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Donnerstag, 23. Oktober 2014 06:00 Uhr

  • Kanada : Hintergründe des Anschlags in Ottawa unklar

    Nach dem Attentat im Regierungsviertel der kanadischen Hauptstadt Ottawa suchen die Behörden nach möglichen Hintermännern. Polizei und Justizbehörden gaben bisher keine Details bekannt. Unklar ist daher auch, ob es einen islamistischen Hintergrund gibt. In Medienberichten heißt es, bei dem Attentäter handele es sich um einen Kanadier, der zum Islam konvertiert sei. Der Mann hatte gestern in der Nähe des Parlaments zunächst einen Wachsoldaten erschossen. Anschließend stürmte er das Parlamentsgebäude, wo er von Sicherheitskräften getötet wurde. Inzwischen hob die Polizei die Absperrungen in Ottawa weitgehend auf. Nur das Gebiet um das Parlament bleibt noch abgeriegelt. In einer Fernsehansprache erklärte der kanadische Premierminister Harper, man werde sich von derlei Angriffen nicht einschüchtern lassen. Die Anstrengungen im Kampf gegen terroristische Gruppen würden weiter verstärkt. - Erst am Dienstag hatten die kanadischen Behörden die Terror-Warnstufe angehoben, nachdem am Tag zuvor ein Soldat bei Montréal getötet worden war.

  • EU-Gipfel in Brüssel berät über Klimaschutzziele für 2030

    Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union kommen heute in Brüssel zu Beratungen über den Klimaschutz zusammen. Dabei geht es um die Zielvorgaben bis zum Jahr 2030 für CO2-Einsparungen, den Ausbau erneuerbarer Energien und die Energieeffizienz. Umstritten ist jedoch die Verteilung der Lasten zwischen reicheren und ärmeren EU-Ländern. Auf dem Gipfeltreffen, das bis Freitag dauert, soll auch über den Kampf gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika und die Lage in der Ukraine beraten werden.

  • CDU und SPD in Sachsen schließen Koalitionsverhandlungen ab

    Acht Wochen nach der Landtagswahl in Sachsen haben CDU und SPD ihre Koalitionsverhandlungen abgeschlossen. Eine letzte Gesprächsrunde ging gestern Abend in der Dresdner Staatskanzlei zu Ende. Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt. Sachsens Ministerpräsident Tillich und SPD-Landeschef Dulig wollen den Koalitionsvertrag heute der Öffentlichkeit vorstellen. Über das Papier müssen Anfang November noch die beiden Parteien entscheiden. Die schwarz-rote Regierung soll Mitte nächsten Monats die Arbeit aufnehmen.

  • Karstadt-Aufsichtsrat berät über die Zukunft der Warenhauskette

    In Essen berät heute der Karstadt-Aufsichtsrat über die Zukunft der angeschlagenen Warenhauskette. Auf der Tagesordnung stehen auch Personalfragen. Im Gespräch ist laut Medienberichten die Schließung von mehr als 20 der 83 Filialen. Das Unternehmen beschäftigt rund 17.000 Mitarbeiter. - Karstadt war im August vom österreichischen Investor Benko übernommen worden.

  • Urteil: Bayern darf Kfz-Nummernschilder weiterhin erfassen

    Bayern darf weiterhin Autokennzeichen automatisch erfassen. Das entschied das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Die Richter sahen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung nicht verletzt, wenn Nummernschilder gescannt und abgeglichen werden, ohne dass ein Treffer erzielt wird. In solchen Fällen sei sicher, dass sich kein Bezug zu Personen herstellen lasse. - In Bayern gibt es seit 2006 automatische Erfassungssysteme. Monatlich werden damit rund acht Millionen Nummernschilder gescannt.

  • Sachsen : Bund sollte Kosten für lange Asylverfahren übernehmen

    Vor den Beratungen von Bund und Ländern über die Flüchtlingspolitik fordert der Freistaat Sachsen eine Neuregelung der Finanzierung von Asylverfahren. Landesinnenminister Ulbig sagte der "Freien Presse", die Bundesregierung habe sich verpflichtet, Verfahren in drei Monaten abzuschließen. Deshalb sollte der Bund ab dem vierten Monat auch die Kosten für Unterbringung und Verpflegung übernehmen. Bisher müssen Länder und Kommunen dafür aufkommen. Mit dem Thema befassen sich heute Vertreter von Bund und Ländern im Bundeskanzleramt in Berlin. Bei dem Treffen soll es auch um die Verteilung der Flüchtlinge auf die Bundesländer gehen.

  • WHO meldet fast 10.000 Ebola-Fälle

    Die Zahl der Ebola-Fälle steigt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation weiter an. Bis Mitte Oktober seien rund 9.900 Erkrankungen gemeldet worden, teilte die WHO in Genf mit. Etwa 4.900 Menschen seien an der Infektion gestorben. Besonders in den Ländern Liberia, Guinea und Sierra Leone bleibe die Übertragungsrate sehr hoch. Wegen der unzureichenden Gesundheitsversorgung rief die WHO die internationale Gemeinschaft zur Einrichtung von 50 Behandlungszentren auf. Von ausländischen Ärzteteams gebe es jedoch nur feste Zusagen für 30 Stationen.

  • Jerusalem : Palästinenser fährt mit Auto in Menschenmenge

    In Jerusalem ist ein Palästinenser mit einem Auto in eine Gruppe von Passanten gefahren. Bei dem Attentat wurde ein Baby getötet, es gab außerdem sieben Verletzte. Sicherheitskräfte schossen auf den flüchtenden Täter, der später seinen Verletzungen erlag. Nach Angaben seiner Familie war der 21-jährige Angreifer erst kürzlich aus dem Gefängnis freigekommen.

  • Irak-Krieg: Sicherheitsleute von Blackwater schuldig

    Ein US-Gericht hat vier im Irak tätige Sicherheitsleute der Firma Blackwater schuldig gesprochen. In einem Fall lautet der Vorwurf Mord, in drei weiteren Totschlag. Im Jahr 2007 waren bei einem Zwischenfall in Bagdad 31 Iraker angeschossen worden, 14 von ihnen starben. Die Anklage erklärte, die Blackwater-Mitarbeiter hätten ohne Grund in die Menge geschossen. Die Verteidigung führte an, sie seien angegriffen worden. Das Strafmaß muss noch verkündet werden. Der Vorfall hatte im Irak eine Welle von Anti-Amerikanismus ausgelöst.

  • UNO : Deutlich weniger Piratenangriffe vor Somalia

    Die Zahl der Piratenangriffe vor der Küste Somalias ist deutlich gesunken. Das geht aus Zahlen des International Maritime Bureau in London hervor. Demnach gab es im vergangenen Jahr sieben Angriffe, 2011 waren es noch 160 gewesen. Der Leiter der politischen Abteilung der UNO, Feltman, wies darauf hin, dass zuletzt vor zwei Jahren ein großes Handelsschiff in der Region gekapert worden sei. Allerdings befänden sich noch immer 37 Menschen in der Gewalt von Piraten.

  • Mexiko : Demonstranten setzen Rathaus in Iguala in Brand

    In der mexikanischen Stadt Iguala haben Demonstranten das Rathaus angezündet. Tausende Menschen waren aus Solidarität mit den seit fast einem Monat vermissten Studenten zunächst friedlich durch die Straßen gezogen. Später griff eine Gruppe Vermummter die Stadtverwaltung an. - Zuvor hatte die Generalstaatsanwaltschaft den flüchtigen Bürgermeister der Stadt und dessen Frau für das Verschwinden der Studenten verantwortlich gemacht. Ende September waren nach Auseinandersetzungen mit der Polizei mehr als 40 junge Menschen verschleppt worden. Von ihnen fehlt seither jede Spur.

  • UNO-Vertreterin schockiert über Lage im Südsudan

    Die neue Chefin des UNO-Einsatzes im Südsudan, Loej, hat sich entsetzt über die Lage in dem Land gezeigt. Die vollkommene Gleichgültigkeit gegenüber menschlichem Leben habe sie schockiert, sagte sie bei einer Anhörung vor dem Sicherheitsrat in New York. Im Südsudan kommt es seit Ende vergangenen Jahres immer wieder zu ethnisch motivierten Übergriffen. Grund dafür ist der Machtkampf zwischen Präsident Kiir und seinem politischen Widersacher Machar, die unterschiedlichen Volksgruppen angehören. Schätzungen zufolge sind über eine Million Menschen auf der Flucht.

  • Zwei Kosmonauten absolvieren Außeneinsatz an ISS

    Bei einem mehrstündigen Außeneinsatz haben zwei Kosmonauten Reparaturarbeiten an der Internationalen Raumstation ISS vorgenommen. Rund 400 Kilometer über der Erde montierten die beiden Russen unter anderem zwei Antennen ab und entnahmen Staubproben. Außerdem fotografierten sie Teile der Außenseite der Raumstation, um mögliche Schäden zu entdecken.

  • Champions-League: Dortmund - Istanbul 4:0, Leverkusen - St. Petersburg 2:0

    In der Fußball-Champions-League hat Borussia Dortmund bei Galatasaray Istanbul mit 4 : 0 gewonnen. Bayer Leverkusen siegte gegen Sankt Petersburg mit 2 : 0.

  • Wetter: Im Westen und Norden trocken, sonst Niederschläge, 2 bis 14 Grad

    Der Wetterbericht, die Lage: Die eingeflossene polare Meeresluft gerät unter schwachen Hochdruckeinfluss. Der Südosten bleibt im Einflussbereich eines Tiefs. Die Vorhersage: Im Westen und Norden meist trocken, teils aufgelockert bewölkt. Im Osten und Süden Niederschläge, an den Alpen ab etwa 800 Meter Schnee. Tageshöchstwerte zwischen 2 und 14 Grad. Die Aussichten: Morgen an den Alpen abklingende Niederschläge, sonst bewölkt, zeitweise auch sonnig. Höchsttemperaturen 5 bis 15 Grad. Am Samstag im Süden und Osten nach Nebelauflösung teilweise länger sonnig. Im Westen und Norden gebietsweise Regen. 10 bis 16 Grad.

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