Nachrichten

Freitag, 6. März 2015 13:00 Uhr

  • Griechenland dementiert Gesprächswunsch bei Juncker

    Die griechische Regierung hat Berichte dementiert, wonach Ministerpräsident Tsipras die EU-Kommission kurzfristig um einen Gesprächstermin gebeten hat. Tsipras und Kommissionspräsident Juncker seien vielmehr übereingekommen, zunächst die Sitzung der Euro-Finanzminister am Montag abzuwarten und dann ein Treffen zu vereinbaren, teilte ein Sprecher in Athen mit. Die "Süddeutsche Zeitung" hatte berichtet, die finanziellen Probleme Griechenlands seien größer, als bislang angenommen. Deshalb habe Tsipras Juncker für heute um einen Termin gebeten, was dieser zunächst abgelehnt habe. Die Bundesregierung stellte erneut klar, dass Griechenland keine weiteren Hilfen bekomme, solange das Reformprogramm nicht umgesetzt werde. Ein Sprecher des Finanzministeriums in Berlin erklärte, in der Vergangenheit habe es solche Teilzahlungen gegeben, in diesem Fall sehe man das aber nicht.

  • Bundestag beschließt Frauenquote von 30 Prozent

    Der Bundestag hat die Einführung einer Frauenquote von 30 Prozent in Aufsichtsräten großer Unternehmen beschlossen. Für den Gesetzentwurf der schwarz-roten Bundesregierung stimmten Union und SPD. Grüne und Linke enthielten sich. Betroffen sind ab 2016 gut 100 börsennotierte und mitbestimmungspflichtige Unternehmen. Frauenministerin Schwesig sprach von einem historischen Schritt zur Durchsetzung der Gleichberechtigung. In der anschließenden Debatte über das Bleiberecht warb Bundesinnenminister de Maizière für seinen Reform-Entwurf. Der CDU-Politiker sagte, damit schaffe man eine dauerhafte Perspektive für gut integrierte oder schutzbedürftige Ausländer. Gleichzeitig werde eine zügige Abschiebung jener sichergestellt, die kein Aufenthaltsrecht besäßen. - Die Linken-Abgeordnete Jelpke kritisierte den Entwurf als Verrat am Asylrecht. Sie warf der Regierung einen - Zitat- "schändlichen Kotau vor der rassistischen Hetze von Pegida" vor.

  • "Pille danach" bald rezeptfrei in der Apotheke

    In Deutschland wird es die "Pille danach" bald rezeptfrei in der Apotheke geben. Der Bundesrat billigte eine Verordnung, mit dem die bisherige Verschreibungspflicht aufgehoben wird. Deutschland setzt damit einen entsprechenden Beschluss der EU-Kommission um. Zuvor hatte der Bundesrat einem Gesetz zugestimmt, das die Auszahlung der so genannten Ghetto-Renten an Berechtigte in Polen ermöglicht. Gebilligt wurde auch eine Vorlage, wonach sich Versicherungsunternehmen künftig besser gegen mögliche Verluste wappnen müssen.

  • Gaskraftwerk Irsching droht Stilllegung - Seehofer (CSU) spricht von Treppenwitz

    Das Gas- und Dampfkraftwerk im bayerischen Irsching wird aus wirtschaftlichen Gründen womöglich stillgelegt. Grund seien die veränderten Rahmenbedingungen infolge der Energiewende, teilte der Energiekonzern Eon mit. Bayerns Ministerpräsident Seehofer nannte die drohende Schließung - so wörtlich - einen Treppenwitz. Es könne nicht sein, dass ein modernes Gaskraftwerk vom Netz genommen werde, damit alte Kohlekraftwerke weiterlaufen könnten, sagte der CSU-Politiker dem ARD-Fernsehen. Bundeswirtschaftsminister Gabriel müsse klarstellen, wie es mit der Energiewende weitergehe.

  • Appelle an Gabriel vor Besuch in Saudi-Arabien

    Vertreter von Linken und Grünen haben Bundeswirtschaftsminister Gabriel aufgefordert, sich bei seinem bevorstehenden Besuch in Saudi-Arabien für Menschenrechte einzusetzen. Grünen-Fraktionschef Hofreiter sagte der "Passauer Neuen Presse", Wirtschaftsinteressen dürften auf keinen Fall Vorrang haben. Der außenpolitische Sprecher der Linksfraktion, van Aken, sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", es gehe darum, den Golfstaaaten deutlich zu machen, dass sich die Wirtschaftsbeziehungen schwieriger gestalteten, wenn sich die Lage nicht ändere. Gabriel besucht von morgen an zunächst Saudi-Arabien, dann die Vereinigten Arabischen Emirate und schließlich Katar. Amnesty International forderte den Wirtschaftsminister auf, sich für den Blogger Badawi einzusetzen, der in Saudi-Arabien zu zehn Jahren Haft und 1.000 Stockschlägen verurteilt wurde. Ihm drohe nun eine neue Anklage und die Todesstrafe.

  • 75 deutsche Islamisten in Syrien und Irak getötet

    Die Zahl der Islamisten aus Deutschland, die in Syrien und im Irak getötet worden sind, ist weiter gestiegen. Verfassungsschutzpräsident Maaßen geht davon aus, dass es mindestens 75 sind. Vor einem Jahr seien es noch rund 20 gewesen. Maaßen sagte der Deutschen Presse-Agentur, der Anstieg sei bemerkenswert. Die toten Kämpfer würden nicht mehr als Märtyrer gefeiert, sondern seien Teil einer namenlosen Kriegsmasse. Nach Erkenntnissen des Bundesamts für Verfassungsschutz und des Bundeskriminalamts sind seit Beginn der Kämpfe in Syrien 2011 insgesamt mindestens 650 Islamisten aus Deutschland in die Krisenregion gereist.

  • Kiew setzt Abzug schwerer Raketenwerfer fort

    Die ukrainische Armee setzt nach eigenen Angaben den Abzug ihrer schweren Waffen aus dem umkämpften Donbass fort. Ein Militärsprecher erklärte in Kiew, die Verlegung von Raketenwerfern werde von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa kontrolliert. Zu Umfang und Bestimmungsort machte er keinerlei Angaben. Der im weißrussischen Minsk beschlossene Friedensplan sieht unter anderem die Bildung einer Pufferzone im Frontgebiet sowie eine Waffenruhe vor.

  • Kreml-Kritiker Nawalny nach 15 Tagen wieder frei

    Der russische Oppositionspolitiker Nawalny ist nach Verbüßung einer 15-tägigen Arreststrafe wieder auf freiem Fuß. Er wurde in Moskau aus dem Gewahrsam entlassen. Nawalny war wegen des Verteilens von Flugblättern verurteilt worden. Er hatte damit gegen Auflagen seiner Bewährungsstrafe verstoßen. Der Kreml-Kritiker war Ende Dezember des Betrugs für schuldig befunden worden und hatte eine dreieinhalbjährige Haftstrafe auf Bewährung erhalten. Sein ebenfalls angeklagter Bruder musste ins Gefängnis. Nawalny bezeichnet die Urteile als politisch motiviert.

  • Freundin von Nemzow unter Personenschutz

    Nach dem Mord an den russischen Oppositionspolitiker Nemzow ist die Hauptzeugin Durizkaja unter Personenschutz genommen worden. Wie die Generalstaatsanwaltschaft in Kiew mitteilte, hat sich die Freundin des getöteten Kreml-Kritikers selbst an die Behörden gewandt, weil sie Drohungen erhalten hat. Die junge Frau war an der Seite Newzows, als er am vergangenen Freitag von hinten erschossen wurde.

  • Kommandeur des Al-Kaida-Ablegers Nusra-Front in Syrien getötet

    Bei einem Luftangriff in Syrien ist ein Kommandeur der Nusra-Front getötet worden. Die Nusra-Front, ein Ableger des Terrornetzwerks Al Kaida, bestätigte entsprechende Berichte syrischer Staatsmedien. Die Attacke galt demnach einem Treffen ranghoher Extremisten in einem Dorf in der Provinz Idlib. Offen blieb, wer den Luftschlag führte - die syrische Armee, wie die Staatsagentur Sana meldete, oder das internationale Bündnis unter Führung der USA, wie Aktivisten vermuteten.

  • Unesco-Chefin verurteilt Nimrud-Zerstörung als Kriegsverbrechen

    Die Unesco hat die Zerstörung der Ruinenstätte der antiken Stadt Nimrud im Irak durch die Terrormiliz IS als Kriegsverbrechen bezeichnet. Die systematische Zerstörung mache auch vor dem kulturellen Erbe der Menschheit nicht halt, sagte die Unesco-Vorsitzende Bokowa in Paris. Wie die Regierung in Bagdad mitteilte, machten die Dschihadisten die Ruinenstätte mit schweren Militärfahrzeugen teilweise dem Erdboden gleich. Die assyrische Kultstätte ist mehr als 3.000 Jahre alt. - Erst vergangene Woche hatten die Extremisten im Stadtmuseum von Mossul jahrtausendealte Statuen zerstört.

  • Wetter: Wechselnd wolkig, im Norden und Osten Regen, 5 bis 10 Grad

    Das Wetter: Wechselnd bewölkt und meist trocken. Im Norden und Osten leichter Regen. 5 bis 10 Grad, im Bergland kühler. Morgen im Norden noch etwas Regen. Sonst aufgelockerte Bewölkung, im Süden und Westen auch längere Zeit sonnig. 7 bis 15 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag vielerorts sonnig. Im Norden und Osten wolkig, aber trocken. Temperaturanstieg auf 10 bis 17 Grad.

Nachrichten hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Get Flash to see this player.

Mo Di Mi Do Fr Sa So
23 24 25 26 27 28 1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31 1 2 3 4 5

Zu den Nachrichten des Tages

Die wichtigsten Schlagzeilen des Tages finden Sie bei unseren fortlaufenden Nachrichten.
Zu den Nachrichten des Tages

Nachrichten leicht

Manche Menschen können nicht so gut lesen. Manche können auch nicht so schnell Neues lernen. Deshalb bietet der Deutschlandfunk jeden Samstag  Nachrichten in einfacher Sprache  an.