Nachrichten

Dienstag, 28. April 2015 18:00 Uhr

  • Nepal: Internationale Hilfe unter schwierigen Bedingungen

    Die Hilfe in der Himalaya-Erdbebenregion kommt nur mühsam voran. Viele der betroffenen Bergdörfer in Nepal sind schwer erreichbar, außerdem gibt es immer wieder Nachbeben. In einem Dorf im Bezirk Gorkha werden nach einer Lawine bis zu 250 Menschen vermisst. Der Nachschub internationaler Hilfslieferungen ist ins Stocken geraten, weil der Flughafen Kathmandu überlastet ist. In der Hauptstadt selbst werden Trinkwasser und Nahrungsmittel knapp. Viele Menschen sollen das Kathmandu-Tal bereits verlassen haben. Bislang wird von mindestens 4.400 Tote ausgegangen, in Berichten ist inzwischen auch von 5.000 die Rede. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass rund acht Millionen Menschen von den Folgen des Bebens betroffen sind.

  • Sozialverband: Soziale Spaltung in Deutschland wird tiefer

    Trotz der vergleichsweise guten wirtschaftlichen Lage in Deutschland vergrößert sich die Kluft zwischen Arm und Reich. Vom wachsenden Wohlstand profitierten immer weniger Menschen, sagte der Vorsitzende des Paritätischen Gesamtverbandes, Rosenbrock, in Berlin. Laut dem Jahresgutachten des Verbandes stieg die Armutsquote innerhalb eines Jahres von 14 auf 15,5 Prozent. In Deutschland gilt als arm, wer über weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens verfügt. Das sind 892 Euro pro Monat. Deutschland sei das Land mit der höchsten Vermögensungleichheit innerhalb der Euro-Zone, sagte Rosenbrock.

  • Deutsche Bank- Manager wegen des Vorwurfs des versuchten Prozessbetrugs vor Gericht

    Der Ko-Vorsitzende der Deutschen Bank, Fitschen, und vier ehemalige Vorstände müssen sich seit heute vor dem Landgericht München verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen versuchten Prozessbetrug in einem besonders schweren Fall vor. Die Manager sollen 2011 in einem Schadenersatzprozess durch gemeinsame Absprachen versucht haben, das Gericht zu täuschen. Dieses Verfahren zwischen den Erben des Medienunternehmers Kirch und der Deutschen Bank wurde außergerichtlich beigelegt. Das Geldinstitut zahlte 925 Millionen Euro an die Kläger. Der ehemalige Vorstandssprecher Breuer hatte Kirchs Kreditwürdigkeit öffentlich in Zweifel gezogen.

  • Statistiker: Zahl der Älteren in Deutschland steigt deutlich

    Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wird die Zahl der Älteren in Deutschland weiter deutlich steigen. Präsident Egeler erklärte in Berlin, im Jahr 2060 würden rund 22 bis 23 Millionen Menschen 65 Jahre oder älter sein. Damit fiele dann jeder dritte Bürger in diese Altersgruppe. Heutzutage gehöre nur jede fünfte Person dazu. Auch die Zahl der Menschen ab 80 Jahren werde deutlich steigen. Die Statistiker rechnen zudem mit einem weiteren Bevölkerungsrückgang, besonders in der Altersgruppe der Erwerbsfähigen. Die Einwohnerzahl Deutschlands werde schätzungsweise bei rund 68 bis 73 Millionen liegen, je nach Ausmaß der Zuwanderung.

  • Herero fordern von Deutschland Anerkennung als Genozid

    Ein internationales Bündnis dringt darauf, dass die Bundesrepublik die Massaker in der ehemaligen Kolonie "Deutsch-Südwestafrika" als Völkermord anerkennt. Die Ermordung von 90.000 Herero und Nama im heutigen Namibia durch deutsche Truppen sei der erste Genozid im 20. Jahrhundert gewesen, sagte Israel Kaunatjike vom Bündnis 'Völkermord verjährt nicht!' im Deutschlandfunk. Die Nachfahren hätten einen Anspruch auf Entschädigung und sollten in ihre Heimat zurückkehren dürfen. Die UNO bezeichnet die Verbrechen an den Herero und Nama schon seit 1948 als Völkermord. Der Bundestag hatte in der vergangenen Woche die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich erstmals als Genozid bewertet.

  • Bund investiert mehr als 300 Millionen in Hochwasserschutz

    Der Bund beteiligt sich in den kommenden Jahren mit mehr als 300 Millionen Euro am Hochwasserschutz. Dabei geht es nach Angaben von Umwelt- und Landwirtschaftsministerium um Deichverlegungen und die Schaffung neuer Überflutungsflächen an großen Flüssen wie Rhein, Donau und Elbe. Dafür stellt der Bund in diesem Jahr rund 20 Millionen Euro zur Verfügung, bis 2018 sollen pro Jahr weitere 100 Millionen Euro aus dem Zehn-Milliarden-Investitionspaket für die Wirtschaft folgen. Nach dem Hochwasser 2013 hatten sich Bund und Länder auf das Nationale Hochwasserschutzprogramm verständigt, das mehr als 100 Einzelprojekte umfasst. Bund und Länder veranschlagen dafür insgesamt 5,4 Milliarden Euro.

  • Dänisches Parlament stimmt Bau des Fehmarnbelt-Tunnels zu

    Das dänische Parlament hat den Weg für den Bau des Fehmarnbelt-Tunnels freigemacht. Die Abgeordneten von sieben der acht Parteien stimmten dem Gesetz zu. Damit sind auch die Geldmittel für den Tunnelbau freigegeben. Dänemark trägt die erwarteten Kosten von 7,4 Milliarden Euro alleine. Die Bundesrepublik muss für die Anbindung auf deutscher Seite aufkommen. Allerdings läuft das Planfeststellungsverfahren noch. Bundeskanzlerin Merkel erklärte, Deutschland unternehme alle Anstrengungen, um den Zeitplan einzuhalten. Der Straßen- und Eisenbahntunnel zwischen Fehmarn und der dänischen Insel Lolland könnte bis 2021 fertiggestellt sein, die Bahnanbindung in Deutschland jedoch voraussichtlich erst 2024.

  • Zypern: Erste Zeichen einer Annäherung zwischen Türken und Griechen

    Nach der Wahl des neuen Präsidenten der Türkischen Republik Nordzypern, Akinci, soll es bereits am Samstag einen ersten Versuch zur politischen Annäherung mit den Zypern-Griechen geben. Deren Präsident Anastasiades werde mit Ankinci an einem symbolischen Ort in Nikosia zusammenkommen, sagte ein Regierungssprecher. Dies hätten die beiden Volksgruppenführer in einem Telefonat vereinbart. Ankinci hatte nach seinem Wahlsieg angekündigt, dass er die Teilung der Insel überwinden wolle. Es wäre das erste Treffen beider Seiten seit September vergangenen Jahres. Die Gespräche waren wegen eines Streits über Gasvorkommen unter dem Meeresgrund ausgesetzt worden. Zypern ist seit 1974 geteilt. Die Türkische Republik Nordzypern wird nur von der Türkei anerkannt, während der andere Teil der Mittelmeerinsel der Europäischen Union angehört.

  • Burundi: Gewaltsame Proteste gegen Staatspräsidenten halten an

    Im ostafrikanischen Burundi halten die gewaltsamen Proteste gegen Präsident Nkurunziza an. Tausende Demonstranten sprachen sich in der Hauptstadt Burumbuja gegen seine Kandidatur für eine dritte Amtszeit aus. Es kam zu Straßenkämpfen mit den Sicherheitskräften. Mindestens 5.000 Menschen sollen bereits aus Burundi geflohen sein. Am Wochenende hatte Nkurunziza angekündigt, für eine weitere Amtszeit zu kandidieren. Die Opposition hält das für verfassungswidrig. Der amtierende Präsident hatte vor zehn Jahren einen Bürgerkrieg zwischen den Volksgruppen Hutu und Tutsi beendet. Wegen der jetzigen Gewalt wächst die Sorge, dass die Ethnien wieder gegeneinander aufgehetzt werden. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon entsandte einen Sonderbeauftragten nach Burundi.

  • Indonesien will Hinrichtungen kurz nach Mitternacht vollstrecken

    In Indonesien sollen trotz internationaler Kritik neun Gefangene hingerichtet werden. Die Generalstaatsanwaltschaft teilte in der Hauptstadt Jakarta mit, die Exekutionen durch ein Erschießungskommando würden kurz nach Mitternacht vollstreckt, also kurz nach 19 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Unter den Verurteilten sind ein Indonesier und acht Ausländer, die wegen Drogenschmuggels schuldig gesprochen wurden. Die indonesische Regierung lehnte mehrere internationale Gnadenappelle ab. Auch die UNO und die EU hatten bis zuletzt gefordert, die Hinrichtungen auszusetzen. Einzig die Exekution eines Franzosen wurde zunächst zurückgestellt, weil ein Gericht eine neue Eingabe prüfen wollte.

  • Wetter: Schauer, 16 bis 13 Grad

    Das Wetter: Im Norden und Westen bei wechselnder Bewölkung einzelne Schauer oder Gewitter. Im Osten und Süden stark bewölkt, gebietsweise Schauer. Höchstwerte 6 bis 13 Grad. Morgen nach Auflösung von Nebelfeldern verbreitet sonnig. Ab mittags von Nordwesten und Westen her Wolkenverdichtung. Temperaturen 13 bis 18 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag Schauer oder Gewitter. Im Süden auch längere Zeit Regen. 9 bis 16 Grad.

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