Nachrichten

Montag, 28. Juli 2014 16:00 Uhr

  • Ukrainische Armee dringt zum Absturzort von Flug MH17 vor

    Die ukrainische Armee hat offenbar einen Teil der Absturzstelle des malaysischen Passagierflugzeuges unter ihre Kontrolle gebracht. Das teilte ein Separatistenführer der selbst-ernannten Volksrepublik Donezk im Osten des Landes mit. Die ukrainische Armee erklärte, das Militär sei in die Städte Schachtarsk und Tores vorgedrungen. Auch rund um zwei weitere Ortschaften gebe es Kämpfe mit den prorussischen Rebellen. Ziel der Offensive ist den Angaben aus Kiew zufolge die "vollständige Befreiung" des Gebiets. Die Kämpfe hatten heute erneut Ermittlungen und Bergungsarbeiten an der Unglückstelle der mutmaßlich abgeschossenen Passagiermaschine verhindert. Die Bundesregierung rief Kiew dazu auf, weitere Angriffe gegen die Separatisten zu unterlassen. Russland forderte eine UNO-Mission zur Aufklärung der Absturzursache. Außenminister Lawrow sagte in Moskau, der Sicherheitsrat solle eine Entscheidung treffen, bevor Spuren verwischt würden.

  • Ost-Jerusalem: Palästinenser demonstrieren gegen Gaza-Offensive

    In Ost-Jerusalem haben sich zehntausende Palästinenser versammelt, um gegen die israelische Militäroffensive im Gazastreifen zu protestieren. Nach Angaben der Polizei zogen sie zur Al-Aksa-Moschee. Die Proteste fallen mit den Feierlichkeiten zum Ende des Fastenmonats Ramadan zusammen. Im Gazastreifen selbst kam es nach einer zwölfstündigen Feuerpause erneut zu Kampfhandlungen. Am frühen Morgen ging eine Rakete nahe der israelischen Stadt Ashkelon nieder. Israel reagierte mit Artilleriebeschuss und Luftschlägen. Zuvor hatte der UNO-Sicherheitsrat beide Seiten zur einer sofortigen und bedingungslosen Waffenruhe aufgerufen, um humanitäre Hilfe zu ermöglichen. Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte, Israelis und Palästinenser müssten über die Wurzel des Konflikts sprechen. Das schließe ein Ende der Blockade des Gazastreifens und der Besetzung des Westjordanlandes ein.

  • Schwesig zu Betreuungsgeld: "Halte mich an Koalitionsvertrag"

    In der Diskussion um die Auswirkungen des Betreuungsgelds hält sich Bundesfamilienministerin Schwesig zurück. Zwar seien Position und Bedenken der SPD-Politikerin bekannt, sagte eine Sprecherin ihres Ressorts in Berlin. Man wolle sich aber an den Koalitionsvertrag halten. Über die Zukunft des Betreuungsgeldes werde das Bundesverfassungsgericht entscheiden. Das Land Hamburg hatte eine Klage in Karlsruhe eingereicht. Zuletzt waren aus der SPD Forderungen nach einer Abschaffung der Leistung laut geworden. Einer Studie zufolge stellt das für unter Dreijährige gezahlte Betreuungsgeld vor allem für bildungsferne Eltern sowie Zuwanderer-Familien einen materiellen Anreiz dar, auf Angebote frühkindlicher Bildung in einer Kita zu verzichten.

  • Deutschland zieht Diplomaten aus Libyen ab

    Deutschland hat seine Diplomaten aus der Botschaft in der libyschen Hauptstadt Tripolis abgezogen. Das Personal habe sich am Morgen aus Sicherheitsgründen vorübergehend aus dem Gebäude zurückgezogen, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin. Die Diplomaten setzten ihre Arbeit in der Region fort. Sobald die Lage es erlaube, werde das Personal nach Tripolis zurückgeschickt. Bereits gestern hatte das Auswärtige Amt alle Deutschen aufgerufen, das nordafrikanische Land sofort zu verlassen und zugleich eine Reisewarnung ausgesprochen. Hintergrund sind anhaltende Gefechte rivalisierender Milizen um den internationalen Flughafen in der Hauptstadt. Dabei wurden innerhalb von zwei Wochen rund 100 Menschen getötet.

  • Nigeria: Verdächtige nach Anschlag von Boko Haram festgenommen

    In Nigeria sind nach einem Anschlag der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram fünf Verdächtige festgenommen worden. Das berichtet die Zeitung "Daily Trust" unter Berufung auf einen Polizeisprecher. Bei dem Bombenanschlag auf eine katholische Kirche in der Stadt Kano waren gestern mindestens fünf Menschen getötet worden. Bei einem weiteren Attentat im Nachbarland Kamerun kamen etwa 15 Menschen ums Leben. Die Terrorgruppe Boko Haram kämpft seit Jahren mit Gewalt für einen islamischen Staat in Nigeria. Inzwischen verstärkte Kamerun als Reaktion auf die Überfälle die Soldaten an der gemeinsamen Grenze.

  • Philippinen: 19 Tote bei Angriff von Abu-Sayyaf-Kämpfern

    Auf den Philippinen haben mutmaßliche Kämpfer der islamistischen Untergrundbewegung Abu Sayyaf 19 Menschen getötet. Den Behörden zufolge wurden mindestens 14 weitere verletzt. Die Terroristen griffen demnach zwei Minibusse auf der Insel Jolo im Süden des Landes an. Eine Sprecherin teilte mit, es habe sich womöglich um einen Racheakt gehandelt, da einige Opfer an Einsätzen gegen Abu Sayyaf beteiligt waren. Die Terrorgruppe war zuletzt vom philippinischen Militär in den Dschungel zurückgedrängt worden. Der neue Angriff gilt als schwerster seit Jahren.

  • Chodorkowski: "Yukos-Urteil aus Den Haag ist fantastisch"

    Der langjährige Chef des russischen Yukos-Konzern, Chodorkowski, hat das Urteil gegen den russischen Staat zur Entschädigung früherer Aktionäre begrüßt. Es sei "fantastisch", dass die Anteilseigner nun die Chance hätten, einen Teil des Geldes zurückzubekommen. Bedauerlich sei nur, dass das Geld aus der Staatskasse kommen werde und nicht aus den Taschen der Oligarchen im Umfeld von Präsident Putin. Der Ständige Schiedsgerichtshof in Den Haag hatte Russland zu einer Entschädigungszahlung von 50 Milliarden Dollar verurteilt. Der Ölkonzern sei aus politischen Motiven unter dem Vorwand von Steuernachforderungen in den Bankrott getrieben worden. Moskau will die Strafzahlung nicht akzeptieren und alle rechtlichen Mittel ausschöpfen. Der Staatskonzern Rosneft, dem Teile von Yukos zugefallen waren, betonte, aus dem Urteil lasse sich keine Forderung an das eigene Unternehmen ableiten.

  • EU-Kommission billigt Kauf von Beats durch Apple

    Die EU-Kommission hat die Übernahme des Kopfhörer-Anbieters Beats durch Apple gebilligt. Es gebe aus europäischer Sicht keine Wettbewerbsbedenken gegen den Kauf, teilte die Behörde in Brüssel mit. Der gemeinsame Marktanteil der beiden Unternehmen bei Kopf- und Ohrhörern sei gering. Zudem gebe es viele globale Konkurrenten. Auch die Übernahme des dazugehörigen Musik-Streaming-Dienstes werde Apples Einfluss nicht übermäßig werden lassen. Die Übernahme hat einen Wert von drei Milliarden Dollar.

  • Wetter: Stark bewölkt mit Schauern und Gewittern, 23 bis 29 Grad

    Das Wetter: Überwiegend stark bewölkt mit teilweise kräftigen Schauern und Gewittern. Nur an den Küsten sonnig. 23 bis 29 Grad. Morgen im äußersten Norden sonnig, sonst weitgehend bewölkt mit Niederschlägen. 22 bis 30 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Mittwoch nachlassende Schauer. 19 bis 27 Grad.

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