Nachrichten

Sonntag, 26. April 2015 08:00 Uhr

  • Bericht: BND informierte Kanzleramt schon 2008 über NSA-Vorgehen

    Der Bundesnachrichtendienst soll das Kanzleramt schon 2008 über Spionageabsichten des US-Geheimdienstes NSA informiert haben. Die "Bild am Sonntag" berichtet, der BND habe Täuschungsversuche seitens der NSA festgestellt und die Bundesregierung darüber in einem streng vertraulichen Bericht in Kenntnis gesetzt. Demnach wollte der amerikanische Geheimdienst etwa Wissen über die multinationalen Rüstungskonzerne EADS und Eurocopter abschöpfen. Ein weiteres Mal habe der BND im Jahr 2010 vor rechtswidrigen Praktiken der NSA gewarnt. Bisher hatte es geheißen, das Kanzleramt als Aufsichtsbehörde sei erst kürzlich informiert worden. Der damalige Kanzleramtschef und heutige Bundesinnenminister de Maizière wollte sich laut der Zeitung nicht dazu äußern.

  • Hilfe für Opfer von Himalaya-Erdbeben angelaufen - über 1.800 Tote

    Nach dem verheerenden Erdbeben im Himalaya ist die internationale Hilfe angelaufen. Die US-Regierung sagte Lieferungen im Umfang von einer Million Dollar zu. Neben dem selbst betroffenen Nachbarland Indien kündigte auch Pakistan an, Flugzeuge mit Lebensmitteln und Zelten, aber auch Ärzte und Notfallhelfer nach Nepal zu schicken. Hilfsangebote kamen auch von den Vereinten Nationen, der Europäischen Union und der Bundesregierung. Inzwischen stieg die Zahl der Todesopfer in Nepal nach Regierungsangaben auf über 1.800. Aus Angst vor weiteren Beben verbrachten viele Menschen die Nacht bei niedrigen Temperaturen und Niederschlägen im Freien. Mehrere Tote wurden auch aus den Nachbarstaaten Indien, Bangladesch sowie China gemeldet. Im Basislager am Mount Everest kamen nach neuen Angaben 17 Menschen durch eine Lawine ums Leben, die durch das Beben ausgelöst wurde. Dort landeten inzwischen Hubschrauber, um Verletzte zu bergen. Die Erdstöße hatten eine Stärke von 7,8. Das Beben gilt als das schwerste in Nepal seit 80 Jahren.

  • Zeitung: G36 wird womöglich nur umgerüstet statt ausgetauscht

    Das umstrittene G36-Sturmgewehr der Bundeswehr wird womöglich nur umgerüstet statt ausgetauscht. Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" berichtet, am vergangenen Donnerstag habe ein vertrauliches Gespräch zwischen Verteidigungs-Staatssekretärin Suder und einem Manager des Herstellers Heckler & Koch stattgefunden. Demnach kommt für eine Modernisierung des G36 etwa die Verwendung eines stärkeren Waffenrohres in Frage, um es besser vor Überhitzung zu schützen. Im Gespräch bleibe aber auch die Anschaffung einiger tausend Exemplare eines anderen Sturmgewehrs. Verteidigungsministerin von der Leyen hatte zuletzt erklärt, die Waffe habe in ihrem jetzigen Zustand keine Zukunft in der Bundeswehr. Vorher war dem G36 eine mangelnde Treffsicherheit unter anderem bei hohen Temperaturen bescheinigt worden.

  • DGB-Chef Hoffmann: Mindestlohn ist ein "historischer Erfolg"

    Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Hoffmann, hat die Einführung des Mindestlohns als einen historischen Erfolg bezeichnet. Hoffmann sagte im Interview der Woche des Deutschlandfunks, Befürchtungen, dass damit tausende Arbeitsplätze gefährdet würden, hätten sich nicht bestätigt. Zudem werde durch den Mindestlohn die Kaufkraft in Deutschland gestärkt, was einen wichtigen Beitrag für die Schaffung von Arbeitsplätzen leiste. Forderungen nach einer Lockerung der Aufzeichnungspflichten für Arbeitgeber nannte der DGB-Vorsitzende ein vorgeschobenes Argument. Im Kern gehe es den Befürwortern darum, weitere Reformen - wie etwa die Neuregulierung der Leih- oder Werkvertragsarbeit - zu konterkarieren. Beim Koalitionsausschuss am Abend erwarte er keine Änderungen am Mindestlohngesetz. Die Pläne von Wirtschaftsminister Gabriel, Kohlekraftwerke mit einer Klimaabgabe zu belegen, lehnte Hoffmann ab. Dadurch würden tausende Arbeitsplätze gefährdet. Es sei unmöglich, gleichzeitig aus der Kernenergie und aus der Kohleverstromung auszusteigen.

  • Entwicklungsminister Müller kündigt neue Afrika-Strategie an

    Als Konsequenz aus den Flüchtlingstragödien im Mittelmeer will Bundesentwicklungsminister Müller die Hilfen für Afrika neu organisieren. Er sagte der "Welt am Sonntag", dafür wolle er die Wirtschaft in die Pflicht nehmen. Es werde Zeit, dass den afrikanischen Produzenten faire Preise gezahlt würden. Viel zu lange habe Europa den afrikanischen Kontinent mit ausgebeutet, kritisierte der CSU-Politiker. Man habe wertvolle Ressourcen zu Niedrigstpreisen bekommen und den Arbeitskräften Sklavenlöhne gezahlt. Die Unternehmen rief Müller auf, sich bei der beruflichen Ausbildung zu engagieren und in afrikanischen Ländern stärker zu investieren. Mit einigen zusätzlichen Milliarden für die Entwicklungshilfe seien die Herausforderungen nicht zu bewältigen, betonte der Minister. Das alte System vom reichen Europa und dem armen Afrika habe keine Zukunft.

  • Vorgezogene Präsidentschaftswahl in Kasachstan

    In Kasachstan hat die vorgezogene Präsidentschaftswahl begonnen. Es gilt als sicher, dass Präsident Nasarbajew mit großer Mehrheit im Amt bestätigt wird. Er regiert das Land seit der Unabhängigkeit 1991. Neben dem 74-Jährigen treten noch zwei weitere Kandidaten an, die aber als reine Zählkandidaten gelten. Die Wahllokale schließen um 16 Uhr unserer Zeit.

  • Ausschreitungen bei Protesten gegen Polizeigewalt in Baltimore

    Bei Protesten nach dem Tod eines Schwarzen in Polizeigewahrsam ist es in der US-Metropole Baltimore zu Ausschreitungen gekommen. Laut Medienberichten wurden Polizeiwagen beschädigt, Polizisten mit Steinen und Wasserflaschen beworfen und als "Mörder" beschimpft. Zuvor hatten etwa 1.200 Menschen an einem friedlichen Protestmarsch teilgenommen. Ein 25 Jahre alter Afroamerikaner hatte am 12. April eine Rückenmarkverletzung erlitten, während er nach seiner Festnahme in einem Polizei-Van aufs Revier gebracht wurde. Nach Angaben der Behörden fiel er später ins Koma und starb. Die beteiligten sechs Polizisten wurden vom Dienst suspendiert. Das Justizministerium leitete Ermittlungen wegen einer möglichen Verletzung der Bürgerrechte ein.

  • Gedenkfeiern zur Befreiung der KZ Bergen-Belsen und Flossenbürg

    Mit Gedenkfeiern wird heute an die Befreiung von Konzentrationslagern vor 70 Jahren erinnert. In der Gedenkstätte Bergen-Belsen in Niedersachsen will Bundespräsident Gauck eine Rede halten. Unter den 1.000 erwarteten Gästen werden etwa 70 Überlebende sein. Bis zur Befreiung des Lagers durch britische Truppen kamen in Bergen-Belsen zehntausende Gefangene um. Auch in Flossenbürg in Bayern, wo bis zur Ankunft von US-Soldaten mindestens 30.000 Menschen ermordet wurden oder an Krankheiten und Mangelernährung starben, wollen ehemalige Häftlinge an ihre Befreiung erinnern. Frankreich gedenkt heute landesweit der Deportierten des Zweiten Weltkrieges. Präsident Hollande nimmt an einer Zeremonie im ehemaligen Konzentrationslager Natzweiler-Struthof teil, ebenso die Präsidenten von EU-Parlament und EU-Kommission, Tusk und Schulz. In dem einzigen Konzentrationslager der Nationalsozialisten auf französischen Boden waren bis 1944 mehr als 50.000 Menschen inhaftiert.

  • Boxen: Klitschko verteidigt WM-Titel gegen Jennings mit Punktsieg

    Wladimir Klitschko bleibt Boxweltmeister im Schwergewicht. In der Nacht besiegte der 39-Jährige Ukrainer im New Yorker Madison Square Garden den Amerikaner Bryant Jennings nach Punkten und verteidigte seine Titel der Verbände IBF, WBO und WBA. Damit ist Wladimir Klitschko seit elf Jahren unbesiegt und seit neun Jahren ununterbrochen Schwergewichts-Weltmeister.

  • Wetter: Viel Regen, nur im Süden freundlicher, 11 bis 22 Grad

    Das Wetter: Viele Wolken, vor allem nördlich des Mains gebietsweise schauerartiger Regen. Im Süden freundlicher, später aber auch dort Niederschläge. Werte zwischen 11 und 22 Grad. Morgen weiterhin überwiegend stark bewölkt oder bedeckt mit Regen bei 10 bis 23 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag vor allem im Süden und Osten stark bewölkt und gebietsweise Niederschläge. 8 bis 13 Grad..

  • Temperaturen

    Die Temperaturen von heute früh 07.00 Uhr: Greifswald 11, Hamburg 11, Bremen 10, Hannover 11, Berlin 11, Leipzig 11, Köln 11, Dresden 13, Frankfurt am Main 12, Stuttgart 11, Freiburg 13, München 11.

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