Nachrichten

Montag, 27. April 2015 14:00 Uhr

  • Himalaya: Rettungsarbeiten in Nepal laufen schleppend an

    Zwei Tage nach dem Erdbeben in Nepal wird das Ausmaß der Katastrophe immer deutlicher. Korrespondenten berichten, tausende Menschen versuchten, die Hauptstadt Kathmandu zu verlassen. Flugzeuge mit Hilfsgütern mussten umkehren, weil der einzige internationale Flughafen des Landes überlastet ist. Zeitweise konnte er wegen Nachbeben nicht angesteuert werden. Hilfsorganisationen berichten, dass Erdrutsche und Risse viele Straßen des Landes unpassierbar machen. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen erklärte, fast eine Million Kinder seien dringend auf Hilfe angewiesen. Die Gefahr von Epidemien sei sehr hoch, da sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen fehlten. Nach amtlichen Angaben stieg die Zahl der Todesopfer in Nepal inzwischen auf mehr als 3.800. Tausende Menschen wurden verletzt, die nur notdürftig versorgt werden können. Auch auf tibetischer Seite des Himalaya kam es zu schweren Schäden. Nach Angaben chinesischer Staatsmedien gab es dort mindestens 20 Tote. In Indien starben mehr als 60 Menschen.

  • Postbank: Zunächst keine betriebsbedingten Kündigungen

    Die rund 5.600 Beschäftigten der Postbank müssen im Zuge der Verkaufspläne der Deutschen Bank zunächst keine betriebsbedingten Kündigungen fürchten. Das Unternehmen teilte in Bonn mit, es habe sich mit der Gewerkschaft Verdi auf einen Kündigungsschutz bis Juni 2017 geeinigt. Außerdem werden die Gehälter in zwei Stufen um vier Prozent angehoben. Die Deutsche Bank will nach Angaben der beiden Vorstandsvorsitzenden, Jain und Fitschen, ihre Mehrheit an der Postbank verkaufen. Außerdem will die Deutsche Bank bis zum Jahr 2017 fast jede dritte Filiale schließen und sich aus bis zu zehn Ländern zurückziehen, sagten Jain und Fitschen in Frankfurt am Main. Ob dabei Stellen abgebaut würden, sei noch unklar. Der geplante Konzernumbau koste zunächst etwa 3,7 Milliarden Euro. Allein die Verkleinerung der Sparte Investmentbanking belaste die Bank mit 800 Millionen Euro.

  • BND-Affäre: Regierung sieht keinen Bedarf für personelle Konsequenzen

    In der neuen Spionageaffäre um den Bundesnachrichtendienst sieht die Regierung derzeit keine Notwendigkeit für personelle Konsequenzen. Eine Sprecherin sagte in Berlin, diese Frage stelle sich momentan nicht. Zunächst stehe die Aufklärung des Sachverhalts im Vordergrund. Der BND soll dem US-Geheimdienst NSA über Jahre geholfen haben, europäische Unternehmen und Politiker auszuforschen. Das Bundeskanzleramt hatte gestern bestätigt, dass es im Jahr 2008 über Spionageziele der NSA informiert wurde.

  • Zerwürfnis zwischen Nebenklägern im Auschwitz-Prozess

    Im Lüneburger Auschwitz-Prozess ist es zu einem Zerwürfnis unter den Nebenklägern gekommen. Anlass ist, dass die Auschwitz-Überlebende Eva Kor dem 93-jährigen Angeklagten Gröning vor Gericht vergeben hat. Die Anwälte von 49 Nebenklägern warfen Kor vor, den früheren SS-Mann Gröning eigenmächtig rehabilitiert und die Verzeihung öffentlich inszeniert zu haben. Sie verwiesen darauf, dass sich der 93-Jährige bislang frei von jeglicher strafrechtlicher Schuld fühle. Gröning wird beschuldigt, in Auschwitz Beihilfe zum Mord in 300.000 Fällen geleistet zu haben. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft verwischte er Spuren, indem er das Gepäck der ermordeten Menschen wegschaffen ließ.

  • Integrationsbeauftragte will bessere Gesundheitsversorgung für Migranten

    Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Özoguz, sieht gravierende Mängel bei der Gesundheitsversorgung von Migranten. Es gebe noch immer strukturelle Probleme bei der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung von Menschen, die vor Jahrzehnten eingewandert seien, sowie bei ihren Nachkommen, sagte Özoguz. Mediziner müssten viel stärker für den Umgang sensibilisiert werden. Zudem brauche es mehr Übersetzungsangebote. Ein drängendes Problem sei die Lage von Flüchtlingen. Asylbewerber und Geduldete erhielten oft nur eine minimale Notfallbetreuung. Teilweise blieben deshalb Erkrankungen unerkannt oder würden chronisch.

  • Merkel bei deutsch-polnischen Regierungskonsultationen

    In Warschau finden die 13. deutsch-polnischen Regierungskonsultationen statt. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen neben dem Konflikt in der Ukraine bilaterale Fragen. Dazu zählen die deutsch-polnischen Zugverbindungen und der Mindeslohn für Fernfahrer in Deutschland. Außerdem soll der Gipfel der Östlichen Partnerschaft im Mai im lettischen Riga vorbereitet werden.

  • EU-Ukraine-Gipfel in Kiew beginnt

    Vertreter der Europäischen Union und der Ukraine sind in Kiew zu einem Gipfeltreffen zusammengekommen. Staatsoberhaupt Poroschenko empfing EU-Kommissionschef Juncker und Ratspräsident Tusk an seinem Amtssitz. Zentrales Thema der Gespräche sollte eine weitere Annäherung der Ukraine an die EU sein, hieß es. Zudem wollten beide Seiten auch über dringend nötige Reformen in dem Land sprechen. Vor dem Treffen legte Tusk in der Nähe des Unabhängigkeitsplatzes Maidan einen Kranz für die Opfer der prowestlichen Massenproteste vor gut einem Jahr nieder. Die Gespräche in Kiew werden überschattet von wiederholten Verstößen gegen die Feuerpause im Kriegsgebiet in der Ostukraine.

  • Bundesregierung rechnet nicht mit Sondertreffen der Euro-Gruppe

    Die Bundesregierung rechnet nicht mit einem kurzfristigen Sondertreffen der Euro-Gruppe wegen der Schuldenkrise in Griechenland. Bei den Beratungen am vergangenen Freitag in Riga habe es offenkundig keine Fortschritte gegeben, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums in Berlin. Er wisse daher nicht, worüber die Gruppe nun diskutieren sollte. Der Sprecher verwies darauf, dass das nächste reguläre Treffen für den 11. Mai in Brüssel geplant sei. Derzeit sei man von einem Gesamtkonzept weit enfernt und warte auf griechische Reformvorschläge.

  • Israelische Soldaten wegen Plünderungen im Gazakrieg angeklagt

    Die Militärstaatsanwaltschaft der israelischen Streitkräfte hat gegen drei im Gazastreifen eingesetzte Soldaten Strafverfahren wegen Plünderungen eingeleitet. Wie die Armee mitteilte, sind dies die ersten Klagefälle, die im Zusammenhang mit dem siebenwöchigen Krieg im vergangenen Sommer stehen. Insgesamt laufen derzeit 19 Ermittlungsverfahren der Militärpolizei zu Vorfällen im Gazakrieg. Dabei geht es neben Eigentumsdelikten auch um die Misshandlung von Gefangenen und den Beschuss von Krankenwagen.

  • Syrien: Islamisten nehmen wichtige Armeebasis ein

    In Syrien haben Islamisten nach eigenen Angaben einen strategisch wichtigen Stützpunkt der Armee in der Provinz Idlip im Nordwesten des Landes eingenommen. Wie ein Anführer der Nusra-Front mitteilte, sprengte sich ein Selbstmordattentäter vor dem Militärlager in die Luft und verschaffte damit anderen Kämpfern Zugang. In syrischen Staatsmedien war von Luftangriffen der Rebellen auf die Region die Rede, allerdings nicht vom Fall des Stützpunktes. Am vergangenen Wochenende hatte die islamistische Nusra-Front die Stadt Schogur südwestlich von Idlip eingenommen. Damit rücken die Rebellen immer näher an die Küstenebene heran. Dort leben besonders viele Mitglieder der religiösen Minderheit der Alaviten, zu der auch der syrische Machthaber Assad gehört.

  • Sudanesischer Präsident Baschir wiedergewählt

    Im Sudan ist Präsident Baschir mit rund 94 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden. Das teilte die Wahlleitung in Khartum mit. An der Abstimmung vor zwei Wochen habe sich fast die Hälfte der Berechtigten beteiligt. Die wichtigsten Oppositionsparteien hatten die Wahl boykottiert. Sie warfen der Regierung Wahlbetrug vor. Der 71-jährige Baschir regiert den Sudan seit 1989. Gegen ihn liegt beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag ein Haftbefehl wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor.

  • Wetter: Schauer, 9 bis 23 Grad

    Das Wetter: Heute überwiegend stark bewölkt mit Schauern. Im Südosten auch stärkere Regenschauer mit einzelnen Gewittern. Später im Nordwesten Wolkenlücken. Tageshöchsttemperaturen im Nordwesten 9 bis 16 Grad, im Osten und Südosten 17 bis 23 Grad. Morgen erneut regnerisch bei nur noch 7 bis 13 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Mittwoch wolkig mit Aufheiterungen bei 11 bis 17 Grad.

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