Nachrichten

Freitag, 27. März 2015 14:00 Uhr

  • Co-Pilot von abgestürzter Germanwings-Maschine war krankgeschrieben

    Der Co-Pilot der abgestürzten Germanwings-Maschine war am Tag des Unglücks krankgeschrieben. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf teilte mit, bei der Durchsuchung seiner Wohnungen seien Dokumente mit medizinischem Inhalt sichergestellt worden, die auf eine langjährige Erkrankung hinwiesen. Unter anderem habe man aktuelle und zerrissene Krankschreibungen gefunden. Dies stütze die Annahme, dass der 27-Jährige seine Krankheit vor seinem Arbeitgeber verheimlicht habe. Abschiedsbriefe oder Bekennerschreiben wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht gefunden. Es gebe auch keine Anhaltspunkte für einen politischen oder religiösen Hintergrund. - Der Co-Pilot wird verdächtigt, die Germanwings-Maschine mit weiteren 149 Menschen an Bord über den französischen Alpen absichtlich zum Absturz gebracht zu haben. Zuvor soll er den Piloten aus dem Cockpit ausgesperrt haben. Als Konsequenz führen die deutschen Fluggesellschaften die sogennante Zwei-Personen-Regel ein. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft erklärte in Berlin, dies hätten die Airlines vorläufig und auf freiwilliger Basis beschlossen. Demnach müssen künftig immer mindestens zwei Crewmitglieder im Cockpit sein.

  • Gauck spricht in Haltern von "Band des Mittrauerns

    Bundespräsident Gauck hat den Hinterbliebenen der Opfer des Germanwings-Unglücks sein Mitgefühl ausgesprochen und Unterstützung zugesagt. Er erklärte nach dem Besuch eines Gedenkgottesdienstes im westfälischen Haltern, wenn man zueinander stehe, entstehe ein kostbares Band des Mitleidens und des Mittrauerns. In einer solchen Notsituation spüre man, dass man in einer Gesellschaft von Menschen lebe und nicht nur von funktionierenden Wesen. Gauck betonte, dass nicht alles Leid abgewendet werden könne. Man habe aber Arme und Hände, um zu helfen, wo man könne. Der Bundespräsident hatte den Gottesdienst in Haltern gemeinsam mit der nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin Kraft besucht. 16 Schüler und zwei Lehrerinnen des städtischen Gymnasiums kamen bei dem Absturz der Maschine in den französischen Alpen ums Leben.

  • Pkw-Maut im Bundestag beschlossen

    In Deutschland müssen Pkw-Fahrer ab 2016 für die Nutzung von Autobahnen und Bundesstraßen zahlen. Der Bundestag beschloss mit einer breiten Mehrheit von 433 Ja-Stimmen, die sogenannte Infrastrukturabgabe zu erheben. 128 Abgeordnete votierten dagegen, sechs Parlamentarier enthielten sich. Belastet werden durch die Maut vorläufig nur ausländische Autofahrer. Pkw-Halter aus Deutschland erhalten einen Ausgleich über die Kfz-Steuer. Linke und Grüne kritisierten diese Regelung als Verstoß gegen EU-Recht. Das Gesetz werde deshalb vor dem Europäischen Gerichtshof scheitern. Zudem kritisierten sie, dass die Koalition die Infrastrukturabgabe im Eilverfahren durchs Parlament gebracht habe. Das schade der Demokratie und lasse viele Fragen offen. Bundesverkehrsminister Dobrindt verteidigte sein Projekt dagegen als sinnvoll und gerecht. Die Einnahmen von jährlich 500 Millionen Euro würden zu mehr Unabhängigkeit, Planbarkeit und Nachhaltigkeit bei den Investitionen in die Verkehrswege führen.

  • Bundesrat: Bayern scheitert mit Antrag zu sicheren Herkunftsländern

    Bayern ist mit der Forderung gescheitert, die Balkanstaaten Kosovo, Montenegro und Albanien als sichere Herkunftsstaaten für Flüchtlinge einzustufen. Die Bundesländer sprachen sich in der Bundesratssitzung in Berlin mehrheitlich gegen den Vorstoß aus. Damit sollten Asylanträge von Menschen aus diesen Ländern leichter abgelehnt werden können. Anlass für den Antrag Bayerns war der massive Zustrom von Kosovaren nach Deutschland Anfang dieses Jahres. Bund und Länder hatten sich allerdings bereits darauf verständigt, die Asylanträge von Kosovaren ohne Gesetzesänderung zu beschleunigen. Im Streit um die Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs riefen die Bundesländer einstimmig den Vermittlungsausschuss an. Die Länder fordern, dass der Bund seine Zuschüsse - etwa für S-Bahnen und Regionalzüge - stärker erhöht als vorgesehen. Zuvor hatte der Bundesrat die sogenannte Mietpreisbremse sowie die gesetzliche Frauenquote gebilligt.

  • NRW: Erneut Warnstreiks in kommunalen Kitas

    Zum zweiten Mal in dieser Woche sind die Beschäftigten in den städtischen Kindergärten Nordrhein-Westfalens in einen Warnstreik getreten. Für die bundesweit 240.000 Angestellten dieser Einrichtungen fordert Verdi eine bessere Eingruppierung. Das würde durchschnittlich auf eine Gehaltserhöhung von rund zehn Prozent hinauslaufen. Die dritte Verhandlungsrunde mit den kommunalen Arbeitgebern findet am 9. April statt.

  • Nigerias Militär: "Soldaten erobern Boko-Haram-Zentrale"

    Einen Tag vor der Präsidentschaftswahl in Nigeria haben die Streitkräfte des westafrikanischen Landes nach eigenen Angaben das Hauptquartier der Terrorgruppe Boko Haram erobert. Das Verteidigungsministerium teilte über den Kurznachrichtendienst Twitter mit, Soldaten hätten die Kontrolle über die Zentrale des selbst ernannten Kalifats übernommen. Diese liegt in der nordöstlichen Stadt Gwoza unweit der kamerunischen Grenze. Einige Terroristen seien getötet und viele weitere verhaftet worden. Die Darstellung des Militärs konnte zunächst nicht unabhängig bestätigt werden. Präsident Jonathan bewirbt sich morgen um eine weitere Amtszeit. Ihm wurde von der Opposition vor allem der schleppende Fortschritt im Kampf gegen Boko Haram vorgeworfen.

  • Russland will der Ukraine keine Schulden stunden

    Russland will der wirtschaftlich angeschlagenen Ukraine keine Schulden stunden. Finanzminister Siluanow sagte in Moskau, man versuche, Kiew auf halbem Wege entgegenzukommen, indem man keine frühe Zahlung fordere. Man sei aber nicht bereit, über eine Restrukturierung des Schuldendienstes zu reden, da auch Russlands finanzielle Lage derzeit nicht einfach sei. Konkret geht es um Verbindlichkeiten der Ukraine in Höhe von rund drei Milliarden Dollar. Das Land leidet unter anderem wegen der militärischen Auseinandersetzung mit pro-russischen Separatisten im Osten des Landes unter einer schweren Wirtschaftskrise, die zugleich die Staatseinnahmen drückt.

  • Österreich sieht "Vertrauenskrise" mit Griechenland

    Der österreichische Finanzminister Schelling erwartet im Schuldenstreit mit Griechenland keine baldige Lösung. Die Athener Regierung halte sich nicht an Absprachen und liefere keine Unterlagen, sagte Schelling in Wien. Es gebe eine Vertrauenskrise mit Griechenland. Darüber hinaus betonte er, ein weiteres Hilfsprogramm könne es nur geben, wenn das laufende erfolgreich abgeschlossen werde. Nach dem Besuch des griechischen Ministerpräsidenten Tsipras in Berlin hatten deutsche Politiker Anfang der Woche noch von Zeichen der Entspannung in der Beziehung zu Griechenland gesprochen.

  • Wetter: Verbreitet Schauer, im Westen Auflockerungen. 6 bis 12 Grad

    Das Wetter: Im Tagesverlauf vor allem im Norden, Osten und Südosten Schauer, teils mit Graupel, in höheren Lagen auch Schneefall. Sonst oft trocken mit Auflockerungen. 6 bis 12 Grad. Morgen wechselnd wolkig, im Südwesten, Osten und Südosten teilweise heiter. Später von Westen Regen. 8 bis 15 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag stark bewölkt und vor allem im Norden und Nordwesten regnerisch bei 8 bis 15 Grad.

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