Nachrichten

Montag, 20. Oktober 2014 13:00 Uhr

  • Lufthansa-Piloten haben 35-stündigen Streik begonnen

    Nach dem Ende des Lokführerstreiks haben nun die Lufthansa-Piloten die Arbeit niedergelegt. Heute sind die Kurz- und Mittelstreckenflüge betroffen. Morgen ab 6 Uhr will die Vereinigung Cockpit auch die Langstreckenflüge bestreiken. Der Ausstand soll 35 Stunden dauern. Die Lufthansa gibt die Flugplan-Änderungen heute Mittag bekannt. Nach Angaben des Unternehmens wurden bislang 1.450 Flüge gestrichen. Der stellvertretende Vorsitzende der Unions-Mittelstandsvereinigung, Michelbach, sagte im Deutschlandfunk, die Vereinigung Cockpit und auch die Lokführergewerkschaft GDL hätten mit ihren Streiks das rechte Maß verlassen. Deshalb müsse es nun dringend ein Gesetz zur Tarifeinheit geben. Eine Wirtschaftsnation wie Deutschland sei auf eine intakte Infrastruktur angewiesen, betonte der CSU-Politiker. Es ist bereits der achte Streik der Lufthansa-Piloten. In dem Tarifkonflikt geht es um die sogenannte Übergangsversorgung. Cockpit wehrt sich gegen Pläne der Lufthansa, einen bezahlten Vorruhestand erst später zu gewähren.

  • Steinmeier schlägt Weißhelm-Truppe gegen Ebola vor

    Bundesaußenminister Steinmeier hat den Aufbau eines internationalen Bereitschaftsdienstes zur Bekämpfung von Epidemien wie Ebola vorgeschlagen. Bei den Beratungen der EU-Außenminister in Luxemburg sagte Steinmeier, denkbar wäre eine sogenannte Weißhelm-Truppe, die ähnlich wie die Blauhelm-Soldaten der UNO auf Krisen reagieren könne. Sie sollte aus Experten, Medizinern und Pflegepersonal bestehen. In Berlin beraten derzeit beim Weltgesundheitsgipfel Experten aus rund 90 Ländern über den Kampf gegen Ebola. Der Sonderbeauftragte der Bundesregierung, Lindner, forderte eine Aufstockung der Entwicklungshilfe. Er betonte, neben dem Vorgehen gegen die Krankheit müsse die Weltgemeinschaft auch mehr Hilfen zur Stabilisierung der politischen und wirtschaftlichen Strukturen in den betroffenen Ländern bereitstellen. Ähnlich wie in Frankreich und Großbritannien werden seit heute auch am Flughafen in Brüssel Reisende aus den Ebola-Gebieten in Westafrika auf mögliche Krankheitssymptome untersucht.

  • Bundesagentur für Arbeit fordert längere Kita-Öffnungszeiten

    Die Bundesagentur für Arbeit setzt sich für längere und flexiblere Öffnungszeiten der Kindertagesstätten ein. Vorstandsmitglied Alt sagte in Nürnberg, die oft starren Betreuungszeiten in Kitas passten nicht zur heutigen Lebens- und Arbeitswelt. Viele Menschen, besonders Alleinerziehende, könnten wegen der unzureichenden Betreuung ihrer Kinder nicht oder nicht im angestrebten Umfang arbeiten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden ist der Anteil der alleinerziehenden Eltern in den letzten 20 Jahren von 14 auf 20 Prozent gestiegen. Nur noch 70 Prozent der Familien lebten in klassischer Form als Ehepaare mit einem oder mehreren Kindern. 1996 hatte dieser Anteil noch bei 81 Prozent gelegen.

  • Bundeskanzlerin Merkel reist in die Slowakei

    Bundeskanzlerin Merkel wird am Nachmittag zu einem Kurzbesuch in der Slowakei erwartet. In der Hauptstadt Bratislava wird sie zunächst von dem neuen Präsidenten Kiska empfangen, der das Amt im Juni übernommen hatte. Anschließend spricht die Kanzlerin mit Ministerpräsident Fico. Thema ist unter anderem die Entwicklung in der benachbarten Ukraine. Die Ukraine hatte gestern mit Russland einen niedrigeren Erdgas-Preis für den Winter vereinbart. Unklar ist aber, wie Kiew die bisher aufgelaufenen Rückstände abbezahlen soll.

  • Amnesty: Keine Hinweise auf Massengräber in der Ostukraine

    Die Menschenrechts-Organisation Amnesty International hat den Konfliktparteien im Osten der Ukraine einzelne Fälle von gezielten Tötungen vorgeworfen. Dabei könnte es sich um Kriegsverbrechen handeln, erklärte ein Amnesty-Sprecher in Berlin. Er warf der ukrainischen Armee und den Aufständischen vor, falsche Angaben über angebliche Gräueltaten der jeweils anderen Seite zu machen. So gebe es nach dem jüngsten Untersuchungsbericht von Amnesty keinerlei Beweise für die behaupteten Massentötungen im umkämpften ostukrainischen Donezk. Pro-russische Separatisten hatten Ende September erklärt, sie hätten 400 Leichen von Zivilisten in einem Gebiet entdeckt, das zuvor von der ukrainischen Armee kontrolliert worden sei.

  • EU verschärft Sanktionen gegen syrische Regierung

    Die Europäische Union hat ihre Sanktionen gegen die Regierung in Syrien verschärft. Unter anderem wurden Kontosperren und Einreiseverbote gegen 16 Mitglieder der Führung um Präsident Assad verhängt. Außerdem wurden zwei Organisationen und Unternehmen mit Strafmaßnahmen belegt. Insgesamt stehen damit rund 200 Personen und gut 60 Firmen aus Syrien auf der Sanktionsliste der EU.

  • Türkei will irakische Kurden-Kämpfer nach Kobane lassen

    Zur Unterstützung der Kurden bei der Verteidigung der Stadt Kobane können jetzt auch kurdische Kämpfer aus dem Irak nach Syrien einreisen. Die Türkei erteilte den Peschmerga die Erlaubnis, in die syrische Grenzstadt einzureisen. Außenminister Cavusoglu sagte, die Türkei habe kein Interesse daran, dass Kobane in die Hand von Dschihadisten falle. Details zu seiner Ankündigung nannte er nicht. Bisher hatte die türkische Regierung Kämpfern untersagt, von der Türkei aus in die bedrängte Stadt zu gelangen.

  • Tote bei Angriffen auf Kontrollposten in Afghanistan

    Bei Gefechten zwischen Aufständischen und der Armee sind in Afghanistan mehrere Menschen getötet worden. Extremisten hätten einen Militär-Kontrollposten in der Provinz Logar attackiert, teilte das Verteidigungsministerium in Kabul mit. Dabei seien vier Soldaten ums Leben gekommen. Nach dem Angriff habe die Luftwaffe die Aufständischen verfolgt und viele von ihnen getötet. Eine genaue Zahl wurde nicht genannt. In der Provinz Urusgan wurden zudem Polizisten attackiert; dabei seien mehrere Aufständische erschossen worden, hieß es von Seiten der örtlichen Behörden. Die Taten werden den radikal-islamischen Taliban zur Last gelegt.

  • Neuer indonesischer Präsident vereidigt

    Us-Außenminister Kerry hat die asiatischen Staaten aufgerufen, sich stärker im Kampf gegen die IS-Terrormiliz zu engagieren. Die Länder sollten sich auch an den Bemühungen zur Kontrolle der Ebola-Epidemie in Westafrika beteiligen, sagte Kerry bei einem Treffen mit den Regierungschefs Malaysias und Australiens, Razak und Abbot, in der indonesischen Hauptstadt Jakarta. Dort nahm er an der Vereidigung des neuen indonesischen Präsidenten Widodo teil.

  • Medien: Handel mit geraubten Kulturschätzen soll eingedämmt werden

    Die Bundesregierung will den Handel mit geraubten Kulturschätzen nach einem Medienbericht eindämmen. Kulturstaatsministerin Grütters plane dazu eine Gesetzesänderung, berichten "Süddeutsche Zeitung" und Norddeutscher Rundfunk. Künftig sollten nur noch solche Kulturgüter in Deutschland gehandelt werden dürfen, für die es eine offizielle Ausfuhrlizenz des Herkunftslandes gebe. Das Gesetz solle spätestens 2016 in Kraft treten.

  • Wetter: Wechselnd bewölkt, örtlich Niederschläge, 15 bis 23 Grad

    Das Wetter: Wechselnd bis stark bewölkt, gebietsweise etwas Regen oder Gewitter. Temperaturen 15 bis 23 Grad. Morgen bedeckt mit Regen. Im Südosten zeitweise sonnig. 13 bis 17 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Mittwoch verbreitet regnerisch. Im Westen vereinzelte Auflockerungen. 9 bis 14 Grad. Der Seewetterdienst Hamburg teilt mit: Deutsche Nord- und Ostseeküste: West 6, Böen 8.

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