Nachrichten

Mittwoch, 1. April 2015 16:00 Uhr

  • Iran: Keine Einigung im Atomstreit ohne Aufhebung der Sanktionen

    Der Iran hat eine Einigung im Streit um sein Atomprogramm ohne eine Aufhebung der Wirtschaftssanktionen abgelehnt. In erster Linie müssten alle Strafmaßnahmen, insbesondere die gegen den Erdöl- und Bankensektor beendet werden, sagte Vize-Außenminister Araghchi in Lausanne. Der Westen will die Sanktionen offenbar nur schrittweise abmildern. Zudem betonte Araghchi, die Regierung in Teheran bestehe auch darauf, dass die Forschungsarbeiten in der Nuklearanlage Fordo fortgesetzt würden. - Die Gespräche im schweizerischen Lausanne waren nach Ablauf der offiziellen Frist in der vergangenen Nacht verlängert worden. Bundeskanzlerin Merkel betonte in Berlin, sie hoffe, dass noch im Laufe des Tages ein Kompromiss erzielt werden könne. Es habe viele Fortschritte gegeben. Die Gespräche könnten aber erst beendet werden, wenn es in allen strittigen Punkten eine Einigung gebe. Israels Ministerpräsident Netanjahu forderte in Jerusalem, mehr Druck auf die Regierung in Teheran auszuüben.

  • Jazenjuk: Wirtschaftliche Erholung von Umsetzung des Friedensplans abhängig

    Die wirtschaftliche Erholung der Ukraine hängt nach Ansicht von Ministerpräsident Jazenjuk vor allem von der Umsetzung des Friedensplans von Minsk ab. Er erwarte deshalb, dass Russland die Vereinbarungen vom Februar einhalte, sagte Jazenjuk bei einem Treffen mit Mitgliedern des Osteuropavereins der deutschen Wirtschaft in Berlin. Er betonte, man habe den russischen Markt für Exporte wegen des Konflikts in der Ostukraine fast vollständig verloren. Es sei aber gelungen, den Verlust durch neue Absatzmärkte in Europa, Nahost und den USA auszugleichen. Der nächste Schritt sei eine größere Unabhängigkeit des ukrainischen Energiesektors. Am Nachmittag will Jazenjuk mit Bundeskanzlerin Merkel über die finanzielle Lage in der Ukraine sowie über Reformvorhaben sprechen.

  • Lufthansa-Chef Spohr sagt Angehörigen langfristige Hilfe zu

    Der Lufthansa-Vorstandsvorsitzende Spohr hat den Angehörigen der Opfer des Germanwings-Absturzes langfristige Unterstützung zugesagt. Man werde solange helfen wie nötig, betonte er bei einer Gedenkfeier in der Nähe des Absturzortes in den französischen Alpen, an der auch Germanwings-Geschäftsführer Winkelmann teilnahm. Gleichzeitig dankte Spohr allen Helfern und Anwohnern für ihre professionelle Arbeit und Anteilnahme. Nach Angaben der französischen Gendamerie sind inzwischen alle 150 Opfer geborgen. Nun sollen die persönlichen Gegenstände gesichert werden. Frankreichs Präsident Hollande hatte bei seinem Besuch in Berlin erklärt, er gehe davon aus, dass alle Toten bis zum Ende der Woche identifiziert seien.

  • Nach Sturmtief "Niklas" normalisiert sich Bahnverkehr

    Nach dem Sturmtief "Niklas" normalisiert sich der Bahnverkehr. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, läuft der Betrieb trotz einiger Verspätungen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen überwiegend störungsfrei. Bei Fernzügen muss weiterhin mit Verspätungen und Ausfällen gerechnet werden. Betroffen ist die Strecke zwischen Hannover und Bremen. Von morgen an sollen alle Züge wieder planmäßig fahren. Der Konzern verteidigte die gestrige Entscheidung, den Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen einzustellen. Ein sinnvoller Betrieb wäre nicht möglich gewesen. Es habe viele Störungen im Schienennetz gegeben.

  • Fracking-Gesetz stößt auf Widerstand bei SPD und Grünen

    Der Gesetzentwurf zur Fracking-Methode stößt auf wachsenden Widerstand. Der CDU-Abgeordnete Mattfeldt sagte, inzwischen stünden mehr als 100 Parlamentarier der Union den Plänen zur Öl- und Gasförderung kritisch gegenüber. Auch SPD und Grüne äußerten sich skeptisch. Vor dem Kanzleramt protestierten Umweltverbände, weil sie unter anderem eine Verunreinigung des Trinkwassers fürchten. Umweltministerin Hendricks rechnet nach der heutigen Verabschiedung der Vorlage im Kabinett mit Änderungen im parlamentarischen Verfahren. Die SPD-Politikerin hat den Entwurf gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium erarbeitet. Er sieht vor, Fracking unter Auflagen zu Probezwecken erlauben. In sensiblen Gebieten, die etwa für den Wasserschutz oder die Trinkwasserversorgung wichtig sind, ist es ganz verboten. Eine spätere kommerzielle Nutzung ist allerdings grundsätzlich möglich.

  • Nigeria: Buhari ruft zu friedlicher Amtsübergabe auf

    Der künftige nigerianische Präsident Buhari hat die Menschen im Land dazu aufgefordert, seinen Wahlsieg friedlich zu akzeptieren. Er sagte in einer ersten Ansprache in Abuja, es sei Zeit, die Wunden zu heilen und in die Zukunft zu blicken. Der ehemalige Militärdiktator erzielte nach offiziellem Endergebnis rund 2,6 Millionen Stimmen mehr als Amtsinhaber Jonathan. Dieser erkannte seine Niederlage an. Viele erwarten von Buhari ein hartes Durchgreifen gegen die Extremistengruppe Boko Haram und gegen Korruption. Der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, Hussein, verurteilte die Verbrechen von Boko Haram scharf. Er erklärte in Genf, seit Beginn der Terrorkampagne im Jahr 2009 seien mindestens 15-tausend Menschen getötet worden. Hussein forderte eine strafrechtliche Verfolgung der Täter.

  • Unabhängiger Fernsehsender der Krimtataren abgeschaltet

    Auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim hat der einzige unabhängige Fernsehsender der Minderheit der Krimtataren den Betrieb eingestellt. ATR-Gründer Isljamow teilte in Simferopol mit, die russischen Behörden hätten eine neue Lizenz verweigert. Mehrere Anträge seien wegen technischer Formalitäten zurückgewiesen worden. - Nach der Annexion der Krim vor einem Jahr mussten alle dort ansässigen Medienunternehmen russische Lizenzen beantragen.

  • Getty-Erbe mit 47 gestorben

    Im Alter von 47 Jahren ist der Enkel des amerikanischen Milliardärs Getty, Andrew Getty, gestorben. Nach Angaben der Polizei fanden seine Angehörigen ihn in seinem Haus in Los Angeles. Die Umstände des Todes sind noch unklar. Die Gerichtsmedizin geht allerdings von einer natürlichen Ursache aus. Getty sei bereits seit einigen Monaten krank gewesen, hieß es. Gettys Großvater war mit Öl zum Milliardär geworden. Zeitweise galt er als reichster Mann der Welt.

  • Wetter: Wind und Regen, 5 bis 10 Grad

    Das Wetter: Unbeständig mit Schauern und Gewittern. Temperaturen 5 bis 10 Grad. Morgen bei wechselnder Bewölkung weiter windiges Schauerwetter. Im Norden und in der Mitte Schnee oder Schneeregen. 4 bis 9 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Freitag wechselhaft mit einzelnen Schauern, von Südwesten her Niederschlag. 6 bis 10 Grad. Der Seewetterdienst Hamburg teilt mit: Deutsche Nord- und Ostseeküste: Nordwest bis West 7 bis 8, Böen bis 10.

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