Nachrichten

Sonntag, 29. März 2015 18:00 Uhr

  • Arabische Liga beschließt gemeinsame Eingreiftruppe

    Die Staaten der Arabischen Liga wollen Extremisten in der Region künftig mit einer gemeinsamen Eingreiftruppe bekämpfen. Die Staats- und Regierungschefs beschlossen auf ihrem Gipfeltreffen im ägyptischen Badeort Scharm el-Scheich die Gründung einer solchen panarabischen Task-Force. Nach Angaben des ägyptischen Militärs sollen der Truppe bis zu 40.000 Elitesoldaten angehören. Die Details sollen in den kommenden Monaten ausgearbeitet werden. Eine Teilnahme sei freiwillig, hieß es in der Gipfelerklärung. Der Irak meldete bereits Vorbehalte gegen die Eingreiftruppe an. Der Arabischen Liga gehören 22 Staaten an, darunter der Jemen, Libyen, Somalia, der Sudan, der Irak und Syrien, die alle mit extremistischen Rebellengruppen zu kämpfen haben. Das Gipfeltreffen stand unter dem Eindruck der Krise im Jemen. Eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition fliegt seit Tagen Luftangriffe auf die schiitischen Huthi-Rebellen dort. Die Arabische Liga rief die Huthi auf, die Hauptstadt Sanaa zu verlassen und ihre Waffen an die Behörden auszuhändigen.

  • Atomverhandlungen mit dem Iran vor entscheidender Phase

    In den Atomverhandlungen mit dem Iran stehen die entscheidenden Beratungen an. Bundesaußenminister Steinmeier und sein französischer Amtskollege Fabius sagten eine für morgen geplante gemeinsame Reise nach Kasachstan ab, um für die Verhandlungen in Lausanne in der Schweiz bleiben zu können. Das verlautete aus Diplomatenkreisen. Zuvor hatte auch US-Außenminister Kerry seine Rückreise in die Vereinigten Staaten verschoben. In einigen Agenturberichten ist bereits von Erfolgen in den Verhandlungen die Rede, sogar von einer "vorläufigen Einigung". Für diese Meldungen gibt es aber keine Bestätigung. In Lausanne verhandeln die fünf Vetomächte im UNO-Sicherheitsrat und Deutschland mit der Islamischen Republik über die künftige Nutzung der Atomenergie. Bis Dienstag soll es eine politische Grundsatzvereinbarung geben.

  • Tunesien: Mutmaßlicher Dratzieher des Terroranschlags getötet

    Sicherheitskräfte haben einen mutmaßlichen Drahtzieher des Anschlags auf das Nationalmuseum in Tunis getötet. Das teilte der tunesische Ministerpräsident Essid mit. Der Mann sei gestern mit acht weiteren Kämpfern der größten Dschihadistengruppe des Landes bei einem Einsatz in der Region Gafsa ums Leben gekommen. Er werde verdächtigt, den Terroranschlag auf das Bardo-Nationalmuseum am 18. März geführt oder entscheidend dabei geholfen zu haben. Zwei Bewaffnete hatten dabei vor eineinhalb Wochen 21 Touristen und einen Polizisten getötet. In der tunesischen Hauptstadt Tunis demonstrierten Zehntausende Menschen gegen Extremismus. An dem Trauermarsch nahmen auch mehrere Staats- und Regierungschefs teil, darunter der französische Staatspräsident Hollande und Italiens Ministerpräsident Renzi.Auch Bundesinnenminister de Maizière ist in Tunis.

  • Bergungsarbeiten nach Flugzeugabsturz dauern an

    Nach dem Flugzeugabsturz in den französischen Alpen konzentrieren sich die Ermittler auf die Bergung der Opfer. Bislang sei die DNA von fast 80 Menschen gesichert worden, sagte der zuständige Staatsanwalt Robin. Diese solle zur Identifizierung der Toten mit der DNA von Familienangehörigen abgeglichen werden. An Bord der Maschine waren 150 Menschen. Erst nach der Bergung der Leichen sollen Wrackteile gesichert werden. Die Ermittler suchen zudem weiter nach dem zweiten Flugschreiber. Von ihm versprechen sie sich neue Erkenntnisse zum Geschehen im Cockpit. Zur Erleichterung der Bergungsarbeiten soll ein Weg für Geländefahrzeuge bis zur abgelegenen Unglücksstelle angelegt werden. Bisher ist diese nur zu Fuß oder aus der Luft zu erreichen.

  • 4,6 Prozent mehr Lohn für Angestellte im Öffentlichen Dienst der Länder

    Die 800.000 Angestellten im Öffentlichen Dienst der Länder erhalten in den kommenden zwei Jahren deutlich mehr Geld. Arbeitgeber und Gewerkschaften einigten sich gestern Abend in Potsdam darauf, das Gehalt rückwirkend zum 1. März um 2,1 Prozent anzuheben. Zudem soll es dann in einem Jahr noch einmal 2,3 Prozent mehr Geld geben, mindestens aber 75 Euro. Der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Bsirske, sprach von spürbaren Reallohnsteigerungen. Seinen Angaben zufolge steigen die Entgelte um durchschnittlich 4,6 Prozent. Allerdings kommen für die Betriebsrente höhere Beiträge auf Angestellte und Arbeitgeber zu. Zudem gab es keine Einigung über die Bezahlung der 200.000 angestellten Lehrer. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sieht ihre Forderung nicht erfüllt, einen Einstieg in die gleiche Bezahlung von angestellten und verbeamteten Lehrern zu schaffen. Sie erwägt nun neue Lehrer-Streiks. Der Abschluss gilt außerdem nicht in Hessen. Das Bundesland gehört der Tarifgemeinschaft der Länder nicht an.

  • Frankreich: Zweite Runde der Départementswahlen begonnen

    In Frankreich läuft die zweite Runde der Wahlen in den Départements. Die regierenden Sozialisten von Staatschef Hollande müssen mit einer Niederlage rechnen. Als Sieger wird das konservative Lager um Ex-Staatschef Sarkozy gehandelt. Dem rechtsextremen Front National werden Chancen eingeräumt, erstmals die Mehrheit in einem Département zu erzielen. In der ersten Wahlrunde vor einer Woche hatte das konservative Lager die meisten Stimmen bekommen, der Front National landete mit rund 25 Prozent an zweiter Stelle vor den Sozialisten. In Paris und Lyon wird nicht abgestimmt, weil dort der Stadtrat zugleich Rat des Départements ist. Die Département-Räte sind unter anderem zuständig für soziale Leistungen, aber auch für den Betrieb der Mittelschulen - die Collèges - sowie für Straßen und Tourismus.

  • Wahlen in Nigeria überschattet von Gewalt

    Überschattet von Gewalt und technischen Pannen haben die Nigerianer ein neues Parlament und einen neuen Präsidenten gewählt. In 300 Wahllokalen wurde die Abstimmung heute nachgeholt, nachdem die Geräte zur Registrierung der Wähler gestern nicht funktioniert hatten. Bei Angriffen der Islamistengruppe Boko Haram wurden mindestens sieben Menschen getötet. Bei der Wahl wurde ein enges Rennen zwischen dem amtierenden Präsidenten Jonathan und Oppositionsführer Buhari erwartet. Von den Pannen war auch Staatschef Jonathan betroffen, er konnte erst nach mehreren Anläufen seine Stimme abgeben. Wahlkommissionschef Jega sprach von einer "nationalen Peinlichkeit".

  • Guinea verhängt wegen Ebola Gesundheitsnotstand

    Der westafrikanische Staat Guinea hat wegen nachlassender Vorsicht der Bevölkerung neue Maßnahmen zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie verhängt. Präsident Condé teilte in der Hauptstadt Conakry mit, in fünf Regionen des Landes würden zunächst für 45 Tage schärfere Auflagen gelten. Unter anderem werde die Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Condé begründete die Maßnahmen damit, dass die Bevölkerung die nötigen Vorsichtsmaßnahmen immer weniger beachte. Im benachbarten Sierra Leone wurde wegen der Ebola-Epidemie für das Wochenende eine Ausgangssperre verhängt. In Guinea, Sierra Leone und Liberia sind insgesamt mehr als 10.000 Menschen an dem Virus gestorben. Seit Jahresbeginn ging die Zahl der Neuerkrankungen zunächst deutlich zurück. Zuletzt spitzte sich die Lage dort aber wieder zu.

  • Singapur: Trauerfeier für Staatsgründer Lee Khuan Yew

    In Singapur haben die Menschen Abschied von Staatsgründer Lee Khuan Yew genommen. An dem Staatsbegräbnis nahmen Politiker und Würdenträger aus zahlreichen Ländern statt. Die Beerdigungsprozession führte über 15 Kilometer durch den asiatischen Stadtstaat, die Strecke war gesäumt von Menschen. Lee war von 1959 bis 1990 Premierminister und machte Singapur zu einem modernen Finanzplatz. Zugleich schränkte er die Meinungsfreiheit ein und ließ politische Gegner inhaftieren. Seine Partei PAP ist bis heute an der Macht, sein ältester Sohn ist Premierminister.

  • Mehr als 20 Verletzte bei Bruchlandung von Air-Canada-Airbus

    Ein Airbus der Gesellschaft Air Canada ist bei einer Bruchlandung auf dem Flughafen von Halifax von der Piste abgekommen. Mindestens 23 Menschen wurden nach Angaben von Air Canada mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Die meisten hätten aber nach wenigen Stunden wieder entlassen werden können. Die Ursache des Unfalls ist noch unklar. Zum Zeitpunkt der Landung herrschte dichtes Schneetreiben.

  • Formel 1: Vettel gewinnt in Malaysia

    Der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel hat den Großen Preis von Malaysia gewonnen. Es war sein erster Sieg für das Team Ferrari, zu dem er in dieser Saison gewechselt war. Zweiter und Dritter in Sepang wurden Lewis Hamilton und Nico Rosberg - beide vom Team Mercedes.

  • Wetter: Viel Regen, Sturmböen, 7 bis 15 Grad

    Das Wetter: Bedeckt und regnerisch, nachmittags und abends im Nordwesten und Westen bis in die Mitte Gewitter, teils mit Sturm- oder orkanartigen Böen. 7 bis 15 Grad. Auch morgen bei ähnlichen Temperaturen wieder viele Niederschläge mit vereinzelten Gewittern, die nur im Westen kurz nachlassen. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag weiterhin unbeständig und regnerisch bei 6 bis 16 Grad. Der Seewetterdienst Hamburg teilt mit: Deutsche Nordseeküste: Südwest bis West 5 bis 6, Böen 7.

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