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StartseiteFreistilNetz-Gespinste07.04.2013

Netz-Gespinste

Eine kleine Kulturgeschichte der Spinne

"Die eine flocht den Faden, die zweite maß ihn, die dritte schnitt ihn ab ... " Spinnen symbolisieren die Moiren, die griechischen Schicksalsgöttinnen. Sie spinnen in der Mythologie nicht nur den Lebensfaden des einzelnen Menschen, sondern den allen Lebens.

Von Rolf Cantzen

Eine männliche Schwarze Witwe hängt in einem Glaskasten vor der Spinne ein Kokon, in dem die Jungspinnen heranwachsen. (picture alliance / dpa / Jens Ressing)
Eine männliche Schwarze Witwe hängt in einem Glaskasten vor der Spinne ein Kokon, in dem die Jungspinnen heranwachsen. (picture alliance / dpa / Jens Ressing)

Sie sind älter und mächtiger als die Götter. Im Anfang war also nicht das Wort und nicht Gott, sondern die Spinne. Auch in der indischen Mythologie sind die Menschen gefangen im Gespinst der Welt, in deren Mitte die Spinne sitzt und die Menschen mehr und mehr einwickelt. In den mosaischen Religionen ist das Spinnennetz ein Symbol für die Nichtigkeit und den bloßen Schein.

Die Spinne rückt in die Nähe teuflischer, dämonischer Mächte und kann die Menschen mit ihrem Gift töten. Auch in der Horrorliteratur spielt die Spinne oft eine Rolle. Es scheint kein Zufall zu sein, dass viele Menschen an Spinnenphobie leiden.


Regie: Philippe Bruehl
DLF 2013

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