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Dienstag, 28. April 2015 13:00 Uhr

  • Zypern: Erste Zeichen einer Annäherung zwischen Türken und Griechen

    Nach der Wahl des neuen Präsidenten der Türkischen Republik Nordzypern, Akinci, soll es bereits am Samstag einen ersten Versuch zur politischen Annäherung mit den Zypern-Griechen geben. Deren Präsident Anastasiades werde mit Ankinci an einem symbolischen Ort in Nikosia zusammenkommen, sagte ein Regierungssprecher. Dies hätten die beiden Volksgruppenführer in einem Telefonat vereinbart. Ankinci hatte nach seinem Wahlsieg angekündigt, dass er die Teilung der Insel überwinden wolle. Es wäre das erste Treffen beider Seiten seit September vergangenen Jahres. Die Gespräche waren wegen eines Streits über Gasvorkommen unter dem Meeresgrund ausgesetzt worden. Zypern ist seit 1974 geteilt. Die Türkische Republik Nordzypern wird nur von der Türkei anerkannt, während der andere Teil der Mittelmeerinsel der Europäischen Union angehört.

  • Athen: Tsipras erwartet baldige Einigung mit Geldgebern

    Der griechische Ministerpräsident Tsipras hat sich zuversichtlich über eine baldige Einigung mit der EU geäußert. Tsipras sagte in einem Interview mit einem griechischen Fernsehsender, spätestens nächste Woche sollte es eine Lösung über die Finanzhilfen in Höhe von gut sieben Milliarden Euro geben. Wenn die Gläubiger seiner Regierung aber Maßnahmen abverlangten, die sich nicht mit dem Wahlprogramm seiner Partei Syriza vereinbaren ließen, müsse es ein Referendum geben. Mehrere Zeitungen berichten, die Kompetenzen des griechischen Finanzministers Varoufakis als Verhandlungsführer mit der EU sollten eingeschränkt werden. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es nicht.

  • Bund beteiligt sich mit mehr als 300 Millionen Euro an Hochwasserschutz

    Der Bund investiert in den kommenden Jahren mehr als 300 Millionen Euro in den Hochwasserschutz. Nach den Worten von Umweltministerin Hendricks und Agrarminister Schmidt geht es um Projekte der Länder wie etwa die Rückverlegung von Deichen, die auch überregional wirken sollen. Geplant ist, von 2016 bis 2018 zunächst 100 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich aus dem Zehn-Milliarden-Investitionspaket für die Wirtschaft bereitzustellen. Es gebe einen breiten politischen Konsens, dass mehr getan werden müsse, erklärte Hendricks. Nach dem Hochwasser 2013 hatten sich Bund und Länder auf das Nationale Hochwasserschutzprogramm verständigt, das mehr als 100 Einzelprojekte umfasst.

  • Deutsche Bank: Strafprozess gegen Ko-Vorsitzenden Fitschen begonnen

    Vor dem Landgericht München müssen sich der Ko-Vorsitzende der Deutschen Bank, Fitschen, und vier ehemalige Vorstände wegen versuchten Prozessbetrugs verantworten. Laut Anklageschrift sollen die Manager 2011 in einem Verfahren zwischen den Erben des Medienunternehmers Kirch und der Deutschen Bank einen Plan verfolgt haben, um die Bank vor Schadenersatzforderungen zu bewahren. Sie hätten versucht, durch übereinstimmende Aussagen das Gericht zu täuschen. Die Beschuldigten weisen die Vorwürfe zurück. Ihnen drohen bis zu zehn Jahre Haft. Der mittlerweile verstorbene Kirch machte die Deutsche Bank für den Zusammenbruch seines Unternehmens verantwortlich. Der damalige Vorstandssprecher Breuer hatte Kirchs Kreditwürdigkeit in einem Fernsehinterview in Zweifel gezogen. Vor einem Jahr einigte sich die Bank schließlich außergerichtlich mit den Erben darauf, 925 Millionen Euro Schadenersatz zu zahlen.

  • Statistiker: Zahl der Älteren in Deutschland steigt deutlich

    Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wird die Zahl der Älteren in Deutschland weiter deutlich steigen. Präsident Egeler erklärte in Berlin, im Jahr 2060 werde nach Schätzungen seiner Behörde rund jeder dritte Deutsche 65 Jahre oder älter sein. Derzeit gehört nur jede fünfte Person dieser Altersgruppe an. Auch die Zahl der Hochbetagten ab 80 Jahren soll deutlich steigen. Die Statistiker rechnen zudem mit einem weiteren Bevölkerungsrückgang. Je nach Ausmaß der Zuwanderung werde die Einwohnerzahl im Jahr 2060 bei rund 68 bis 73 Millionen liegen, hieß es.

  • Herero fordern von Deutschland Anerkennung als Genozid

    Ein internationales Bündnis dringt darauf, dass die Bundesrepublik die Massaker in der ehemaligen Kolonie "Deutsch-Südwestafrika" als Völkermord anerkennt. Die Ermordung von 90.000 Herero und Nama im heutigen Namibia durch deutsche Truppen sei der erste Genozid im 20. Jahrhundert gewesen, sagte Israel Kaunatjike vom Bündnis 'Völkermord verjährt nicht!' im Deutschlandfunk. Die Nachfahren hätten einen Anspruch auf Entschädigung und sollten in ihre Heimat zurückkehren dürfen. Die UNO bezeichnet die Verbrechen an den Herero und Nama schon seit 1948 als Völkermord. Der Bundestag hatte in der vergangenen Woche die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich erstmals als Genozid bewertet.

  • Italien: Erzbistum verbietet Gedenkmesse für Mussolini

    In der süditalienischen Region Kalabrien hat das zuständige Erzbistum eine Gedenkmesse anlässlich des 70. Todestages von Benito Mussolini untersagt. Zur Begründung hieß es, dass Gottesdienste nicht für politische Zwecke instrumentalisiert werden dürften. Dies sei bei der Feier für den ehemaligen faschistischen Diktator zu befürchten. Angemeldet hatte den Trauergottesdienst die rechtsgerichtete Bewegung "Alleanza Calabrese". Politiker der sozialdemokratischen Partei PD und Vertreter früherer Widerstandskämpfer protestierten gegen die Ausrichtung der Feier. - Mussolini wurde im April 1945 von Widerstandskämpfern erschossen.

  • Baltimore: Nationalgarde soll für Sicherheit sorgen

    In US-Bundesstaat Maryland ist die Lage nach den schweren Ausschreitungen und der verhängten Ausgangssperre ruhig. Gouverneur Hogan hatte den Notstand ausgerufen. Bis zu 5.000 Nationalgardisten können nun die örtlichen Sicherheitskräfte unterstützen. Vermummte Randalierer hatten in der Nacht Autos und Gebäude in Brand gesteckt sowie Geschäfte geplündert. 15 Polizisten wurden verletzt. Über die Stadt wurde eine einwöchige nächtliche Ausgangssperre verhängt. Die Unruhen hatten nach einer Trauerfeier für den Schwarzen Freddie Gray begonnen. Er war vor zwei Wochen festgenommen worden, erlitt in Polizeigewahrsam eine Rückenmarksverletzung und starb wenige Tage später im Krankenhaus. Die Polizei bestreitet, Gewalt angewendet zu haben.

  • DRK: Lage in Nepal nach Erdbeben chaotisch

    Drei Tage nach dem Erdbeben im Himalaya bemühen sich Rettungskräfte, in abgelegene Gebiete in Nepal vorzudringen. Der Leiter der internationalen Zusammenarbeit beim Deutschen Roten Kreuz, Johnen, sagte im Deutschlandfunk, die Lage sei unübersichtlich und chaotisch. Die Kommunikationssysteme seien zusammengebrochen oder überlastet. Zudem sei es extrem schwierig, Hilfsgüter ins Land zu bringen, da es zu wenig Räumgeräte und Lastwagen gebe. Nach Berichten nepalesischer Medien haben Zehntausende Menschen auf der Suche nach Wasser und Nahrung das Kathmandu-Tal verlassen. Die Behörden gehen inzwischen von mehr als 4.300 Toten aus. Darunter soll nach Angaben der Universität Göttingen auch ein deutscher Wissenschaftler sein.

  • Atomkraftwerke in Japan sollen wieder ein Fünftel des Stroms liefern

    In Japan sollen Atomkraftwerke künftig wieder ein Fünftel der Stromversorgung des Landes decken. Das geht aus einem Gesetzentwurf hervor, den das Industrieministerium in Tokio vorlegte. Bis zum Jahr 2030 sollen demnach bis zu 22 Prozent des Stroms aus der Kernkraft kommen. Einen gleichwertigen Anteil sollen erneuerbare Energien stellen. Über die Vorschläge will die Regierung bis Ende Mai beraten. Würden die Pläne unverändert umgesetzt, müssten die meisten Atomkraftwerke des Landes wieder ans Netz gehen. Nach der Katastrophe von Fukushima vor vier Jahren waren alle Meiler abgeschaltet worden.

  • Wetter: Bewölkt mit Schauern bei 7 bis 13 Grad

    Das Wetter: Im Norden und Westen wechselnd bewölkt mit einzelnen Schauern, lokal auch gewittrig. Im Süden und Osten stark bewölkt und schauerartiger Regen, allmählich ostwärts ziehend. 6 bis 13 Grad. Morgen zunächst verbreitet sonnig, später im Westen und Nordwesten zunehmend wolkig, aber meist trocken. 13 bis 18 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag wieder überwiegend bewölkt und regnerisch. 9 bis 16 Grad.

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