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Freitag, 6. März 2015 08:00 Uhr

  • Bundestag will Frauenquote verabschieden

    Der Bundestag will heute eine Quote für Frauen in Führungspositionen verabschieden. Nach dem Gesetzentwurf der Regierung soll in den rund 100 großen börsennotierten Unternehmen eine 30-Prozent-Quote von Frauen in Aufsichtsräten vorgeschrieben werden. Rund 3.500 weitere Unternehmen müssen sich selbst Zielquoten festlegen und regelmäßig über ihre Fortschritte berichten. Die Grünen hatten einen weitergehenden Gesetzentwurf vorgelegt und fordern eine Quote von 40 Prozent, die Linke will 50 Prozent Frauen in Führungsgremien festschreiben. Bis zuletzt hatte es Kritik und verfassungsrechtliche Bedenken gegen den Regierungsentwurf gegeben. Dabei ging es vor allem um die ebenfalls geplante Umsetzung im öffentlichen Dienst und eine dort vorgesehene "Männerquote" etwa bei Erziehern und Grundschullehrern. Wir übertragen die Debatte ab 9:00 Uhr als Livestream unter www.deutschlandradio.de sowie im Digitalradio.

  • Studie: Deutschland freundlicher zu Zuwanderern

    Einwanderer werden in Deutschland einer Umfrage zufolge inzwischen offener aufgenommen als früher. Entsprechend äußerten sich in einer Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung sowohl deutschstämmige Befragte als auch solche mit ausländischen Wurzeln. Demnach sind sechs von zehn Deutschen der Ansicht, dass Einwanderer in Deutschland freundlich empfangen werden. 2012 war nur jeder Zweite dieser Ansicht. Von den Menschen mit Migrationshintergrund sagten 68 Prozent, dass sie sich bei staatlichen Stellen willkommen fühlten. Vor drei Jahren waren es 57 Prozent. Die Studie zeigt zudem auf, dass in den neuen Bundesländern die Einstellung gegenüber Einwanderern skeptischer ist als in Westdeutschland. - Befragt wurden mehr als 2.000 Personen.

  • Stellvertretender US-Außenminister schließt weitere Sanktionen nicht aus

    Der stellvertretende US-Außenminister Blinken hat sich für eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland ausgesprochen, falls das Land den Vertrag von Minsk nicht einhalten sollte. Blinken sagte im Deutschlandfunk, wenn sich die Situation verschlechtere, sollten die USA und die EU die wirtschaftlichen Sanktionen intensivieren. Sollte Russland sich an das Abkommen halten, könnten die Sanktionen auch wieder aufgehoben werden. Der stellvertretende Außenminister betonte, er glaube nicht an eine militärische Lösung des Konflikts. - Blinken hält sich zur Zeit zu einem Besuch in Berlin auf.

  • Appelle an Gabriel vor Besuch in Saudi-Arabien

    Die Opposition im Bundestag hat Bundeswirtschaftsminister Gabriel aufgefordert, sich bei seinem bevorstehenden Besuch in Saudi-Arabien für Menschenrechte einzusetzen. Grünen-Fraktionschef Hofreiter sagte der "Passauer Neuen Presse", Wirtschaftsinteressen dürften auf keinen Fall Vorrang haben. Der außenpolitische Sprecher der Linksfraktion, van Aken, sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", es gehe darum, den Golfstaaaten deutlich zu machen, dass sich die Wirtschaftsbeziehungen schwieriger gestalteten, wenn sich die Lage nicht ändere. Gabriel besucht von morgen an zunächst Saudi-Arabien, dann die Vereinigten Arabischen Emirate und schließlich Katar. Amnesty International forderte den Außenminister auf, sich für den Blogger Badawi einzusetzen, der in Saudi-Arabien zu zehn Jahren Haft und 1.000 Stockschlägen verurteilt wurde. Ihm drohe nun eine neue Anklage und die Todesstrafe.

  • Davutoglu: Weltgemeinschaft agiert in syrischem Bürgerkrieg planlos

    Der türkische Ministerpräsident Davutoglu hat der internationalen Gemeinschaft schwere Versäumnisse im Bemühen um ein Ende des Bürgerkriegs in Syrien vorgeworfen. Es habe nie einen Plan für eine Beilegung der Krise gegeben, sagte Davutoglu auf einer Pressekonferenz bei den Vereinten Nationen in New York. Zwar sollten alle Länder gegen die Terrormiliz IS kämpfen. Zugleich müsse aber auch die Regierung in Damaskus an Kriegsverbrechen gehindert werden. In diesem Zusammenhang lobte er den vom UNO-Sondergesandten de Mistura eingebrachten Plan für eine Waffenruhe in Aleppo. Die Initiative sieht vor, dass Regierung und Opposition Angriffe mit schweren Waffen für sechs Wochen einstellen, damit ungehindert Hilfslieferungen zu Notleidenden gelangen können. Allerdings habe Damaskus in den vergangenen Tagen die Luftangriffe auf Aleppo verstärkt, betonte Davutoglu.

  • PLO-Zentralrat beschließt Ende der Sicherheitskooperation mit Israel

    Die Beziehungen zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde verschlechtern sich weiter. Der PLO-Zentralrat hat beschlossen, die Sicherheitskooperation mit Israel einzustellen, eine Vereinbarung, die auf das Oslo-Abkommen von 1993 zurückgeht. Dabei geht es um den Austausch von Geheimdienstinformationen; Israel hätte dann keinen Zugang mehr zu den palästinensischen Erkenntnissen über radikale Bewegungen wie die Hamas. Der PLO-Zentralrat reagierte mit der Entscheidung darauf, dass Israel den Palästinensern zustehende Steuereinnahmen einbehält. Es ist noch unklar, ob die Autonomiebehörde von Palästinenserpräsident Abbas das Ende der Sicherheitskooperation sofort umsetzen wird.

  • IS verwüstet antike Ruinenstätte Nimrud im Nordirak

    Die Terrormiliz Islamischer Staat setzt die Zerstörung von Kulturgütern im Irak fort. Mit schweren Militärfahrzeugen hätten die Dschihadisten die Ruinenstätte der antiken Stadt Nimrud dem Erdboden gleichgemacht, teilte die Regierung in Bagdad mit. Nimrud ist eine bedeutende assyrische Kultstätte, deren Ursprünge mehr als 3.000 Jahre zurück liegen. Erst vergangene Woche hatten die Extremisten im Stadtmuseum von Mossul jahrtausendealte Statuen zerstört.

  • Neun Menschen bei Messerattacke in China verletzt - Angreifer tot

    In der südchinesischen Stadt Guangzhou sind mindestens neun Menschen durch Angriffe mit Messern verletzt worden. Polizisten erschossen einen der zwei Täter, wie die Behörden mitteilten. Der zweite Angreifer sei festgenommen worden. Ähnliche Vorfälle hatte es in jüngerer Vergangenheit immer wieder gegeben. Im März vergangenen Jahres töteten mit Messern bewaffnete Angreifer 29 Menschen am Bahnhof der Stadt Kunming. Damals machten die Behörden uigurische Separatisten dafür verantwortlich.

  • US-Großbanken bestehen erste Phase des Stresstests

    Die 31 größten US-Banken haben die erste Phase der Stresstests überstanden. Wie die US-Notenbank Fed mitteilte, besitzen alle Finanzinstitute mindestens fünf Prozent Kernkapital, um einer Krise standzuhalten. Auch die US-Tochter der Deutschen Bank nahm an der Prüfung teil. Seit 2009 wird jährlich ermittelt, ob die Banken eine schwere Finanzkrise überstehen würden und ihre Aktivitäten fortsetzen könnten. Die Ergebnisse der weiteren Phasen der US-Stresstests sollen in der kommenden Woche veröffentlicht werden.

  • Dow und Nikkei mit Gewinnen

    Die Börse in New York hat fester geschlossen. Der Dow Jones Index gewann 0,2 Prozent hinzu und ging mit 18.135 Punkten aus dem Handel. Die Technologie-Börse Nasdaq schloss mit 4.982 Punkten, das ist ein Plus von 0,3 Prozent. In Japan legte der Nikkei-Index um 1,2 Prozent zu.

  • Wetter: Wechselnd wolkig, im Norden und Osten Regen, 5 bis 10 Grad

    Das Wetter: Im Norden und Osten leichter Regen. Im übrigen Land meist trocken. 5 bis 10 Grad, im Bergland kühler. Morgen im Norden noch etwas Regen. Sonst aufgelockerte Bewölkung, im Süden und Westen auch längere Zeit sonnig. 7 bis 15 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag vielerorts sonnig. Im Norden und Osten wolkig, aber trocken. Temperaturanstieg auf 10 bis 17 Grad.

  • Temperaturen

    Die Temperaturen von heute früh 7 Uhr: Greifswald 4 Grad, Hamburg 5, Bremen 5, Hannover 5, Berlin 1, Leipzig 3, Köln 2, Dresden 2, Frankfurt am Main 1, Stuttgart -1, Freiburg -4 und München -1 Grad.

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