Nachrichten

Donnerstag, 31. Juli 2014 16:00 Uhr

  • Israel trifft Maßnahmen zur Ausweitung der Militäroffensive

    Der israelische Ministerpräsident Netanjahu macht eine Zerstörung der Hamas-Tunnel weiterhin zur Vorbedingung einer Waffenruhe. Die israelische Armee habe bereits hunderte solcher Tunnel zerstört, sagte Netanjahu in Tel Aviv. Israel werde dies fortführen - mit oder ohne Waffenruhe. Inzwischen wurden 16.000 zusätzliche Reservisten einberufen. Die Hamas verlangt ihrerseits, dass Israel seine Blockade in den Palästinensergebieten vollständig aufhebt. Die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Pillay, verurteilte die Angriffe auf Zivilisten in dem Konflikt als gewissenlos. Sie erklärte in Genf, beide Seiten begingen eine vorsätzliche Missachtung internationalen Rechts. Dies könne man als Kriegsverbrechen bezeichnen. Nach den Worten Pillays sind drei Viertel der palästinensischen Opfer Zivilisten.

  • NSU-Prozess: Gericht lehnt Zschäpes Befangenheitsantrag ab

    Im NSU-Prozess hat das Oberlandesgericht München einen Befangenheitsantrag der Hauptangeklagten Zschäpe als unbegründet abgelehnt. Das teilte eine Sprecherin des Gerichts mit. Der Antrag richtete sich gegen sämtliche Mitglieder des Senats. Zschäpes Verteidiger hatten argumentiert, der Senat habe einen Zeugen einseitig befragt und damit eine eindeutige Haltung zu ihrer Mandantin gezeigt. Die Bundesanwaltschaft hatte Zschäpes Antrag als "absurd" bezeichnet. Der Prozess wurde mit der Vernehmung weiterer Zeugen fortgesetzt. In den bislang 133 Verhandlungstagen waren bereits mehrfach Befangenheitsanträge gegen Teile des Gerichts gestellt worden, die aber ebenfalls allesamt als unbegründet verworfen wurden.

  • Betreuungsgeld: Kinderhilfswerk fordert Abkehr und Kita-Investitionen

    Kurz vor der Erhöhung des Betreuungsgeldes hat sich das Deutsche Kinderhilfswerk für die Abschaffung der umstrittenen familienpolitischen Leistung ausgesprochen. Stattdessen solle es eine umfassende Qualitätsoffensive in deutschen Kitas und die frühkindliche Bildung geben, erklärte die Organisation in Berlin. Aktuelle Studien - wie zuletzt die der Technischen Universität Dortmund und des Deutschen Jugendinstituts - hätten gezeigt, dass das Betreuungsgeld zentrale Anliegen der Bildungs- und Sozialpolitik konterkariert. So untergrabe es viele familien- und kinderpolitische Ziele gleichzeitig. Eltern, die für ihr Kind im zweiten und dritten Lebensjahr keine öffentlich geförderte Betreuung in Anspruch nehmen, können seit August vergangenen Jahres monatlich 100 Euro Betreuungsgeld erhalten. Ab morgen werden 150 Euro gezahlt.

  • Nahles: "Arbeitsmarkt stabil und gut in Form"

    Bundesarbeitsministerin Nahles hat sich zuversichtlich über die Verfassung des deutschen Arbeitsmarktes geäußert. Dieser zeige sich "stabil und gut in Form", sagte die SPD-Politikerin in Berlin. Zwar habe die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat saisonal bedingt leicht zugenommen, weil viele junge Leute gerade ihre Ausbildung abgeschlossen hätten und auf Stellensuche gingen. Doch habe die Zahl der offenen Stellen im Juli zugelegt und nunmehr die halbe Million übersprungen. Positiv sei auch die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zu bewerten. Zuvor hatte die Nürnberger Bundesagentur die aktuellen Arbeitsmarktdaten bekannt gegeben. Demnach waren im Juli 2,87 Millionen Menschen als erwerbslos registriert. Das waren 39.000 mehr als im Vormonat, aber 43.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,6 Prozent. Die Zahl der Unterbeschäftigten, zu denen unter anderem Personen in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen zählen, ging auf 3,75 Millionen zurück.

  • Internationale Experten erstmals wieder am Absturzort von MH17

    Internationale Ermittler haben erstmals seit einer Woche die Absturzstelle in der Ostukraine erreicht. Das teilte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa mit. Nach ihren Angaben trafen Experten der OSZE sowie der Niederlande und Australiens an dem Ort ein, wo vor zwei Wochen eine malaysische Passagiermaschine mit knapp 300 Insassen abgestürzt war. Wegen der Kämpfe zwischen der ukrainischen Armee und den pro-russischen Kräften hatten die Ermittler bislang keinen Zugang zu dem Gebiet. Dort sollen noch weitere Leichen von Opfern liegen. Heute gilt in der Ostukraine eine einseitig von Kiew ausgerufene Feuerpause. Die weiteren Kämpfe gegen die Separatisten sollen durch eine Kriegsabgabe finanziert werden. Das Parlament in Kiew billigte die Sondersteuer in Höhe von 1,5 Prozent auf alle Privateinkommen. Die Abgeordneten sprachen zudem Regierungschef Jazenjuk ihr Vertrauen aus. Er hatte die Freigabe neuer Gelder für die Militäroperation zur Bedingung für einen Verbleib im Amt gemacht.

  • Sierra Leone und Liberia verschärfen Maßnahmen gegen Ebola

    Im Kampf gegen die Ausbreitung des Ebola-Virus in Westafrika hat Sierra Leone seine Maßnahmen verstärkt. In dem Land wurde der nationale Gesundheitsnotstand ausgerufen. Ganze Gebiete im Osten sollen unter Quarantäne gestellt werden, wie der britische Rundfunksender BBC berichtet. Zuvor hatte bereits Liberia die Schließeung aller Schulen angekündigt. Nach Angaben von "Ärzte ohne Grenzen" ist die Epidemie außer Kontrolle. Sollte sich die Lage in Sierra Leone, Liberia und Guinea nicht bald verbessern, könne es eine Ausbreitung auf weitere Länder geben, teilte die Hilfsorganisation mit. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation wurden bisher rund 1.300 Krankheitsfälle bestätigt. Den Angaben zufolge starben bereits 729 Menschen durch Ebola.

  • Wetter: Überwiegend trocken, 21 bis 28 Grad

    Das Wetter: Heiter bis wolkig und weitgehend trocken. Temperaturen von 21 Grad im Süden und bis zu 28 Grad am Oberrhein. Morgen teils heiter, teils wolkig. Im Westen und an den Alpen Schauer oder Gewitter. 23 bis 29 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Samstag zunächst sonnig, im Tagesverlauf einzelne Niederschläge. 23 bis 30 Grad.

Nachrichten hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Get Flash to see this player.

Mo Di Mi Do Fr Sa So
30 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31 1 2 3

Zu den Nachrichten des Tages

Die wichtigsten Schlagzeilen des Tages finden Sie bei unseren fortlaufenden Nachrichten.
Zu den Nachrichten des Tages

Nachrichten

 
 

Kulturnachrichten

Filmemacher, Drehbuchautor und Künstler  Harun Farocki ist tot | mehr

Nachrichten

NSU-Prozess: Gericht lehnt  Zschäpes Befangenheitsantrag ab | mehr

Wissensnachrichten

Gratis-Zugang  Facebook startet kostenloses Internet-Projekt für Handy-Nutzer in Sambia | mehr

Nachrichten leicht

nachrichtenleicht-Logo

Manche Menschen können nicht so gut lesen. Manche können auch nicht so schnell Neues lernen. Deshalb bietet der Deutschlandfunk jeden Samstag  Nachrichten in einfacher Sprache  an.