Nachrichten

Samstag, 25. April 2015 16:00 Uhr

  • Demonstrationen für und gegen Gabriels Kohle-Pläne

    Kohlearbeiter haben in Berlin gegen die von Wirtschaftsminister Gabriel geplante Abgabe für ältere Kraftwerke protestiert. Nach Angaben der Gewerkschaft IG BCE versammelten sich im Regierungsviertel rund 15.000 Menschen, die zumeist aus dem Rheinland, der Lausitz und Mitteldeutschland gekommen seien. Die Gegner der Abgabe fürchten um Zehntausende Arbeitsplätze, sollte das Vorhaben wie geplant umgesetzt werden. Dagegen kamen am Tagebau Garzweiler Zwei in Nordrhein-Westfalen laut Umweltorganisationen rund 1.500 Protestierende zusammen, um mit einer Menschenkette für Klimaschutz und den Ausstieg aus der Kohleverstromung zu demonstrieren. Die Abgabe soll bewirken, dass weniger Strom in den schmutzigsten Kraftwerken produziert wird und etwa Gaskraftwerke ihren Anteil steigern. Inzwischen stellte Gabriel in Aussicht, seine Pläne zu ändern, um die Belastungen für die Kraftwerksbetreiber zu mildern.

  • Erdbeben Nepal: Nach neuen Angaben bis zu 870 Tote

    Nach dem schweren Erdbeben in Nepal steigt die Zahl der Todesopfer weiter an. Laut Regierungsangaben kamen mehr als 700 Menschen ums leben; die Polizei spricht sogar von rund 870 Toten. Hunderte wurden verletzt. Am stärksten betroffen ist die Hauptstadt Kathmandu. Dort stürzten viele Häuser ein, darunter auch historische Gebäude. Das Epizentrum des Bebens mit einer Stärke von von bis zu 7,8 lag 80 Kilometer nordwestlich der Metropole. Es gab mehrere Nachbeben. Die Erdstöße lösten am Mount Everest eine Lawine aus, bei der mindestens zehn Bergsteiger ums Leben kamen. Aus Indien, Bangladesch und China werden insgesamt 22 Todesopfer gemeldet. Inzwischen laufen Hilfslieferungen an: Indiens Luftwaffe schickt ein Flugzeug mit Ärzten, Nahrungsmitteln und Rettungsausrüstung in das Nachbarland. Auch deutsche Organisationen bereiten Hilfe vor.

  • EU-Finanzminister: Unfaire Steuerpraktiken bekämpfen

    Die Finanzminister der Europäischen Union haben sich auf Maßnahmen gegen unfaire Steuerpraktiken in den Mitgliedsstaaten verständigt. Bei einem Treffen in der lettischen Hauptstadt Riga gaben sie grünes Licht für einen Transparenz-Vorstoß der EU-Kommission. Er sieht vor, dass sich die Staaten alle drei Monate automatisch über ihre Steuerabsprachen mit Großunternehmen informieren. Dadurch soll verhindert werden, dass wie im Falle Luxemburgs Konzerne durch heimliche Steuernachlässe ins Land gelockt werden. Bundesfinanzminister Schäuble sagte bei dem Treffen, der Informationsaustausch könne Anfang des kommenden Jahres in Kraft treten. - Die Minister verständigten sich auch darauf, die Pläne für eine gemeinsame Kapitalmarkt-Union rascher voranzutreiben.

  • Bundespräsident: Özdemir und Steinmeier für zweite Amtszeit Gaucks

    Nach Außenminister Steinmeier spricht sich auch der Grünen-Vorsitzende Özdemir für eine zweite Amtszeit von Bundespräsident Gauck aus. Falls Gauck wolle, habe er die hundertprozentige Unterstützung seiner Partei, sagte Özdemir im ARD-Fernsehen. Zuvor hatte Steinmeier dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" gesagt, er wünsche sich eine erneute Kandidatur des heute 75-Jährigen. Gauck wurde 2012 gewählt und amtiert noch bis 2017. Sollte er erneut antreten, gilt seine Wiederwahl in der Bundesversammlung als wahrscheinlich. Gauck selbst hat sich bislang nicht zum Thema Wiederwahl geäußert.

  • Torgau erinnert an historisches Treffen von US- und Roter Armee

    An der Elbe im sächsischen Torgau ist an das historische Zusammentreffen russischer und amerikanischer Truppen am Ende des Zweiten Weltkriegs erinnert worden. Die Botschafter der USA und Russlands, Emerson und Grinin, legten während eines Festaktes zum 70. Jahrestag der Begegnung Kränze nieder. Am 25. April 1945 hatten die Rote Armee und das US-Militär die Lücke zwischen Ost- und Westfront geschlossen. Rund zwei Wochen später war der Krieg vorbei.

  • Wetter: Im Osten trocken, von Westen her regnerisch, 14 bis 24 Grad

    Das Wetter: Am Abend und in der Nacht wechselnd bis stark bewölkt mit teils schauerartig verstärkten Niederschlägen. Nach Westen und Nordwesten auch trockene Abschnitte. Tiefstwerte 7 bis 11 Grad. Morgen überwiegend stark bewölkt, gebietsweise Regen. Richtung Alpenrand auch Aufheiterungen. 12 bis 22 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Montag weiterhin meist stark bewölkt bis bedeckt. Nach Osten ziehende Niederschläge und Gewitter. 10 bis 24 Grad.

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