Nachrichten

Sonntag, 19. April 2015 16:00 Uhr

  • Flüchtlingsboot kentert im Mittelmeer: Hunderte Tote befürchtet

    Beim Untergang eines Flüchtlingsbootes im Mittelmeer sind womöglich hunderte Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der italienischen Küstenwache kenterte das voll besetzte Schiff auf hoher See zwischen Libyen und der italienischen Insel Lampedusa. Bisher konnten Einsatzkräfte 28 Menschen retten, 24 Tote wurden geborgen. An Bord sollen bis zu 700 Flüchtlinge gewesen sein. Eine Bestätigung für diese Zahl gibt es nicht. An der Suche nach Überlebenden beteiligen sich die italienische Küstenwache und Marine, die EU-Seenotrettungsmission Triton sowie Kräfte aus Malta. Nach Angaben des internationalen Flüchtlingshilfswerks UNHCR setzte das Schiff in der Nacht einen Notruf ab. Als ein Frachter zu Hilfe eilte, seien die Flüchtlinge auf eine Seite des Bootes gestürmt und hätten es damit zum Kentern gebracht. Das UNHCR fürchtet, dass es sich um die schlimmste Katastrophe der jüngsten Vergangenheit in der Region handeln. Sie übertreffe womöglich sogar noch das Bootsunglück von Lampedusa im Jahr 2013, sagte eine Sprecherin. Vor anderthalb Jahren waren vor der Mittelmeerinsel fast 370 afrikanische Flüchtlinge ertrunken.

  • Politik diskutiert Konsequenzen aus Bootskatastrophe

    Nach dem neuerlichen Bootsunglück im Mittelmeer diskutieren europäische Politiker über die Folgen. Die EU-Außenbeauftragte Mogherini teilte in Brüssel mit, sie habe das Thema auf die Tagesordnung des morgigen Außenminister-Treffens in Luxemburg gesetzt. Sie betonte, die EU habe schon zu oft bekundet, dass sich solche Unglücke nie wieder ereignen dürften. Der französische Präsident Hollande rief dazu auf, entschiedener gegen Schlepper vorzugehen. Dafür seien mehr Boote und Flugzeuge nötig. Auch deutsche Politiker forderten Konsequenzen. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Özoguz, sagte, ein neues Seenotrettungsprogramm im Mittelmeer tue Not. Ähnlich äußerten sich auch Grünen-Chefin Peter und der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Gysi. Sie verwiesen darauf, dass dass Italien erst zum Jahreswechsel die Rettungsmission "Mare Nostrum" eingestellt hatte.

  • Gedenken an KZ-Befreiungen vor 70 Jahren

    In den ehemaligen Konzentrationslagern Ravensbrück und Sachsenhausen wird an deren Befreiung vor 70 Jahren erinnert. Bundesbildungsministerin Wanka sagte bei der Gedenkfeier in Ravensbrück, die Vergangenheit sei eine Mahnung, zu Antisemitismus und Fremdenhass nicht zu schweigen. Der brandenburgische Ministerpräsident Woidke rief zu Mitmenschlichkeit und Toleranz auf. Die Vertreterin der KZ-Überlebenden, Chalut, betonte, auch die jüngeren Generationen sollten die Erinnerung an die NS-Verbrechen wachhalten. An der Gedenkveranstaltung in Sachsenhausen nördlich von Berlin nimmt unter anderem Außenminister Steinmeier teil. Ravensbrück und Sachsenhausen wurden im April 1945 von Truppen der Roten Armee befreit. In beiden Lagern ermordeten die Nationalsozialisten zehntausende Menschen. In Ravensbrück waren überwiegend Frauen inhaftiert.

  • GDL-Spitze kündigt weitere Streiks an

    Bahnreisende in Deutschland müssen sich in der neuen Woche wieder auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen. Nach Angaben eines GDL-Sprechers beschloss die Spitze der Lokführergewerkschaft heute offiziell, erneut zu streiken. Wann genau dies geschehen soll, wurde nicht mitgeteilt. Die GDL werde dies aber rechtzeitig bekannt geben, hieß es. Bislang erfolgte die Ankündigung spätestens 24 Stunden vor einem Ausstand. Bundesverkehrsminister Dobrindt und Deutsche Bahn riefen die Gewerkschaft zur Rückkehr an der Verhandlungstisch auf.

  • Wahl in Finnland : Umfragen prophezeihen Regierungswechsel

    In Finnland wird ein neues Parlament gewählt. Bei der Abstimmung deutet sich Umfragen zufolge ein Regierungswechsel an. Das Mehrparteienbündnis unter dem konservativen Ministerpräsidenten Stubb steht wegen der seit drei Jahren anhaltenden Wirtschaftskrise in der Kritik. Umfragen zufolge könnte die oppositionelle sozialliberale Zentrumspartei die Wahl gewinnen. Als Favorit für den Posten des Regierungschefs gilt der Parteivorsitzende Sipilä. Stimmberechtigt sind rund 4,5 Millionen Finnen. Die Wahllokale schließen um 19 Uhr.

  • IS setzt Vormarsch im Westen des Irak fort

    Im Westen des Irak hat die Terrormiliz IS ihren Vormarsch fortgesetzt. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind in der Provinz Anbar mehr als 90.000 Menschen auf der Flucht. Die UNO sprach von einer dramatischen Lage. IS-Milizen hätten die Stadt Ramadi eingekesselt. Derzeit werde versucht, die notleidenden Menschen mit Wasser, Nahrungsmitteln und Zelten zu versorgen. Heute veröffentlichten die Terroristen ein neues Video im Internet, das ihren Angaben zufolge die Ermordung von rund 30 äthiopischen Christen in Libyen zeigt.

  • Iran und Afghanistan wollen gegen IS-Miliz vorgehen

    Die Nachbarländer Iran und Afghanistan wollen gemeinsam die Terrormiliz IS bekämpfen. Das vereinbarten die Präsidenten beider Staaten, Ruhani und Ghani, am Nachmittag in Teheran. Sie warnten davor, dass sich der Terror auf die gesamte Region ausweiten könne. Daher würden der Iran und Afghanistan nicht nur Informationen austauschen, sondern gegebenenfalls auch gemeinsam operativ zusammenarbeiten.

  • Saudi-Arabien bringt geforderte Hilfsgelder für Jemen alleine auf

    Saudi-Arabien will die von den Vereinten Nationen geforderte humanitäre Hilfe für den Jemen in Höhe von gut 270 Millionen Dollar komplett bereitstellen. Das teilte die UNO in New York mit. Das Geld soll rund 7,5 Millionen Menschen zugute kommen, die direkt von dem Machtkampf zwischen den schiitischen Huthi-Rebellen und den Getreuen von Präsident Hadi betroffen sind. Eine von Saudi-Arabien geführte Allianz fliegt seit Ende März Luftangriffe gegen Stellungen der Aufständischen. Diese kontrollieren weite Teile des Jemen.

  • Dortmund verpflichtet Trainer Tuchel als Klopp-Nachfolger

    Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat nach eigenen Angaben den früheren Mainzer Trainer Thomas Tuchel zur kommenden Saison verpflichtet. Der 41-Jährige erhalte einen Dreijahresvertrag, hieß es. Tuchel löst Jürgen Klopp ab, der den BVB um die vorzeitige Auflösung seines Vertrags gebeten hatte.

  • Wetter: Am Montag weitgehend sonnig, bis 20 Grad

    Das Wetter: In der kommenden Nacht verbreitet klar und trocken, vereinzelt Wolkenfelder. Tiefstwerte 5 bis -2 Grad. Morgen im Südwesten und Süden anfangs Wolkenfelder, sonst gering bewölkt und lang anhaltend sonnig. 15 bis 20 Grad, im Bergland deutlich kühler. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag wolkenlos oder gering bewölkt. 17 bis 23 Grad.

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