Nachrichten

Sonntag, 1. Februar 2015 09:00 Uhr

  • Grosser im DLF: Diskriminierung ist Schuld an Radikalisierung

    Der französische Politologe und Schriftsteller Grosser hat Frankreichs Gefängnisse mitverantwortlich gemacht für die Radikalisierung junger Muslime. Er sagte im "Interview der Woche" des Deutschlandfunks, der desolate Zustand französischer Haftanstalten produziere Mörder. Einer der späteren Attentäter von Paris sei erst während einer Haftstrafe zum Islam konvertiert, nachdem er im Gefängnis sehr gelitten habe, betonte Grosser. Der Politologe kritisierte aber auch die Ghettoisierung französischer Vororte. Viele junge Menschen von dort erführen Diskriminierung, zum Beispiel bei der Wohnungs- oder Arbeitssuche. Da sie nicht als Franzosen behandelt würden, suchten viele ihre Identität im Islam, sagte Grosser.

  • Weltweite Bestürzung: IS ermordet zweite japanische Geisel

    Die Ermordung einer zweiten japanischen Geisel durch die Terrormiliz IS hat weltweit Bestürzung ausgelöst. Der japanische Ministerpräsident Abe erklärte, es handele sich um einen abscheulichen Akt. Dennoch werde sein Land dem Terrorismus weiterhin die Stirn bieten und den Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat weiter unterstützen. Die Ermordung des Reporters Kenji Goto ist auf einer Videoaufnahme zu sehen, die nach Einschätzung der japanischen Behörden authentisch ist. Auch UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon und US-Präsident Obama verurteilten die Tat auf das Schärfste. Der IS hatte bereits vor einer Woche eine erste japanische Geisel hingerichtet. Zurzeit befindet sich noch ein jordanischer Kampfpilot in den Händen der sunnitischen Dschihadisten.

  • Armee des Tschad tötet 120 Boko Haram-Kämpfer

    Die Armee des Tschad hat nach eigenen Angaben in Kamerun 120 Anhänger der Terrorgruppe Boko Haram getötet. In einer Erklärung hieß es, die Islamisten hätten die Truppen angegriffen. Bei den Gefechten seien drei Soldaten getötet worden. Der Tschad hat sich vor kurzem dazu bereiterklärt, in Kamerun gegen Boko Haram vorzugehen. Beide Länder grenzen an Nigeria, wo Boko Haram besonders viele Anschläge verübt. Die Extremisten wollen in der Region einen islamischen Staat errichten. Die Afrikanische Union will demnächst mit einer multinationalen Eingreiftruppe gegen Boko Haram vorgehen. Nigeria, der Tschad, Kamerun, Niger und Benin wollen insgesamt 7.500 Soldaten entsenden.

  • China belohnt in Tibet Hinweise auf "Terroranschläge"

    Die chinesische Regierung will Gewalt in der Autonomen Provinz Tibet mit Hilfe der Bevölkerung unterbinden. Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, Hinweise auf Terroranschläge und religiösen Extremismus würden mit umgerechnet bis zu 42.000 Euro belohnt. In Tibet hat es in den vergangenen Jahren mehrfach Unruhen gegeben - allerdings zumeist aus Protest gegen die Herrschaft Pekings.

  • Herrmann (CSU): Albanien, Kosovo und Montenegro sollten "sichere Herkunftsländer" werden

    Bayerns Innenminister Herrmann tritt dafür ein, das Asylrecht weiter zu verschärfen. Der CSU-Politiker sagte der Zeitung "Welt am Sonntag", er fordere den Bund auf, Albanien, das Kosovo und Montenegro zu "sicheren Herkunftsstaaten" zu erklären. Bundestag und Bundesrat hatten diesen Status im vergangenen Jahr bereits Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina zuerkannt. Herrmann betonte, aus allen sechs Ländern sei der Zustrom von Menschen nach wie vor sehr hoch. Die Anerkennungsquote beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge liege aber nahezu bei Null, weil den Asylanträgen in erster Linie rein wirtschaftliche Motive zugrundelägen. Anträge von Flüchtlingen aus sicheren Herkunftsländern können vom Bundesamt als "offensichtlich unbegründet" abgelehnt werden, weil die Behörden davon ausgehen, dass den Antragstellern keine Gefahr droht.

  • AfD-Parteitag berät über Steuerpolitik

    Die "Alternative für Deutschland" beendet heute in Bremen ihren Bundesparteitag. Geplant sind Beschlüsse zur Gesundheits- und Steuerpolitik. Gestern hatte sich die AfD eine neue Satzung gegeben. Ab Dezember wird die Partei nur noch von einem Vorsitzenden geführt. Bislang standen drei gleichberechtigte Sprecher an der Spitze. In der Bremer Innenstadt protestierten mehrere tausend Menschen gegen die Haltung der AfD zur Zuwanderung und ihre Kontakte zu Pegida.

  • Wetter: Bewölkt mit Schnee- und Graupelschauern, -3 bis +4 Grad

    Das Wetter: Wechselnd bis stark bewölkt mit Schnee- und Graupelschauern, in den tieferen Lagen auch Regen. Im Westen und Nordwesten einzelne Gewitter. Minus 3 bis plus 4 Grad. Morgen wechselhaft, zwischen Schnee- und Graupelschauern etwas Sonne. Minus 5 bis plus 5 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag in der Nordhälfte Schneefall. Im Süden aufgelockert. 0 bis 4 Grad.

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