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NordirlandSinn-Fein-Politiker McGuinness gestorben

Der irische Sinn Fein-Politiker Martin McGuiness im Jahr 2015. (pictue alliance / dpa / EPA / Will Olivier)
Der frühere irische Sinn Fein-Politiker Martin McGuiness ist im Alter von 66 Jahren gestorben. (pictue alliance / dpa / EPA / Will Olivier)

Der ehemalige nordirische Vizeregierungschef McGuinness ist tot.

Wie seine Partei Sinn Fein mitteilte, starb der frühere IRA-Chef im Alter von 66 Jahren in Derry. McGuinness spielte eine wichtige Rolle im Friedensprozess des Landes. Er war Chef-Unterhändler der Partei Sinn Fein in den Verhandlungen für das Karfreitagsabkommen von 1998, das den jahrelangen Bürgerkrieg in Nordirland beendete. In dem Konflikt hatte die IRA gewaltsam für eine Loslösung Nordirlands vom protestantischen Großbritannien gekämpft. Seit Ende des Bürgerkriegs teilen sich die protestantische DUP und die Sinn Fein die Macht in der halbautonomen britischen Provinz.

Im Januar hatte sich McGuinness sich aus gesundheitlichen Gründen aus der aktiven Politik zurückgezogen, sein Rücktritt löste eine Regierungskrise und vorgezogene Neuwahlen aus. Sein Ausscheiden war auch als Konsequenz aus seinem Zerwürfnis mit dem Koalitionspartner Democratic Unionist Party (DUP) interpretiert worden. Anfang März wurden Neuwahlen abgehalten. Die pro-britische DUP wurde stärkste Kraft.