Nachrichten

Dienstag, 5. Mai 2015 12:00 Uhr

  • Lokführerstreik: Zwei Drittel der Fernverbindungen fallen aus

    Der Streik der Lokführer sorgt bei der Bahn besonders im Fernverkehr für Behinderungen. Nach Angaben des Unternehmens fallen heute bundesweit etwa zwei Drittel der Fernverbindungen aus, im Regionalverkehr etwa ein Drittel. Besonders betroffen sind demnach die ostdeutschen Bundesländer sowie die Ballungsräume Berlin, Halle, Frankfurt am Main und Mannheim. Die Bahn veröffentlichte im Internet Ersatzfahrpläne. Der bisher längste Ausstand im Personenverkehr begann heute früh um zwei Uhr und soll bis zum Sonntagmorgen dauern. Der Güterverkehr wird bereits seit gestern Nachmittag bestreikt. Eine Beilegung des Tarifstreits mit der Lokführergewerkschaft GDL scheint derzeit nicht in Sicht. Bahn-Personalvorstand Weber sagte im Deutschlandfunk, man werde darauf beharren, in die Schlichtung zu gehen. Es gebe keine Argumente dagegen. Die GDL lehnt ein solches Verfahren weiter ab. Der Fahrgastverband "Pro Bahn" hat inzwischen den früheren Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche, Huber, für eine Moderation in dem Konflikt vorgeschlagen.

  • Winterkorn hält Führungskrise bei Volkswagen für ausgestanden

    VW-Konzernchef Winterkorn hält die Führungskrise bei Europas größtem Autobauer für ausgestanden. Hinter dem Unternehmen lägen bewegte Tage, sagte Winterkorn vor tausenden Aktionären auf der Hauptversammlung in Hannover. Er dankte der Belegschaft für ihren Rückhalt und erklärte, der Konzern sei nun wieder in ruhigerem Fahrwasser und könne sich auf sein Geschäft konzentrieren. Zugleich würdigte Winterkorn den zurückgetretenen Aufsichtsratschef Piëch, der die Automobilindustrie in den vergangenen fünf Jahrzehnten geprägt habe wie kein Zweiter. Volkswagen und auch er persönlich hätten ihm sehr viel zu verdanken. Ähnlich äußerte sich der kommissarische Aufsichtsratschef, der frühere IG-Metall-Chef Huber.

  • Karlsruhe: Richterbesoldung in Sachsen-Anhalt teils verfassungswidrig

    Das Bundesverfassungsgericht hat erstmals Vorgaben für eine angemessene Bezahlung der bundesweit 25.000 Richter und Staatsanwälte gemacht. Nach dem Urteil der Karlsruher Richter müssen sich deren Gehälter unter anderem an der allgemeinen Lohnentwicklung, den Tariflöhnen im Öffentlichen Dienst und den Verbraucherpreisen orientieren. Vor diesem Hintergrund wurde die Besoldung der Richter und Staatsanwälte in Sachsen-Anhalt zum Teil als zu gering eingestuft. Berufskollegen aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, die ebenfalls geklagt hatten, seien dagegen angemessen bezahlt worden, unterstrichen die Verfassungsrichter. - Hintergrund der Klage war die Abschaffung der bundeseinheitlichen Richterbesoldung. Seitdem zahlen die Länder unterschiedliche Gehälter.

  • EU-Kommission hebt Wachstumsvorhersage für Eurozone an

    Die Wirtschaft in der Eurozone legt stärker zu als zunächst prognostiziert. Die EU-Kommission erwartet im laufenden Jahr ein Wachstum von 1,5 Prozent, das sind 0,2 Punkte mehr als noch vor drei Monaten vorhergesagt. Zuvor hatte bereits der Internationale Währungsfonds seine Prognose für den Euroraum angehoben. Für das kommende Jahr rechnet die EU-Kommission mit einem Zuwachs der Wirtschaftsleistung von 1,9 Prozent. Deutlich schlechter sind die Aussichten für Griechenland, das von einem Staatsbankrott bedroht ist. Hier wird nur mit einem Wachstum von 0,5 Prozent gerechnet, bisher waren 2,5 Prozent erwartet worden.

  • Griechische Regierung verhandelt mit Internationalen Geldgebern

    Die griechische Regierung verhandelt erneut mit den internationalen Geldgebern, um eine Staatspleite abzuwenden. In Paris kam Finanzminister Varoufakis mit dem französischen Finanzminister Sapin zusammen. Anschließend ist in Brüssel ein Treffen mit EU-Währungskommissar Moscovici geplant. Am Nachmittag soll es eine Unterredung zwischen EZB-Präsident Draghi und dem stellvertretenden griechischen Ministerpräsidenten Dragasakis geben. - Die Europäische Zentralbank will morgen über eine mögliche Aufstockung der Kredite für Griechenland verhandeln. Athen ringt seit Monaten mit seinen Geldgebern darum, zu welchen Bedingungen es weitere Hilfen bekommt.

  • Altkanzler Kohl gewinnt vor Gericht erneut gegen Ex-Biograf Schwan

    Das Oberlandesgericht Köln hat das Verbot eines Buches mit nicht freigegebenen Zitaten von Altbundeskanzler Kohl bestätigt. Nach Auffassung der Richter stellt die Veröffentlichung einen unrechtmäßigen Vertrauensbruch dar. Das Buch "Vermächtnis: Die Kohl-Protokolle" enthält Äußerungen Kohls über andere Politiker. Diese Zitate hatte der heute 85-Jährige nach eigenen Angaben aber nicht zur Publikation freigegeben. Die beiden Autoren Schwan und Jens nahmen sie dennoch in das Buch auf.

  • Städtetag kritisiert Teilnehmerkreis beim Flüchtlingsgipfel als zu klein

    Der Deutsche Städtetag kritisiert, dass zu dem für Freitag geplanten Flüchtlingsgipfel im Bundeskanzleramt keine Vertreter der Kommunen eingeladen worden sind. Die Erfahrungen der Gemeinden könnten helfen, zu verbindlichen Absprachen zu kommen, sagte Städtetagspräsident Maly der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". Dafür müssten sie allerdings mit am Tisch sitzen. - An dem Treffen mit Bundeskanzlerin Merkel sollen neben Mitgliedern der Regierung auch Vertreter mehrerer Bundesländer teilnehmen.

  • Mehr als tausend Flüchtlinge in Italien an Land gebracht

    Zwei Militärschiffe aus Malta und Italien haben mehr als tausend Flüchtlinge in Süditalien an Land gebracht. Fernsehberichten zufolge machte ein Marineschiff mit mehr als 650 Einwanderern aus Ländern südlich der Sahara im Hafen von Salerno fest. In der sizilianischen Hafenstadt Pozzallo lief demnach ein maltesisches Schiff mit 370 Menschen an Bord ein. Drei mutmaßliche Schleuser wurden festgenommen. - Angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen hatte die Regierung in Rom erst gestern mehr Hilfe von der Europäischen Union gefordert.

  • Niger Tausende Menschen auf der Flucht vor Boko Haram

    Im westafrikanischen Niger sind Tausende Menschen vor der Extremistengruppe Boko Haram geflohen. Ein UNO-Vertreter sagte der Nachrichtenagentur AFP, mehr als 5.000 Menschen hätten die Inseln im Tschadsee verlassen. Die Behörden hatten die Bewohner in der vergangenen Woche dazu aufgefordert. Der See liegt an der Grenze zum Nordosten von Nigeria, wo Boko Haram aktiv ist. Soldaten aus dem Niger, Tschad und Kamerun unterstützen die nigerianische Armee im Kampf gegen die Terroristen.

  • China gibt Preise für Großteil der Medikamente frei

    China will Anfang nächsten Monats die Preise für die meisten Medikamente freigeben. Wie die Wirtschaftsplanungsbehörde in Peking mitteilte, sollen die Handelspreise dann grundsätzlich durch Wettbewerb am Markt bestimmt werden. Ausgenommen von der neuen Regelung sind den Angaben zufolge Betäubungsmittel und bestimmte Psychopharmaka. - China ist der zweitgrößte Pharmamarkt weltweit.

  • Helfer in Nepal suchen weiter nach Erdbeben-Opfern

    Zehn Tage nach dem Erdbeben in Nepal suchen Bergungstrupps immer noch nach Verschütteten. Helfer sind unter anderem im Langtang-Tal im Einsatz, wo eine Schlammlawine mindestens 60 Menschen in den Tod gerissen hatte, unter ihnen auch mehrere Ausländer. Insgesamt haben die nepalesischen Behörden inzwischen mehr als 7.500 Tote registriert.

  • Erdbeben der Stärke 7,4 erschüttert Papua-Neuguinea

    Der Inselstaat Papua-Neuguinea im Pazifik ist von einem Erdbeben erschüttert worden. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte hatte es eine Stärke von 7,4. Das Zentrum lag demnach gut 130 Kilometer südwestlich der Küstenstadt Kokopo. Eine vorsorglich herausgebene Tsunami-Warnung wurde inzwischen wieder zurückgenommen. Über größere Schäden oder Verletzte ist nichts bekannt.

  • Wetter: Im Osten und Südosten sonnig, sonst Regen und Gewitter, 20 bis 30 Grad

    Das Wetter: Im Osten und Süden zunächst sonnig. Später auch dort dicht bewölkt mit Schauern und Gewittern. Im Tagesverlauf von Westen her Wetterberuhigung. Höchstwerte 20 bis 30 Grad. Auch morgen Regen und Gewitter bei Werten zwischen 16 und 22 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag im Norden Niederschläge und Gewitter. Sonst wechselnd bewölkt bei 14 bis 22 Grad. Der Seewetterdienst Hamburg teilt mit: Deutsche Nordseeküste: Südwest 6 bis 7, Böen 10. Deutsche Ostseeküste: Südost 5 bis 6, Böen 7 bis 8.

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