Nachrichten

Montag, 30. März 2015 18:00 Uhr

  • Bundeswehr erwägt nach G36-Mängeln Kauf anderer Gewehre

    Wegen technischer Mängel steht die Zukunft des Sturmgewehrs G36 als Standardbewaffnung der Bundeswehrsoldaten infrage. Bundesverteidigungsministerin von der Leyen erklärte, das G36 habe offenbar ein Präzisionsproblem bei hohen Temperaturen, aber auch im heißgeschossenen Zustand. Sie berief sich auf erste Bewertungen von Experten, die das Gewehr nach Mängelberichten geprüft hatten. Wenn der Abschlussbericht vorliegt, will das Ministerium über die Anschaffung einer anderen Waffe entscheiden. Die Temperatur-Probleme sind für die Bundeswehr besonders gravierend, da sich ein Großteil ihrer Einsätze in heißen Regionen wie Afghanistan, Mali oder am Horn von Afrika abspielt.

  • Staatsanwaltschaft: Co-Pilot war früher selbstmordgefährdet

    Der Co-Pilot der über Frankreich abgestürzten Germanwings-Maschine ist vor einigen Jahren wegen Suizidgefahr in psychotherapeutischer Behandlung gewesen. Das teilte die Staatsanwaltschaft Düsseldorf mit. Die Behandlung sei noch vor dem Beginn seiner Karriere als Pilot erfolgt. Bei seinen Arztbesuchen in letzter Zeit sei ihm weder Selbst- noch Fremdgefährdung attestiert worden. Der 27-Jährige steht im Verdacht, dass er den Airbus A320 am Dienstag voriger Woche mit Absicht zum Absturz gebracht und 149 weitere Insassen mit in den Tod gerissen hat. Laut Staatsanwaltschaft gibt es weder aus seinem familiären Umfeld noch aus seiner Arbeitsumgebung Hinweise auf seine Motivlage. Es sei kein Bekenntnis zu der Tat gefunden worden. An Spekulationen wolle man sich nicht beteiligen, heißt es in der Mitteilung weiter.

  • Verdi ruft zu Warnstreiks bei der Post ab ersten April auf

    Im Tarifkonflikt mit der Deutschen Post droht die Gewerkschaft Verdi mit Warnstreiks noch vor Ostern. Wie Verdi in Berlin mitteilte, klagt die Gewerkschaft außerdem vor dem Arbeitsgericht Bonn gegen die geplante Ausgliederung von Paketzustellern in 49 Regionalgesellschaften mit schlechteren Tarifbedingungen. Wann und wo die Warnstreiks ab dem ersten April stattfinden sollen, will Verdi erst kurzfristig bekanntgeben.

  • Umweltschutz für Bürger zentrales Anliegen

    Eine Mehrheit von 63 Prozent der Bürger in Deutschland sieht den Umwelt- und Klimaschutz als wesentliche Voraussetzung für das Meistern von Zukunftsaufgaben. Das geht aus einer heute in Berlin veröffentlichten Umfrage des Umweltbundesamtes hervor. Die zuständige Ministerin Hendricks erklärte dazu, für die meisten Menschen stehe der Umweltschutz heute nicht mehr in Konkurrenz zu Wirtschaft und Wachstum. Weiter heißt es in der Studie, vier von fünf Deutschen wünschten sich weniger Autos in Städten. Stattdessen sollten nach Meinung von 82 Prozent der Befragten der öffentliche Nahverkehr sowie Rad- und Fußwege ausgebaut werden.

  • Betreiber kündigen offiziell Aus für Gaskraftwerk Irsching an

    Die Betreiber des hochmodernen Gaskraftwerks Irsching bei Ingolstadt haben offiziell dessen Stilllegung angekündigt. Die Blöcke Irsching 4 und 5 sollten zum 1. April 2016 vom Netz genommen werden, teilten der Eon-Konzern und die Versorger Mainova, N-Ergie und HSE mit. Hintergrund sei die mangelnde Perspektive für einen wirtschaftlichen Betrieb. Die Grünen sprachen von einem Rückschlag für die Energiewende. Es sei ein Armutszeugnis, dass ausgerechnet CO2-arme Technologien an ihre wirtschaftlichen Grenzen kämen, während alte Kohlekraftwerke weiter am Netz blieben. - Das Gaskraftwerk in Irsching gilt als modernstes in Europa und wurde erst vor wenigen Jahren fertiggestellt.

  • Sarkozy sieht in Departementswahlen Machtwechsel

    Der ehemalige französische Präsident Sarkozy sieht im Ergebnis der Departementswahlen ein Zeichen für einen Machtwechsel. Dieser sei im Gange und nichts werde ihn aufhalten, erklärte der Vorsitzende der UMP, die sich gemeinsam mit ihren Verbündeten in 66 der 101 Bezirken durchsetzen konnte. Auch der rechtsextreme Front National verbuchte Gewinne, erreichte aber in keiner Region die Mehrheit. Das linke Lager von Präsident Hollande verlor fast die Hälfte seiner Departements und ist noch in 33 Bezirken stärkste Kraft.

  • Demonstration und Streiks gegen Sparpolitik in Belgien

    In Belgien haben heute erneut mehrere tausend Menschen gegen die Sparpolitik der Regierung demonstriert. Nach Angaben der Polizei fand die größte Kundgebung in Brüssel statt. Aufgrund von Streiks kam es im öffentlichen Nahverkehr zu Ausfällen. Betroffen waren auch die Städte Charleroi und Lüttich. Zu der Arbeitsniederlegung hatten die belgischen Gewerkschaften aufgerufen. Gestern hatten bereits rund 17-tausend Menschen an Demonstrationen gegen die Sparpolitik der Mitte-Rechts-Regierung teilgenommen. Sie verlangten gerechtere Steuern und eine bessere Verteilung staatlicher Einnahmen.

  • Jemen: 45 Tote bei Luftangriff nahe Flüchtlingslager

    Im Nordosten des Jemen sind bei einem Luftangriff in der Nähe eines Flüchtlingslagers zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Die Internationale Organisation für Migration sprach von mindestens 45 Toten und mehr als 60 Verletzten. Die jemenitische Regierung machte Huthi-Milizen für die Bombardierung verantwortlich. Allerdings flog auch die saudiarabische Luftwaffe heute den fünften Tag in Folge Angriffe auf Stellungen der Rebellen. Betroffen war vor allem die Hauptstadt Sanaa. Von dort wurden nach Korrespondentenberichten viele Menschen vertrieben. Derweil setzten die Rebellen ihren Vormarsch auf Aden fort, der letzten Bastion der Anhänger des abgesetzten Präsidenten Hadi. Im September hatten die Huthi-Milizen die Hauptstadt unter ihre Kontrolle gebracht und von dort aus ihre Macht ausgebaut.

  • Atomgespräche mit Iran am Tag vor Fristablauf weiter ohne Einigung

    Einen Tag vor Ablauf der Frist für eine Rahmenvereinbarung über das iranische Atomprogramm gibt es bei den Verhandlungen in Lausanne noch keine Annäherung. Die Bundesregierung sprach von einer kritischen Phase, aber auch von erheblichen Fortschritten. Diplomaten zufolge geht es vor allem um drei zentrale Streitfragen: die Laufzeit des geplanten Abkommens, die Aufhebung von Sanktionen und einen Mechanismus, diese wieder in Kraft zu setzen, sollte der Iran sich nicht an die Vereinbarungen halten. An den Gesprächen nahmen heute erstmals die Außenminister der 5+1-Gruppe aus den UNO-Vetomächten und Deutschland sowie ihr iranischer Kollege Sarif teil. Der Konflikt dauert bereits seit zwölf Jahren an.

  • Offenbar Unregelmäßigkeiten bei Wahlen in Nigeria

    Bei der Stimmenauszählung der Präsidentschaftswahl in Nigeria ist es nach Angaben der USA und Großbritanniens offenbar zu Unregelmäßigkeiten gekommen. Es gebe beunruhigende Anzeichen für eine vorsätzliche politische Einmischung, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung beider Länder. Die Regierungen in Washington und in London seien sehr besorgt über Versuche, die Unabhängigkeit der Wahlkommission zu unterminieren und den Willen des nigerianischen Volks zu verfälschen. - Zuvor hatte die Afrikanische Union den Verlauf der Abstimmung als demokratisch bezeichnet. Ergebnisse der Wahl liegen bislang nicht vor. - In der nigerianischen Hafenstadt Port-Harcourt ging die Polizei heute mit Tränengas gegen Demonstranten vor, die Fälschungen beklagten.

  • Frauenfußball: Bundestrainerin Neid hört auf - Nachfolgerin wird Steffi Jones

    Frauenfußball-Bundestrainerin Silvia Neid gibt ihren Posten im kommenden Jahr ab. Nachfolgerin wird von September 2016 an die frühere Nationalspielerin Steffi Jones, wie der Deutsche Fußball-Bund mitteilte. Demnach wird Neid ihr Team wie geplant Anfang Juni dieses Jahres in die WM-Endrunde in Kanada führen. Die 50-Jährige ist seit 2005 Bundestrainerin und wurde mit der DFB-Auswahl sowohl Welt- als auch Europameisterin.

  • Helmut Dietl ist tot - Schöpfer von "Kir Royal" und "Schtonk" wurde 70 Jahre alt

    Der Regisseur und Drehbuchautor Helmut Dietl ist tot. Er starb nach Angaben seiner Familie im Alter von 70 Jahren in München. Kino-Erfolge feierte Dietl mit Filmen wie "Schtonk", "Rossini" oder "Late Show". Zu seinen bekanntesten Fernseh-Produktionen gehörten "Monaco Franze" und "Kir Royal".

  • Wetter: Dienstag Regen Regen und Wind, 4 bis 15 Grad

    Das Wetter: Nachts von Westen nach Osten ziehende Niederschläge. Auf den Bergen schwere Sturm- und Orkanböen. Tiefstwerte zwischen 9 Grad am Rhein und 1 Grad im Nordosten. Morgen Fortsetzung des regnerischen und windigen Wetters bei 4 bis 15 Grad. Die weiteren Aussichten: Auch am Mittwoch weiterhin Regen-, Schneeregen- oder Graupelschauer bei Werten zwischen 3 und 13 Grad. Der Seewetterdienst Hamburg teilt mit: Deutsche Nordseeküste: Nordwest bis West 7 bis 8, Böen 10. Deutsche Ostseeküste: West bis Nordwest 7, Böen 9.

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