Nachrichten

Dienstag, 28. April 2015 16:00 Uhr

  • Nepal: Schwierige Bedingungen für Katastrophenhilfe

    Im nepalesischen Katastrophengebiet kommt die Hilfe nur schleppend voran. In der Hauptstadt Kathmandu gibt es weiterhin keinen Strom und kaum Trinkwasser. Auch Lebensmittel werden knapp. Zehntausende Menschen sollen die Stadt bereits verlassen haben. Internationale Hilfslieferungen verzögern sich, weil der Flughafen in Kathmandu nur über sehr begrenzte Kapazitäten verfügt. Das Deutsche Rote Kreuz hat seinen Hilfsflug mit Zelten, Decken und Hygienepaketen ein weiteres Mal verschoben. In einem Dorf im Bezirk Gorkha werden nach einer Lawine bis zu 250 Menschen vermisst. Insgesamt wurden seit dem Beben mehr als 4.400 Tote geborgen. Unter den Opfern ist nach Angaben des Auswärtigen Amtes ein deutscher Staatsangehöriger. Dabei handelt es sich laut der Universität Göttigen um einen Wissenschaftler der Hochschule. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind 1,4 Millionen Überlebende auf Trinkwasser und Nahrungsmittel angewiesen.

  • Merkel mahnt solidarische Verteilung von Flüchtlingen in der EU an

    Angesichts steigender Flüchtlingszahlen hat Bundeskanzlerin Merkel mehr Solidarität bei der Verteilung der Ankömmlinge auf die EU-Staaten verlangt. Ausschlaggebend dürften nicht nur die Bevölkerungszahl und die wirtschaftliche Stärke eines Landes sein, sagte Merkel nach einem Treffen mit der dänischen Ministerpräsidentin Thorning-Schmidt in Kopenhagen. Zur Kritik an den Ergebnissen des EU-Sondergipfels zur Flüchtlingsfrage sagte die Kanzlerin, es habe sich um einen ersten wichtigen Schritt gehandelt. Deutschland, Dänemark und andere Länder hätten zusätzliche Kapazitäten angeboten, um Italien zu helfen. Man habe nicht die Lösung des gesamten Problems erwarten können, betonte Merkel.

  • Sozialverband: Soziale Spaltung in Deutschland wird tiefer

    Trotz der vergleichsweise guten wirtschaftlichen Lage in Deutschland vergrößert sich die Kluft zwischen Arm und Reich. Vom wachsenden Wohlstand profitierten immer weniger Menschen, sagte der Vorsitzende des Paritätischen Gesamtverbandes, Rosenbrock, in Berlin. Laut dem Jahresgutachten des Verbandes stieg die Armutsquote innerhalb eines Jahres von 14 auf 15,5 Prozent. In Deutschland gilt als arm, wer über weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens verfügt. Das sind 892 Euro pro Monat. Deutschland sei das Land mit der höchsten Vermögensungleichheit innerhalb der Euro-Zone, sagte Rosenbrock.

  • Kitas: Verdi droht mit unbefristetem Streik

    Die Gewerkschaft Verdi hat im Streit um eine bessere Bezahlung von Erziehern und Sozialarbeitern eine Urabstimmung über einen unbefristeten Streik eingeleitet. Verdi-Chef Bsirske warf den Arbeitgebern vor, die Auseinandersetzung provoziert zu haben. Es seien lediglich punktuelle Verbesserungen für einen sehr kleinen Teil der Beschäftigten vage in Aussicht gestellt worden. Gestern Abend hatten die Gewerkschaften die Tarifverhandlungen für die rund 240.000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst für gescheitert erklärt. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände kritisierte die geplanten Streiks und forderte zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf.

  • Deutsche Bank- Manager wegen des Vorwurfs des versuchten Prozessbetrugs vor Gericht

    Der Ko-Vorsitzende der Deutschen Bank, Fitschen, und vier ehemalige Vorstände müssen sich seit heute vor dem Landgericht München verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen versuchten Prozessbetrug in einem besonders schweren Fall vor. Die Manager sollen 2011 in einem Schadenersatzprozess durch gemeinsame Absprachen versucht haben, das Gericht zu täuschen. Dieses Verfahren zwischen den Erben des Medienunternehmers Kirch und der Deutschen Bank wurde außergerichtlich beigelegt. Das Geldinstitut zahlte 925 Millionen Euro an die Kläger. Der ehemalige Vorstandssprecher Breuer hatte Kirchs Kreditwürdigkeit öffentlich in Zweifel gezogen.

  • Ukraine: OSZE will bei Minsker Vereinbarung Tempo machen

    Nach Berichten über neue Gewalt in der Ukraine dringt die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa auf die Umsetzung der Friedensvereinbarung von Minsk. Bei einem Treffen der OSZE-Troika forderten die Außenminister aus Serbien, Deutschland und der Schweiz die vollständige und bedingungslose Einhaltung des Vertrages. Dabei sollen auch vier neue Arbeitsgruppen helfen. Nach Angaben des ukrainischen Militärs setzten prorussische Separatisten in der Region Donezk heute wieder Raketenwerfer ein. Ein Sprecher der Aufständischen warf der ukrainischen Armee vor, die Waffenruhe verletzt zu haben.

  • Burundi: Gewaltsame Proteste gegen Staatspräsidenten halten an

    Im ostafrikanischen Burundi halten die gewaltsamen Proteste gegen Präsident Nkurunziza an. Tausende Demonstranten sprachen sich in der Hauptstadt Burumbuja gegen seine Kandidatur für eine dritte Amtszeit aus. Es kam zu Straßenkämpfen mit den Sicherheitskräften. Mindestens 5.000 Menschen sollen bereits aus Burundi geflohen sein. Am Wochenende hatte Nkurunziza angekündigt, für eine weitere Amtszeit zu kandidieren. Die Opposition hält das für verfassungswidrig. Der amtierende Präsident hatte vor zehn Jahren einen Bürgerkrieg zwischen den Volksgruppen Hutu und Tutsi beendet. Wegen der jetzigen Gewalt wächst die Sorge, dass die Ethnien wieder gegeneinander aufgehetzt werden. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon entsandte einen Sonderbeauftragten nach Burundi.

  • Wetter: Schauer, 16 bis 13 Grad

    Das Wetter: Im Norden und Westen bei wechselnder Bewölkung einzelne Schauer oder Gewitter. Im Osten und Süden stark bewölkt, gebietsweise Schauer. Höchstwerte 6 bis 13 Grad. Morgen nach Auflösung von Nebelfeldern verbreitet sonnig. Ab mittags von Nordwesten und Westen her Wolkenverdichtung. Temperaturen 13 bis 18 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag Schauer oder Gewitter. Im Süden auch längere Zeit Regen. 9 bis 16 Grad.

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