Nachrichten

Mittwoch, 16. April 2014 06:00 Uhr

  • Putin warnt vor Eskalation in der Ukraine

    Der russische Präsident Putin hat vor einer Eskalation des Konflikts in der Ukraine gewarnt. Nach Angaben des Kreml sagte er in einem Telefonat mit Bundeskanzlerin Merkel, das Land stehe am Rande eines Bürgerkriegs. Scharfe Kritik übte Putin an dem Vorgehen der ukrainischen Sicherheitskräfte gegen pro-russische Separatisten im Osten des Landes. Die Regierung in Kiew hatte gestern die Räumung besetzter Regierungsgebäude durch Anti-Terror-Einheiten angeordnet. Aus dem Bundespresseamt hieß es, bei dem Gespräch zwischen Putin und Merkel habe die Vorbereitung des Treffens in Genf im Mittelpunkt gestanden. Dort beraten die Außenminister Russlands, der USA und der Ukraine morgen mit EU-Vertretern über eine diplomatische Lösung der Krise. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon sprach sich gegen den Einsatz von Blauhelmsoldaten in der Ukraine aus. Dies erscheine ihm zum jetzigen Zeitpunkt nicht machbar, sagte Ban der mexikanischen Zeitung "Reforma". Dem Blatt zufolge hatte der ukrainische Präsident Turtschinow um die Entsendung von UNO-Truppen gebeten.

  • Städtetag für strengere Abgasnormen

    Der Deutsche Städtetag hat sich angesichts der hohen Feinstaub-Werte in vielen Kommunen für schärfere Umwelt-Auflagen ausgesprochen. Hauptgeschäftsführer Articus sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", die Abgasnorm Euro 6 müsse schneller eingeführt werden als geplant. Sie wird im September für alle Neuwagen verbindlich und begrenzt unter anderem den Ausstoß von Ruß-Partikeln. - Das Umweltbundesamt hatte gestern vor einer hohen Belastung durch Feinstaub gewarnt. Danach ist in Stuttgart die erlaubte Jahresdosis an einigen Mess-Stellen bereits überschritten. In Berlin, Leipzig und Halle ist sie nahezu erreicht.

  • Urteil im Nürburgring-Prozess erwartet

    Im Verfahren um Untreuevorwürfe im Zusammenhang mit der Sanierung des Nürburgrings wird heute das Urteil erwartet. Angeklagt ist unter anderem der ehemalige rheinland-pfälzische Finanzminister Deubel. Die Staatsanwaltschaft wirft dem SPD-Politiker vor, eigenmächtig Zahlungen veranlasst und Steuergeld gefährdet zu haben. Deubel, der deswegen 2009 zurückgetreten war, drohen bis zu vier Jahre Haft. Für die Sanierung der Rennstrecke hatte das Land 330 Millionen Euro gezahlt. Der insolvente Nürburgring wurde im März für 77 Millionen Euro an den Autozulieferer Capricorn verkauft.

  • Bundesgericht urteilt über Ethik-Unterricht an Grundschulen

    Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet heute, ob schon Grundschulen das Fach Ethik im Lehrplan haben müssen. Den Leipziger Richtern liegt die Klage einer Mutter vor. Sie hatte vom Land Baden-Württemberg verlangt, für ihre konfessionslosen Kinder eine Alternative zum Religionsunterricht anzubieten. In den beiden Vorinstanzen war die Klägerin gescheitert. Einige Bundesländer bieten bereits jetzt Ethik in der Grundschule an.

  • Kroatischer Geheimdienstagent wird an Deutschland ausgeliefert

    Der ehemalige kroatische Geheimdienstgeneral Mustac wird an Deutschland ausgeliefert. Das entschied das Oberste Gericht Kroatiens, wie Medien in Zagreb berichten. Mustac wird in Deutschland wegen der Ermordung eines jugoslawischen Dissidenten vor gut 30 Jahren gesucht. Ende Januar war wegen desselben Mordfalles der frühere Geheimdienstler Perkovic ausgeliefert worden. Der antikommunistische jugoslawische Dissident Djurekovic war 1983 im bayerischen Wolfratshausen getötet worden.

  • Nahost-Friedensgespräche: Bemühungen um Verlängerung

    Israel und die Palästinenser sind nach US-Angaben grundsätzlich bereit, den Friedensprozess über Ende April hinaus fortzusetzen. Eine Sprecherin des US-Außenministeriums sagte in Washington, heute solle es zu diesem Thema eine Gesprächsrunde geben. Die von den USA vermittelten Verhandlungen standen zuletzt kurz vor dem Aus. Grund sind die unversöhnlichen Positionen. Die israelische Regierung weigert sich, weitere palästinensische Gefangene freizulassen. Die Palästinenserführung beantragte im Gegenzug den Beitritt zu mehreren UNO-Organisationen und internationalen Verträgen, um ihre Anerkennung voranzutreiben.

  • Ägyptisches Gericht: Muslimbrüder dürfen nicht kandidieren

    Ein ägyptisches Gericht hat den Mitgliedern der Muslimbruderschaft die Kandidatur bei den anstehenden Parlaments- und Präsidentenwahlen verboten. Die Richter in der Stadt Alexandria wiesen die Behörden an, Bewerbungen von derzeitigen oder früheren Mitgliedern der islamistischen Bewegung nicht zuzulassen. Grundlage für das Urteil war eine Petition von Bürgern. Die Muslimbruderschaft, der auch der gestürzte Präsident Mursi entstammte, war im Dezember als Terrororganisation eingestuft worden. Die Präsidentschaftswahl in Ägypten findet Ende Mai statt. Anschließend soll das Parlament neu gewählt werden.

  • Teheran protestiert bei UNO in Botschafter-Affäre

    Der Iran hat bei den Vereinten Nationen offiziell Protest dagegen eingelegt, dass die USA seinen UNO-Botschafter nicht ins Land lassen. In einem Beschwerdebrief Teherans heißt es, die Regierung in Washington verletze ihre Pflicht. Die USA verweigern dem iranischen Gesandten Abutalebi ein Visum für die Einreise. Sie werfen ihm vor, 1979 an der Besetzung der US-Botschaft in Teheran beteiligt gewesen zu sein. Der Diplomat bestreitet dies. Er gibt an, lediglich als Übersetzer gearbeitet zu haben.

  • EU verurteilt Gewalt in Nigeria

    Die Außenbeauftragte der Europäischen Union, Ashton, hat die jüngsten Gewaltakte in Nigeria verurteilt. Sie erklärte in Brüssel, die EU werde das Land im Kampf gegen Terrorismus und Gewalt unterstützen. Die Verantwortlichen für den Angriff auf eine Schule im Bundesstaat Borno müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Dabei wurden gestern mehr als hundert Schülerinnen entführt. Zuvor waren bei einem Anschlag auf einen Busbahnhof in der Hauptstadt Abuja mehr als 70 Menschen getötet worden. Die Regierung macht für beide Taten die islamistische Terrorgruppe Boko Haram verantwortlich.

  • USA reduzieren Treibhausgas-Ausstoß

    Die Vereinigten Staaten haben weniger Treibhausgase ausgestoßen. Die Umweltschutz-Behörde in Washington teilte mit, die Emissionen seien im Jahr 2012 um gut drei Prozent zurückgegangen. Gründe seien der sinkende Energieverbrauch von US-Unternehmen und der zunehmende Einsatz von Erdgas anstelle von Kohle. US-Präsident Obama will den Treibhausgas-Ausstoß bis zum Jahr 2020 um 17 Prozent senken. Die USA sind nach China weltweit der größte Verursacher von klimaschädlichen Partikeln.

  • Boston: Hunderte am Jahrestag des Anschlags evakuiert

    In Boston hat die Polizei am Jahrestag des Terroranschlags vorsorglich hunderte Menschen in Sicherheit gebracht. In der Nähe des Anschlagsorts sprengten Experten zwei verdächtige Rucksäcke. Ein Verdächtiger sei in Gewahrsam genommen worden, hieß es. Die Polizei sprach von einer Vorsichtsmaßnahme. - Bei dem Attentat auf den Boston-Marathon vor einem Jahr waren mehr als 260 Menschen verletzt worden. Einer der Täter wurde auf der Flucht erschossen. Sein Bruder muss sich ab November vor Gericht verantworten. Die Ermittler gehen von einer islamistisch motivierten Tat aus. US-Vizepräsident Biden sagte bei der offiziellen Gedenkfeier vor tausenden Gästen, das Land werde sich dem Terrorismus nicht ergeben.

  • Fußball: Dortmund im Finale des DFB-Pokals

    Borussia Dortmund steht im Finale des Fußball-DFB-Pokals. Die Mannschaft gewann gegen den VfL Wolfsburg mit 2:0. Endspiel-Gegner ist der Sieger der Partie zwischen Bayern München und dem 1. FC Kaiserslautern, die heute ausgetragen wird.

  • Fähre mit hunderten Passagieren in Südkorea verunglückt

    Vor der südkoreanischen Küste ist eine Fähre mit hunderten Passagieren verunglückt. Nach Angaben der Küstenwache wurde mindestens ein Toter geborgen. Die Nachrichtenagentur Yonhap meldet, mehr als 130 Menschen seien gerettet worden. Die Fähre war auf dem Weg zur Ferieninsel Jeju, als sie in Schieflage geriet. An Bord waren mehrheitlich Schüler und Lehrer.

  • Wetter: Im Westen sonnig, sonst bewölkt, 8 bis 16 Grad

    Das Wetter: Am Tage im Westen sonnig, sonst bewölkt. Im äußersten Südosten etwas Regen. Höchstwerte zwischen 8 Grad in Südostbayern und 16 Grad am Niederrhein. Morgen in der Nordwesthälfte stark bewölkt, in der Südosthälfte heiter bis wolkig. Weitgehend niederschlagsfrei. 14 bis 19 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Freitag wechselnd bewölkt. Zeitweise Regen, in höheren Lagen auch Schnee. 9 bis 15 Grad.

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