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Samstag, 31. Januar 2015 18:00 Uhr

  • Altbundespräsident Richard von Weizsäcker ist mit 94 gestorben

    Richard von Weizsäcker ist tot. Der Altbundespräsident starb im Alter von 94 Jahren im Kreise seiner Familie in Berlin. Der 1920 in Stuttgart geborene Weizsäcker war von 1984 bis 1994 sechster Bundespräsident. Als Soldat nahm er am Zweiten Weltkrieg in Polen und der Sowjetunion teil, wobei er mehrfach verwundet wurde. Nach dem Krieg studierte er Jura in Göttingen und wurde 1954 Mitglied der CDU, deren Bundesvorstand er viele Jahre lang angehörte. Von 1981 bis 1984 war von Weizsäcker Regierender Bürgermeister von Berlin, bevor er dann am 23. Mai 1984 als Nachfolger von Karl Carstens zum deutschen Bundespräsidenten gewählt wurde. Für Aufsehen im In- und Ausland sorgte vor allem Weizsäckers Rede im Bundestag 1985 zum 40. Jahrestag der deutschen Kapitulation im Zweiten Weltkrieg. Weizsäcker sagte, der 8. Mai 1945 sei auch für die Deutschen ein "Tag der Befreiung" gewesen.

  • In- und Ausland trauert um Weizsäcker und würdigt Verdienste

    Im In- und Ausland würdigten Spitzenpolitiker Weizsäcker für seine Aufarbeitung der deutschen Geschichte und sein Engagment für Europa. Bundespräsident Gauck schrieb, Weizsäcker sei ein Welt- und Staatsbürger und eine moralische Instanz gewesen. Bundeskanzlerin Merkel bezeichnete Weizsäcker als eine der wichtigsten Persönlichkeiten Deutschlands. Über Jahrzehnte habe dieser seinen hohen Intellekt, seine große Begabung für die politische Rede in den Dienst der deutschen Demokratie gestellt. Politiker aller Parteien sprachen von einem großen Verlust. Der österreichische Bundespräsident Fischer betonte, Weizsäcker habe in seiner Rede zum 40. Jahrestag des Kriegsendes am 8. Mai 1985 richtungsweisende Akzente gesetzt. Damit habe er einen wichtigen Beitrag zu den guten Beziehungen zwischen Deutschland und Österreich geleistet. Der Generalsekretär des Europarates, Jagland, erklärte, Weizsäckers Stimme der Vernunft werde Europa und der internationalen Gemeinschaft fehlen.

  • Parteitag: AfD soll nur noch einen Vorsitzenden haben

    Die "Alternative für Deutschland" soll von Dezember an nur noch von einem Vorsitzenden geführt werden. Die rund 1.700 Mitglieder stimmten auf dem Parteitag in Bremen mit großer Mehrheit für den Vorschlag des Vorstandes. Die Neuregelung tritt nach einer Übergangsphase in Kraft. Dem künftigen Vorsitzenden soll dann ein Generalsekretär zur Seite stehen. Außerdem wird es vier Stellvertreter geben. Bislang standen an der Spitze der AfD drei gleichberechtigte Sprecher. Mit der Reform konnte sich Parteigründer Lucke weitgehend durchsetzen. Es gilt als sicher, dass er sich um den Vorsitz bewerben wird. In seiner Rede bezeichnete er die zurückliegende Zusammenarbeit mit den beiden anderen Sprechern Petry und Adam als - Zitat - "stümperhaft". In der Bremer Innenstadt versammelten sich mehrere tausend Gegner der AfD und der islamkritischen Pegida-Gruppierung.

  • Mattarella ist neuer Präsident Italiens

    Der Verfassungsrichter Mattarella ist neues italienisches Staatsoberhaupt. Im vierten Durchgang der Präsidentschaftswahl erreichte er in Rom klar die erforderliche absolute Mehrheit der Stimmen. EU-Ratspräsident Tusk erklärte, Italien bekomme einen respektierten und erfahrenen Politiker als Staatsoberhaupt. Mattarella ist Nachfolger von Staatspräsident Napolitano. Der 89-Jährige war vor zwei Wochen aus Altersgründen zurückgetreten.

  • Schulz: Griechische Regierung handelt verantwortungslos

    Der Präsident des Europäischen Parlaments, Schulz, wirft der neuen griechischen Regierung Verantwortungslosigkeit vor. Der SPD-Politiker bezog sich in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" dabei auf die Ankündigung von Finanzminister Varoufakis, nicht mehr mit der Troika zusammenzuarbeiten. Die Troika besteht aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds und ist für die Umsetzung der Hilfsprogramme zuständig. Schultz wies darauf hin, dass die Kooperation Ende Februar ohnehin auslaufe. Über neue Formen der Zusammenarbeit könne man aber nur auf dem Wege des Konsenses und nicht auf dem Wege der Provokation verhandeln. Finanminister Varoufakis will sich bereits morgen in Paris mit seinem französischen Kollegen Sapin austauschen und anschließend Gespräche in London und Rom führen.

  • Madrid: Großdemonstration der neuen Linkspartei Podemos

    In der spanischen Haupstadt Madrid sind zehntausende Anhänger der neuen Linkspartei Podemos auf die Straße gegangen. Parteichef Iglesias - ein 36-jähriger Politikwissenschaftler - erklärte auf dem zentralen Platz "Puerta del Sol", die Zeit der Wende sei gekommen. Podemos war vergangenes Jahr gegründet worden. Die Partei lehnt - ähnlich wie das griechische Links-Bündnis Syriza - die europäische Sparpolitik strikt ab.

  • Weißrussland: Ukraine-Kontaktgruppe berät wieder

    In der weißrussischen Hauptstadt Minsk ist die Ukraine-Kontaktgruppe zu Beratungen zusammengekommen. Zu der Gruppe zählen neben der Ukraine auch Vertreter der pro-russischen Separatisten sowie Russland und die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa. Die OSZE erklärte, das Ziel der Gespräche sei ein bindendes Dokument über eine Waffenruhe und den Abzug schwerer Waffen aus einer Pufferzone. Das Waffenstillstandsabkommen vom vergangenen September wird von beiden Seiten nicht eingehalten. In den vergangenen Tagen hatten die Gefechte in der Ost-Ukraine noch einmal an Härte zugenommen.

  • Argentinien: Hinweise auf Suizid von Staatsanwalt Nisman

    In Argentinien gibt es Hinweise darauf, dass es sich bei dem Tod von Staatsanwalt Nisman um eine Selbsttötung gehandelt hat. Die zuständige Ermittlerin - Staatsanwältin Fein - berichtete, an der Kleidung des Toten, der Pistole, dem Magazin und den Patronenhülsen haben man nur die DNA von Nisman nachgewiesen. Der Staatsanwalt war am 18. Januar erschossen in seiner Wohnung aufgefunden worden. Er arbeitete an der Aufklärung eines Anschlags auf ein jüdisches Gemeindezentrum in Buenos Aires mit mehr als 80 Toten im Jahr 1994. Nisman beschuldigte den Iran, hinter dem Anschlag zu stecken und warf der argentinischen Präsidentin Kirchner vor, die Ermittlungen zu behindern.

  • Entwickler der Anti-Baby-Pille gestorben

    Einer der Erfinder der Anti-Baby-Pille - der US-Chemiker Carl Djerassi - ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Das bestätigte das Museum Albertina in seiner Geburtsstadt Wien. Djerassi flüchtete 1939 vor den Nationalsozialisten in die USA. In Mexiko entwickelte er Anfang der 50er Jahre die synthetische Basis für die Anti-Baby-Pille. Djerassi sammelte auch Kunst und überließ seine Sammlung des Malers Paul Klee dem Museum für moderne Kunst in San Francisco und der Albertina in Wien.

  • Handball-WM: Deutschland sichert sich Platz sieben

    Bei der Handball-Weltmeisterschaft im Emirat Katar hat sich die deutsche Mannschaft den siebten Platz gesichert. Das Team bezwang Slowenien in Dohar mit 30 : 27. Damit hat Deutschland sich auch die Teilnahme an der Olympia-Qualifikation gesichert. Das Finale der WM findet morgen zwischen Gastgeber Katar und Frankreich statt.

  • Fußball-Bundesliga: HSV unterliegt Köln 0:2

    In der Fußball-Bundesliga gab es folgende Ergebnisse: Mainz - Paderborn 5:0 Schalke - Hannover 1:0 Freiburg - Frankfurt 4:1 Stuttgart - Mönchengladbach 0:1 Hamburg - Köln 0:2 Am Abend spielt noch Leverkusen gegen Dortmund.

  • Wetter: Am Sonntag wechselnd mit Schnee- und Graupelschauern, -3 bis +4 Grad

    Das Wetter: In der Nacht häufig stark bewölkt und nur wenige Auflockerungen. Gebietsweise Schneefälle. Tiefsttemperaturen 0 bis minus 6 Grad, bei Aufklaren auch darunter. Morgen wechselnd bis stark bewölkt mit Schnee- und Graupelschauern. In tieferen Lagen Regen oder Schneeregen. 0 bis 4, im Bergland minus 3 bis 0 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Montag vielfach wechselhaft mit Schauern. Im Süden auch längere freundliche Abschnitte bei kaum veränderten Temperaturen.

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