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Freitag, 22. August 2014 23:00 Uhr

  • Internationale Besorgnis nach ungenehmigter Fahrt des russischen Konvois in die Ukraine

    Die Fahrt des russischen Hilfskonvois über die Grenze zur Ukraine hat international Besorgnis ausgelöst. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte, der Konvoi sei ohne Zustimmung der Regierung in Kiew über die Grenze geschickt worden. Jedes einseitige Vorgehen berge die Gefahr einer weiteren Eskalation. Die ukrainische Regierung warf Russland eine Invasion vor. Die EU-Außenbeauftragte Ashton verlangte von Russland, die Entscheidung zur Weiterfahrt der Lastwagen zurückzunehmen. Am Abend befasste sich der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in einer Dringlichkeitssitzung mit der Lage in der Ukraine. Der Konvoi ist nach Korrespondentenberichten inzwischen in der Stadt Lugansk eingetroffen. Russlands Präsident Putin erklärte in einem Telefonat mit Kanzlerin Merkel, man habe nach wochenlangem Streit mit der Ukraine nicht länger warten wollen. Die Kanzlerin wird morgen zu Gesprächen in Kiew erwartet. Der litauische Außenminister Linkevicius teilte über den Kurznachrichtendienst Twitter mit, der Honorarkonsul seines Landes sei in Lugansk entführt und ermordet worden. Es handele sich um die Tat von Terroristen.

  • Irak: Merkel gibt Regierungserklärung zu Waffenlieferungen ab

    Bei einem Überfall auf eine sunnitische Moschee in der irakischen Provinz Dijala sind mehr als 70 Menschen getötet worden. Vemutlich hatten Kämpfer einer schiitischen Miliz das Gebäude gestürmt. Der designierte irakische Ministerpräsident Abadi verurteilte den Angriff mit scharfen Worten und rief seine Landsleute zum Zusammenhalt auf. Die Feinde des Irak dürften keine Chance bekommen, eine Bürgerkrieg anzuzetteln. Die sunnitischen Politiker zogen sich als Reaktion von den Gesprächen über die Bildung einer neuen Regierung zurück. In Berlin wird sich der Bundestag in einer Sondersitzung am 1. September mit den deutschen Waffenlieferungen in den Irak beschäftigen, wie die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf eine Einigung der Fraktionen meldet. Bundeskanzlerin Merkel will dann eine Regierungserklärung abgeben. In einem Interview der "Freien Presse" aus Chemnitz verteidigte die Kanzlerin den Beschluss der Bundesregierung. Angesichts des brutalen Vorgehens der Dschihadistengruppe "Islamischer Staat" seien die zuständigen Minister zu der Überzeugung gelangt, dass eine Grundsatzentscheidung für begrenzte Waffenlieferungen gerechtfertigt sei.

  • Gazakrieg: Israel und Hamas setzen Angriffe fort

    Im Gazakrieg haben beide Seiten ihre Angriffe fortgesetzt. Die radikal-islamische Hamas feuerte zahlreiche Raketen in Richtung Israel. Wie die Behörden mitteilten, kam dabei ein Vierjähriger ums Leben. Die israelische Armee griff nach eigenen Angaben Ziele im Gazastreifen an. Mehrere Menschen starben, hieß es von palästinensischer Seite. Zuvor hatte die Hamas im Gazastreifen erneut angebliche Kollaborateure hingerichtet. Medienberichten zufolge wurden 18 Palästinenser erschossen, die mit Israel zusammengearbeitet haben sollen.

  • Neue Pilotenstreiks bei der Lufthansa

    Bei der Deutschen Lufthansa drohen neue Streiks der Piloten. Die Gewerkschaft Cockpit teilte in Frankfurt am Main mit, dass die Verhandlungen mit der Fluggesellschaft zur Übergangsversorgung gescheitert seien. Man habe daraufhin Arbeitskampfmaßnahmen beschlossen, mit denen ab sofort gerechnet werden müsse. Die genauen Termine würden jeweils vorab bekanntgegeben. Cockpit fordert für die 5.400 Piloten mehr Geld und vor allem die Beibehaltung der betriebsinternen Frührente.

  • Thüringen bittet NSU-Opfer um Entschuldigung

    Thüringen hat die Hinterbliebenen der Opfer des NSU-Terrors um Entschuldigung gebeten. Im Erfurter Landtag sagte Ministerpräsidentin Lieberknecht, sie verneige sich vor den Angehörigen mit Scham, Trauer und der Bitte um Vergebung. Die Demütigungen durch falsche Verdächtigungen hätten deren Schmerz zusätzlich vergrößert. Zuvor hatte bereits Landtagspräsidentin Diezel die Hinterbliebenen und die teils lebensgefährlich Verletzten der Sprengstoffanschläge in Köln um Verzeihung gebeten. - Die Sondersitzung des Parlaments galt dem gestern veröffentlichten Thüringer Untersuchungsbericht zum Nationalsozialistischen Untergrund - NSU - . Darin wirft der Untersuchungsausschuss den Sicherheitsbehörden schwere Versäumnisse bei den Anfang 1998 begonnenen Ermittlungen gegen die Neonazi-Gruppe vor.

  • Kartellamt leitet kein Missbrauchsverfahren gegen Google ein

    Die deutschen Verlage haben im Streit mit dem Internet-Konzern Google einen Rückschlag erlitten. Das Bundeskartellamt teilte mit, man werde kein Missbrauchsverfahren gegen Google einleiten. Dafür gebe es keinen hinreichenden Ansatzpunkt. Beschwert hatte sich die Verwertungsgesellschaft VG Media, die für zahlreiche deutsche Presseverlage die Ansprüche aus dem neuen Leistungsschutzrecht geltend macht. In der Auseinandersetzung geht es um die Veröffentlichung von Pressetexten auf der Google-Seite.

  • Transplantationen am Deutschen Herzzentrum werden geprüft

    Im Zuge des neuen Organspendeskandals am Deutschen Herzzentrum prüft eine Kommission der Bundesärztekammer die dortige Transplantationspraxis. Das teilte Berlins Gesundheitssenator Czaja am frühen Nachmittag mit. Es gebe den Vorwurf, dass Patienten eine unbegründet hohe Dosierung eines Medikaments erhalten hätten und deshalb auf der Warteliste für Transplantationen nach vorne gerückt seien. Die Ergebnisse der Prüfkommission sollten im kommenden Monat vorliegen. Wegen möglicher Manipulationen hatte bereits das Herzzentrum Selbstanzeige gestellt.

  • Zahl der Ebola-Toten laut WHO auf 1.427 gestiegen

    Die Zahl der registrierten Ebola-Todesfälle in Westafrika ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen. Es seien 77 neue Todesopfer gemeldet worden, teilte die WHO mit. Nach offiziellen Angaben starben damit bislang 1.427 Menschen an der Krankheit. Die Dunkelziffer dürfte allerdings deutlich darüber liegen. Die Vereinten Nationen wollen ihre Hilfe in den betroffenen Gebieten ausweiten. Zahlreiche Experten und Helfer sollten nach Liberia geschickt werden, um die dortigen Gesundheitseinrichtungen zu unterstützen, sagte UNO-Koordinator Nabarro.

  • USA wirft China Provokation im Luftraum über Japan vor

    Die USA haben China eine Provokation im internationalen Luftraum über dem Südchinesischem Meer vorgeworfen. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums näherte sich dort vor einigen Tagen ein chinesisches Kampfflugzeug einer amerikanischen Aufklärungsmaschine bis auf eine Entfernung von wenigen Metern. Ein Vertreter des US-Präsidialamts sprach von einer besorgniserregenden Provokation. Dies habe man auch der chinesischen Regierung mitgeteilt.

  • US-Börse schließt mit geringen Veränderungen

    Die US-Aktienmärkte haben wenig verändert geschlossen. Der Dow Jones verlor 0,2 Prozent und ging mit 17.001 Punkten aus dem Handel. Der Index der Technologiebörse Nasdaq lag dagegen 0,1 Prozent höher bei knapp 4539 Punkten. An der Aktienbörse in Frankfurt am Main fiel der Leitindex DAX um 0,7 Prozent auf 9.339 Punkte.

  • Fußball-Bundesliga: München besiegt zum Saisonauftakt Wolfsburg mit 2:1

    Im ersten Spiel der neuen Fußball-Bundesliga-Saison hat Bayern München den VfL Wolfsburg mit 2:1 besiegt.

  • Wetter: Im Norden und Westen bewölkt, sonst trocken und sonnig, 16 bis 23 Grad

    Das Wetter: In der Nacht im Südosten aufgelockert bewölkt. Sonst Schauer bei Temperaturen zwischen 13 und 6 Grad. Morgen meist bewölkt und erneut Schauer und Gewitter, im Nordosten Auflockerungen. 15 bis 21 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag in der Nordhälfte weiterhin Niederschläge, vor allem in Küstennähe Gewitter. Im Süden teils heiter, teils wolkig und meist trocken. 15 bis 20 Grad.

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