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StartseiteDossierParadigmenwechsel im Sexualstrafrecht17.02.2017

"Nein heißt Nein!" Paradigmenwechsel im Sexualstrafrecht

Die Entscheidung ist historisch: Im Juli 2016 beschloss der Bundestag einstimmig, dass sich strafbar macht, wer einer Person gegen deren "erkennbaren Willen" sexuelle Handlungen aufzwingt. Jetzt ist die sexuelle Selbstbestimmung per se geschützt - zumindest theoretisch.

Von Beate Hinrichs

Bei einer Demonstration werben Frauen für das Prinzip "Nein heißt Nein" im Sexualstrafrecht. (dpa)
Bei einer Demonstration werben Frauen für das Prinzip "Nein heißt Nein" im Sexualstrafrecht. (dpa)
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Hinrichs Nein heißt Nein.PDF (339 kB)

Bis zur Reform des Sexualstrafrechts galt: Ein Vergewaltigungsopfer musste sich massiv wehren oder sein Leben akut bedroht sein - sonst wurde der Täter freigesprochen. Nach der Neuregelung ist noch einiges ungewiss. Denn ob nun mehr Betroffene Anzeige erstatten, ob es mehr Verurteilungen gibt oder - wie Kritiker glauben - mehr Falschbeschuldigungen, bleibt abzuwarten.

Die Reform hat einen weiteren Schönheitsfehler: Die sexualisierten Übergriffe am Kölner Hauptbahnhof Silvester 2015 haben die Gesetzesänderung beschleunigt. Und Ausländer, die ein Sexualdelikt begehen, können künftig leichter abgeschoben werden.

Das Manuskript des Dossiers zum Herunterladen:

Nein heißt Nein.PDF

Nein heißt Nein.TXT

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