Nachrichten

Dienstag, 21. April 2015 10:00 Uhr

  • Strässer: Legale Fluchtwege nach Europa ermöglichen

    Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Strässer, fordert mehr legale Einreisemöglichkeiten für Flüchtlinge aus Afrika in die EU. Die Politik der Abschottung müsse ein Ende haben, sagte Strässer im ARD-Fernsehen. Deshalb sollte die EU ihre Auslandsvertretungen anweisen, den Flüchtlingen Papiere auszustellen, damit ihre Ansprüche hier geprüft werden könnten. Der CDU-Politiker Röttgen verlangte ein Umdenken in der Flüchtlingspolitik. Neben einer verbesserten Seenotrettung sei auch eine solidarische Verteilung der Flüchtlinge auf die 28 EU-Staaten erforderlich, sagte Röttgen im Deutschlandfunk. Außerdem müsse man sich umfassender um die Probleme in den Krisenstaaten kümmern. Am Donnerstag wollen die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten auf einem Sondergipfel über Konsequenzen aus den neuesten Flüchtlingskatastrophen beraten.

  • Nach Flüchtlingskatastrophe: Zwei mutmaßliche Schlepper festgenommen

    Nach der Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer mit hunderten Toten hat die italienische Polizei zwei mutmaßliche Mitglieder der Schlepperbande festgenommen. Sie befanden sich an Bord eines Schiffes der Küstenwache, das die Überlebenden des Unglücks in die sizilianische Stadt Catania brachte. Nach Angaben von Verkehrsminister Delrio handelt es sich um den tunesischen Kapitän des gekenterten Boots sowie um ein syrisches Besatzungsmitglied. Die Vereinten Nationen gehen nach Gesprächen mit den knapp 30 Geretteten davon aus, dass bei dem Unglück vor der libyschen Küste etwa 800 Menschen ertrunken sind.

  • Weselsky: Bahn hat kein Zwischenergebnis vorgelegt

    Der Vorsitzende der Lokführergewerkschaft GDL, Weselsky, hat den neuen Streik bei der Deutschen Bahn verteidigt. Er sagte im Deutschlandfunk, er sei erschüttert über die Verantwortungslosigkeit des Unternehmens. Die Bahn habe anders als behauptet kein unterschriftsfähiges Zwischenergebnis vorgelegt. Personalvorstand Weber hatte gestern mit Unverständnis auf den neuen Streikaufruf reagiert. Er erklärte, die GDL hätte das gewünschte Teilergebnis in den Verhandlungen in nahezu allen Punkten haben können. Der deutsche Industrie- und Handelskammertag bezeichnete den neuen Ausstand als "Gift für den Standort Deutschland". DIHK-Chefvolkswirt Schumann sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", im Güterverkehr würden die Streiks schon nach wenigen Tagen zu Produktionsstörungen führen. Dies werde die Unternehmen viel Geld kosten. Die Lokführer wollen ab heute Nachmittag zunächst im Güterverkehr die Arbeit niederlegen. Ab morgen früh wird dann auch im Personenverkehr gestreikt.

  • Tarifverhandlungen für Erzieher werden fortgesetzt

    In Offenbach werden heute die Tarifverhandlungen für Erzieher und Sozialarbeiter im Öffentlichen Dienst fortgesetzt. Die Gewerkschaften Verdi, GEW und dbb wollen durchsetzen, dass die 240.000 Beschäftigten höher eingruppiert werden. Das würde im Schnitt bis zu zehn Prozent mehr Geld bedeuten. Die kommunalen Arbeitgeber lehnen das als nicht finanzierbar ab. Vor den Verhandlungen hatte es gestern wieder Warnstreiks gegeben.

  • Auschwitz-Prozess gegen Oskar Gröning in Lüneburg beginnt

    Vor dem Landgericht in Lüneburg hat der Prozess gegen den früheren SS-Mann Oskar Gröning begonnen. Er war im Konzentrationslager Auschwitz für das Gepäck der verschleppten Menschen zuständig und verbuchte das Geld, das sie bei sich hatten. Der inzwischen 93-Jährige muss sich wegen Beihilfe zum Mord in mindestens 300.000 Fällen verantworten. Der Prozess gegen Gröning war durch eine juristische Neubewertung möglich geworden. Seit 2011 muss bei der Aufklärung von NS-Verbrechen eine direkte Beteiligung an den Mordtaten nicht mehr nachgewiesen werden. Demnach reicht etwa die Tätigkeit eines Aufsehers für die Annahme von Beihilfe zum Mord aus.

  • Bundesarbeitsministerium: Anstieg atypischer Beschäftigung

    In Deutschland hat die Zahl der Menschen in sogenannten atypischen Beschäftigungsverhältnissen deutlich zugenommen. Dazu zählen etwa befristete Stellen, Teilzeitarbeit mit weniger als 20 Wochenstunden und Leiharbeit. Wie die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf eine Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion berichtet, waren davon 2013 insgesamt 7,6 Millionen Arbeitnehmer betroffen. 20 Jahre zuvor waren lediglich 4,4 Millionen Menschen atypisch beschäftigt.

  • Ärzte ohne Grenzen: Tausende Ebola-Opfer hätten gerettet werden können

    Für die hohe Zahl von Ebola-Toten ist nach Einschätzung der Organisation "Ärzte ohne Grenzen" die internationale Gemeinschaft mitverantwortlich. Die langsame Reaktion habe zu tausenden zusätzlichen Todesopfern geführt, sagte der Präsident der deutschen Sektion, Stöbe, der Nachrichtenagentur dpa. In Zukunft müsse die Welt entschlossener handeln. - Die Ärzte-Organisation präsentiert heute in Berlin eine Bilanz der internationalen Ebola-Hilfsaktion. Nach offiziellen Angaben gab es in Westafrika mehr als 10.000 Tote. Die Weltgesundheitsorganisation hatte gestern eingeräumt, bei der Bekämpfung der Epidemie Fehler gemacht zu haben. In einer Erklärung hieß es, angesichts des Ausmaßes der Katastrophe habe das Krisenmanagement der WHO versagt.

  • Afghanistan: Deutscher Entwicklungshelfer vermisst

    In der nordafghanischen Stadt Kundus wird ein deutscher Entwicklungshelfer vermisst. Die "Bild"-Zeitung berichtet unter Berufung auf deutsche Sicherheitskreise, der Mann arbeite für die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit. Das Auswärtige Amt in Berlin erklärte dazu, ein Krisenstab befasse sich mit dem Fall. Eine Entführung des Deutschen werde nicht ausgeschlossen.

  • Moskau und Athen verhandeln wieder über Energie-Kooperation

    Russland und Griechenland setzen heute ihre Verhandlungen über mehr Zusammenarbeit im Energiesektor fort. Die Gespräche hatten vor zwei Wochen begonnen, Anlass war damals der Besuch des griechischen Ministerpräsidenten Tsipras in Moskau. Heute dürfte es nach Informationen aus Regierungskreisen in Athen auch um die Frage gehen, ob die geplante Gas-Pipeline "Turkish Stream" bis nach Griechenland und damit bis in die EU verlängert wird. Am Wochenende war berichtet worden, dass Athen im Gegenzug mit einem Milliardenbetrag als Vorschuss aus Russland rechnen könnte, bestätigt wurde das offiziell aber nicht.

  • Unwetter in Sydney: Schiffsverkehr vorübergehend eingestellt

    In Australien sind bei einem Unwetter in der Region rund um Sydney drei Menschen ums Leben gekommen. Vielerorts gab es Überschwemmungen. Mehr als 200.000 Haushalte waren ohne Strom, an rund 100 Schulen fand kein Unterricht statt. Wegen des starken Windes von bis zu 135 Kilometern pro Stunde und hoher Wellen wurde der Hafen von Sydney vorübergehend für Handelsschiffe gesperrt.

  • Japan: Magnetschwebebahn erreicht 603 Kilometer in der Stunde

    Ein japanischer Hochgeschwindigkeitszug hat einen Weltrekord aufgestellt. Nach Angaben der Betreibergesellschaft erreichte die Magnetschwebebahn bei Testfahrten 603 Kilometer pro Stunde. Der Zug mit sieben Wagen schwebt rund zehn Zentimeter über den Gleisen. Er soll in Zukunft Tokio mit der Industriestadt Nagoya verbinden.

  • Wetter: Vielfach sonnig und trocken, bis 23 Grad

    Das Wetter: Verbreitet sonnig, teils wolkig, 16 bis 23 Grad, an der Küste und in höheren Lagen kühler. Morgen im Norden und Nordwesten bewölkt, gebietsweise Schauer. Sonst bei ähnlichen Temperaturen erneut sonnig. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag in Sachsen, Nordostbayern und an den Alpen wolkig mit Schauern. Ansonsten überwiegend sonnig. 12 bis 22 Grad.

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