Nachrichten

Dienstag, 23. Dezember 2014 06:00 Uhr

  • UNO-Sicherheitsrat diskutiert erstmals Menschenrechtslage in Nordkorea

    Der UNO-Sicherheitsrat hat sich erstmals in seiner Geschichte mit den Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea beschäftigt. Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Power, sagte in New York, dies zeige, dass die großangelegten und systematischen Menschenrechtsverletzungen der Regierung in Pjöngjang zunehmend als Gefahr für den internationalen Frieden erkannt würden. Power beschrieb das Leben in Nordkorea als "Albtraum". Die USA hatten zuvor gemeinsam mit zehn weiteren Ländern, darunter auch Frankreich, Großbritannien und Südkorea, gefordert, das Thema auf die Agenda zu nehmen. China und Russland hatten sich dagegen ausgesprochen, waren aber überstimmt worden. Bisher hatte der Sicherheitsrat nur über das Nuklearprogramm in Nordkorea debattiert, nicht über die Lage der Menschenrechte dort. Der Schritt, dies zu ändern, wurde in der Sitzung als "historisch" beschrieben. Der nordkoreanische UNO-Botschafter warf Washington vor, das Thema als politische Waffe gegen sein Land zu benutzen.

  • Nordkoreas Internet-Verbindungen unterbrochen

    Die ohnehin störanfälligen Internet-Verbindungen zwischen Nordkorea und dem Rest der Welt sind offenbar zeitweise ganz weggebrochen. Das auf Internetsicherheit spezialisierte US-Unternehmen Dyn Research teilte mit, das Netz sei über Stunden nicht funktionstüchtig gewesen, Ursache sei wahrscheinlich eine Netzwerk-Attacke. Die "New York Times" schreibt vom schwersten Internet-Ausfall in dem Land seit Jahren. Er ereignet sich nur wenige Tage, nachdem die US-Regierung Nordkorea für einen folgenreichen Hacker-Angriff auf das Unternehmen Sony Pictures verantwortlich gemacht hat. Präsident Obama hatte eine Reaktion darauf angekündigt. Einem Bericht des US-Senders NBC zufolge bestritt ein US-Regierungsvertreter entschieden, dass die Vereinigten Staaten etwas mit dem Ausfall des nordkoreanischen Netzes zu tun haben.

  • Neue Ukraine-Friedensgespräche noch diese Woche

    Nach mehr als dreieinhalb Monaten Unterbrechung sollen die Ukraine-Friedensgespräche noch in dieser Woche fortgesetzt werden. Bei Treffen der Kontaktgruppe am Mittwoch und Freitag soll nach Auswegen aus der Krise im Donbass gesucht werden, wie das ukrainische Präsidialamt gestern Abend in Kiew mitteilte. Vorausgegangen war ein Telefonat, das die Staatschefs der Ukraine, Frankreichs und Russlands sowie Bundeskanzlerin Merkel miteinander geführt haben. Die prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine sagten ihre Teilnahme zu. Nach ihren Angaben sollen die Treffen in der weißrussischen Hauptstadt Minsk stattfinden. Die Friedensgespräche waren zuletzt immer wieder verschoben worden. Die Konfliktparteien konnten sich entweder nicht auf einen Zeitpunkt oder eine Tagesordnung einigen. Zuletzt hatte sich die Kontaktgruppe Anfang September in Minsk getroffen.

  • Mehr Proteste gegen "Pegida"

    Der Widerstand gegen das islamfeindliche Bündnis "Pegida" wächst. In München, Bonn, Kassel und Würzburg fanden Demonstrationen statt, die größte in der bayerischen Landeshauptstadt mit nach Polizeiangaben mindestens 12.000 Menschen. In diesen Städten gab es jeweils nur kleine "Pegida"-Kundgebungen mit bis zu 200 Teilnehmern. In Dresden erhält das Bündnis, das sich gegen eine angebliche Überfremdung in Deutschland richtet, aber weiter Zulauf. Nach Polizeiangaben folgten dort 17.500 Menschen dem Aufruf der Organisatoren. Das sind noch einmal 2.500 mehr als in der vergangenen Woche. Zu den Dresdner Veranstaltungen gegen "Pegida" kamen 4.500 Menschen, das sind weniger als am vergangenen Montag.

  • 10 Jahre Hartz IV: Bund und Länder zahlten 450 Milliarden

    Seit der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe vor zehn Jahren haben Bund und Länder rund 450 Milliarden Euro für die neue Leistung Hartz IV ausgegeben. Das meldet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Daten des Bundesarbeitsministeriums und des Deutschen Landkreistages. Rund drei Viertel der Aufwendungen übernahm demnach der Bund, etwa ein Viertel hätten die Kommunen für die neu geschaffenen Leistungen geschultert. Etwas weniger als die Hälfte der Gesamtsumme sei für die Geldleistung Arbeitslosengeld II angefallen. Die übrigen Mittel seien für Unterkunfts- und Heizungskosten sowie Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik ausgegeben worden.

  • Amnesty: Jesidische Frauen von IS-Kämpfern grauenvoll missbraucht

    Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat einen Bericht über die sexuelle Ausbeutung jesidischer Frauen durch die IS-Milizen im Nordirak vorgelegt. Unter dem Titel "Der Hölle entkommen" veröffentlichte die Organisation den Inhalt von 40 Interviews mit Frauen und Mädchen der Volksgruppe, die aus der Gefangenschaft fliehen konnten. Frauen und Mädchen würden verkauft, als Geschenke übergeben, zwangsverheiratet, gefoltert und vergewaltigt, heißt es in dem Bericht. Einige seien nicht älter als zehn oder zwölf Jahre. Die Aussagen belegten das Ausmaß der Verrohung des selbst ernannten "Islamischen Staates", erklärte Amnesty.

  • Tunesien: Essebsi geht auf Gegner zu

    Tunesiens designierter Präsident Essebsi hat angekündigt, sich um einen breiten Rückhalt in der Bevölkerung zu bemühen. Er wolle der Präsident aller Tunesier sein, sagte der 88-Jährige nach der Verkündung seines Sieges bei der ersten demokratischen Präsidentenwahl in Tunesien. Er stehe vor einer großen Aufgabe, sei aber bereit, diese Verantwortung zu übernehmen. Laut vorläufigem Ergebnis kam Essebsi auf fast 56 Prozent der Stimmen. Die Wahl schließt einen nach dem Arabischen Frühling 2011 begonnenen Demokratisierungsprozess in dem Land ab. Bundesaußenminister Steinmeier und US-Präsident Obama gratulierten Essebsi. Die EU-Außenbeauftragte Mogherini sprach von einem historischen Kapitel, das die Tunesier beim Übergang zur Demokratie geschrieben hätten.

  • Al-Dschasira stellt Programm in Ägypten ein

    Der arabische Fernsehkanal al-Dschasira hat seinen Betrieb in Ägypten eingestellt. Der ägyptische Ableger werde bis auf Weiteres nicht mehr senden, teilte das Medienunternehmen in Doha mit. Die Regierung in Kairo hatte wiederholt al-Dschasira für seine Berichterstattung über die Muslimbruderschaft und den abgesetzten Präsidenten Mursi kritisiert. Im Sommer waren drei Journalisten des Senders zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

  • China will stärker gegen Luftverschmutzung vorgehen

    Im Kampf gegen die Luftverschmutzung will China einem Bericht zufolge Grenzwerte und Strafen verschärfen. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf einen Gesetzentwurf berichtete, sollen künftig Geldstrafen bis zu umgerechnet 133.000 Euro möglich sein. Demnach können Fabriken geschlossen werden, wenn sie zu viele Schadstoffe ausstoßen. Mit dem Gesetzentwurf befasse sich in dieser Woche der Ständige Ausschuss des Nationalen Volkskongresses. Das zur Zeit gültige Gesetz stammt von 1987. Trotz einer Überarbeitung aus dem Jahr 2000 leiden viele Großstädte wegen des rasanten Wachstums unter Smog.

  • Griechenland: Parlament wählt im zweiten Anlauf Staatspräsidenten

    In Athen kommt heute das griechische Parlament zusammen, um einen neuen Staatspräsidenten zu wählen. Einziger Bewerber ist der frühere EU-Kommissar Dimas. Der Kandidat der Regierunsgkoalition hatte vergangene Woche im ersten Wahlgang mit 160 Stimmen nicht die notwendige Mehrheit erreicht. Dimas ist auf die Unterstützung der Opposition angewiesen. Sollte er auch in diesem Wahlgang scheitern, ist für Ende Dezember eine letze Abstimmung im Parlament vorgesehen. Danach wären Neuwahlen vorgeschrieben.

  • Weitere Streiks bei Amazon

    Die Gewerkschaft Verdi setzt heute ihren Streik beim Online-Versandhändler Amazon fort. Betroffen sind wieder die Standorte Rheinberg, Bad Hersfeld, Leipzig und Graben. Gestern hatten rund 2.000 Beschäftigte die Arbeit niedergelegt. Auch in Frankreich sollen sich inzwischen Amazon-Mitarbeiter am Ausstand beteiligt haben. Verdi will, dass der US-Konzern die Beschäftigten nach dem höheren Tarif des Einzelhandels bezahlt. Amazon lehnt das ab.

  • Joe Cocker gestorben

    Der britische Sänger Joe Cocker ist im Alter von 70 Jahren gestorben. Cocker wurde mit seinem Auftritt in Woodstock 1969 bekannt. Zu seinen erfolgreichsten Interpretationen zählen "With a Little Help From My Friends", "You Are So Beautiful", "Up Where We Belong" und "You Can Leave Your Hat On".

  • Wetter: Nur im Süden heiter bis wolkig, sonst regnerisch bei 9 bis 16 Grad

    Das Wetter: Im Süden sonnig. Nördlich der Donau bedeckt und weiter im Norden Regen. 9 bis 16 Grad. Die weiteren Aussichten: Morgen im Norden und in der Mitte weiterhin unbeständig, südlich des Mains trocken bei Temperaturen zwischen 7 und 12 Grad. Der Seewetterdienst Hamburg teilt mit: Deutsche Nord- und Ostseeküste: Südwest bis West 6 bis 7, Böen bis 9.

Nachrichten hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Get Flash to see this player.

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31 1 2 3 4

Zu den Nachrichten des Tages

Die wichtigsten Schlagzeilen des Tages finden Sie bei unseren fortlaufenden Nachrichten.
Zu den Nachrichten des Tages

Nachrichten leicht

Manche Menschen können nicht so gut lesen. Manche können auch nicht so schnell Neues lernen. Deshalb bietet der Deutschlandfunk jeden Samstag  Nachrichten in einfacher Sprache  an.