Nachrichten

Mittwoch, 26. November 2014 18:00 Uhr

  • Merkel lobt Haushaltsplan der Regierung

    Bundeskanzlerin Merkel hat die Pläne der Regierung, im kommenden Haushalt keine neuen Schulden zu machen, als Wendepunkt bezeichnet. Solide Haushalte und eine Politik, die Wachstum fördere, seien keine Gegensätze, sagte Merkel in der Generaldebatte des Bundestags über den Etat für 2015. Vertreter von Linkspartei und Grünen kritisierten, die Große Koalition investiere zu wenig in die Bildungs- und Klimapolitik. - Der Etat für das kommende Jahr sieht Ausgaben von knapp 300 Milliarden Euro vor. Erstmals seit 1969 sollen keine neuen Schulden gemacht werden. In der Aussprache über den Etat des Verteidigungsministeriums bezeichnete Ressortchefin von der Leyen eine Erhöhung als angemessen. Viele Probleme bei der Bundeswehr seien dem niedrigen Budget geschuldet.

  • Junckers Investitionsplan stößt auf Zustimmung und Kritik

    EU-Kommissionspräsident Juncker will mit einem Investitionsprogramm das europäische Wachstum stärken und Arbeitsplätze schaffen. Vorgesehen ist ein neuer Fonds für strategische Investitionen, über den Projekte in den Bereichen Energie, Verkehr, Bildung und Forschung abgesichert werden sollen. Juncker erhofft sich dadurch ein Vielfaches an privaten Geldern und strebt für die kommenden drei Jahre Investitionen von mindestens 315 Milliarden Euro an. Bundeswirtschaftsminister Gabriel begrüßte das Programm und erklärte, Deutschland solle sich an dem Fonds beteiligen. Bundeskanzlerin Merkel hatte dies offen gelassen. Linke und Grüne im Europaparlament kritisierten den Plan dagegen als nicht ausreichend.

  • EU-Kommission kritisiert Deutschland wegen Feinstaubbelastung

    Die EU-Kommission hat Deutschland, Österreich und die Slowakei wegen zu hoher Feinstaubbelastungen gerügt. Wie die Behörde in Brüssel mitteilte, schützen die drei Länder ihre Bevölkerung nicht ausreichend. Zu hohe Werte wurden in Deutschland in den Städten Stuttgart und Leipzig dokumentiert. Feinstaub entsteht vor allem in Fabriken, beim Heizen und im Verkehr. Die Kommission kritisierte, in Deutschland seien nicht alle seit 2005 vorgeschriebenen Maßnahmen umgesetzt worden. Feinstaub kann Krankheiten wie Asthma oder Krebs, aber auch Herzinfarkte oder Frühgeburten auslösen.

  • Sacharow-Preis an kongolesischen Gynäkologen Mukwege verliehen

    Der kongolesische Gynäkologe Denis Mukwege hat im Europaparlament in Straßburg den Sacharow-Preis für Menschenrechte entgegengenommen. Parlamentspräsident Schulz überreichte ihm die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung. Mukwege habe sein Leben dem Kampf für Frieden und Gerechtigkeit gewidmet, sagte Schulz. Der Kongolese wird für seinen Einsatz zugunsten vergewaltigter Frauen geehrt. Der 59-Jährige operiert seit Jahren Opfer von Gruppenvergewaltigungen. In seiner Heimat ist er Morddrohungen ausgesetzt. Der nach dem russischen Dissidenten und Physiker Andrej Sacharow benannte Preis wird seit 1988 an Persönlichkeiten oder Organisationen verliehen, die sich für Menschenrechte und Demokratie einsetzen.

  • Opposition und Wirtschaft kritisieren Frauenquote

    Opposition und Wirtschaft haben die von der Großen Koalition geplante Frauenquote kritisiert. Während Linken und Grünen die Regelung nicht weit genug geht, lehnen Arbeitgeberverbände eine gesetzliche Vorgabe für die Besetzung von Aufsichtsräten generell ab. Das entscheidende Kriterium müsse die fachliche Qualifikation sein, hieß es zur Begründung. Familienministerin Schwesig erhofft sich von der Frauenquote den Anstoß für eine gesellschaftliche Änderung. Das geplante Gesetz werde einen Wandel in der Unternehmens- und Führungskultur einleiten, sagte die SPD-Politikerin im Deutschlandfunk. - Der Koalitionsausschuss hatte sich gestern darauf geeinigt, dass die Aufsichtsräte von rund 100 börsennotierten Unternehmen ab 2016 zu knapp einem Drittel mit Frauen besetzt werden müssen.

  • Thüringen: CDU mit eigenen Kandidaten für Ministerpräsidentenwahl

    Die Thüringer CDU will bei der Wahl des neuen Ministerpräsidenten am 5. Dezember einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken. Das gab die Landesvorsitzende der Christdemokraten, Lieberknecht, in Erfurt bekannt. Erwartet wird, dass Lieberknecht selbst oder Fraktionschef Mohring antritt. Die ebenfalls im Parlament vertretene AfD deutete an, einen CDU-Kandidaten bei der Wahl zu unterstützen. Linkspartei, SPD und Grüne, die sich auf eine Koalition verständigt haben, verfügen im Landtag nur über eine Mehrheit von einer Stimme.

  • Nato besorgt über russisches Militär in der Ost-Ukraine und auf der Krim

    Nach Einschätzung der Nato bilden russische Soldaten das Rückgrat der Aufständischen in der Ostukraine. Der Oberbefehlshaber des Militärbündnisses in Europa, Breedlove, sagte in Kiew, er sei außerdem besorgt über die Verlegung von Raketen und Marschflugkörpern auf die von Russland annektierte Halbinsel Krim. Dadurch verschiebe sich das militärische Gewicht in der gesamten Schwarzmeer-Region. Der russische Präsident Putin erklärte, sein Land werde seine eigene Sicherheit verteidigen. Man sei aber für niemanden eine Gefahr. Wie Korrespondenten berichten, haben in den Rebellen-Gebieten nach einer Anordnung der Zentralbank viele Banken den Zahlungsverkehr eingestellt.

  • Moldau: Mehrere Festnahmen vor Parlamentswahl

    Wenige Tage vor der Parlamentswahl in der früheren Sowjetrepublik Moldau sind fünf Mitglieder einer verbotenen pro-russischen Gruppe festgenommen worden. Wie die Polizei in Chisinau mitteilte, wurden bei Hausdurchsuchungen Pistolen, Granatwerfer und Militäruniformen gefunden. Die Männer würden verdächtigt, im Falle eines Sieges des pro-europäischen Lagers gewaltsame Proteste geplant zu haben.

  • Anti-Rassismus-Proteste in den USA werden fortgesetzt

    In den USA hat es erneut in zahlreichen Städten Proteste gegen die Straffreiheit für einen weißen Polizisten gegeben. In New York, Los Angeles, Boston, Dallas und zahlreichen weiteren Orten gab es Demonstrationen. Die Teilnehmer werfen der Polizei unnötige Gewalt und Rassismus vor. In Ferguson im Staat Missouri versammelten sich die zweite Nacht in Folge Demonstranten vor dem Polizeidezernat. 44 Menschen wurden festgenommen. - Auslöser für die Proteste war die Entscheidung einer Geschworenen-Jury, den weißen Polizisten nicht vor Gericht zu stellen, der im August in Ferguson einen schwarzen jungen Mann erschossen hatte.

  • US-Militär bombardiert IS-Stellungen im Irak und Syrien

    Die US-Luftwaffe hat wieder Luftangriffe gegen die IS-Miliz im Irak und Syrien geflogen. Nach Angaben des Zentralkommandos wurden allein in der Nähe der nord-syrischen Stadt Kobane zehn Ziele bombardiert. Dabei habe man mehrere Stellungen der Terroristen getroffen. Im Irak wurden Fahrzeuge und Gebäude der Miliz zerstört, unter anderem bei Mossul und Kirkuk.

  • Ägypten öffnet Grenze zum Gazastreifen

    Ägypten hat den Grenzübergang Rafah zum Gazastreifen wieder geöffnet. Wie ein Regierungsbeamter mitteilte, soll der Korridor zunächst zwei Tage offen bleiben, vor allem für den Verkehr von Ägypten nach Gaza. Auch soll Palästinensern, die im letzten Krieg geflüchtet seien, die Rückkehr in ihre Heimat ermöglicht werden. Kairo hatte den einzigen nicht von Israel kontrollierten Grenzübergang in den Gazastreifen Ende Oktober nach einem Bombenanschlag auf der Sinai-Halbinsel geschlossen.

  • Wetter: Im Westen leichter Regen, sonst trocken

    Das Wetter: Am Abend und in der Nacht im Westen leichter Regen, sonst teils neblig-trüb, teils trocken. 7 bis minus 1 Grad. Morgen im Westen meist dichte Wolken mit gelegentlichem Regen. Im Südosten neblig. Im Nordosten zeitweise sonnig, 3 bis 11 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Freitag vielfach trüb, jedoch meist trocken. Im Westen hin und wieder Sonne. 1 bis 4 Grad, am Alpenrand und Niederrhein bis 11 Grad. Der Seewetterdienst Hamburg teilt mit: Deutsche Nordseeküste: Ost bis Südost 5 bis 6, Böen 7.

Nachrichten hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Get Flash to see this player.

Mo Di Mi Do Fr Sa So
27 28 29 30 31 1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30

Zu den Nachrichten des Tages

Die wichtigsten Schlagzeilen des Tages finden Sie bei unseren fortlaufenden Nachrichten.
Zu den Nachrichten des Tages

Nachrichten

 
 

Kulturnachrichten

Unterstützung für die Gurlitt-Taskforce:  Schweizerin spendet für Provenienzforschung des Berner Kunstmuseums | mehr

Nachrichten

Von der Leyen:  Aufgaben der Bundeswehr werden mehr | mehr

Wissensnachrichten

Luftverschmutzung  Industrie-Qualm verursacht Milliarden-Schaden | mehr

Nachrichten leicht

Manche Menschen können nicht so gut lesen. Manche können auch nicht so schnell Neues lernen. Deshalb bietet der Deutschlandfunk jeden Samstag  Nachrichten in einfacher Sprache  an.