Nachrichten

Dienstag, 27. Januar 2015 06:00 Uhr

  • Merkel und Hollande fordern rasches Ende der Kämpfe in der Ost-Ukraine

    Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Hollande haben ein rasches Ende der Kämpfe in der Ostukraine gefordert. Beide Politiker hätten in einem Telefonat die gegenwärtige Eskalation der Gewalt als äußerst beunruhigend bezeichnet, teilte der Elysée-Palast in Paris mit. Hollande habe zudem mit dem russischen Präsidenten Putin gesprochen. Der Generalsekretär der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, Zannier, verlangte nach dem Angriff auf die Hafenstadt Mariupol größere Bemühungen um einen Waffenstillstand. Derzeit versuche die OSZE ein Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe zu organisieren, sagte Zannier der Zeitung "Die Welt". Zugleich zog er eine ernüchternde Bilanz der Arbeit seiner Organisation. Angesichts der anhaltenden Kämpfe werde es für die rund 450 Beobachter immer riskanter. Außerdem werde deren Bewegungsspielraum durch die pro-russischen Separatisten stark eingeschränkt.

  • EU-Finanzminister erörtern weitere Finanzhilfen für Ukraine

    Die Finanzminister der EU-Mitgliedsländer befassen sich heute in Brüssel mit neuen Hilfen für die vom Staatsbankrott bedrohte Ukraine. Die Kommission hat vorgeschlagen, der Regierung in Kiew weitere 1,8 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Ein weiteres Thema sind Maßnahmen, um die Finanzierung von Terrorgruppen wie dem sogenannten "Islamischen Staat" zu unterbinden. Die Minister prüfen derzeit, ob die geplante Richtlinie gegen Geldwäsche nochmals ergänzt werden soll.

  • Juncker : Schuldenerlass für Athen derzeit kein Thema

    EU-Kommissionspräsident Juncker hält es im Augenblick nicht für notwendig, Griechenland Schulden zu erlassen. Er sagte gestern Abend im ARD-Fernsehen, die Kommission habe das Thema nicht auf dem "Radarschirm". Juncker betonte, Griechenland habe in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Auf dieser Basis gelte es, mehr Wachstum, Arbeitsplätze und Investitionen zu schaffen. Der Chef der Euro-Gruppe, Dijsselbloem, kündigte nach Beratungen der Finanzminister in Brüssel baldige Gespräche mit der neuen Regierung in Athen an. Nach dem Sieg der Linkspartei Syriza bei der Parlamentswahl wurde ihr Vorsitzender Tsipras gestern als Ministerpräsident vereidigt. Er will mit den Rechtspopulisten der Partei "Unabhängige Griechen" koalieren. Beide wollen den Sparkurs lockern und einen neuen Schuldenerlass erreichen.

  • Auschwitz: Heute Gedenkfeier zur Befreiung vor 70 Jahren

    In Auschwitz in Polen wird heute mit einer Gedenkfeier an die Befreiung des NS-Vernichtungslagers vor 70 Jahren erinnert. Zu der Zeremonie werden rund 300 Überlebende erwartet. Außerdem kommen zahlreiche Staats- und Regierungschefs, unter ihnen Frankreichs Staatschef Hollande und der ukrainische Präsident Poroschenko. Russlands Präsident Putin nimmt nicht teil. Offiziell hatte es dazu von Seiten des Kremls geheißen, Putin sei nicht eingeladen worden. Soldaten der damaligen Sowjetunion hatten das Vernichtungslager Auschwitz am 27. Januar 1945 befreit. Es waren noch rund 7.000 Gefangene dort. Insgesamt ermordeten die Nationalsozialisten in Auschwitz 1,1 Millionen Menschen. Die meisten waren Juden. Der Bundestag gedenkt am Vormittag in einer Sondersitzung der Opfer. Dazu hält Bundespräsident Gauck eine Rede. Wir übertragen die Gedenkveranstaltung aus dem Deutschen Bundestag ab 9:00 Uhr als Livestream unter www.deutschlandradio.de sowie im Digitalradio.

  • Zehntausende demonstrieren für Weltoffenheit

    In vielen deutschen Städten sind gestern abend wieder tausende Gegner der islamkritischen Pegida-Gruppierung auf die Straße gegangen. Kundgebungen gab es etwa in Berlin, Magdeburg, Braunschweig, Hannover, Bremen, Düsseldorf und Duisburg. Zu den Veranstaltungen kamen deutlich mehr Teilnehmer als zu den eigentlichen Pegida-Demonstrationen. In Frankfurt am Main gaben rund 60 Pegida-Anhänger ihren Plan auf, durch die Innenstadt zu ziehen. Auf dem Römerberg versammelten sich 10.000 Menschen, um friedlich für Demokratie und Menschenrechte zu demonstrieren. Die größte Kundgebung fand in Dresden statt. Dort kamen nach Angaben der Polizei rund 22.000 Menschen zusammen, um ein Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz zu setzen. Vor der Frauenkirche traten zahlreiche Künstler auf, so etwa Herbert Grönemeyer, Wolfgang Niedecken und die Bands Keimzeit und Silly. Unter den Teilnehmern der Veranstaltung waren auch Pegida-Anhänger.

  • IG Metall lehnt Tarifangebot der Arbeitgeber ab

    Die Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie haben für die aktuelle Tarifrunde ein Angebot vorgelegt. Es enthält eine Lohnerhöhung um 2,2 Prozent zum 1. März, wie der Verband Gesamtmetall in Stuttgart mitteilte. Die IG Metall fordert für die rund 3,7 Millionen Beschäftigte der Branche 5,5 Prozent mehr Lohn und wies den Vorschlag umgehend zurück. Die Einführung einer Bildungs-Teilzeit lehnen wiederum die Arbeitgeber ab. - Die Friedenspflicht in der Metall- und Elektroindustrie endet am Donnerstag. Das Arbeitgeber-Angebot soll zunächst Grundlage für die regionalen Verhandlungen in Baden-Württemberg sein.

  • Deutschland will Impfschutz in Entwicklungsländern stärker fördern

    Die Bundesregierung wirbt um finanzielle Hilfen für Impfungen in Entwicklungsländern. Es sei ein Skandal, dass Jahr für Jahr mehr als drei Millionen Kinder an Krankheiten stürben, die leicht behandelbar wären, sagte Entwicklungsminister Müller in Berlin. Die internationale Impfallianz "Gavi" hofft bei der Geberkonferenz in Berlin auf Zusagen von umgerechnet 6,7 Milliarden Euro. Die Bundesregierung stellte bis 2020 rund 500 Millionen Euro in Aussicht. Zu der Konferenz werden heute Bundeskanzlerin Merkel und mehrere afrikanische Staatschefs erwartet. Außerdem nimmt Bill Gates teil, dessen Stiftung der wichtigste Geldgeber für "Gavi" ist.

  • Kanadische Soldaten in Schusswechsel mit IS-Miliz verwickelt

    Kanadische Einheiten sind im Norden des Irak in einen Schusswechsel mit Kämpfern der Terrormiliz IS verwickelt worden. Die Soldaten seien bei ihrer Ausbildungsmission an den Frontlinien beschossen worden und hätten daraufhin zurückgefeuert, teilte ein Militärsprecher in Toronto mit. Die Aufgabe der kanadischen Spezialkräfte im Irak besteht darin, die kurdischen Peschmerga-Kämpfer auszubilden und zu beraten. Nach Angaben der US-Armee haben kurdischen Einheiten die nordsyrische Stadt Kobane zu 90 Prozent unter ihre Kontrolle gebracht. Die IS-Miliz habe das strategische Ziel der Einnahme der Stadt verfehlt, erklärte das US-Oberkommando in Tampa. Der Kampf gegen die Dschihadisten sei aber noch längst nicht vorbei.

  • Kirchner kündigt nach Nisman-Tod Geheimdienst-Reform an

    Rund eine Woche nach dem mysteriösen Tod des Staatsanwaltes Nisman hat Argentiniens Staatschefin Kirchner eine grundlegende Reform der Geheimdienste angekündigt. Danach solle das bislang als Geheimdienst fungierende Sicherheitssekretariat aufgelöst und durch eine föderale Behörde ersetzt werden, sagte Kirchner im argentinischen Fernsehen. Ein entsprechender Gesetzentwurf soll dem Kongress vorgelegt werden. Nisman war am 18. Januar unter ungeklärten Umständen tot in seiner Wohnung aufgefunden worden. Er hatte den Anschlag auf ein jüdisches Gemeindezentrums mit 85 Toten aus dem Jahr 1994 untersucht. Agenten des Geheimdienstes stehen im Verdacht, in den Tod Nismans verwickelt zu sein.

  • Israel: Armee entlässt Reservisten nach öffentlicher Kritik

    Die israelische Armee hat 43 Reservisten vom Militärdienst ausgeschlossen, nachdem sie sich öffentlich geweigert hatten, gegen Palästinenser vorzugehen. In einem Brief an den israelischen Regierungschef Netanjahu und den Armeechef hatten sie letztes Jahr erklärt, dass sie nicht länger für ihre Einheit arbeiten wollten. In Interviews gaben sie zur Begründung an, sie hätten die Privatsphäre von Palästinensern verletzen müssen. Später hätten sie diese Personen durch Erpressung zu Informanten machen sollen. Die Armee erklärte jetzt, man könne nicht dulden, dass das Militär als Plattform für politische Äußerungen genutzt werde. Befehle dürften nicht verweigert werden.

  • Schneefälle : Fahrverbot für New York

    Starke Schneefälle haben an der US-Ostküste zu Behinderungen des öffentlichen Lebens geführt. In New York wurde ein Fahrverbot verhängt. Auch der Bus- und Bahnverkehr soll in Kürze eingestellt werden. Die Zentrale der Vereinten Nationen wurde geschlossen. In mehreren Bundestaaten riefen die Behörden nach Sturmwarnungen den Notstand aus. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen. Zudem wurden mehr als 5.000 Flüge gestrichen. Schätzungen zufolge könnten insgesamt rund 50 Millionen Menschen von der herannahenden Unwetterfront betroffen sein.

  • Wetter: Tagsüber kurze Schauer, nur im Norden Auflockerungen, 2 bis 7 Grad

    Das Wetter: Meist stark bewölkt, nur im Norden zeitweise Auflockerungen, sonst kurze Regen- oder Schneeschnauer. Temperaturen zwischen ein und 7 Grad. Morgen überwiegend bedeckt, an den Alpen Auflockerungen. Später von Nordwesten her Niederschläge. Kaum veränderte Temperaturen. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag stark bewölkt mit Schauern. Im Nordosten Auflockerungen. 2 bis 8 Grad. Der Seewetterdienst Hamburg teilt mit: Deutsche Nordseeküste: Nordwest 6, Böen 8. Deutsche Ostseeküste: West bis Nordwest 5 bis 6, Böen 7.

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