Nachrichten

Montag, 22. Dezember 2014 01:00 Uhr

  • EKD-Ratsvorsitzender Bedford-Strohm: Mit Pegida-Demonstranten auseinandersetzen

    Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bedford-Strohm, hat dazu aufgerufen, sich mit der "Pegida"-Gruppierung auseinandersetzen. Es gelte, Ängste abzubauen und mit den Menschen auf der Straße ins Gespräch zu kommen, sagte Bedford-Strohm der "Passauer Neuen Presse". Viele der Demonstranten wehrten sich dagegen, als Rechtsradikale abgestempelt zu werden. Zugleich räumte Bedford-Strohm ein, dass Neonazis versuchten, die Gruppierung für sich zu instrumentalisieren. Er erlaube sich jedoch kein Urteil über jeden einzelnen Demonstranten. Bei Angriffen auf eine Religion, Flüchtlinge oder Asylbewerber müsse man aber in aller Klarheit Nein sagen.

  • Bundespräsident Gauck: Udo Jürgens war Großer des deutschen Chansons

    Bundespräsident Gauck hat den gestorbenen Sänger und Komponisten Udo Jürgens als einen Großen des deutschen Chansons gewürdigt. Seine Lieder hätten alle begleitet und erfreut, manchmal auch getröstet und nachdenklich gemacht, heißt es in einem Kondolenzschreiben Gaucks an die Tochter des Musikers. Kulturstaatsministerin Grütters nannte Udo Jürgens einen Ausnahmekünstler. Der Schlager habe durch ihn eine neue Qualität bekommen. Udo Jürgens starb nach Angaben seines Managements in der Schweiz im Alter von 80 Jahren an Herzversagen. Der gebürtige Österreicher, der mit bürgerlichem Namen Udo Jürgen Bockelmann hieß, stand mehr als 50 Jahre auf der Bühne. Er komponierte über 1.000 Lieder und veröffentlichte mehr als 50 Alben. Zu seinen größten Hits zählen Stücke wie "Merci Chérie", "Griechischer Wein" oder "Ich war noch niemals in New York".

  • Bahn treibt laut Medienbericht Videokontrolle voran

    Die Deutsche Bahn will einem Medienbericht zufolge die Überwachung ihrer Bahnhöfe mit Videokameras verstärkt ausbauen. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, sollen im kommenden Jahr bis zu 700 weitere Kameras in rund hundert Bahnhöfen installiert werden. Bahnvorstand Becht sagte der Zeitung, man wolle damit die Polizei bei der Bekämpfung von Straftaten unterstützen. Um welche Bahnhöfe es sich handelt, werde erst noch festgelegt. 2013 hatte das Unternehmen mit der Bundesregierung und der Bundespolizei vereinbart, in den kommenden Jahren insgesamt 60 Millionen Euro in den Ausbau der Videotechnik zu investieren. Diese soll dann nicht nur den laufenden Betrieb überwachen, sondern die Bilder bis zu 72 Stunden lang speichern.

  • Ex-Generalinspekteur Kujat warnt vor Destabilisierung Russlands

    Der frühere Generalinspekteur der Bundeswehr, Kujat, hat davor gewarnt, Russland wegen der Ukraine-Krise durch Sanktionen weiter zu destabilisieren. Ein solcher Kurs berge Gefahren bis hin zur bewaffneten Auseinandersetzung, sagte Kujat der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Ein wirtschaftlich stabiles, politisch berechenbares Russland sei die Voraussetzung für eine gemeinsame Lösung und die Abwendung einer weiteren Eskalation. Ein Konflikt sei nur lösbar, wenn der Gegner rational handlungsfähig sei. Eine Großmacht wie Russland bestrafen zu wollen, führe daher in die Irre, betonte Kujat. Die Politik müsse verhindern, dass aus dem Konflikt in der Ukraine ein Konflikt um die Ukraine werde.

  • Tunesien: Essebsi sieht sich als Sieger der Präsidentenwahl

    Nach der ersten freien Präsidentenwahl in Tunesien hat sich der langjährige Regierungspolitiker Essebsi zum Sieger erklärt. Sein Wahlkampfleiter teilte mit, erste Hinweise deuteten darauf hin, dass der 88-Jährige die Stichwahl mit deutlichem Vorsprung vor seinem Herausforderer, Interimspräsident Marzouki, gewonnen habe. Dieser erklärte, es gebe Hinweise, dass er selbst vorne liege. Offizielle Hochrechnungen liegen bisher nicht vor. Essebsi gehört der antiislamistischen und neoliberal ausgerichteten Partei "Nidaa Tounès" an, die bei der Parlamentswahl vor zwei Wochen stärkste Kraft geworden war. Marzouki ist Mitglied des sozialdemokratischen "Kongresses für die Republik".

  • Jordanien vollstreckt nach jahrelanger Pause wieder Todesurteile

    Nach jahrelanger Pause sind in Jordanien wieder Todesurteile vollstreckt worden. Elf wegen Mordes verurteilte Männer seien gestern gehenkt worden, verlautete aus Justizkreisen. Damit beendete Jordanien ein seit 2006 geltendes Moratorium. Seither wurde gegen insgesamt 120 Angeklagte die Todesstrafe verhängt.

  • Sportler des Jahres: Höfl-Riesch, Harting, Fußball-Nationalmannschaft

    Die zurückgetretene Ski-Rennläuferin Maria Höfl-Riesch und Diskus-Olympiasieger Robert Harting sind Deutschlands Sportler des Jahres 2014. Zur Mannschaft des Jahres wählten die Sportjournalisten die deutschen Fußball-Weltmeister. Die Sieger wurden bei einer Gala im Kurhaus von Baden-Baden ausgezeichnet.

  • Wetter: Am Montag Regen, nur im Süden trocken

    Das Wetter: Nachts im Norden und in der Mitte Regen. Im Süden teils klar und meist trocken. Tiefstwerte 8 bis 1 Grad. Am Tag weitere Niederschläge, nur im Süden weitgehend trocken. Höchsttemperaturen 6 bis 13 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag ähnliches Wetter bei 8 bis 13 Grad.

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