Nachrichten

Dienstag, 23. September 2014 10:00 Uhr

  • USA starten Luftangriffe gegen IS-Miliz in Syrien

    Die USA haben gemeinsam mit fünf arabischen Partnerländern mit Luftangriffen gegen die IS-Miliz in Syrien begonnen. Wie die US-Regierung in Washington mitteilte, wurde der Einsatz von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Jordanien, Bahrain und Katar unterstützt. Ziele waren nach Angaben syrischer Menschenrechtler Stellungen der Terrororganisation in der Provinz Rakka sowie mehrere Lager entlang der Grenze zum Irak. Einige Angriffe hätten auch der Al-Nusra-Front gegolten, die Al Kaida nahe steht. Der SPD-Politiker Kahrs sagte im Deutschlandfunk, ohne Lufteinsätze auf syrischem Gebiet könne der IS nicht erfolgreich bekämpft werden. Es sei ein bemerkenswerter Erfolg, dass so viele arabische Staaten mitmachten. Kahrs forderte mehr Unterstützung für die Türkei, die durch die vielen Flüchtlinge aus Syrien erheblich belastet werde. Nötig sei vor allem Geld, damit die Menschen dort vernünftig untergebracht werden könnten.

  • Israel schießt syrischen Kampfjet über Golanhöhen ab

    Das israelische Militär hat über den Golanhöhen ein syrisches Kampfflugzeug abgeschossen. Ein Armeesprecher erklärte, die Maschine habe den israelischen Luftraum verletzt. Nach Rundfunkberichten handelt es sich bei dem Flugzeug um einen Abfangjäger vom Typ MiG-21. Die Golanhöhen werden von beiden Staaten beansprucht. Seit 1974 gilt ein Waffenstillstand für das größtenteils von Israel kontrollierte Gebiet, der von den Vereinten Nationen überwacht wird.

  • Im Jemen entführte Deutsche sind tot

    Drei im Jemen entführte Deutsche sind tot. Darüber habe das Auswärtige Amt die Angehörigen informiert, sagte ein Sprecher der Familie. Danach kamen das Ehepaar und sein Sohn als Geiseln ums Leben. Die Familie war vor fünf Jahren im Jemen verschleppt worden. Die Eltern arbeiteten in dem Land für eine christliche Hilfsorganisation. Zwei Töchter kamen 2010 frei und kehrten nach Deutschland zurück. Von den Eltern und dem damals knapp einjährigen Sohn fehlte seitdem jede Spur.

  • Große Koalition einig über "Mietpreisbremse"

    Die Spitzen der großen Koalition haben sich auf die sogenannte Mietpreisbremse geeinigt. Das teilte das Bundesjustizministerium in Berlin mit. Danach dürfen Mieten in Gegenden mit angespanntem Wohnungsmarkt künftig maximal zehn Prozent über dem ortsüblichen Niveau liegen. Die Regeln greifen bei einem Mieterwechsel. Sie sollen Anfang des kommenden Jahres in Kraft treten. Eine Neuerung gibt es auch bei der Kaution für Makler. Diese muss künftig vom Auftraggeber bezahlt werden. Dies ist in der Regel der Vermieter. Bisher wälzten viele Eigentümer die Kosten auf die Mieter ab.

  • Klimagipfel in New York: Grüne kritisieren Fernbleiben der Kanzlerin

    Die Grünen kritisieren, dass Bundeskanzlerin Merkel nicht am heutigen Klimagipfel in New York teilnimmt. Die Parteivorsitzende Peter nannte die Absage in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" eine Blamage. Der Staatssekretär im Umweltministerium, Flasbarth, betonte dagegen, Deutschland sei mit Ressortchefin Hendricks gut vertreten. Er rief die EU-Staaten im Deutschlandfunk auf, ihre Anstrengungen gegen Treibhausgase zu verstärken. Hendricks selbst sagte im RBB, sie setze Hoffnungen auf die USA. Diese hätten wie China erkannt, dass mehr Klimaschutz nötig sei. Zu der Konferenz werden mehr als 100 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt erwartet. Nach Zusammenstößen mit Demonstranten in der New Yorker Wall Street nahm die Polizei rund hundert Menschen fest.

  • BDI-Chef Grillo fordert mehr Investitionen in Infrastruktur

    Der Bundesverband der Deutschen Industrie hat von der Bundesregierung mehr Investitionen gefordert. BDI-Präsident Grillo sagte im Deutschlandfunk, nötig sei etwa ein Ausbau der Infrastruktur. Damit auch private Unternehmen mehr investierten, müssten die Rahmenbedingungen stimmen. Von der französischen Regierung verlangte Grillo Strukturreformen. Europa brauche ein starkes Frankreich mit einem konsolidierten Haushalt. Die von Ministerpräsident Valls angekündigten Maßnahmen seien positiv, müssten nun aber konsequent umgesetzt werden. - Valls nimmt heute in Berlin am jährlich stattfindenden Tag der Deutschen Industrie teil. Dazu werden auch Bundeskanzlerin Merkel und Wirtschaftsminister Gabriel erwartet.

  • Neuer Zehn-Euro-Schein wird ausgegeben

    Seit heute sind neue Zehn-Euro-Scheine im Umlauf. Die Banknoten werden an Geldautomaten, Bankschaltern und Ladenkassen ausgegeben. Die neuen Scheine sollen fälschungssicherer sein. So sind etwa das Wasserzeichen und das Hologramm-Band besser zu erkennen. Zudem wurde die Oberfläche mit einem Speziallack überzogen, um sie haltbarer zu machen. Die alten Zehn-Euro-Scheine bleiben gültig und werden nach und nach aus dem Verkehr gezogen.

  • Gericht in China verhängt lebenslange Haftstrafe für uigurischen Regimekritiker

    In China ist erneut ein Regimekritiker zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Es handelt sich um den Pekinger Wirtschaftsprofessor Ilham Tohti, der sich für die Rechte der Uiguren einsetzt. Ein Gericht in der nordwest-chinesischen Provinz Xinjiang warf dem 44-Jährigen Separatismus vor. Sein Anwalt wies die Vorwürfe zurück und kündigte Berufung an. Auch international war der Prozess auf Kritik gestoßen. Menschenrechtsgruppen sprachen von einem ungerechten politischen Verfahren.

  • Israelische Armee tötet mutmaßliche Mörder dreier Jugendlicher

    Israelische Soldaten haben im Westjordanland zwei Männer erschossen, die für die Entführung von drei Religionsschülern im Juni verantwortlich sein sollen. Nach Angaben eines Militärsprechers wurden die beiden Palästinenser bei einem nächtlichen Einsatz in der Stadt Hebron getötet. Sie hätten sich ihrer Festnahme widersetzt. - Die drei israelischen Jugendlichen waren Mitte Juni auf dem Heimweg aus ihrer Talmud-Schule nahe Hebron verschwunden. Ihre Leichen wurden später gefunden. Die Tat war der Auslöser für weitere Gewalt, die zum Gaza-Krieg führte. In Kairo nehmen Israelis und Palästinenser heute ihre Verhandlungen über einen dauerhaften Waffenstillstand in dem Küstengebiet wieder auf.

  • Griechische Staatsbedienstete streiken wegen Entlassungen

    Aus Protest gegen geplante Entlassungen haben die griechischen Staatsbediensteten erneut die Arbeit niedergelegt. Ministerien und andere Behörden blieben geschlossen. In staatlichen Krankenhäusern wurden nur Notfälle behandelt. Die Schulen blieben dagegen geöffnet, die meisten Lehrer gingen trotz eines Streikaufrufs ihrer Gewerkschaft zur Arbeit. Die Staatsbediensteten protestieren gegen die Entlassung von tausenden Kollegen. Die Kürzungen im öffentlichen Dienst sind Bedingung für weitere Finanzhilfen der internationalen Geldgeber.

  • Wetter: Im Osten und Südosten einzelne Schauer, sonst teilweise sonnig, 13 bis 18 Grad

    Das Wetter: Meist trocken, nur im Nordwesten und Südosten wolkig. Höchstwerte zwischen 12 und 20 Grad. Morgen zunächst im Nordwesten, dann auch im Nordosten Regen mit einzelnen Gewittern. In der Mitte und im Süden trocken und teilweise sonnig. 14 bis 20 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag im Norden und Osten weiter dicht bewölkt, im Süden und Westen sonnig bei unveränderten Temperaturen.

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