Nachrichten

Freitag, 6. März 2015 06:00 Uhr

  • Schwesig: Frauenquote in Führungspositionen wichtiger Schritt

    Der Bundestag will heute eine Quote für Frauen in Führungspositionen verabschieden. Nach dem Gesetzentwurf der Regierung soll in den rund 100 großen börsennotierten Unternehmen eine 30-Prozent-Quote von Frauen in Aufsichtsräten vorgeschrieben werden. Rund 3.500 weitere Unternehmen müssen sich selbst Zielquoten festlegen und regelmäßig über ihre Fortschritte berichten. Bundesfamilienministerin Schwesig bezeichnete die Einführung der Frauenquote als wichtigen Schritt zur Gleichberechtigung. Damit beginne ein Kulturwandel, sagte die SPD-Politikerin bei einem Empfang in Berlin zum bevorstehenden Internationalen Frauentag. In Führungsetagen der großen Unternehmen herrsche nach wie vor eine ausgeprägte Männlichkeitskultur. Das Parlament befasst sich außerdem mit der Reform des Bleiberechts sowie des Ausweisungs- und Abschiebungsrechts. Der Gesetzentwurf sieht vor, die Rechtsstellung von Ausländern zu stärken. Andererseits sollen Personen, denen kein Aufenthaltsrecht zusteht, rascher in ihre Heimatländer zurückgeführt werden. Wir übertragen die Debatte ab 9:00 Uhr als Livestream unter www.deutschlandradio.de sowie im Digitalradio.

  • Gabriel verteidigt Freihandelsabkommen mit den USA

    Bundeswirtschaftsminister Gabriel wirbt weiter für ein Freihandelsabkommen mit den USA. Es gebe viele Barrieren gerade für kleine und mittelständische Unternehmen, schrieb Gabriel in einem Beitrag für die "Bild"-Zeitung. Zölle und Doppelregulierungen machten den Handel unnötig teuer. Gabriel versicherte, Sozial-, Umwelt- oder Verbraucherschutzstandards in Deutschland oder in Europa würden in dem Abkommen nicht abgesenkt. Zudem sprach er sich erneut dafür aus, Streitigkeiten vor ordentlichen Gerichten oder in öffentlich-rechtlichen Schiedsverfahren auszutragen. - Die EU-Kommission hatte die Verhandlungen mit den USA über das Thema Investorenschutz vorerst ausgesetzt. Bundeskanzlerin Merkel hatte bei ihrem Besuch in Brüssel am Mittwoch eine vernünftige Balance gefordert. Deutschland habe in der Vergangenheit von solchen Schutzklauseln auch profitiert.

  • OECD-Bericht: Kritik vom Philologenverband

    Der Deutsche Philologenverband hat den neuen OECD-Bildungsbericht zur Chancengleichheit von Jungen und Mädchen kritisiert. Der Vorsitzende des Verbandes, Meidinger, erklärte, die Studie habe eine auf ökonomische Kriterien und den naturwissenschaftlichen Bereich verengte Perspektive. So spielten die Defizite vieler Jungen im sprachlichen Bereich lediglich eine Randrolle. Nach Einschätzung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung haben Mädchen vor allem in Mathematik große Defizite. Dies wirke sich nachteilig auf die Karrierechancen aus.

  • Amnesty: Blogger Badawi in Todesgefahr

    Amnesty International hat Bundeswirtschaftsminister Gabriel aufgefordert, sich auf seiner bevorstehenden Reise nach Saudi-Arabien für den verurteilten Blogger Badawi einzusetzen. Dessen Fall habe sich zugespitzt, sagte die Generalsekretärin der deutschen Sektion, Caliskan, der Deutschen Presse-Agentur. Das Verfahren sei an ein Strafgericht in Dschidda zurückverwiesen worden. Damit drohe Badawi eine neue Anklage wegen Abfalls vom Glauben und damit die Todesstrafe, betonte Caliskan. Der Fraktionschef der Grünen im Bundestag, Hofreiter, verlangte klare Aussagen des Ministers zur Menschenrechtslage in Saudi-Arabien. Wirtschaftsinteressen dürften auf keinen Fall Vorrang haben, sagte Hofreiter der "Passauer Neuen Presse" - Gabriel fliegt am Samstag nach Riad.

  • Ukraine-Berater Steinbrück: Modernisierung nur mit Oligarchen

    Nach Einschätzung des früheren Bundesfinanzministers Steinbrück kann eine Modernisierung der ukrainischen Wirtschaft nur mithilfe einflussreicher Unternehmer gelingen. Der SPD-Politiker sagte dem Radiosender MDR Info, dieser Schritt werde ohne Oligarchen nicht funktionieren. Die Unternehmer hätten ein Interesse daran, dass sich die ökonomischen Verhältnisse in der Ukraine stabilisierten. Es sei deshalb richtig, dass sie einen Teil ihres Vermögens für die neu gegründete "Agentur zur Modernisierung der Ukraine" bereitstellten. - Steinbrück wird für die Agentur als bezahlter Berater arbeiten.

  • EU-Umweltminister wollen Vorschlag für Klimaabkommen beschließen

    Die EU-Umweltminister wollen heute in Brüssel den Vorschlag der Europäischen Union für ein neues globales Klimaabkommen beraten. Grundlage sind die Beschlüsse des Gipfels vom vergangenen Oktober. Damals hatten die Staats- und Regierungschefs für das Jahr 2030 eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes um 40 Prozent gegenüber 1990 vereinbart. Die Vorschläge sollen an die zuständige UNO-Vertretung in Bonn gesandt werden, die Beiträge aus aller Welt zusammenstellt. Sie bilden die Verhandlungsgrundlage für die nächste große Klimakonferenz im Dezember in Paris.

  • Davutoglu: Weltgemeinschaft agiert in syrischem Bürgerkrieg planlos

    Der türkische Ministerpräsident Davutoglu hat der internationalen Gemeinschaft schwere Versäumnisse im Bemühen um ein Ende des Bürgerkriegs in Syrien vorgeworfen. Es habe nie einen Plan für eine Beilegung der Krise gegeben, sagte Davutoglu auf einer Pressekonferenz bei den Vereinten Nationen in New York. Zwar sollten alle Länder gegen die Terrormiliz IS kämpfen. Zugleich müsse aber auch die Regierung in Damaskus an Kriegsverbrechen gehindert werden. In diesem Zusammenhang lobte er den vom UNO-Sondergesandten de Mistura eingebrachten Plan für eine Waffenruhe in Aleppo. Die Initiative sieht vor, dass Regierung und Opposition Angriffe mit schweren Waffen für sechs Wochen einstellen, damit ungehindert Hilfslieferungen zu Notleidenden gelangen können. Allerdings habe Damaskus in den vergangenen Tagen die Luftangriffe auf Aleppo verstärkt, betonte Davutoglu.

  • Irak: IS zerstört archäologische Stadt Nimrud

    Die Terrormiliz IS hat offenbar damit begonnen, die historische Stadt Nimrud im Nordirak zu zerstören. Wie das irakische Tourismusministerium mitteilte, setzten IS-Kämpfer Bulldozer und schwere Militärfahrzeuge ein. Bisher sei noch unklar, wie weit die Zerstörungen reichten. Nimrud ist eine bedeutende Kulturstätte und war zeitweilig Hauptstadt des assyrischen Reiches. Die Stadt im Südosten von Mossul wurde im 13. Jahrhundert vor Christus gegründet. Die Terrormiliz IS hat bereits mehrfach archäologische und religiöse Stätten angegriffen und Kulturgüter zerstört.

  • 40 weitere Flüchtlinge nach Bootsunglück vor Sizilien vermisst

    Beim Kentern eines Flüchtlingsbootes vor der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien sind offenbar mehr Menschen ums Leben gekommen als zunächst angenommen. Mindestens 40 Flüchtlinge würden noch vermisst, teilte die Internationale Organisation für Migration in Rom mit. Die italienische Küstenwache hatte am Dienstag zunächst zehn Leichen geborgen und mehr als 120 Menschen gerettet. Nach Angaben des italienischen Innenministeriums erreichten seit Jahresanfang knapp 9.000 Flüchtlinge die italienische Küste. Dies seien 60 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum gewesen. Vor allem die instabile Lage im nordafrikanischen Libyen führt dazu, dass immer mehr Menschen versuchen, nach Europa zu gelangen.

  • US-Großbanken bestehen erste Phase des Stresstests

    Die 31 größten US-Banken haben die erste Phase der Stresstests überstanden. Wie die US-Notenbank Fed mitteilte, besitzen alle Finanzinstitute mindestens fünf Prozent Kernkapital, um einer Krise standzuhalten. Auch die US-Tochter der Deutschen Bank nahm an der Prüfung teil. Seit 2009 wird jährlich ermittelt, ob die Banken eine schwere Finanzkrise überstehen würden und ihre Aktivitäten fortsetzen könnten. Die Ergebnisse der weiteren Phasen der US-Stresstests sollen in der kommenden Woche veröffentlicht werden.

  • Ann Sophie gewinnt deutschen Vorentscheid für Eurovision

    Die Sängerin Ann Sophie wird Deutschland beim Eurovision Song Contest in Österreich vertreten. Die Hamburgerin hatte sich erst im Februar die Wildcard für den Vorentscheid gesichert. Eigentlich gewann der Rock- und Soulsänger Andreas Kümmert die meisten Stimmen, er nahm die Wahl aber nicht an. In Wien findet am 23. Mai das Finale des Grand Prix statt.

  • Wetter: Freitag wechselnd wolkig, im Norden Regen, 5 bis 10 Grad

    Das Wetter: Im Norden und Osten leichter Regen. Im übrigen Land meist trocken. 5 bis 10 Grad, im Bergland kühler. Morgen im Norden noch etwas Regen. Sonst aufgelockerte Bewölkung, im Süden und Westen auch längere Zeit sonnig. 7 bis 15 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag vielerorts sonnig. Im Norden und Osten wolkig, aber trocken. Temperaturanstieg auf 10 bis 17 Grad.

Nachrichten hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Get Flash to see this player.

Mo Di Mi Do Fr Sa So
23 24 25 26 27 28 1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31 1 2 3 4 5

Zu den Nachrichten des Tages

Die wichtigsten Schlagzeilen des Tages finden Sie bei unseren fortlaufenden Nachrichten.
Zu den Nachrichten des Tages

Nachrichten leicht

Manche Menschen können nicht so gut lesen. Manche können auch nicht so schnell Neues lernen. Deshalb bietet der Deutschlandfunk jeden Samstag  Nachrichten in einfacher Sprache  an.