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Neuer Name für MazedonienWiderstand aus Skopje und Athen

Die Flagge der Republik Nordmazedoniens (imago stock&people)
Die Flagge der Republik Nordmazedoniens (imago stock&people)

Mazedoniens Staatspräsident Iwanow hat dem Kompromiss mit Griechenland im Streit um den Staatsnamen seines Landes eine Absage erteilt.

Er werde die entsprechende Vereinbarung nicht unterschreiben, erklärte Iwanow in Skopje. Auch die Opposition kündigte Widerstand an. Vor dem Parlament in der Hauptstadt demonstrierten gestern mehrere tausend Menschen gegen die Umbenennung in Republik Nordmazedonien. In Griechenland gibt
es ebenfalls Kritik. Dort sprach sich neben dem Vorsitzenden der Oppositionspartei Nea Dimokratia, Mitsotakis, auch Verteidigungsminister Kammenos gegen die Änderung aus. Für morgen sind unter anderem in der Hauptstadt Athen Proteste angekündigt.

Griechenland lehnt den Staatsnamen Mazedonien ab, weil seine im Norden liegende Provinz ebenfalls so heißt. Athen befürchtete Gebietsansprüche des nördlichen Nachbarn. Wegen des Streits mit Skopje hatte Athen Mazedoniens Bestrebungen blockiert, der EU und der Nato beizutreten.

Diese Nachricht wurde am 14.06.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.