Nachrichten

Dienstag, 21. April 2015 08:00 Uhr

  • Nach Flüchtlingskatastrophe: Zwei mutmaßliche Schlepper festgenommen

    Nach der Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer mit hunderten Toten hat die italienische Polizei zwei mutmaßliche Mitglieder der Schlepperbande festgenommen. Sie befanden sich an Bord eines Schiffes der Küstenwache, das die Überlebenden des Unglücks in die sizilianische Stadt Catania brachte. Nach Angaben von Verkehrsministers Delrio handelt es sich um den tunesischen Kapitän des gekenterten Schlepperbootes sowie um ein syrisches Besatzungsmitglied. Die 27 Überlebenden wurden inzwischen ärztlich versorgt. Ein weiterer Geretteter war wegen seines schlechten Gesundheitszustandes schon früher nach Catania gebracht worden. - Die Vereinten Nationen gehen nach Gesprächen mit den Überlebenden inzwischen davon aus, dass bei dem Unglück vor der libyschen Küste etwa 800 Menschen ertrunken sind.

  • Röttgen (CDU): Europa ist Verantwortung nicht gerecht geworden

    Europa muss nach Ansicht des CDU-Politikers Röttgen viel mehr tun, um Flüchtlingskatastrophen künftig zu vermeiden. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages sagte im Deutschlandfunk, die Europäer seien ihrer Verantwortung bisher nicht gerecht geworden. Nun sei ein Umdenken nötig. Neben einer verbesserten Seenotrettung sei auch eine solidarische Verteilung der Flüchtlinge auf die 28 EU-Staaten nötig. Röttgen betonte, man könne nicht einen halben Kontinent aufnehmen. Es sei deshalb auch wichtig, sich umfassender und mit mehr Ressourcen um die Probleme in den Krisenstaaten zu kümmern. Bundesentwicklungsminister Müller verlangte ein Sofortprogramm in Höhe von zehn Milliarden Euro zur Stabilisierung derjenigen Länder, aus denen die meisten Flüchtlinge kommen. Der CSU-Politiker erklärte in der "Saarbrücker Zeitung", das Hauptaugenmerk müsse sich dabei auf Libyen richten. Am Donnerstag wollen die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten auf einem Sondergipfel über Konsequenzen aus den neuesten Flüchtlingskatastrophen beraten.

  • Lokführerstreik beginnt im Güterverkehr

    Bei der Deutschen Bahn beginnt am Nachmittag der neue Ausstand der Lokführer. Zunächst wird der Güterverkehr bestreikt. Von morgen an gibt es dann auch Ausfälle im Personenverkehr. Die Lokführergewerkschaft GDL begründet die inzwischen siebte Arbeitsniederlegung in der laufenden Tarifrunde mit einem unbefriedigenden Angebot der Bahn. Der deutsche Industrie- und Handelskammertag bezeichnete den neuen Ausstand als "Gift für den Standort Deutschland". DIHK-Chefvolkswirt Schumann sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", im Güterverkehr würden die Streiks schon nach wenigen Tagen zu Produktionsstörungen führen. Dies werde die Unternehmen viel Geld kosten.

  • Tarifverhandlungen für Erzieher werden fortgesetzt

    In Offenbach werden heute die Tarifverhandlungen für Erzieher und Sozialarbeiter im Öffentlichen Dienst fortgesetzt. Die Gewerkschaften Verdi, GEW und dbb wollen durchsetzen, dass die 240.000 Beschäftigten höher eingruppiert werden. Das würde im Schnitt bis zu zehn Prozent mehr Geld bedeuten. Die kommunalen Arbeitgeber lehnen das als nicht finanzierbar ab. Vor den Verhandlungen hatte es gestern wieder Warnstreiks gegeben.

  • Auschwitz-Prozess gegen Oskar Gröning in Lüneburg beginnt

    Vor dem Landgericht in Lüneburg beginnt heute der Prozess gegen den früheren SS-Mann Oskar Gröning. Er war im Konzentrationslager Auschwitz für das Gepäck der verschleppten Menschen zuständig und verbuchte das Geld, das sie bei sich hatten. Der inzwischen 93-Jährige muss sich wegen Beihilfe zum Mord in mindestens 300.000 Fällen verantworten. Der Prozess gegen Gröning war durch eine juristische Neubewertung möglich geworden. Seit 2011 muss bei der Aufklärung von NS-Verbrechen eine direkte Beteiligung an den Mordtaten nicht mehr nachgewiesen werden. Demnach reicht etwa die Tätigkeit eines Aufsehers für die Annahme von Beihilfe zum Mord aus.

  • Ärzte ohne Grenzen: Tausende Ebola-Opfer hätten gerettet werden können

    Für die hohe Zahl von Ebola-Toten ist nach Einschätzung der Organisation "Ärzte ohne Grenzen" die internationale Gemeinschaft mitverantwortlich. Die langsame Reaktion habe zu tausenden zusätzlichen Todesopfern geführt, sagte der Präsident der deutschen Sektion, Stöbe, der Nachrichtenagentur dpa. In Zukunft müsse die Welt entschlossener handeln. - Die Ärzte-Organisation präsentiert heute in Berlin eine Bilanz der internationalen Ebola-Hilfsaktion. Nach offiziellen Angaben gab es in Westafrika mehr als 10.000 Tote. Die Weltgesundheitsorganisation hatte gestern eingeräumt, bei der Bekämpfung der Epidemie Fehler gemacht zu haben. In einer Erklärung hieß es, angesichts des Ausmaßes der Katastrophe habe das Krisenmanagement der WHO versagt.

  • Moskau und Athen verhandeln wieder über Energie-Kooperation

    Russland und Griechenland setzen heute ihre Verhandlungen über mehr Zusammenarbeit im Energiesektor fort. Die Gespräche hatten vor zwei Wochen begonnen, Anlass war damals der Besuch des griechischen Ministerpräsidenten Tsipras in Moskau. Heute dürfte es nach Informationen aus Regierungskreisen in Athen auch um die Frage gehen, ob die geplante Gas-Pipeline "Turkish Stream" bis nach Griechenland und damit bis in die EU verlängert wird. Am Wochenende war berichtet worden, dass Athen im Gegenzug mit einem Milliardenbetrag als Vorschuss aus Russland rechnen könnte, bestätigt wurde das offiziell aber nicht.

  • Türkische Regierung gedenkt armenischer Opfer

    Im Streit um die Verbrechen an den Armeniern im Osmanischen Reich vor 100 Jahren geht die Türkei einen Schritt auf die Nachfahren zu. Ministerpräsident Davutoglu ließ mitteilen, der osmanischen Armenier werde am kommenden Freitag mit einer religiösen Zeremonie in Istanbul gedacht werden. Man teile den Schmerz der Kinder und Enkel derjenigen, die bei den Deportationen 1915 ihr Leben verloren hätten. Die Türkei wehrt sich dagegen, die Massaker einen Völkermord zu nennen. Auch die Bundesregierung vermied bisher diesen Begriff. In einem gestern bekannt gewordenen Text der Koalitionsfraktionen im Bundestag ist aber nun von Völkermord die Rede. Über den Antragsentwurf soll der Bundestag am Freitag beraten.

  • New York Times erhält drei Pulitzer-Preise

    In New York sind die Pulitzer-Preise vergeben worden. Die Zeitung "New York Times" erhielt Auszeichnungen in drei Kategorien - unter anderem für ihre Berichterstattung über die Ebola-Epidemie in Westafrika. Der Pulitzer-Preis für den besten Roman ging an den auch auf deutsch erschienenen Titel "Alles Licht, das wir nicht sehen" von Anthony Doerr.

  • Börse: Dow und Nikkei mit Kursgewinnen

    Der Aktienmarkt in New York hat mit Gewinnen geschlossen. Der Dow Jones gewann 1,2 Prozent auf 18.034 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte um 1,3 Prozent auf 4.994 Punkte zu. An der Börse in Tokio tendiert der Nikkei-Index kurz vor Handelsschluss bei 19.854 Punkten. Das ist ein Plus von einem Prozent.

  • Wetter: Vielfach sonnig und trocken, bis 23 Grad

    Das Wetter: Verbreitet sonnig, teils wolkig, 16 bis 23 Grad, an der Küste und in höheren Lagen kühler. Morgen im Norden und Nordwesten bewölkt, gebietsweise Schauer. Sonst bei ähnlichen Temperaturen erneut sonnig. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag in Sachsen, Nordostbayern und an den Alpen wolkig mit Schauern. Ansonsten überwiegend sonnig. 12 bis 22 Grad.

  • Temperaturen

    Die Temperaturen von heute früh 07.00 Uhr: Greifswald 7, Hamburg 6, Bremen 3, Hannover 4, Berlin 3, Leipzig 4, Köln 3, Dresden 5, Frankfurt am Main 5, Stuttgart 4, Freiburg 3, München 4.

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