Nachrichten

Mittwoch, 6. Mai 2015 14:00 Uhr

  • Weselsky sieht keinen Grund für vorzeitiges Streik-Ende

    Im Tarifkonflikt der Lokführer gibt es trotz des neuen Angebots der Unternehmensseite noch keine Fortschritte. GDL-Chef Weselsky sagte bei einer Kundgebung in Köln, bei seiner Gewerkschaft sei noch kein entsprechendes Schreiben eingegangen. Die zuständigen Gremien würden sich bei der Bewertung des Vorschlags Zeit lassen und - so Weselsky wörtlich - nicht aus der Hüfte schießen. Zurzeit gebe es keinen Grund, den bis Sonntag geplanten Streik abzubrechen. Dem Bahn-Management warf er eine Instrumentalisierung der Medien vor. Bahn-Chef Grube hat vorgeschlagen, den früheren brandenburgischen Ministerpräsidenten Platzeck als Vermittler hinzuzuziehen. Auch die GDL könne eine Person ihres Vertrauens benennen. Bedingung sei allerdings, dass die Verhandlungen bereits heute Abend wieder aufgenommen würden und der Streik umgehend beendet werde. - Wegen des Lokführer-Streiks fallen auch heute wieder zwei Drittel der Fernzüge und ein Drittel der Regionalverbindungen aus.

  • Ermittler: Germanwings-Copilot probte Sinkflug vor dem Absturz

    Der Copilot der abgestürzten Germanwings-Maschine hat den Absturz nach Angaben der französischen Ermittler vorher geprobt. Der 27-Jährige habe den Autopiloten bereits auf dem Hinflug von Düsseldorf nach Barcelona mehrfach auf eine zu niedrige Flughöhe eingestellt, heißt es in einem Zwischenbericht der Untersuchungsbehörde Bea. Dies sei während eines angeordneten Sinkflugs geschehen, als der Kapitän nicht im Cockpit war. Nach wenigen Sekunden habe der Copilot die Manipulationen jedes Mal wieder korrigiert. Die Auswertung der Flugschreiber hat den Ermittlern zufolge zudem eine bewusste Handlung des Copiloten beim Absturz auf dem Rückflug bestätigt. - Der Airbus zerschellte am 24. März auf dem Rückweg von Barcelona in den französischen Alpen. Alle 150 Menschen an Bord starben.

  • Unbefristeter Kita-Streik beginnt am Freitag

    In den kommunalen Kindertagesstätten in Deutschland soll ab Freitag unbefristet gestreikt werden. Das kündigte der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Bsirske, in Berlin an. In einer Urabstimmung hätten sich gut 93 Prozent der Beschäftigten für Arbeitsniederlegungen ausgesprochen. Die Urabstimmung war nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen Ende April eingeleitet worden. Verdi verlangt unter anderem eine Festsetzung neuer Tätigkeitsmerkmale für die rund 240.000 Kita-Beschäftigten. Das soll zu rund zehn Prozent mehr Gehalt führen. - In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen beginnt der Ausstand in zwei Tagen, in Nordrhein-Westfalen am Montag. Dort sind 1.000 Einrichtungen betroffen.

  • Studie: Zahl der Berufstätigen im Rentenalter wächst

    Erwerbstätige entscheiden sich immer häufiger dafür, auch nach ihrem 65. Lebensjahr weiter zu arbeiten. Nach Angaben des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln hat sich der Anteil der Erwerbstätigen im Rentenalter mehr als verdoppelt - von 3,7 Prozent im Jahr 2000 auf 8,7 Prozent im Jahr 2013. Unter ihnen sind fast doppelt so viele Männer wie Frauen. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die meisten 65-Jährigen nicht aus finanzieller Not weiter arbeiten. Viele verfügten über einen Hochschulabschluss.

  • Statistik Mehr als sechs Millionen Straftaten 2014

    Die Zahl der Straftaten in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf mehr als sechs Millionen gestiegen. Das sind zwei Prozent mehr als 2013. Wie Bundesinnenminister de Maizière in Berlin bekanntgab, konnte die Polizei gut die Hälfte der Delikte aufklären. Gestiegen sind auch die politisch motivierten Straftaten und zwar auf 32.700 Delikte. Der Zuwachs lag hier im Bereich der rechtsmotivierten Delikte, entsprechende Gewalttaten im linken Spektrum gingen dagegen zurück. Einen deutlichen Anstieg verzeichnet die Statistik bei den antisemitischen und fremdenfeindlichen Straftaten, die um mehr als 20 Prozent zunahmen. Stark gestiegen ist auch die Zahl der Übergriffe auf Asylbewerberheime.

  • Parlamentarisches Kontrollgremium tagt zur BND-Affäre

    In Berlin stellen sich Innenminister de Maizière und Kanzleramtschef Altmaier zur Stunde den Fragen des Parlamentarischen Kontrollgremiums. Dabei geht es vor allem um die Liste mit den Suchbegriffen des US-Geheimdienstes NSA. SPD und Grüne verlangen, die sogenannte Selektorenliste vollständig freizugeben. Der Grünen-Politiker Ströbele erklärte im Deutschlandfunk, nach dem Grundgesetz seien alle Behörden - also auch das Kanzleramt - dazu verpflichtet. Es handele sich um eine Aufstellung illegal verwendeter Suchbegriffe. Bundeskanzlerin Merkel hatte erklärt, die Regierung werde erst nach Konsultationen mit den USA über eine Offenlegung der Selektorenliste entscheiden. Für den Nachmittag ist eine Aktuelle Stunde im Bundestag geplant. Wir übertragen die Debatte ab 15:30 Uhr als Livestream unter www.deutschlandradio.de sowie im Digitalradio.

  • Gauck: Tod sowjetischer Kriegsgefangener eines der größten Nazi-Verbrechen

    Der Tod von mehreren Millionen Kriegsgefangenen aus der damaligen Sowjetunion war nach Auffassung von Bundespräsident Gauck eines der größten Verbrechen der Nazi-Zeit. Bei einer Gedenkfeier im westfälischen Schloss Holte-Stukenbrock sagte Gauck, die Soldaten der Roten Armee seien in deutscher Kriegsgefangenschaft an Krankheiten und Hunger elendig zugrunde gegangen. Er wolle heute an dieses barbarische Unrecht erinnern. Gauck dankte zugleich den Westalliierten und der Sowjetunion, dass sie Deutschland vor 70 Jahren zur Kapitulation gezwungen und von der Nazi-Diktatur befreit hätten. Im Gefangenenlager Senne in Westfalen waren mehr als 300-tausend Menschen inhaftiert, rund 65-tausend kamen ums Leben. Insgesamt waren mehr fünf Millionen Sowjetsoldaten in deutscher Haft, mehr als die Hälfte von ihnen kam ums Leben.

  • UNHCR: Zahl der "Binnenflüchtlinge" gestiegen

    Wegen Krieg und Gewalt werden immer mehr Menschen zu Flüchtlingen im eigenen Land. Wie das UNO-Flüchtlingshilfswerk in Genf mitteilte, befanden sich 2014 etwa 38 Millionen Menschen auf der Flucht. Das sind so viele wie noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg. Allein in Syrien sind wegen des Bürgerkriegs 7,6 Millionen Männer, Frauen und Kinder betroffen. Zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt gibt es mit der Ukraine auch in Europa wieder massive Vertreibungen.

  • Älteste Fassung der Zehn Gebote erstmals in Israel zu sehen

    Die älteste bekannte vollständige Abschrift der biblischen Zehn Gebote ist erstmals in Israel zu sehen. Örtlichen Medienberichten zufolge wird das rund 2.000 Jahre alte Manuskript zwei Wochen lang in einem Museum in Jerusalem gezeigt. Das Pergament stammt von den Schriftfunden vom Toten Meer und ist so brüchig, dass es üblicherweise in einer dunklen Klimakammer aufbewahrt wird.

  • Sellering: Unwetterschäden in Bützow sind "riesig"

    Das schwere Unwetter hat in der Kleinstadt Bützow bei Rostock hat offenbar Schäden in Millionenhöhe angerichtet. Landrat Constien erklärte, das Ausmaß lasse sich noch nicht abschätzen. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Sellering sicherte Hilfen des Landes zu. Ein Tornado hatte gestern in Bützow Dächer abgedeckt, Bäume umgerissen und Autos beschädigt. Etwa 30 Menschen wurden durch umherfliegende Trümmerteile leicht verletzt. Auch in anderen Städten Norddeutschlands richteten Gewitter mit Sturmböen Schäden an. In Hamburg kam ein Mann ums Leben.

  • Wetter: Verbreitet Regen und Gewitter, 16 bis 22 Grad

    Das Wetter: Verbreitet Regen und Gewitter bei Werten zwischen 16 und 22 Grad. Morgen im Norden Niederschläge und Gewitter. Sonst wechselnd bewölkt. Temperaturen zwischen 14 und 22 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Freitag vielfach heiter und trocken. Später im Südwesten Regen. 17 bis 23 Grad. Der Seewetterdienst Hamburg teilt mit: Deutsche Nordseeküste: Südwest bis Süd 5 bis 6, Böen 11.

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