Nachrichten

Donnerstag, 30. Oktober 2014 18:00 Uhr

  • Dobrindt: Pkw-Maut bringt Mehreinnahmen für Infrastruktur

    Bundesverkehrsminister Dobrindt hat sein neues Konzept für eine Pkw-Maut vorgestellt. Demnach soll die Gebühr ab 2016 elektronisch verbucht und über das Nummernschild kontrolliert werden. Mehrausgaben für deutsche Autofahrer würden über die Kfz-Steuer kompensiert, erklärte der CSU-Politiker in Berlin. Bayerns Ministerpräsident Seehofer nannte die Gebühr gerecht, weil auch in vielen angrenzenden EU-Ländern eine Maut erhoben werde. - Die Abgabe soll zusätzliche Einnahmen von jährlich 500 Millionen Euro für die Infrastruktur bringen. Die SPD äußerte Zweifel an der Berechnung. Der stellvertretende Fraktionschef Bartol sagte im Deutschlandfunk, seine Partei werde die geplante Pkw-Maut auf ihre Wirtschaftlichkeit prüfen. Er reagierte damit auf die Einschätzung des ADAC, wonach die Einnahmen durch die Verwaltungskosten vollständig aufgebraucht werden. Die Grünen plädierten dafür, keine neue Gebühr einzuführen, sondern die Lkw-Maut auszuweiten.

  • Weiterer Rückgang der Arbeitslosigkeit im Oktober

    Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist auf den niedrigsten Stand seit fast drei Jahren gefallen. Wie die Bundesagentur in Nürnburg mitteilte, waren im Oktober zwei Millionen 733-tausend Menschen als erwerbslos registriert. Das sind 75-tausend weniger als im September und 68.000 weniger als vor einem Jahr. Die Quote sank um 0,2 Punkte auf 6,3 Prozent. - BA-Chef Weise verwies darauf, dass die Arbeitslosenzahlen im Oktober üblicherweise zurückgehen. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten sei die Herbstbelebung diesmal aber stärker ausgefallen als in den vergangenen Jahren.

  • Merkel sieht keine größeren Verletzungen von Nato-Lauftraum

    Bundeskanzlerin Merkel hat gelassen auf die jüngsten Zwischenfälle mit russischen Kampfjets reagiert. Die russische Armee führe schon seit Monaten viele Übungen durch, sagte Merkel in Berlin. Sie sei nicht besorgt, dass es in den aktuellen Fällen um größere Luftraum-Verletzungen gehe. - Die Nato hatte gestern erklärt, dass Flugzeuge der Allianz innerhalb von 24 Stunden mehrere Gruppen von russischen Maschinen abgefangen haben, und zwar über Nord- und Ostsee sowie über dem Atlantik und dem Schwarzen Meer. Der Nato-Luftraum sei aber nicht verletzt worden.

  • Gasgespräche zwischen Russland und der Ukraine sollen am Abend weitergehen

    Im Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine sollen die Verhandlungen unter Vermittlung der EU am Abend fortgesetzt werden. Die Gespräche waren in der vergangenen Nacht vertagt worden. Die russische Delegation reiste zunächst nach Moskau zurück, ist nun aber wieder unterwegs nach Brüssel. Der ukrainische Versorger Naftogas rechnet damit, dass noch heute ein Abkommen zu Stande kommt. Russland verlangt, dass die Ukraine ihre Altschulden begleicht und für künftige Gaslieferungen im Voraus bezahlt.

  • Unruhen nach Schließung des Tempelbergs

    Nach der Schließung des Tempelbergs in Jerusalem ist es zu Krawallen gekommen. Im Stadtteil Abu Tor warfen jugendliche Palästinenser Steine und Feuerwerkskörper auf Polizisten. Auch ein Passant soll verletzt worden sein. Ministerpräsident Netanjahu sagte, er habe die Schließung angeordnet, um die Sicherheit in Jerusalem und den Schutz der heiligen Stätten zu gewährleisten. Palästinenserpräsident Abbas sprach dagegen von einer Kriegserklärung. - Die Zugangssperre zum Tempelberg war verhängt worden, nachdem ein israelischer Aktivist gestern durch Schüsse schwer verletzt worden war. Der mutmaßliche Attentäter, ein Palästinenser, wurde bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet.

  • Schweden erkennt Palästina als Staat an

    Schweden hat Palästina als eigenständigen Staat anerkannt. Außenministerin Wallström sagte in Stockholm, die Regierung habe sich zum Handeln entschlossen, weil die Kriterien des internationalen Rechts erfüllt seien: Palästina habe ein Territorium, ein Volk und eine Regierung. Außer von Schweden ist Palästina bislang nur von Malta und Zypern sowie von den osteuropäischen Staaten Bulgarien, Polen, Rumänien, Tschechien und Ungarn anerkannt worden. Die EU als Ganzes will die Verhandlungen mit Israel über eine Zweistaaten- Lösung abwarten. - Palästinenserpräsident Abbas würdigte die schwedische Entscheidung als mutigen und historischen Schritt. Aus Israel kam Kritik.

  • Erste kurdische Peschmerga-Kämpfer erreichen Kobane

    In der umkämpften syrischen Stadt Kobane sind die ersten kurdischen Peschmerga-Kämpfer aus dem Irak eingetroffen. Nach Angaben der in London ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wird der Rest der Einheit in den kommenden Stunden erwartet. Die Peschmerga sollen den Kurden in Kobane helfen, die Stadt gegen die Terrormiliz IS zu verteidigen. Die türkische Regierung hatte der Gruppe die Durchreise nach Nordsyrien erlaubt.

  • Weltliche Partei gewinnt Parlamentswahl in Tunesien

    Die säkulare Partei "Nidaa Tounès" hat die Parlamentswahl in Tunesien gewonnen. Laut Wahlbehörde sicherte sie sich 85 Sitze im Parlament und wird damit gut ein Drittel der Abgeordneten stellen. Die islamistische Ennahda-Partei kam auf 69 Mandate. Nidaa Tounès vereint politische Kräfte vom linken bis zum Mitte-Rechts-Spektrum, unter ihnen auch Anhänger des langjährigen Machthabers Ben Ali. Sein Sturz im Januar 2011 leitete in Nordafrika den Arabischen Frühling ein.

  • Nigeria: Auswärtiges Amt bestätigt Freilassung eines Deutschen

    Die Bundesregierung hat sich erleichtert über die Freilassung des in Nigeria entführten Deutschen geäußert. Vor allem danke man den dortigen Behörden für die gute Zusammenarbeit, heißt es in einer Erklärung des Auswärtigen Amts. Ob Lösegeld gezahlt wurde, blieb offen. Der Mitarbeiter einer Baufirma war in der vergangenen Woche zusammen mit Kollegen im Südwesten Nigerias überfallen worden. Ein zweiter Deutscher wurde bei dem Angriff getötet.

  • Autobahnschütze zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt

    Der sogenannte Autobahnschütze aus der Eifel ist zu einer Haftstrafe von zehn Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Würzburg sprach den Fernfahrer unter anderem wegen vierfachen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung schuldig. Der 58-Jährige, der jahrelang von seiner Fahrerkabine aus auf andere Lkw geschossen hatte, konnte erst nach langwierigen Ermittlungen gefasst werden. Dazu wurden an mehreren Autobahn-Abschnitten alle Kennzeichnen automatisch erfasst. - Die Verteidigung hält das für unzulässig und will Revision einlegen. (Az. 801 Js 9341/13, 801 Js 5344/14 sowie 801 Js 15476/13)

  • Wetter: Am Freitag vielerorts anhaltender Nebel, sonst sonnig, 10 bis 19 Grad

    Das Wetter: In der kommenden Nacht in der Nordosthälfte dicht bewölkt. Im Westen und Südwesten teils klar, gebietsweise Nebel. An den Küsten vereinzelt Regen. Tiefstwerte 11 bis 1 Grad, am Alpenrand leichter Frost. Morgen nach teils zäher Nebelauflösung gebietsweise sonnig. 10 bis 19 Grad. Die weiteren Aussichten: Auch am Samstag nach Nebelauflösung örtlich sonnig. 15 bis 20 Grad.

Nachrichten hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Get Flash to see this player.

Mo Di Mi Do Fr Sa So
29 30 1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31 1 2

Zu den Nachrichten des Tages

Die wichtigsten Schlagzeilen des Tages finden Sie bei unseren fortlaufenden Nachrichten.
Zu den Nachrichten des Tages

Nachrichten

 
 

Kulturnachrichten

Europäischer Filmpreis:  Agnès Varda wird für ihr Lebenswerk ausgezeichnet | mehr

Nachrichten

SPD skeptisch über erwartete Einnahmen  aus Pkw-Maut | mehr

Wissensnachrichten

Forschung  Alles von Goethe wird digitalisiert | mehr

Nachrichten leicht

Manche Menschen können nicht so gut lesen. Manche können auch nicht so schnell Neues lernen. Deshalb bietet der Deutschlandfunk jeden Samstag  Nachrichten in einfacher Sprache  an.