Nachrichten

Sonntag, 1. Februar 2015 08:00 Uhr

  • IS ermordet offenbar zweiten Japaner

    Die sunnitische Terrormiliz IS hat wieder eine Geisel ermordet. Dabei handelt es sich um den japanischen Journalisten Kenji Goto. Auf einem Video, das im Internet verbreitet wurde, ist seine Enthauptung zu sehen. Die japanische Regierung hält die Aufnahme für authentisch. Ministerpräsident Abe zeigte sich schockiert und sprach von einem "unmoralischen und abscheulichen Akt des Terrorismus". UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte die Tat ebenfalls auf das Schärfste und forderte den IS auf, alle weiteren Geiseln ohne Bedingungen freizulassen. Der sogenannte "Islamische Staat" hatte vor einer Woche bereits einen Japaner getötet. Außerdem befindet sich noch ein jordanischer Kampfpilot in der Gewalt der Dschihadisten. Jordanien hat angeboten, im Gegenzug für den Piloten eine irakische Terroristin freizulassen. Der Austausch ist aber bislang nicht zustandegekommen.

  • Grosser im DLF: "Französische Gefängnisse produzieren Mörder"

    Der französische Politologe und Schriftsteller Grosser hat eine Diskriminierung junger Muslime in Frankreich beklagt. Er sagte im "Interview der Woche" des Deutschlandfunks, das widerfahre den jungen Leute aus den ghettoartigen Vororten zum Beispiel bei der Wohnungs- oder Arbeitssuche. Sie seien zwar Franzosen, würden aber benachteiligt. Auf der Suche nach Identität suchten und fänden viele von ihnen den Islam, betonte Grosser. Für die Radikalisierung junger Muslime machte der Politologe auch die Gefängnisse in Frankreich verantwortlich. Dort erlebten viele junge Menschen Diskriminierung, unter ihnen auch einer der späteren Attentäter von Paris. Auf diese Weise produzierten die Gefängnisse Mörder, kritisierte Grosser. Er unterstrich zugleich, er habe seit den Anschlägen von Paris nicht beobachtet, dass der Antisemitismus in Frankreich zugenommen habe. Grosser wird heute 90 Jahre alt.

  • Herrmann (CSU): Albanien, Kosovo und Montenegro sollten "sichere Herkunftsländer" werden

    Bayerns Innenminister Herrmann tritt dafür ein, das Asylrecht weiter zu verschärfen. Der CSU-Politiker sagte der Zeitung "Welt am Sonntag", er fordere den Bund auf, Albanien, das Kosovo und Montenegro zu "sicheren Herkunftsstaaten" zu erklären. Bundestag und Bundesrat hatten diesen Status im vergangenen Jahr bereits Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina zuerkannt. Herrmann betonte, aus allen sechs Ländern sei der Zustrom von Menschen nach wie vor sehr hoch. Die Anerkennungsquote beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge liege aber nahezu bei Null, weil den Asylanträgen in erster Linie rein wirtschaftliche Motive zugrundelägen. Anträge von Flüchtlingen aus sicheren Herkunftsländern können vom Bundesamt als "offensichtlich unbegründet" abgelehnt werden, weil die Behörden davon ausgehen, dass den Antragstellern keine Gefahr droht.

  • Oppermann (SPD) fordert Einwanderungsgesetz mit flexiblem Punktesystem

    SPD-Fraktionschef Oppermann schlägt ein flexibles Punktesystem vor, um die Einwanderung nach Deutschland zu regeln. Er sagte der Zeitung "Bild am Sonntag", es sei sinnvoll, jedes Jahr aufs Neue festzulegen, wie viele Zuwanderer aus Nicht-EU-Staaten Deutschland benötige und in welchen Berufen ein Mangel bestehe. Nur so könne man sicherstellen, dass Menschen kämen, die in der Wirtschaft gebraucht würden. Oppermann verlangte auch mehr Förderung für sogenannte Bildungsverlierer - also alle jene, die wegen geringer Qualifikation schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Konflikte zwischen ihnen und den Einwanderern müssten schon im Vorfeld vermieden werden.

  • Polen und Frankreich zollen Weizsäcker Respekt

    Europäische Staatschefs haben das Lebenswerk des gestorbenen Altbundespräsidenten Richard von Weizsäcker gewürdigt. Der polnische Präsident Komorowski erklärte, Weizsäcker bleibe als glühender Verfechter und Architekt der deutsch-polnischen Versöhnung in Erinnerung, die er als eine Pflicht angesehen habe. Weizsäcker habe sowohl zur deutschen Wiedervereinigung als auch zur europäischen Integration wesentlich beigetragen. Der französische Präsident Hollande schrieb, Weizsäcker habe durch seinen persönlichen Lebensweg, sein politisches Engagement und seine moralische Haltung die Geschichte geprägt. - Das Bundespräsidialamt in Berlin plant für den 11. Februar einen Staatsakt für Weizsäcker, der im Alter von 94 Jahren gestorben ist.

  • EU-Parlamentspräsident Schulz: Tsipras muss Angriffe auf Merkel beenden

    Der Präsident des Europäischen Parlaments, Schulz, hat die neue griechische Regierung vor überzogener Kritik an Deutschland gewarnt. Der SPD-Politiker sagte der "Welt am Sonntag", Griechenland brauche die Hilfe der Bundesregierung. Deshalb sei es kurzsichtig, auf Deutschland einzuprügeln. Bei seinem Besuch in Athen habe er Ministerpräsident Tsipras empfohlen, die Angriffe auf Bundeskanzlerin Merkel einzustellen. Schulz zeigte sich bereit, mit der neuen griechischen Regierung über ihre Pläne zur Reformierung des Landes zu sprechen. Wenn Tsipras aber glaube, er könne die Troika der drei internationalen Geldgeber nach Hause schicken, habe er sich getäuscht. Finanzminister Varoufakis hatte zuletzt die Zusammenarbeit mit dem Internationalen Währungsfonds, der Europäischen Zentralbank und der EU-Kommission aufgekündigt. Heute trifft er seinen französischen Kollegen Sapin zu Gesprächen in Paris.

  • Amnesty: Ägypten will Tod von Demonstranten verschleiern

    Amnesty International hat schwere Vorwürfe gegen die ägyptische Regierung erhoben. Die Menschenrechtsorganisation wirft dem Land vor, den Tod von Demonstranten am vierten Jahrestag der Revolution von 2011 zu verschleiern. In einem Bericht heißt es, hunderte Teilnehmer der Proteste am 25. Januar seien inhaftiert worden. Weitere Augenzeugen würden bedroht. Die Polizei hatte in den Tagen um den 25. Januar mehrere Kundgebungen im Land gewaltsam aufgelöst. Mehr als 20 Menschen kamen ums Leben. Auch die Vereinten Nationen haben Ägypten bereits aufgefordert, das Vorgehen der Polizei aufzuklären.

  • Demonstranten in Hongkong gehen wieder auf die Straße

    In Hongkong werden heute zehntausende Menschen zu einer Demonstration für mehr Demokratie erwartet. Es ist die erste Kundgebung dieser Art, seitdem die Behörden im Dezember die letzten Protestlager einer studentisch geprägten Bewegung aufgelöst hatten. Die Demonstranten treten dafür ein, den nächsten Verwaltungschef von Hongkong frei wählen zu dürfen. Die chinesische Regierung lehnt das ab und will die Kandidaten von einer Kommission festlegen lassen. Hongkong gehört seit 1997 zu China. Die frühere britische Kronkolonie genießt aber weiterhin Sonderrechte.

  • Chiles Präsidentin will Abtreibung legalisieren

    Die chilenische Präsidentin Bachelet will Abtreibungen in Ausnahmefällen erlauben. Sie erklärte, die jetzige Gesetzgebung behandle die Bürger nicht mit der Würde, die ihnen zustehe. Nach ihren Vorstellungen soll der Abbruch einer Schwangerschaft möglich sein, wenn das Leben der Mutter gefährdet ist, wenn der Fötus nicht überlebensfähig ist und nach Vergewaltigungen. Konservative Parteien wollen die Reform blockieren. Bislang sind Abtreibungen in Chile ohne Ausnahme verboten und werden mit Gefängnis bestraft. Die Gesetzgebung gilt als besonders restriktiv und stammt noch aus der Zeit der Pinochet-Diktatur von 1973 bis 1990.

  • Handball: Heute Endspiel Katar - Frankreich

    Im Emirat Katar findet heute das Finale der Handball-Weltmeisterschaft statt. Dabei trifft die Mannschaft des Gastgeberlandes in der Hauptstadt Doha auf Frankreich. Das deutsche Team hatte gestern Slowenien mit 30:27 besiegt und kam damit auf Platz sieben. Die Mannschaft sicherte sich damit auch die Teilnahme an der Olympia-Qualifikation.

  • Fußball-Bundesliga: Leverkusen - Dortmund 0 : 0

    In der Fußball-Bundesliga gab es gestern folgende Ergebnisse: Leverkusen - Dortmund 0:0 Mainz - Paderborn 5:0 Schalke - Hannover 1:0 Freiburg - Frankfurt 4:1 Stuttgart - Mönchengladbach 0:1 Hamburg - Köln 0:2 Heute spielen Bremen gegen Berlin und Augsburg gegen Hoffenheim.

  • Lottozahlen: 7 - 27 - 42 - 45 - 46 - 47

    Die Lottozahlen: 7 - 27 - 42 - 45 - 46 - 47 Superzahl: 5 Spiel 77: 4 5 9 0 9 3 5 Super 6: 2 3 2 9 0 3 Die Angaben sind - wie immer - ohne Gewähr.

  • Wetter: Bewölkt mit Schnee- und Graupelschauern, -3 bis +4 Grad

    Das Wetter: Wechselnd bis stark bewölkt mit Schnee- und Graupelschauern, in den tieferen Lagen auch Regen. Im Westen und Nordwesten einzelne Gewitter. Minus 3 bis plus 4 Grad. Morgen wechselhaft, zwischen Schnee- und Graupelschauern etwas Sonne. Minus 5 bis plus 5 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag in der Nordhälfte Schneefall. Im Süden aufgelockert. 0 bis 4 Grad.

  • Temperaturen

    Die Temperaturen von heute früh 7 Uhr: Greifswald -1 Grad, Hamburg -1, Bremen 0, Hannover 0, Berlin 0, Leipzig -3, Köln 0, Dresden -1, Frankfurt am Main 0, Stuttgart 0, Freiburg 1 und München -1 Grad.

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