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Donnerstag, 30. Oktober 2014 20:00 Uhr

  • IGBCE fordert weniger Arbeitszeit für ältere Beschäftigte

    Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie fordert eine Viertage-Woche für ältere Arbeitnehmer ohne nenneswerte Einbußen beim Einkommen. Tarifvorstand Hausmann sagte in Hannover, die Gewerkschaft werde dafür in der kommenden Tarifrunde streiten und hoffe mit Hilfe der Politik auch auf Unterstützung aus der Rentenkasse. Erste Gespräche dazu habe es bereits mit Bundesarbeitsminsterin Nahles gegeben. Hausmann sprach von einem Stufenmodell für den flexiblen Übergang in den Ruhestand. Es gehe darum, über 60-Jährige in die Lage zu versetzen, möglichst lange in den Betrieben zu arbeiten. In der Chemieindustrie ist jeder Dritte im Schichtdienst beschäftigt.

  • Arbeitslosigkeit im Oktober gesunken

    Die Zahl der registrierten Arbeitslosen in Deutschland ist auf den niedrigsten Stand seit fast drei Jahren gefallen. Wie die Bundesagentur in Nürnburg mitteilte, waren im Oktober zwei Millionen 733-tausend Menschen als erwerbslos gemeldet. Das sind 75-tausend weniger als im September und 68.000 weniger als vor einem Jahr. Die Quote sank um 0,2 Punkte auf 6,3 Prozent.

  • Pkw-Maut soll 500 Millionen Euro im Jahr einbringen

    Bundesverkehrsminister Dobrindt hat sein neues Konzept für eine Pkw-Maut vorgestellt. Demnach soll die Gebühr über eine automatisierte Erfassung der Nummernschilder abgerechnet werden. Ab 2016 sollen Autofahrer maximal 130 Euro im Jahr zahlen, abhängig von der Schadstoffklasse und dem Hubraum des Wagens. Dobrindt betonte, inländische Halter bekämen die Maut bei der KfZ-Steuer auf den Cent genau erstattet. Der CSU-Politiker rechnet mit jährlichen Nettoeinnahmen von 500 Millionen Euro. Die SPD hat Zweifel an der Berechnung und will die Wirtschaftlichkeit der Maut noch prüfen.

  • Nürburgring: Russischer Investor beteiligt sich an Rennstrecke

    Der Betrieb der traditionsreichen Rennstrecke Nürburgring ist nach dem Einstieg eines russischen Investors vorerst gesichert. Wie der Insolvenzverwalter mitteilte, übernimmt der Milliardär Charitonin mehrheitlich die Anteile des mittelständischen Autozulieferers Capricorn. Eine für heute fällige Rate in Höhe von fünf Millionen Euro habe der neue Anteilseigner ebenso beglichen wie die Zahlung für den Monat Dezember. Der Nürburgring war im März für 77 Millionen Euro an das Düsseldorfer Unternehmen Capricorn verkauft worden, die Finanzierung galt zuletzt als unsicher.

  • In Nigeria entführter Deutscher freigelassen

    Die Bundesregierung hat sich erleichtert über die Freilassung des in Nigeria entführten Deutschen geäußert. Vor allem danke man den dortigen Behörden für die gute Zusammenarbeit, heißt es in einer Erklärung des Auswärtigen Amts. Der Mitarbeiter einer Baufirma war zusammen mit Kollegen im Südwesten Nigerias überfallen worden. Ein zweiter Deutscher wurde bei dem Angriff getötet.

  • Merkel sieht keine größeren Verletzungen von Nato-Luftraum

    Bundeskanzlerin Merkel hat gelassen auf die jüngsten Zwischenfälle mit russischen Kampfjets reagiert. Die russische Armee führe schon seit Monaten viele Übungen durch, sagte Merkel in Berlin. Sie sei nicht besorgt, dass es in den aktuellen Fällen um größere Luftraum-Verletzungen gehe. - Die Nato hatte gestern mitgeteilt, dass Flugzeuge des Bündnisses innerhalb von 24 Stunden mehrere Gruppen von russischen Maschinen abgefangen hätten, und zwar über Nord- und Ostsee sowie über dem Atlantik und dem Schwarzen Meer. Der Nato-Luftraum sei aber nicht verletzt worden.

  • Ukraine: Schwere Kämpfe um den Flughafen von Donezk

    In der Ukraine haben sich Armee und pro-russische Separatisten heftige Kämpfe um den Flughafen der Stadt Donezk geliefert. Ein Militärsprecher berichtete, die Armeestellungen am Flughafen seien beschossen worden. Es habe zahlreiche Detonationen gegeben. In den vergangenen 24 Stunden seien in der Ostukraine ein Zivilist und sieben Soldaten getötet worden. Die Streitkräfte seien auch in der Nähe von Mariupol angegriffen worden. Seit dem 5. September gilt für die Region eigentlich ein Waffenstillstand.

  • Griechische Beamte sollen Milliarden ins Ausland verschoben haben

    Griechische Beamte haben vermutlich Schmiergeld in Höhe von 1,5 Milliarden Euro ins Ausland überwiesen. Wie das Ministerium für Verwaltungsreform in Athen mitteilte, geht es um einen Zeitraum von vier Jahren und 5.200 Staatsbedienstete. Das Finanzministerium prüfe derzeit die Herkunft der Mittel und jede Transaktion. Örtliche Medien berichten von einer Liste mit rund 300 Beamten. Die Verdächtigen sollen jeweils mehr als 600.000 Euro über die Grenze gebracht haben.

  • Schweden erkennt Palästina an

    Schweden hat als achtes Land der EU Palästina als Staat anerkannt. Außenministerin Wallström erklärte in Stockholm, Palästina habe ein Territorium, ein Volk und eine Regierung. Damit seien die Kritierien des internationalen Rechts erfüllt. Die schwedische Regierung hatte den Schritt Anfang des Monats angekündigt. Nach der heutigen Erklärung rief Israel seinen Botschafter aus Stockholm zurück. In Europa wird Palästina außerdem von Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Zypern und Malta anerkannt. Die Europäische Union als Ganzes plädiert für weitere Verhandlungen über eine Zwei-Staaten-Lösung.

  • Tempelberg in Jerusalem für junge Männer weiterhin gesperrt

    Die israelische Regierung hat die Abriegelung des Tempelbergs in Jerusalem teilweise aufgehoben. Nach Angaben der Polizei sind die Zugänge wieder geöffnet. Männer unter 50 Jahren werden aber weiterhin nicht auf das Gelände gelassen. Ob dies auch für das morgige Freitagsgebet der Muslime noch gelten soll, wurde nicht mitgeteilt. Die US-Regierung forderte Israel auf, allen Muslimen Zugang zur Al-Aksa-Moschee zu gewähren. Die Behörden hatten den Tempelberg heute früh als Reaktion auf ein Attentat vollständig abgeriegelt. Palästinenserpräsident Abbas bezeichnete dies als eine Kriegserklärung.

  • Burkina Faso: Präsident reagiert auf Proteste

    Im westafrikanischen Burkina Faso hat Präsident Compaoré nach heftigen Ausschreitungen angekündigt, die Regierung zu entlassen. Der langjährige Machthaber rief den Notstand aus und erklärte sich zugleich bereit, mit der Opposition zu verhandeln. Bei den Protesten in der Hauptstadt Ouagadougou sollen mindestens drei Menschen getötet worden sein. Die Demonstranten hatten heute früh das Parlament und weitere öffentliche Gebäude gestürmt und angezündet. Sie protestieren gegen das Vorhaben des Präsidenten, sich durch eine Verfassungsänderung eine weitere Amtszeit zu sichern. - Frankreich und die USA riefen zur Zurückhaltung auf. Das Auswärtige Amt in Berlin rät von Reisen nach Burkina Faso ab.

  • Frankfurter Börse: Dax im Plus

    Der Aktienmarkt in Frankfurt am Main hat Kursgewinne verzeichnet. Der Dax stieg um 0,35 Prozent auf 9.115 Punkte.

  • Wetter: Am Freitag teils sonnig, teils neblig, 10 bis 19 Grad

    Das Wetter: Nachts neblig, vereinzelt auch aufgelockert bewölkt. Tiefsttemperaturen zwischen 11 Grad im Nordwesten und 0 Grad an den Alpen. Am Tag im Norden dichte Wolken, später Auflockerungen. Sonst meist zäher Nebel oder Hochnebel bei Werten teils unter 10 Grad. Bei Sonnenschein 14 bis 19 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Samstag vielfach neblig-trüb, vor allem im Norden auch sonnig. 10 bis 20 Grad, mit Höchstwerten im Rheinland.

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