Nachrichten

Mittwoch, 20. August 2014 06:00 Uhr

  • Nahost-Waffenruhe nicht verlängert - erneut Tote und Verletzte im Gazastreifen

    Im Nahen Osten ist die mehrmals verlängerte Feuerpause gestern Abend um 23 Uhr unserer Zeit ohne erneute Ausweitung ausgelaufen. Bereits einige Stunden zuvor war Israel aus dem Gaza-Streifen mit Raketen beschossen worden. Als Reaktion flog die Luftwaffe Angriffe auf den Küstenstreifen. Dabei wurden nach palästinensischen Angaben mehrere Menschen getötet und rund 40 weitere verletzt. Inwischen wurden abermals dutzende Raketen über Israel gesichtet. Geschosse sollen unter anderem den Großraum Tel Aviv und Jerusalem erreicht haben. Zu den neuerlichen Angriffen bekannte sich die Hamas. Zuvor hatte die radikal-islamische Organisation erklärt, nicht für den früheren Beschuss verantwortlich zu sein, der als Bruch der Waffenruhe gewertet worden war und zur Abreise der israelischen Delegation vom Verhandlungsort Kairo geführt hatte. Dort hatten beide Seiten unter ägyptischer Vermittlung über eine dauerhafte Lösung gesprochen. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte den Bruch der Waffenruhe aufs Schärfste.

  • UNO fliegt Hilfslieferungen in den Norden des Irak

    Die UNO beginnt heute mit ihrer Luftbrücke in den Norden des Irak. Wegen der hohen Zahl der Flüchtlinge in der Region sollen in den kommenden vier Tagen Hilfsgüter in die Stadt Erbil geflogen werden. Anschließend sollen Lastwagenkonvois unter anderem Zelte, Decken und Geschirr liefern. Die UNO schätzt die Zahl der Flüchtlinge im Nordirak auf derzeit etwa eine halbe Million. Sie suchen Schutz vor der sunnitischen Terror-Gruppe Islamischer Staat, die alle Menschen verfolgt, die sie für ungläubig hält. Aus Rache für die amerikanischen Luftschläge im Irak haben die Dschihadisten nach eigener Darstellung einen US-Journalisten enthauptet. Der Foto-Reporter galt seit 2012 als vermisst. NATO-Generalsekretär Rasmussen sprach mit Blick auf die IS-Kämpfer von einer Bedrohung "nicht nur für den Irak, sondern für die ganze Welt". In welcher Form NATO-Länder die gegen die IS kämpfenden irakischen Kurden unterstützten, sei Sache der Mitgliedsstaaten, betonte Rasmussen in Brüssel.

  • Deutschland hat angeblich Lieferprobleme bei geplanter Nordirakhilfe

    Deutschland kann bei der geplanten Nordirakhilfe wohl nur in beschränktem Umfang liefern. Beim Kleinlaster Unimog gebe es massive Probleme, schreibt die Bild-Zeitung unter Berufung auf ein internes Papier des Bundesverteidigungsministeriums für Generalinspekteur Wieker. Von 58 möglichen Fahrzeugen seien 35 nicht einsatzbereit. Zudem könnten Schutzwesten gar nicht geliefert werden, weil diese veraltet und die Platten im Inneren brüchig geworden seien. Nach Angaben des Blattes gibt es auch bei Nachtsichtgeräten Engpässe. Problemlos lieferbar seien hingegen Schutzhelme, Funkgeräte und Metall-Detektoren.

  • Steinmeier sieht Bewegung in Ukraine-Krise: "Deutliche Veränderung"

    Bundesaußenminister Steinmeier erkennt nach eigenen Angaben Bewegung im Ukraine-Konflikt. Es gebe eine deutliche Veränderung in der Haltung Moskaus und Kiews, sagte er im ZDF. Er habe den Eindruck, beide Seiten suchten im Augenblick nach Möglichkeiten, doch einen Weg zu einer Waffenruhe zu finden. Steinmeier hatte am Sonntag eine neue Vermittlungsinitiative gestartet und seine Amtskollegen aus Russland und der Ukraine, Lawrow und Klimkin, an einen Tisch gebracht. Beide Außenminister hätten sich für eine Fortsetzung der Gespräche ausgesprochen, betonte Steinmeier. Auch das geplante Treffen zwischen den Präsidenten Putin und Poroschenko im weißrussischen Minsk am kommenden Dienstag sei als Zeichen der Annäherung zu werten.

  • Kabinett will Bafög-Reform und Entlastungen für Kommunen beschließen

    Das Bundeskabinett will heute die Bafög-Reform sowie finanzielle Entlastungen für Kommunen und Länder beschließen. So sollen die Fördersätze für bedürftige Studierende und Schüler ab Herbst 2016 um sieben Prozent steigen, ebenso die Elternfreibeträge. Zugleich werden Mietzuschuss und Kinderzuschläge für die Studenten erhöht. Bereits ab Januar 2015 will der Bund den bisherigen Länderanteil an den Bafög-Kosten dauerhaft übernehmen. Die Länder sparen dadurch knapp 1,2 Milliarden Euro pro Jahr. Dieses Geld sollen sie zusätzlich für Bildung und besonders die Hochschulen ausgeben. Weitere Bereiche, in denen der Bund seine Zuwendung deutlich erhöhen soll, sind die Kinderbetreuung, die Ausstattung von Kindertagesstätten und Aufwendungen für Behinderte. Das Kabinett berät heute auch darüber, wie der Ausbau des schnellen Internets vorangetrieben und die IT-Sicherheit verbessert werden können.

  • Kritik an Internetplänen der Bundesregierung

    Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat das Konzept der Bundesregierung für schnelles Internet in Deutschland als unzuzeichend ktitisiert. So werde der geplante Breitbandausbau bis zum Jahr 2018 hinausgeschoben, sagte DIHK-Präsident Schweitzer der Neuen Osnabrücker Zeitung. Dabei sei schon jetzt erkennbar, dass die Netzleistungen nicht ausreichten. Auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund äußerte Kritik. Die Konjunkturlokomotive Deutschland drohe zum Bummelzug zu werden, sagte Hauptgeschäftsführer Landsberg dem Blatt.

  • Bundesländer machen laut Studie Fortschritte in Bildungspolitik

    Die Bundesländer haben einer Studie zufolge Fortschritte in ihren Bildungsangeboten gemacht. Besonders bei den Betreuungsbedingungen für Kinder und im Kampf gegen Schul- und Ausbildungsabbrüche verzeichnet der von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft vorgestellte Bildungsmonitor 2014 Verbesserungen. Außerdem wurde positiv hervorgehoben, dass Professoren mehr Geld zur Forschung bereit gestellt werde und sich das Fachkräfteangebot gebessert habe. Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft bewertete im Auftrag der Initiative die Bildungspolitik der Bundesländer. Dabei schnitt Sachsen am besten ab, gefolgt von Thüringen und Bayern.

  • Gül: Außenminister Davutoglu wird neuer türkischer Regierungschef

    Der türkische Außenminister Davutoglu soll nach Angaben des scheidenden Präsidenten Gül neuer Regierungschef werden. Davon gehe er aus, erklärte Gül am Abend in der Hauptstadt Ankara. Er selbst habe Davutoglu einst davon überzeugt, in die Politik zu gehen und werde ihn unterstützen. Der Außenminister gilt als enger Vertrauter des bisherigen Regierungschefs Erdogans. Dieser war Anfang August bei der ersten Direktwahl des türkischen Präsidenten zu Güls Nachfolger gewählt worden. - Über die Nominierung soll morgen entschieden werden.

  • Kampf gegen Ebola: Liberia verhängt nächtliche Ausgangssperre

    Im Kampf gegen die Ebola-Epidemie hat Liberia eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Diese gelte, solange die Seuche anhalte, hieß es im staatlichen Rundfunk. Die Bewegung der Bevölkerung müsse kontrolliert werden. Liberia ist von der Epidemie in Westafrika am stärksten betroffen. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich in der Region nach WHO-Angaben auf rund 1.300. Um die weitere Ausbreitung zu verhindern, hatten Behörden Quarantäne-Zonen im Grenzgebiet zwischen Guinea, Liberia und Sierra Leone eingerichtet.

  • Evakuierungen am isländischem Vulkan Bardarbunga

    Aus Sorge vor einem Vulkanausbruch haben die isländischen Behörden Evakuierungsmaßnahmen am Gletschervulkan Bardarbunga angeordnet. Wegen einer verstärkten seismischen Aktivität entschied die Polizei, ein Gebiet im Süden des Landes zu sperren und zu räumen. Wie viele Menschen davon betroffen sind, ist unklar. Die Region ist nur dünn besiedelt. Der Bardarbunga ist ein riesiger Vulkan, der unter dem Gletscher liegt. Nach Einschätzung von Wissenschaftlern könnte eine Eruption erhebliche Schäden anrichten und durch Aschewolken den Flugverkehr über dem Nordatlantik behindern. Nach dem Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull im April 2010 mussten mehr als 100.000 Verbindungen gestrichen werden.

  • Mindestens acht Tote bei Erdrutschen nahe Hiroshima

    Bei Erdrutschen nach heftigem Regen sind nahe der japanischen Stadt Hiroshima mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Etwa 13 weitere Personen erlitten nach Berichten örtlicher Medien Verletzungen. Zahlreiche Häuser sind zerstört. Umfangreiche Rettungsmaßnahmen wurden eingeleitet.

  • Bayer Leverkusen darf auf Einzug in die Champions League hoffen

    Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen kann auf den Einzug in die Champions League hoffen. Die Mannschaft gewann auswärts das Play-off-Hinspiel beim FC Kopenhagen mit 3:2. Das Rückspiel findet am Mittwoch nächster Woche in Leverkusen statt.

  • Wetter: Unbeständig mit Regen, in der Mitte zeitweilig sonnig. 16 bis 20 Grad

    Das Wetter: Heute südlich der Donau vielfach stark bewölkt bis bedeckt mit Regen. Auch nordwestlich einer Linie Eifel-Harz-Berlin häufig Schauer, vereinzelt Gewitter. Dazwischen oft trocken und zeitweise sonnig. 6 bis 20 Grad. Morgen überwiegend regnerisch bei wenig veränderten Temperaturen. Die weiteren Aussichten: Am Freitag überwiegen im Norden und Westen Wolken und es gibt häufig Schauer und einzelne Gewitter. Auch direkt am Alpenrand sind Schauer möglich. Sonst trocken, zeitweilig sonnig. 17 bis 22 Grad.

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