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NordsyrienTürkischer Präsident Erdogan droht US-Truppen mit Konsequenzen

Erdogan spricht auf einer Bühne, seine Hände sind verschränkt. (dpa/Carsten Rehder)
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan - Archivbild (dpa/Carsten Rehder)

Vor dem Besuch von US-Außenminister Tillerson hat der türkische Präsident Erdogan noch einmal eine Warnung an die US-Streitkräfte gerichtet.

Er drohte damit, dass die türkischen Truppen bei Angriffen auf die Kurdenmiliz YPG im nordsyrischen Manbidsch keine Rücksicht nehmen würden. Natürlich werde man nicht absichtlich auf dort stationierte US-Soldaten zielen, sagte Erdogan vor der Fraktion seiner Partei AKP in Ankara. Es wäre aber besser, wenn sie sich nicht neben den Terroristen aufhielten. Er sprach davon, dass die Amerikaner offenbar noch nie eine - wie er sagte - "osmanische Ohrfeige" verpasst bekommen hätten. US-General Funk hatte bei einem Besuch in Manbidsch erklärt, wenn man angegriffen werde, werde man hart reagieren.

Tillerson wird am Donnerstag in der türkischen Hauptstadt erwartet. Die USA unterstützen die YPG im Kampf gegen die Terrormiliz IS. Aus türkischer Sicht ist die YPG der verlängerte Arm der verbotenen kurdischen Terrororganisation PKK.

Diese Nachricht wurde am 13.02.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.