Nachrichten

Freitag, 19. September 2014 23:00 Uhr

  • Schottland : Regierungschef Salmond tritt zurück

    Nach der Niederlage beim Unabhängigkeitsreferendum hat Schottlands Ministerpräsident Salmond seinen Rücktritt angekündigt. Er werde auch nicht wieder für den Vorsitz der "Scottish National Party" kandidieren, sagte Salmond. Die Schotten hatten sich gestern mit knapper Mehrheit für den Verbleib im Vereinigten Königreich entschieden. 55 Prozent der Wähler votierten gegen die Abspaltung von Großbritannien. Die Beteiligung lag bei 85 Prozent. Premierminister Cameron kündigte eine Föderalismusdebatte und mehr Autonomie auch für andere Landesteile an. Die Menschen in England, Wales und Nordirland sollten ebenfalls über ihre Belange in der Steuer- und Sozialpolitik abstimmen können. Ein erster Gesetzentwurf soll im Januar vorgelegt werden. - Das Votum der Schotten ist international begrüßt worden. US-Präsident Obama erklärte, für die USA gebe es keinen engeren Verbündeten als das Vereinigte Königreich. Der scheidende EU-Kommissionspräsident Barroso sieht in dem Ergebnis des Referendums eine Stärkung der Europäischen Union.

  • Kataloniens Parlament hält an Referendum über Unabhängigkeit fest

    Trotz des gescheiterten Unabhängigkeitsreferendums in Schottland wollen die Katalanen in Spanien an ihrer Volksabstimmung festhalten. Das Parlament Kataloniens hat mit großer Mehrheit dafür gestimmt, die Bevölkerung am 9. November zu befragen. Regierungschef Mas sagte mit Blick auf Schottland, der Unabhängigkeitsprozess in Katalonien sei gestärkt worden. Jetzt sei klar, dass eine solche Abstimmung in einem EU-Land möglich sei. Spaniens konservative Regierung lehnt die katalonischen Unabhängigkeitsbestrebungen jedoch strikt ab und will eine Abstimmung dazu mit einer Klage vor dem Verfassungsgericht verhindern. Ministerpräsident Rajoy begrüßte den Ausgang des Referendums in Schottland. Die Einwohner hätten sich zwischen Stabilität und Unsicherheit entschieden.

  • UNO-Sicherheitsrat verurteilt Terror des Islamischen Staats

    Der UNO-Sicherheitsrat hat den Terror der Dschihadisten vom Islamischen Staat verurteilt. In einer Erklärung fordern die 15 Mitglieder die internationale Gemeinschaft auf, die irakische Regierung im Kampf gegen die Extremisten zu unterstützen. US-Außenminister Kerry wertete die Terrorakte als Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Frankreichs Luftwaffen flog heute erstmals Angriffe auf Stellungen des Islamischen Staats. Dabei sollen zahlreiche Kämpfer getötet worden sein. Bundeskanzlerin Merkel hat das Nein zu einer Beteiligung Deutschlands an den Luftangriffen gegen den Islamischen Staat verteidigt. Wichtig sei, an der Seite der Verbündeten zu stehen, sagte Merkel auf dem Deutschlandtag der Jungen Union im bayerischen Inzell. Politisches Handeln sei genauso wesentlich wie militärisches Eingreifen.

  • Islamverbände treten gegen Hass und Gewalt ein

    Mit bundesweiten Aktionen haben die größten deutschen Islamverbände ein Zeichen gegen Hass und Gewalt gesetzt. In zahlreichen Moscheen versammelten sich Menschen zu Friedensgebeten und Kundgebungen. Sie verurteilten insbesondere die Gräueltaten der Terror-Gruppe "Islamischer Staat". Der Vorsitzende des Islamrats, Kizilkaya, sagte, durch den IS werde der Name Gottes missbraucht. Innenminister de Maizière verurteilte die Anschläge auf Moscheen und Synagogen als Angriff auf alle Bürger. Justizminister Maas warnte davor, Muslime wegen der Taten radikaler Islamisten unter Generalverdacht zu stellen.

  • Peter (Grüne) : Bundesratsentscheidung zum Asylrecht ist falsch

    Grünen-Chefin Peter hat die durch das grün-rot regierte Baden-Württemberg im Bundesrat ermöglichte Änderung des Asylrechts kritisiert. Die Entscheidung sei falsch, sagte Peter in Berlin. Die Festlegung auf vermeintlich sichere Herkunftsstaaten löse keines der Probleme der Flüchtlingspolitik. Stattdessen werde das Grundrecht auf Asyl beschnitten. Deshalb hätten sechs der sieben grün mitregierten Länder gut daran getan, dem Gesetz der Bundesregierung ihre Zustimmung zu verweigern. Das grün-rot regierte Baden-Württemberg votierte für die Vorlage und begründete dies damit, dass die Bundesregierung Erleichterungen in anderen Bereichen des Asylrechts zugesichert habe. - In dem Gesetz wird die Liste der sogenannten sicheren Herkunftsstaaten um Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina erweitert. Dadurch können Asylanträge von Menschen aus diesen Ländern künftig leichter abgewiesen werden. Mehr

  • Sachsen: CDU und SPD beschließen Koalitionsverhandlungen

    Knapp drei Wochen nach der Landtagswahl in Sachsen haben CDU und SPD die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen beschlossen. Der Landesvorstand der Sozialdemokraten nahm die Einladung des Wahlsiegers CDU einstimmig an. Auch der Landesvorstand der Christdemokraten folgte einstimmig einer entsprechenden Empfehlung von Ministerpräsident und Landesparteichef Tillich. Zuvor hatte sich die Parteiführung der Grünen in Sachsen gegen ein Regierungsbündnis mit den Christdemokraten ausgesprochen. In Brandenburg teilten Vertreter von SPD und CDU nach den ersten Sondierungsgesprächen mit, man sei auf einem guten Weg. Die Beratungen würden am Dienstag fortgesetzt. Die SPD um Ministerpräsident Woidke wurde bei der Wahl in Brandenburg stärkste Kraft. Sie könnte mit der CDU oder mit der Linkspartei koalieren.

  • Karstadt: Verdi weist Forderungen nach verschärftem Sparkurs zurück

    Die erste Runde der Tarifgespräche für die Warenhausgruppe Karstadt nach der Übernahme durch den Investor Benko ist ergebnislos beendet worden. Die vom Unternehmen vorgelegten Pläne seien für die Beschäftigten unzumutbar gewesen, sagte Verdi-Verhandlungsführer Peukes nach den Verhandlungen in Göttingen. Die Arbeitgeber hätten unter anderem eine Verlängerung der tariflichen Regelarbeitszeit sowie einen weiteren Verzicht auf Tariferhöhungen in den kommenden Jahren gefordert. Ferner fehle immer noch ein tragfähiges Zukunftskonzept. Die Gespräche sollen am 21. Oktober fortgesetzt werden.

  • Siemens erhält dreistelligen Millionenauftrag von der Stadt San Francisco

    Der Elektrokonzern Siemens hat einen Großauftrag für den Nahverkehr in den USA erhalten. Wie das Unternehmen mitteilte, werden 175 Stadtbahnwagen an die Verkehrsbehörde in San Francisco geliefert. Die Bestellung hat demnach einen Gesamtwert von knapp 650 Millionen Dollar. Siemens zufolge stammt schon jetzt jede dritte Straßen- oder Stadtbahn in den USA von dem Konzern. Die Züge sollen in Sacramento in Kalifornien gebaut und ab Ende 2016 ausgeliefert werden.

  • Chinesischer Online-Händler Alibaba absolviert weltweit größter Börsengang

    Der chinesische Online-Händler Alibaba hat den wohl weltweit größten Börsengang absolviert. Bei der Erstnotierung an der New Yorker Wall Street stieg der Aktienkurs um 36 Prozent auf 92 Dollar 70. Der Ausgabepreis lag bei 68 Dollar. Experten rechneten im Vorfeld mit einem Kurssprung von zehn bis 15 Prozent. Die Aktie ging mit knapp 94 Dollar aus dem Handel. Die erste Notierung nach Handelsstart hatte etwa zwei Stunden auf sich warten lassen. Hintergrund sei die hohe Nachfrage weiterer Investoren gewesen, hieß es. Das Volumen des Börsengangs beläuft sich einschließlich Mehrteilungsoptionen auf voraussichtlich mehr als 25 Milliarden Dollar. Noch nie konnte ein Unternehmen bei einem Aktiendebüt mehr Geld einsammeln.

  • Börse: Keine großeren Veränderungen an der Wall Street

    Die Börsen in New York haben uneinheitlich geschlossen. Der Dow-Jones-Index legte um 0,1 Prozent auf 17.280 Punkte zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab dagegen etwas nach, um 0,3 Prozent auf 4.580 Punkte. In Frankfurt am Main blieb der Leitindex Dax fast unverändert bei 9.799 Punkten.

  • Finale der EM 2020 in London - Viertelfinale auch in München

    Das Finale der ersten pan-europäischen Fußball-Meisterschaft 2020 findet im Londoner Wembley-Stadion statt. Das entschied die UEFA in Genf. In London werden außerdem die beiden Halbfinal-Begegnungen ausgetragen. München bekam den Zuschlag für drei Gruppenspiele und ein Viertelfinale. Insgesamt wird die übernächste Europameisterschaft in 13 Ländern ausgetragen, darunter Rumänien und Aserbaidschan.

  • Wetter: Am Tage Schauer und Gewitter, nur im Norden trocken. 19 bis 25 Grad.

    Das Wetter: In der Nacht im Norden weiter trocken, sonst noch einzelne Schauer und Gewitter. 15 bis 9 Grad. Am Tage überwiegend wolkig, einzelne Schauer und Gewitter. Ganz im Norden auch mal sonnig. Temperaturen zwischen 19 und 25 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag andauernde Niederschläge, im Nordwesten nachlassend. Dort zeitweise sonnig. 17 bis 23 Grad.

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