Nachrichten

Sonntag, 1. Februar 2015 12:00 Uhr

  • Bestürzung weltweit: Video zeigt Ermordung von IS-Geisel

    Die Ermordung einer zweiten Geisel aus Japan durch die Terrormiliz IS ist weltweit mit Bestürzung aufgenommen worden. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon sprach von einem barbarischen Akt. US-Präsident Obama erklärte, der ermordete Reporter Kenji Goto habe im syrischen Krieg mutig über das Leid der Bevölkerung berichtet. Japans Ministerpräsident Abe betonte, trotz der abscheulichen Tat werde man dem Terror nicht nachgeben. Zuvor war im Internet ein Video aufgetaucht, auf dem offenbar die Enthauptung des japanischen Journalisten zu sehen ist. Der IS hatte vor einer Woche bereits eine erste Geisel aus Japan ermordet. Die Dschihadisten haben seit Weihnachten auch einen jordanischen Kampfpiloten in ihrer Gewalt. Im Gespräch war, dass Jordanien im Gegenzug für seine Freilassung eine irakische Terroristin aus der Haft entlässt. Die jordanische Regierung betonte heute noch einmal, man sei bereit, alles für das Leben des Piloten zu tun.

  • UNO: Im Januar fast 1.400 Tote bei Kämpfen im Irak

    Im Irak sind im Januar fast 1.400 Menschen bei Kämpfen und Anschlägen getötet worden. Wie die zuständige Mission der Vereinten Nationen mitteilte, waren mehr als die Hälfte der Opfer Zivilisten. Besonders betroffen war den Angaben zufolge die Hauptstadt Bagdad mit mehr als 250 Toten in der Zivilbevölkerung.

  • Boko Haram startet neuen Angriff auf Maiduguri

    In Nigeria hat die Terrorgruppe Boko Haram abermals die Millionenstadt Maiduguri angegriffen. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur afp und beruft sich auf Telefonate mit Bewohnern der Stadt. Den Angaben zufolge rückten die Islamisten in der Nacht vor. Es kam zu Gefechten mit der Armee, die offenbar von bewaffneten Bürgern unterstützt wird. Das Militär hatte die letzte Offensive von Boko Haram vor einer Woche abgewehrt. Die Afrikanische Union will demnächst mit einer multinationalen Eingreiftruppe gegen die Islamisten vorgehen. Dafür wollen fünf Länder der Region insgesamt 7.500 Soldaten stellen.

  • Grosser im DLF: Diskriminierung ist Schuld an Radikalisierung

    Der französische Politologe und Schriftsteller Grosser hat Frankreichs Gefängnisse mitverantwortlich gemacht für die Radikalisierung junger Muslime. Er sagte im "Interview der Woche" des Deutschlandfunks, der desolate Zustand französischer Haftanstalten produziere Mörder. Einer der späteren Attentäter von Paris sei erst während einer Haftstrafe zum Islam konvertiert, nachdem er im Gefängnis sehr gelitten habe, betonte Grosser. Der Politologe kritisierte aber auch die Ghettoisierung französischer Vororte. Viele junge Menschen von dort erführen Diskriminierung, zum Beispiel bei der Wohnungs- oder Arbeitssuche. Da sie nicht als Franzosen behandelt würden, suchten viele ihre Identität im Islam, sagte Grosser.

  • EU-Parlamentspräsident Schulz: Tsipras muss Angriffe auf Merkel beenden

    Der Präsident des Europäischen Parlaments, Schulz, hat die neue griechische Regierung vor überzogener Kritik an Deutschland gewarnt. Der SPD-Politiker sagte der "Welt am Sonntag", Griechenland brauche die Hilfe der Bundesregierung. Deshalb sei es kurzsichtig, auf Deutschland einzuprügeln. Bei seinem Besuch in Athen habe er Ministerpräsident Tsipras empfohlen, die Angriffe auf Bundeskanzlerin Merkel einzustellen. Schulz zeigte sich bereit, mit der neuen griechischen Regierung über ihre Pläne zur Reformierung des Landes zu sprechen. Wenn Tsipras aber glaube, er könne die Troika der drei internationalen Geldgeber nach Hause schicken, habe er sich getäuscht. Finanzminister Varoufakis hatte zuletzt die Zusammenarbeit mit dem Internationalen Währungsfonds, der Europäischen Zentralbank und der EU-Kommission aufgekündigt. Heute trifft er seinen französischen Kollegen Sapin zu Gesprächen in Paris.

  • Polen und Frankreich zollen Weizsäcker Respekt

    Europäische Staatschefs haben das Lebenswerk des gestorbenen Altbundespräsidenten Richard von Weizsäcker gewürdigt. Der polnische Präsident Komorowski erklärte, Weizsäcker bleibe als glühender Verfechter und Architekt der deutsch-polnischen Versöhnung in Erinnerung, die er als eine Pflicht angesehen habe. Weizsäcker habe sowohl zur deutschen Wiedervereinigung als auch zur europäischen Integration wesentlich beigetragen. Der französische Präsident Hollande schrieb, Weizsäcker habe durch seinen persönlichen Lebensweg, sein politisches Engagement und seine moralische Haltung die Geschichte geprägt. - Das Bundespräsidialamt in Berlin plant für den 11. Februar einen Staatsakt für Weizsäcker, der im Alter von 94 Jahren gestorben ist.

  • Herrmann (CSU): Albanien, Kosovo und Montenegro sollten "sichere Herkunftsländer" werden

    Bayerns Innenminister Herrmann tritt dafür ein, das Asylrecht weiter zu verschärfen. Der CSU-Politiker sagte der Zeitung "Welt am Sonntag", er fordere den Bund auf, Albanien, das Kosovo und Montenegro zu "sicheren Herkunftsstaaten" zu erklären. Bundestag und Bundesrat hatten diesen Status im vergangenen Jahr bereits Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina zuerkannt. Herrmann betonte, aus allen sechs Ländern sei der Zustrom von Menschen nach wie vor sehr hoch. Die Anerkennungsquote beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge liege aber nahezu bei Null, weil den Asylanträgen in erster Linie rein wirtschaftliche Motive zugrundelägen. Anträge von Flüchtlingen aus sicheren Herkunftsländern können vom Bundesamt als "offensichtlich unbegründet" abgelehnt werden, weil die Behörden davon ausgehen, dass den Antragstellern keine Gefahr droht.

  • AfD-Parteitag berät über Steuerpolitik

    Die "Alternative für Deutschland" hat ihren Bundesparteitag in Bremen fortgesetzt. Geplant sind Beschlüsse zur Gesundheits- und Steuerpolitik. Gestern hatte sich die AfD eine neue Satzung gegeben. Ab Dezember wird die Partei nur noch von einem Vorsitzenden geführt. Bislang standen drei gleichberechtigte Sprecher an der Spitze. In der Bremer Innenstadt protestierten mehrere tausend Menschen gegen die Haltung der AfD zur Zuwanderung und ihre Kontakte zu Pegida.

  • Deutsche Flugbegleiter stimmen für Streiks im Arbeitskampf

    Die deutschen Flugbegleiter haben die Voraussetzungen für Streiks geschaffen. Nach Angaben der Kabinen-Gewerkschaft "Ufo" sprachen sich 93,3 Prozent für Arbeitsniederlegungen als Mittel im Arbeitskampf aus. Von den etwa 20.000 Stimmberechtigten nahm rund die Hälfte an der Abstimmung teil. Ufo-Chef Baublies betonte allerdings, Streiks stünden nicht unmittelbar bevor. Vor zwei Wochen waren die Verhandlungen zur betrieblichen Altersversorgung und den Übergangsrenten der Lufthansa-Flugbegleiter gescheitert. Gleichzeitig wurde eine sofortige Schlichtung eingeleitet. Auf einen Schlichter haben sich beide Seiten noch nicht geeinigt. - Auch bei den Piloten der Lufthansa läuft seit Monaten ein Tarifstreit.

  • Demo in Hongkong: Tausende Menschen fordern mehr Demokratie

    In Hongkong demonstrieren wieder tausende Menschen für mehr Demokratie. Viele von ihnen halten gelbe Regenschirme in die Luft, die im vergangenen Jahr zum Symbol der Bewegung geworden waren. Es ist die erste Kundgebung dieser Art, seitdem die Behörden im Dezember die letzten Protestlager einer studentisch geprägten Bewegung aufgelöst hatten. Die Demonstranten treten dafür ein, den nächsten Verwaltungschef von Hongkong frei wählen zu dürfen. Die chinesische Regierung lehnt das ab und will die Kandidaten von einer Kommission festlegen lassen. Hongkong gehört seit 1997 zu China. Die frühere britische Kronkolonie genießt aber weiterhin Sonderrechte.

  • Chiles Präsidentin will Abtreibung legalisieren

    Die chilenische Präsidentin Bachelet will Abtreibungen in Ausnahmefällen erlauben. Sie erklärte, die jetzige Gesetzgebung behandle die Bürger nicht mit der Würde, die ihnen zustehe. Nach ihren Vorstellungen soll der Abbruch einer Schwangerschaft möglich sein, wenn das Leben der Mutter gefährdet ist, wenn der Fötus nicht überlebensfähig ist und nach Vergewaltigungen. Konservative Parteien wollen die Reform blockieren. Bislang sind Abtreibungen in Chile ohne Ausnahme verboten und werden mit Gefängnis bestraft. Die Gesetzgebung stammt noch aus der Zeit der Pinochet-Diktatur von 1973 bis 1990.

  • Handball: Heute Endspiel Katar - Frankreich

    Im Emirat Katar findet heute das Finale der Handball-Weltmeisterschaft statt. Dabei trifft die Mannschaft des Gastgeberlandes in der Hauptstadt Doha auf Frankreich. Das deutsche Team hatte gestern Slowenien mit 30:27 besiegt und kam damit auf Platz sieben. Die Mannschaft sicherte sich damit auch die Teilnahme an der Olympia-Qualifikation.

  • Wetter: Bewölkt mit Schnee- und Graupelschauern, -3 bis +4 Grad

    Das Wetter: Wechselnd bis stark bewölkt mit Schnee- und Graupelschauern, in den tieferen Lagen auch Regen. Im Westen und Nordwesten einzelne Gewitter. Minus 3 bis plus 4 Grad. Morgen wechselhaft, zwischen Schnee- und Graupelschauern etwas Sonne. Minus 5 bis plus 5 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag in der Nordhälfte Schneefall. Im Süden aufgelockert. 0 bis 4 Grad.

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