Nachrichten

Freitag, 27. Februar 2015 05:00 Uhr

  • Unesco ruft Sicherheitsrat an wegen Zerstörung von Kulturgütern durch IS

    Die Unesco hat nach der Zerstörung assyrischer Statuen durch die Terrormiliz IS im Nordirak eine Krisensitzung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen gefordert. Unesco-Direktorin Bokova erklärte, sie habe die Sitzung beantragt, weil die Zerstörung des irakischen Kulturerbes in Zusammenhang stehe mit der Sicherheit des Landes. Ein Video im Internet zeigt, wie die Statuen in Mossul mit Hämmern zerschlagen werden. Die Taten werden damit gerechtfertigt, dass auch der Prophet Mohammed in Mekka Götterbilder beseitigt habe. Die irakische Regierung sprach von einem Verlust für die gesamte Menschheit. Bundesaußenminister Steinmeier betonte in Berlin, die Zerstörung religiöser Stätten im Irak sowie die Entführung von Christen in Syrien durch die Terrormiliz zeige erneut das barbarische und menschenverachtende Vorgehen des IS. Der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge wurden in den vergangenen Tagen mehr als 200 Christen aus mehreren Dörfern verschleppt.

  • Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrates zu Ukraine anberaumt

    Der UNO-Sicherheitsrat wird sich heute in einer Dringlichkeitssitzung mit der Situation in der Ukraine befassen. Wie Diplomaten mitteilten, will sich das Gremium in New York auf Bitten Deutschlands und Frankreichs mit der Umsetzung des Minsker Friedensabkommens befassen. Wie es heisst, sollen zunächst zwei Vertreter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa über die Lage informieren. Gestern hatte die OSZE mitgeteilt, nach der weitgehenden Einhaltung der Feuerpause kehrten immer mehr Flüchtlinge aus Russland in die Ostukraine zurück. Nach den Separatisten begannen auch ukrainische Regierungstruppen damit, schwere Waffen von der Front abzuziehen.

  • Bundestag entscheidet über Griechenland-Hilfen

    Der Bundestag stimmt heute in Berlin über die Verlängerung des Hilfsprogramms für Griechenland ab. Das hochverschuldete Euro-Land soll vier Monate mehr Zeit für die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen bekommen. Für den Antrag von Finanzminister Schäuble wird eine große Mehrheit erwartet. Neben Union und SPD sprechen sich auch die Grünen für das Paket aus. Auch die Linke wollte nicht gegen das Programm stimmen. Eine ablehnende Haltung hatte es zuletzt bei Vertretern von CDU und CSU gegeben. Bei einer Probeabstimmung in der Unionsfraktion votierten nach Angaben von Fraktionschef Kauder allerdings nur 22 Abgeordnete mit Nein, fünf enthielten sich. Das Parlament debattiert heute außerdem über einen Gesetzentwurf, der die Ausreise von Dschihadisten in Kriegsgebiete unter Strafe stellt. Wir übertragen die Debatte ab neun Uhr als Livestream unter www.deutschlandradio.de sowie im Digitalradio.

  • Zentralrat der Muslime hält Ängste von Juden in Deutschland für berechtigt

    Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Mazyek, hat Ängste von Juden in Deutschland als berechtigt bezeichnet. In der "Berliner Zeitung" wies Mazyek zugleich darauf hin, dass er sich in aller Klarheit von den Übergriffen muslimischer Jugendlicher auf Juden distanziert habe. Richtig verstandener Islam sehe Antisemitismus und alle weiteren Formen des Rassismus als eine schwere Sünde an, betonte Mazyek. Er plädierte dafür, gemeinsam antisemitischen und antimuslimischen Strömungen entgegenzutreten. - Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Schuster, hatte gestern angesichts zunehmender Gewalt vor dem Tragen einer Kippa in Gegenden mit einem hohen Anteil muslimischer Bewohner gewarnt.

  • Bin-Laden-Vertrauter wegen Anschlägen in Afrika verurteilt

    Fast 17 Jahre nach den Terroranschlägen auf US-Botschaften in Nairobi und Daressalam ist einer der damaligen Drahtzieher schuldig gesprochen worden. Vor einem Bundesgericht in New York hatte der 52-jährige al-Fauwas, der aus Saudi-Arabien stammt und als einer der engsten Vertrauter des Al-Kaida-Chefs Bin Laden galt, seine Unschuld beteuert. Die Geschworenen sahen es als erwiesen an, dass der Angeklagte Teil einer Verschwörung gegen US-Bürger war. Das Strafmaß wird später festgelegt. Bei den Bombenanschlägen auf die US-Botschaften waren am 7.August 1998 mehr als 220 Menschen getötet und fast fünftausend verletzt worden.

  • Fußball-Europa-League: Wolfsburg im Achtelfinale

    In der Fußball-Europa-League hat der VFL Wolfsburg das Achtelfinale erreicht. Das Team spielte im Rückspiel bei Sporting Lissabon 0:0 unentschieden, hatte aber das Hinspiel mit 2:0 gewonnen. Dagegen schied Borussia Mönchengladbach durch eine 2:3-Niederlage gegen den SC Sevilla aus.

  • Wetter: Freitag wechselnd bewölkt, im Osten und Südosten örtlich Regen, 1 bis 10 Grad

    Das Wetter: Heute früh im Westen und in der Mitte Niederschläge, in höheren Lagen Schnee. Von der Ostsee bis zum Bodensee trocken und klar. Im Tagesverlauf auch im Osten örtlich Niederschläge. Temperaturen zwischen minus 6 Grad bis 10 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Samstag nach Nebelauflösung Wechsel von Sonne und Wolken und meist trocken. Gegen Abend im Westen und Nordwesten einzelne Schauer möglich. 4 bis 9 Grad. Der Seewetterdienst Hamburg teilt mit: Deutsche Nordseeküste: Süd bis Südost 5 bis 6, Böen bis 8.

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