Nachrichten

Freitag, 19. Dezember 2014 08:00 Uhr

  • EU-Gipfel billigt Junckers Investitionsplan

    Die 28 EU-Staats- und Regierungschefs haben in Brüssel einen Fonds auf den Weg gebracht, der Investitionen von mehr als 300 Milliarden Euro mobilisieren soll. Ziel des Plans von Kommissionspräsident Juncker ist es unter anderem, die Massenarbeitslosigkeit zu beseitigen. Unklar ist noch, wie viele Staaten bereit sind, in den Fonds einzuzahlen, der sich auch aus Beiträgen aus dem EU-Haushalt und der Europäischen Investitionsbank speist. Das zweite beherrschende Thema des Gipfels war die Ukraine-Krise und der Umgang mit Russland. Dabei wurden Kiew weitere Hilfen in Aussicht gestellt, allerdings keinerlei konkrete Zusagen gemacht. Weiter hieß es, die EU-Sanktionen gegen Russland blieben in Kraft. Frankreichs Präsident Hollande äußerte sich zuversichtlich, dass es bald deutliche Fortschritte bei der Lösung des Ukraine-Konflikts geben könnte. Am Sonntag oder Montag sei ein neues Treffen von Vertretern der Konfliktparteien auf Basis der sogenannten Kontaktgruppe möglich, sagte Hollande. Danach würden er und Bundeskanzlerin Merkel weitere Gespräche mit den Präsidenten Russlands und der Ukraine führen. - Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten ihre Beratungen gestern am späten Abend nach sieben Stunden ungewöhnlich schnell abgeschlossen und auf den geplanten zweiten Sitzungstag verzichtet.

  • Bundestag: Regierungserklärung von Hendricks zum Klimagipfel

    Eine Woche nach Abschluss des Weltklimagipfels in Lima beschäftigt sich der Bundestag heute mit den Ergebnissen. Umweltministerin Hendricks von der SPD gibt dazu eine Regierungserklärung ab. Vertreter von 195 Staaten hatten sich in Lima auf erste Eckpunkte für einen Weltklimavertrag geeinigt, der Ende 2015 in Paris verabschiedet werden soll. Viele Fragen sind allerdings noch offen, weshalb Umweltschützer mit den Ergebnissen unzufrieden sind. Aus Deutschland hatte es Kritik an Hendricks gegeben, weil sie vor dem Ende der UNO-Konferenz abgereist war. Wir übertragen die heutige Debatte aus dem Deutschen Bundestag ab neun Uhr als Livestream unter www.deutschlandradio.de sowie im Digitalradio.

  • Wanka: Bund und Länder könnten gemeinsam über Hochschulförderung entscheiden

    Bundesbildungsministerin Wanka will auch nach einer Lockerung des Kooperationsverbots im Hochschulbereich keine Bundesuniversitäten schaffen. Die CDU-Politikerin sagte im Deutschlandfunk, durch die geplante Grundgesetz-Änderung werde es aber möglich, dass Bund und Länder gemeinsam über die Förderung überregional bedeutsamer Projekte entscheiden könnten. - Der Bundesrat stimmt heute über die Reform ab. Außerdem geht es unter anderem um die Erhöhung des Bafög, schärfere Regeln bei strafbefreienden Selbstanzeigen von Steuerhinterziehern sowie weitere Lockerungen beim Asylrecht. Es ist die letzte Sitzung des Bundesrates vor Weihnachten.

  • Bosbach (CDU): Edathy-Untersuchungsausschuss hat nichts bewiesen

    Für den CDU-Politiker Bosbach hat die gestrige Sitzung des Edathy-Untersuchungsausschusses kaum Klarheit gebracht. Der Vorsitzende des Innenausschusses sagte im Deutschlandfunk, es werde nach wie vor hammerhart gelogen - allerdings sei nicht klar, von wem. Die Darstellung des früheren SPD-Abgeordneten Edathy lasse sich weder beweisen noch widerlegen. Bosbach betonte, Edathy habe durch frühere widersprüchliche Angaben an Glaubwürdigkeit eingebüßt. Allerdings gebe es auch erhebliche Zweifel an den Versionen des SPD-Politikers Hartmann und des früheren BKA-Chefs Ziercke. Edathy hatte in der gestrigen Befragung frühere Aussagen wiederholt, sein Parteikollege Hartmann habe ihn mit Informationen aus dem Bundeskriminalamt versorgt. So habe er ihn vorab über mögliche Ermittlungen wegen des Verdachts auf den Besitz von kinderpornografischem Material unterrichtet. Hartmann wies die Darstellung vor dem Untersuchungsausschuss zurück.

  • Steuereinnahmen von Bund und Ländern im November gestiegen

    Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern sind im November im Vergleich zum Vormonat um 7,3 Prozent gestiegen. Das teilte das Bundesfinanzministerium in Berlin mit. Es handele sich um den bisher höchsten monatlichen Zuwachs in diesem Jahr. Basis der guten Entwicklung bleibe die Rekord-Beschäftigung, hieß es. Die Indikatoren signalisierten eine weitere Zunahme der gesamtwirtschaftlichen Aktivität.

  • Weitere Streiks bei Amazon

    Bereits den fünften Tag in Folge wird beim Versandhändler Amazon gestreikt. Die Gewerkschaft Verdi rief Mitarbeiter in Logistikzentren in Hessen, Sachsen, Bayern und Nordrhein-Westfalen dazu auf, mit Beginn der Frühschicht die Arbeit niederzulegen. Am Standort im osthessischen Bad Hersfeld soll es am Nachmittag eine Kundgebung mit dem Verdi-Bundesvorsitzenden Bsirske geben. Der Streik läuft seit Montag. Verdi will bei Amazon einen Tarifvertrag zu den Konditionen des Einzelhandels durchsetzen. Das Unternehmen lehnt dies ab.

  • Kenia verabschiedet Sicherheitsgesetze - Tumult im Parlament

    Vor dem Hintergrund zahlreicher Terroranschläge hat das Parlament in Kenia ein neues Sicherheitsgesetz verabschiedet. Es sieht vor, dass Terrorverdächtige künftig bis zu einem Jahr in Untersuchungshaft gehalten werden dürfen. Außerdem werden die Telefonüberwachung vereinfacht und die journalistische Berichterstattung eingeschränkt. Die Opposition sieht in dem Gesetz einen Angriff auf die Grundrechte und befürchtet eine Rückkehr zum Polizeistaat in Kenia. Bei der Abstimmung im Parlament kam es zu Handgreiflichkeiten.

  • Opposition in Kuba verlangt Freilassung aller politischen Gefangenen

    Nach der historischen Annäherung zwischen den USA und Kuba verlangt die Opposition in Havanna die Freilassung aller politischen Häftlinge. Der Vorsitzende der kubanischen Menschenrechtskommission, Sánchez, sagte der Deutschen Presse-Agentur, aktuell seien auf Kuba mindestens 105 Menschen aus politischen Gründen inhaftiert. Sie müssten ohne Bedingungen frei kommen. - Nach Angaben der US-Regierung hat sich der kubanische Staatschef Raúl Castro gestern bereit erklärt, 53 politische Gefangene auf freien Fuß zu setzen.

  • Südkorea ordnet Auflösung von linksgerichteter Partei an

    Das südkoreanische Verfassungsgericht hat die Auflösung einer Partei angeordnet, der eine an Nordkorea orientierte Politik vorgeworfen wird. Der Entscheidung war ein Antrag des Justizministeriums in Seoul vorausgegangen. Mehrere Mitglieder der jetzt verbotenen Vereinigten Fortschrittspartei befinden sich seit einiger Zeit in Polizeigewahrsam. Ihnen wird eine Verschwörung gegen die südkoreanische Regierung zur Last gelegt.

  • Nikkei-Index und Dow Jones deutlich im Plus

    Die Börse in Tokio hat mit deutlichen Gewinnen geschlossen. Der Nikkei-Index legte um 2,4 Prozent auf 17.621 Punkte zu. In New York stieg der Dow-Jones-Index um 2,4 Prozent auf 17.778 Punkte, der technologieorientierte Nasdaq-Index schloss bei 4.748 Punkten. Das ist ein Plus von 2,2 Prozent.

  • Wetter: Verbreitet Regen, im Norden Auflockerungen bei 9 bis 14 Grad

    Das Wetter: Meist stark bewölkt mit Regen, später im Norden und Nordwesten Auflockerungen, Höchstwerte zwischen 9 und 14 Grad. Morgen verbreitet Regen- oder Graupelschauer, in höheren Lagen Schnee. Höchstwerte 6 bis 11 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag wechselnd wolkig, vor allem im Norden und Osten noch Regen, oberhalb etwa 700 Meter Schnee. 4 bis 9 Grad. Der Seewetterdienst Hamburg teilt mit: Deutsche Nordseeküste: Südwest bis West 6 bis 7, Böen bis 8. Deutsche Ostseeküste: Südwest 5 bis 6, Böen bis 8.

  • Temperaturen

    Die Temperaturen von heute früh 7 Uhr: Greifswald 11 Grad, Hamburg 11, Bremen 11, Hannover 11, Berlin 11, Leipzig 12, Köln 12, Dresden 12, Frankfurt am Main 12, Stuttgart 10, Freiburg 12 und München 9 Grad.

Nachrichten hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Get Flash to see this player.

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31 1 2 3 4

Zu den Nachrichten des Tages

Die wichtigsten Schlagzeilen des Tages finden Sie bei unseren fortlaufenden Nachrichten.
Zu den Nachrichten des Tages

Nachrichten leicht

Manche Menschen können nicht so gut lesen. Manche können auch nicht so schnell Neues lernen. Deshalb bietet der Deutschlandfunk jeden Samstag  Nachrichten in einfacher Sprache  an.