Nachrichten

Donnerstag, 2. April 2015 06:00 Uhr

  • De Maizière: Wiedereinführung der Ausweispflicht auf Flügen prüfen

    Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine will Bundesinnenminister de Maizière die Wiedereinführung der Ausweispflicht auf europäischen Flügen prüfen. Der CDU-Politiker sagte der "Bild"-Zeitung, im Schengen-Raum werde die Identität von Passagieren nicht mehr systematisch kontrolliert. Nach dem Absturz sei deshalb zunächst nicht klar gewesen, wer überhaupt in dem Flugzeug gesessen habe. Wenn ein Reisender sein Ticket an jemand anderen abtrete, werde nur der Name des ersten Passagiers erfasst. Das sei ein Sicherheitsproblem. Nach Informationen der Zeitung diskutiert eine deutsch-französische Arbeitsgruppe auch andere Vorkehrungen. Danach wird überprüft, ob der Mechanismus zum Schutz der Cockpit-Tür geändert werden sollte. Bisher ist es möglich, die Tür von innen komplett zu verriegeln, sodass ein Eindringen auch für Crewmitglieder unmöglich ist. Die Vorgabe war nach den Terroranschlägen in den USA 2001 eingeführt worden.

  • Trauergottesdienst in Haltern am See für Absturz-Opfer

    In der westfälischen Stadt Haltern am See haben die Bürger in einem Trauergottesdienst der Opfer des Germanwings-Absturzes gedacht. Die Messe wurde über Lautsprecher auch nach außen übertragen. 16 Schüler und zwei Lehrerinnen eines Halterner Gymnasiums waren vor zehn Tagen bei dem Unglück ums Leben gekommen. Unter den 150 Insassen des Flugzeugs waren nach neuen Angaben insgesamt 72 Deutsche, drei weniger als bisher angenommen. An der Absturzstelle in den französischen Alpen konzentrieren sich die Experten heute auf die Suche nach dem zweiten Flugschreiber.

  • Asylbewerber-Unterkunft im Emsland niedergebrannt

    Im niedersächsischen Haren ist eine Unterkunft für Asylbewerber vollständig niedergebrannt. Dabei wurde nach Angaben der Polizei niemand verletzt. Alle Bewohner seien rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden. Zur Ursache machten die Beamten keine Angaben. Ein Sprecher sagte, das Feuer sei nach einem Streit zwischen zwei Bewohnern ausgebrochen. Ob ein Zusammenhang bestehe, müsse noch ermittelt werden. Ein Mann sei festgenommen worden. Der Schaden wird auf mindestens 100.000 Euro geschätzt.

  • Bahnverkehr soll zu Ostern wieder normal laufen

    Nach dem Durchzug des Sturms "Niklas" ist der Bahnverkehr in Deutschland wieder weitgehend normal verlaufen. Im Fernverkehr kam es aber noch weiter zu Verspätungen und Zugausfällen. Ab morgen werde der Reiseverkehr wieder stabil und planmäßig laufen, teilte die Bahn mit. Der Deutsche Wetterdienst zählte "Niklas" zu den stärksten Stürmen der vergangenen 30 Jahre.

  • Merkel würdigt Verdienste Kohls zum 85. Geburtstag

    Kurz vor dem 85. Geburtstag von Helmut Kohl hat Bundeskanzlerin Merkel dessen Verdienste gewürdigt. Die europäische Einigung und die deutsche Einheit seien auch Kohls Werk, schrieb Merkel in einem Gastbeitrag in der "Bild"-Zeitung. Dem früheren Kanzler sei es dank seiner Entschlossenheit und Persönlichkeit gelungen, die Wiedervereinigung im Einklang mit den Nachbarländern zu vollbringen. Der frühere US-Außenminister Kissinger nannte Kohl einen Vordenker für Europa. Er sei für die Westbindung Deutschlands und seine demokratische Ausrichtung eingetreten. Beides sei heute Realität. Kohl feiert seinen Geburtstag an Karfreitag.

  • Zähe Atomverhandlungen mit dem Iran

    Die Verhandlungen um das iranische Atomprogramm in der Schweiz gestalten sich weiter schwierig. Außenminister Steinmeier sprach in Lausanne von einem "zähen Ringen". Er äußerte zugleich aber die Hoffnung auf eine vorläufige Einigung. Der französische Außenminister Fabius erklärte, man sei einer Übereinkunft nahe. Die letzten Meter seien allerdings die schwersten. US-Außenminister Kerry kündigte an, mindestens bis zum Morgen in Lausanne zu bleiben. Die selbst gesetzte Frist für einen Kompromiss ist seit gestern abgelaufen. Die fünf UNO-Vetomächte sowie Deutschland bemühen sich in Lausanne seit Tagen um eine Grundsatzvereinbarung mit dem Iran. Diese soll dann zu einem langfristigen Abkommen führen. Im Kern geht es darum, eine nukleare Bewaffnung des Iran zu verhindern.

  • Mehr als 50 Tote bei Untergang von russischem Schiff

    Beim Untergang eines Schiffs vor der Ostküste Russlands sind mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen. Die Behörden teilten nach Angaben russischer Medien mit, über 60 Menschen seien von dem Fischkutter gerettet worden. Weitere würden noch vermisst. Das Unglück ereignete sich demnach vor der Halbinsel Kamschatka. Die Ursache für die Havarie ist bisher unklar. Die meisten Seeleute an Bord stammten aus Russland und Birma.

  • Aktivisten: Islamisten kontrollieren syrische Grenze zu Jordanien

    Von Islamisten unterstützte Rebellen haben offenbar die Kontrolle über die syrische Grenze zu Jordanien übernommen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, die Aufständischen hätten den letzten von Regierungstruppen gehaltenen Übergang nach Jordanien erobert. Die Rebellen werden von der islamistischen Al-Nusra-Front unterstützt, die dem Terrornetzwerk Al Kaida nahesteht. Zudem sollen Kämpfer der Terrormiliz IS ein Flüchtlingslager in der syrischen Hauptstadt Damaskus unter ihre Kontrolle gebracht haben. Dort leben vorwiegend Palästinenser. Eine unabhängige Bestätigung für die Berichte gibt es nicht.

  • Krieg im Jemen: EU und UNO in Sorge um Kinder

    Die Europäische Union und die UNO haben die Gewalt gegen Kinder im Jemen verurteilt. Die EU-Außenbeauftragte Mogherini kritisierte in Brüssel, in dem Krieg würden zunehmend Schulen, Wohn- und Krankenhäuser angegriffen. Besonders die Situation von Kindern und Jugendlichen habe sich dadurch verschlechtert. Sie rief die verfeindeten Parteien auf, Zivilisten zu schützen. Ähnlich äußerte sich die UNO-Sondergesandte für Kinder in bewaffneten Konflikten, Zerrougui. Sie betonte in New York, nach Einschätzung von UNICEF seien in der vergangenen Woche mehr als 60 Kinder im Jemen getötet worden.

  • Obama ruft Nigerias Spitzenpolitiker zur Versöhnung auf

    US-Präsident Obama hat den künftigen Staatschef von Nigeria, Buhari, und den scheidenden Amtsinhaber Jonathan zur Versöhnung aufgerufen. In Telefonaten mit den beiden Politikern betonte Obama, die gegenwärtigen Probleme erforderten ein geschlossenes Auftreten. In Nigeria geht die islamistische Terrormiliz Boko Haram brutal gegen Andersgesinnte vor. Buhari, ein Muslim, kündigte an, er werde den Kampf gegen Boko Haram führen, bis der Terrorismus geschlagen sei. Als zweites wichtiges Ziel nannte er den Kampf gegen die Korruption. - Die Wahl Buharis ist der erste demokratische Machtwechsel in der Geschichte des bevölkerungsreichsten afrikanischen Landes.

  • Kalifornien begrenzt Wasserverbrauch

    Der US-Bundesstaat Kalifornien wird erstmals in seiner Geschichte den Wasserverbrauch für Einwohner und Unternehmen drastisch beschränken. Hintergrund sei die historische Trockenheit, sagte Gouverneur Brown. Er ordnete seine Staatsbeamten an, in Städten und Orten Maßnahmen umzusetzen, mit denen der Wasserverbrauch um 25 Prozent gesenkt werden soll. Viele Rasenflächen sollen durch Anlagen ersetzt werden, die weniger Wasser benötigen. Betreiber von großen Grünflächen, wie etwa Golfplätze, sollen den Verbrauch drosseln. Die Vorschriften gelten nicht für die Landwirtschaft.

  • Tote bei Feuer auf mexikanischer Ölplattform

    Bei einer Explosion auf einer Ölplattform vor der Südost-Küste Mexikos sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Der staatliche Ölkonzern Pemex teilte mit, 16 weitere seien verletzt worden. 300 Arbeiter mussten in Sicherheit gebracht werden. Das Feuer auf der Plattform "Abkatun" ist inzwischen gelöscht. Zu der Ursache des Unglücks gibt es noch keine Angaben. Pemex teilte mit, es sei kein Öl in den Ozean gelangt. Die Umweltorganisation Greenpeace forderte erneut ein Ende der Förderung auf hoher See. Unfälle könnten jederzeit passieren, hieß es.

  • Wetter: Wind und Regen, 4 bis 9 Grad

    Das Wetter: Am Tage windiges Schauerwetter. Im Norden und in der Mitte Schnee oder Schneeregen. An den Küsten und im Bergland zum Teil schwere Sturmböen. 4 bis 9 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Freitag wechselhaft mit einzelnen Schauern, von Südwesten her Niederschlag. 6 bis 10 Grad. Der Seewetterdienst Hamburg teilt mit: Deutsche Nord- und Ostseeküste: West bis Nordwest 6 bis 7, Böen 8 bis 9.

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