Nachrichten

Freitag, 6. März 2015 10:00 Uhr

  • Schwesig (SPD) : Frauenquote historischer Schritt

    Bundesfamilienministerin Schwesig hat die geplante Einführung einer Frauenquote als historischen Schritt bezeichnet. Die SPD-Politikerin sagte vor der Abstimmung über die Gesetzesvorlage im Bundestag, in Zukunft würden Frauen in Führungspositionen ebenso normal sein wie die Tatsache, dass Frauen wählten und gewählt würden. Das Gesetz wirke für Millionen Frauen. Es sei ein starkes Signal an die Gesellschaft, aber nur ein Schritt zur Gleichberechtigung. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linkspartei, Lay, bezeichnete den Gesetzentwurf als kleine Lösung. Die Quote für die Privatwirtschaft sei überfällig gewesen, aber bei weitem nicht ausreichend. Eine wirkliche Frauenquote müsse 50 Prozent betragen und für alle Unternehmen gelten. Der Entwurf der Großen Koalition regelt die Zusammensetzung der Aufsichtsräte von rund 100 großen Unternehmen. Frauen müssen mindestens 30 Prozent davon ausmachen. Etwa 3.500 kleinere Unternehmen sollen sich selbst Quoten setzen. Über deren Erreichung müssen sie dann regelmäßig berichten.

  • Zeitung: Tsipras richtet Hilferuf an Juncker

    Die finanziellen Probleme Griechenlands sind offenbar größer als bisher angenommen. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet unter Berufung auf Regierungskreise in Athen, Ministerpräsident Tsipras habe um einen kurzfristigen Termin bei EU-Kommissionspräsident Juncker gebeten - laut dem Blatt in der Hoffnung, Milliardenhilfen früher ausgezahlt zu bekommen als bisher in Aussicht gestellt. Die Nachrichtenagentur dpa meldet ebenfalls unter Berufung auf griechsiche Regierungsgreise, Rentenkassen und andere öffentliche Institutionen seien gebeten worden, ihre Geldeinlagen an den Staat zu geben. Erst kürzlich hatte Finanzminister Varoufakis noch erklärt, im März werde sein Land den Zahlungsverpflichtungen gegenüber den internationalen Geldgebern pünktlich nachkommen. Juncker lehnte laut "Süddeutscher Zeitung" für heute ein Treffen mit Tsipras ab; zunächst solle die Sitzung der Finanzminister der Euro-Länder am Montag abgewartet werden.

  • 75 deutsche Islamisten in Syrien und Irak getötet

    Die Zahl der Islamisten aus Deutschland, die in Syrien und im Irak getötet worden sind, ist weiter gestiegen. Verfassungsschutzpräsident Maaßen geht davon aus, dass es mindestens 75 sind. Vor einem Jahr seien es noch rund 20 gewesen. Maaßen sagte der Deutschen Presse-Agentur, der Anstieg sei bemerkenswert. Nach Erkenntnissen des Bundesamts für Verfassungsschutz und des Bundeskriminalamts sind seit Beginn der Kämpfe in Syrien 2011 insgesamt mindestens 650 Islamisten aus Deutschland in die Krisenregion gereist.

  • Studie: Deutschland freundlicher zu Zuwanderern

    Einwanderer werden in Deutschland einer Umfrage zufolge inzwischen offener aufgenommen als früher. Entsprechend äußerten sich in einer Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung sowohl deutschstämmige Befragte als auch solche mit ausländischen Wurzeln. Demnach sind sechs von zehn Deutschen der Ansicht, dass Einwanderer in Deutschland freundlich empfangen werden. 2012 war nur jeder Zweite dieser Ansicht. Von den Menschen mit Migrationshintergrund sagten 68 Prozent, dass sie sich bei staatlichen Stellen willkommen fühlten. Vor drei Jahren waren es 57 Prozent. Die Studie zeigt zudem auf, dass in den neuen Bundesländern die Einstellung gegenüber Einwanderern skeptischer ist als in Westdeutschland. - Befragt wurden mehr als 2.000 Personen.

  • Verdi nimmt Streik im Kik-Zentrallager wieder auf

    Die Gewerkschaft Verdi hat nach drei Monaten Unterbrechung ihren Streik beim Textildiscounter Kik wieder aufgenommen. Rund 150 Beschäftigte im Zentrallager der Firma im nordrhein-westfälischen Bönen hätten am Morgen die Arbeit niedergelegt, sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft. Ziel von Verdi ist es, die Anerkennung der Tarifverträge des Einzelhandels in Nordrhein-Westfalen für die Beschäftigten durchzusetzen. Verdi erklärte, die KiK-Geschäftsleitung habe es abgelehnt, einen Tarifvertrag zu unterschreiben.

  • EU-Umweltminister wollen Vorschlag für Klimaabkommen beschließen

    Die EU-Umweltminister wollen heute in Brüssel den Vorschlag der Europäischen Union für ein neues globales Klimaabkommen beraten. Grundlage sind die Beschlüsse des Gipfels vom vergangenen Oktober. Damals hatten die Staats- und Regierungschefs für das Jahr 2030 eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes um 40 Prozent gegenüber 1990 vereinbart. Die Vorschläge sollen an die zuständige UNO-Vertretung in Bonn gesandt werden, die Beiträge aus aller Welt zusammenstellt. Sie bilden die Verhandlungsgrundlage für die nächste große Klimakonferenz im Dezember in Paris.

  • Russland schickt Hilfe nach Donzek

    Nach dem Grubenunglück in der Ostukraine hat Russland 40 Tonnen Hilfsgüter geschickt. Eine Transportmaschine sei in der Nacht von Moskau in Stadt Rostow an der Grenze zur Ukraine geflogen, teilte das russische Zivilschutzministerium mit. Von dort sollten die Güter auf dem Landweg weitertransportiert werden. Die Ladung bestehe vor allem aus Medikamenten und Lebensmitteln. Auch Ärzte und Psychologen seien unterwegs. Die Region, in der das Bergwerk liegt, wird von pro-russischen Separatisten kontrolliert. - Bei der Explosion waren 33 Bergleute ums Leben gekommen.

  • IS verwüstet antike Ruinenstätte Nimrud im Nordirak

    Die Terrormiliz Islamischer Staat setzt die Zerstörung von Kulturgütern im Irak fort. Mit schweren Militärfahrzeugen hätten die Dschihadisten die Ruinenstätte der antiken Stadt Nimrud dem Erdboden gleichgemacht, teilte die Regierung in Bagdad mit. Nimrud ist eine bedeutende assyrische Kultstätte, deren Ursprünge mehr als 3.000 Jahre zurück liegen. Erst vergangene Woche hatten die Extremisten im Stadtmuseum von Mossul jahrtausendealte Statuen zerstört.

  • PLO-Zentralrat beschließt Ende der Sicherheitskooperation mit Israel

    Die Beziehungen zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde verschlechtern sich weiter. Der PLO-Zentralrat hat beschlossen, die Sicherheitskooperation mit Israel einzustellen, eine Vereinbarung, die auf das Oslo-Abkommen von 1993 zurückgeht. Dabei geht es um den Austausch von Geheimdienstinformationen; Israel hätte dann keinen Zugang mehr zu den palästinensischen Erkenntnissen über radikale Bewegungen wie die Hamas. Der PLO-Zentralrat reagierte mit der Entscheidung darauf, dass Israel den Palästinensern zustehende Steuereinnahmen einbehält. Es ist noch unklar, ob die Autonomiebehörde von Palästinenserpräsident Abbas das Ende der Sicherheitskooperation sofort umsetzen wird. Der israelische Rundfunk meldete, die Zusammenarbeit laufe bislang unverändert weiter.

  • Boko Haram tötet mehr als 90 Menschen in nigerianischem Dorf

    Kämpfer der nigerianischen Terrorgruppe Boko Haram haben im Norden des Landes erneut ein Massaker verübt. Nach Berichten örtlicher Medien überfielen Extremisten ein Dorf im Bundesstaat Borno und brachten zahlreiche Menschen um. Die Opfer sollen sich geweigert haben, sich Boko Haram anzuschließen. Die Rede ist von mehr als 90 Toten. Den Angaben zufolge wurde die Tat bereits am Montag verübt.

  • Neun Menschen bei Messerattacke in China verletzt - Angreifer tot

    In der südchinesischen Stadt Guangzhou sind mindestens neun Menschen durch Angriffe mit Messern verletzt worden. Polizisten erschossen einen der zwei Täter, wie die Behörden mitteilten. Der zweite Angreifer sei festgenommen worden. Ähnliche Vorfälle hatte es in jüngerer Vergangenheit immer wieder gegeben. Im März vergangenen Jahres töteten mit Messern bewaffnete Angreifer 29 Menschen am Bahnhof der Stadt Kunming. Damals machten die Behörden uigurische Separatisten dafür verantwortlich.

  • Wetter: Wechselnd wolkig, im Norden und Osten Regen, 5 bis 10 Grad

    Das Wetter: Im Norden und Osten leichter Regen. Im übrigen Land meist trocken. 5 bis 10 Grad, im Bergland kühler. Morgen im Norden noch etwas Regen. Sonst aufgelockerte Bewölkung, im Süden und Westen auch längere Zeit sonnig. 7 bis 15 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag vielerorts sonnig. Im Norden und Osten wolkig, aber trocken. Temperaturanstieg auf 10 bis 17 Grad.

Nachrichten hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Get Flash to see this player.

Mo Di Mi Do Fr Sa So
23 24 25 26 27 28 1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31 1 2 3 4 5

Zu den Nachrichten des Tages

Die wichtigsten Schlagzeilen des Tages finden Sie bei unseren fortlaufenden Nachrichten.
Zu den Nachrichten des Tages

Nachrichten leicht

Manche Menschen können nicht so gut lesen. Manche können auch nicht so schnell Neues lernen. Deshalb bietet der Deutschlandfunk jeden Samstag  Nachrichten in einfacher Sprache  an.