Westen wechselnd bewölkt mit einzelnen Schauern, lokal auch gewittrig. Im Süden und Osten stark bewölkt und schauerartiger Regen, allmählich ostwärts ziehend. 6 bis 13 Grad. Morgen zunächst verbreitet sonnig, später im Westen und Nordwesten zunehmend wolkig, aber meist trocken. 13 bis 18 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag wieder überwiegend bewölkt und regnerisch. 9 bis 16 Grad.

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