Nachrichten

Montag, 27. April 2015 20:00 Uhr

  • Nepal: Rettungsarbeiten laufen schleppend an - Mehr als 4.000 Tote

    Zwei Tage nach dem Erdbeben in Nepal kommen die Rettungsarbeiten nur schleppend in Gang. Hilfsorganisationen berichten, dass Erdrutsche und Risse viele Straßen des Landes unpassierbar machten. Flugzeuge mit Hilfsgütern mussten umkehren, weil der einzige internationale Flughafen des Landes überlastet war. Zudem kann er wegen Nachbeben zeitweise nicht angesteuert werden. Zehntausende Menschen harren in Zelten aus und warten auf Hilfe. Krankenhäuser und Leichenhallen sind überfüllt. - Das Deutsche Rote Kreuz brachte gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk 60 Tonnen Hilfsgüter auf den Weg. - In Washington kündigte US-Außenminister Kerry an, die Nothilfe auf zehn Millionen Dollar zu erhöhen. Nach offiziellen Angaben stieg die Zahl der Todesopfer in Nepal mittlerweile auf mehr als 4.000. Am Mount Everest begannen Rettungshubschrauber damit, mehr als 150 Bergsteiger aus höheren Lagen zu befreien, deren Abstiegsroute blockiert ist. Zuvor waren bereits Verletzte aus dem Basislager ausgeflogen worden.

  • Tusk: Friedensmission in der Ostukraine "unmöglich"

    Die EU hat Forderungen nach einer internationalen Friedenstruppe für die Ostukraine zurückgewiesen. EU-Ratspräsident Tusk sagte bei einem Gipfeltreffen in Kiew, man kenne die ukrainischen Erwartungen, könne aber unmöglich eine Militärmission entsenden. Präsident Poroschenko hatte zuvor um eine solche Mission zur Umsetzung des Minsker Friedensabkommens gebeten. Tusk stellte statt dessen weitere humanitäre Hilfe in Aussicht. Zudem forderte er die Ukraine zu Reformen auf. Bundeskanzlerin Merkel plädierte im Ukraine-Konflikt für eine Verlängerung der Sanktionen gegen Russland. Merkel sagte bei bilateralen Regierungskonsultationen in Polen, die Strafmaßnahmen sollten auch weiterhin mit der Umsetzung des Minsker Abkommens verknüpft bleiben. Die EU will über diese Frage im Juni entscheiden. - Zugleich hieß es auf dem heutigen Treffen, Deutschland und Polen wollten wirtschaftlich enger zusammenrücken und ihre Kooperation auch in der Energiepolitik verstärken.

  • Nach Koalitionsgipfel geht der Streit um Mindestlohn weiter

    Die CSU besteht weiter auf Änderungen am Mindestlohn-Gesetz. Landesgruppenchefin Hasselfeld sagte der Nachrichtenagentur Reuters, vier Monate nach der Einführung hätten sich zahlreiche Probleme gezeigt - vor allem bei der Abgrenzung von Ehrenamt und beruflicher Tätigkeit, bei den Dokumentationspflichten und bei der Auftraggeberhaftung. Die Debatte darüber sei auch nach dem gestrigen Koalitionsgipfel keineswegs beendet, betonte Hasselfeld. Bundesarbeitsministerin Nahles schloss Änderungen dagegen vorerst aus. Die Pflicht zur Dokumentation der Arbeitszeiten sei angemessen und notwendig, sagte die SPD-Politikerin im ZDF. Beim Streit um die Kohlepolitik hat die Unionsfraktion Wirtschaftsminister Gabriel neue Gespräche angeboten. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Streitpunkt ist die Klimaschutzabgabe für Kohlekraftwerke, die Gabriel für ältere Anlagen verlangen will.

  • Deutsche Bank will schrumpfen - Jede dritte Filiale wird geschlossen

    Die Deutsche Bank will ihre Kosten deutlich senken und dabei jede dritte Geschäftsstelle schließen. Das gaben die beiden Vorstandsvorsitzenden Jain und Fitschen in Frankfurt am Main bekannt. Im Zuge der strategischen Neuausrichtung sollen im Privatkundengeschäft 200 der insgesamt 700 Filialen den Betrieb einstellen. Zu einem möglichen Stellenabbau wurden keine Angaben gemacht. Zudem will der Vorstand die Mehrheit an der Postbank abgeben. Bis Ende 2016 soll das Tochterunternehmen an die Börse gebracht und später komplett verkauft werden. Die Postbank-Mitarbeiter erhalten nach der heutigen Tarifeinigung zwischen Management und der Gewerkschaft Verdi einen Kündigungsschutz - bis Mitte 2017. Auch das Investmentbanking der Deutschen Bank soll schrumpfen, unter anderem wird der Rohstoffhandel aufgegeben. Im Gegenzug will die Unternehmensleitung das digitale Angebot, ebenso die Vermögensverwaltung für reiche Kunden ausbauen.

  • BND-Affäre: Regierung sieht keinen Bedarf für personelle Konsequenzen

    In der neuen Spionageaffäre um den Bundesnachrichtendienst sieht die Regierung derzeit keine Notwendigkeit für personelle Konsequenzen. Eine Sprecherin sagte in Berlin, diese Frage stelle sich momentan nicht. Zunächst stehe die Aufklärung des Sachverhalts im Vordergrund. Die Opposition hatte die Ablösung von BND-Chef Schindler gefordert. Die Behörde soll dem US-Geheimdienst NSA über Jahre geholfen haben, europäische Unternehmen und Politiker auszuforschen. Das Bundeskanzleramt hatte gestern bestätigt, dass es im Jahr 2008 über Spionageziele der NSA informiert wurde.

  • Opposition will de Maizière zu G36-Affäre befragen

    Die Opposition will Innenminister de Maizière im Verteidigungsausschuss des Bundestags zur Affäre um das Sturmgewehr G36 befragen. Linke und Grüne forderten den Ausschussvorsitzenden Bartels in einem gemeinsamen Schreiben dazu auf, den früheren Verteidigungsminister zur Sitzung am 6. Mai einzuladen. Auch die jetzige Amtsinhaberin von der Leyen wollen die Oppositions-Abgeordneten nochmals vorladen. De Maizière war Verteidigungsminister, als erste Zweifel an der Treffsicherheit des Sturmgewehrs bekannt wurden. Er hat spätestens seit März 2012 von den Problemen gewusst, aber bis zum Ende seiner Amtszeit im Dezember 2013 kaum Konsequenzen gezogen. Von der Leyen will das G36 nun ausmustern.

  • Zerwürfnis zwischen Nebenklägern im Auschwitz-Prozess

    Im Lüneburger Auschwitz-Prozess ist es zu einem Zerwürfnis unter den Nebenklägern gekommen. Anlass ist, dass die Auschwitz-Überlebende Eva Kor dem 93-jährigen Angeklagten Gröning vor Gericht vergeben hat. Die Anwälte von 49 Nebenklägern warfen Kor vor, den früheren SS-Mann Gröning eigenmächtig rehabilitiert und die Verzeihung öffentlich inszeniert zu haben. Sie verwiesen darauf, dass sich der 93-Jährige bislang frei von jeglicher strafrechtlicher Schuld fühle. Gröning wird beschuldigt, in Auschwitz Beihilfe zum Mord in 300.000 Fällen geleistet zu haben. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft verwischte er Spuren, indem er das Gepäck der ermordeten Menschen wegschaffen ließ.

  • Österreich bedauert Umgang mit NS-Opfern

    Österreich hat seinen Umgang mit den Opfern der Nazi-Herrschaft bedauert. Die 1945 gegründete Zweite Republik habe ihre Pflichten und Verantwortung nicht erfüllt, sagte Bundespräsident Fischer bei einem Staatsakt in Wien. Das Land hätte den Vertriebenen nach dem Krieg zumindest die österreichische Staatsbürgerschaft anbieten müssen. Bundespräsident Gauck sagte in Wien, Nationen müssten sich auch den dunklen Kapiteln ihrer Geschichte stellen. Im Anschluss reiste Gauck nach Tunesien. In der Hauptstadt Tunis wurde er von Präsident Essebsi empfangen. Thema des dreitägigen Besuchs ist unter anderem die Sicherheitslage.

  • Gedenkfeier für Germanwings-Opfer in Barcelona

    In Barcelona haben hunderte Menschen der Opfer des Absturzes der Germanwings-Maschine über den französischen Alpen gedacht. An der Trauerfeier in der Basilika "Sagrada Familia" nahmen unter anderem das spanische Königspaar, Ministerpräsident Rajoy sowie Vertreter von Christen, Juden und Muslimen teil. Bei dem Absturz am 24. März waren alle 150 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Darunter befanden sich 72 Deutsche und 51 Spanier. Der Airbus war auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf und wurde von dem Co-Piloten willentlich zum Absturz gebracht.

  • UNO-Generalsekretär Ban informiert sich in Italien über Flüchtlingskatastrophe

    UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat sich in Italien über die jüngsten Flüchtlingskatastrophen im Mittelmeer informiert. Bei seinem Besuch auf einem Marinesschiff vor der sizilianischen Küste wurde Ban von der EU-Außenbeauftragten Mogherini und Regierungschef Renzi begleitet. Italien ist besonders von der Entwicklung betroffen. Renzi forderte nach dem Treffen mehr Hilfen im Kampf gegen die Schlepper. Er hoffe dabei auf die Unterstützung der Vereinten Nationen, betonte Renzi. Vor einer Woche waren bei dem bislang schwersten Flüchtlingsunglück vermutlich mehr als 800 Menschen ums Leben gekommen.

  • Frankfurter Börse: Dax im Plus

    Der Aktienmarkt in Frankfurt am Main hat Kursgewinne verzeichnet. Der Dax stieg um 1,9 Prozent und ging mit 12.039 Punkten aus dem Handel.

  • Wetter: Am Dienstag regnerisch bei 7 bis 13 Grad

    Das Wetter: Nachts in der Südosthälfte weitere Niederschläge, teils kräftig und länger anhaltend. Im höheren Bergland Schnee. Sonst meist trocken. Tiefstwerte zwischen 8 Grad im Südosten und 0 Grad im Nordwesten. Am Tag erneut regnerisch bei 7 bis 13 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Mittwoch wolkig mit Aufheiterungen bei 11 bis 17 Grad.

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