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StartseiteKultur heuteTag 1 - Frischlinge und alte Hasen11.02.2016

Notizen aus BerlinTag 1 - Frischlinge und alte Hasen

An diesem Donnerstagabend rollt die 66. Berlinale den roten Teppich aus. Dann werden wieder zahlreiche prominente Gäste in der Hauptstadt erwartet. Bereits angekommen ist die Präsidentin der diesjährigen Berlinale-Jury: die dreifach oscarprämierte Schauspielerin Meryl Streep. Sie gab heute eine erste Pressekonferenz.

Von Maja Ellmenreich

Die Jury der 66. Berlinale (l-r): Lars Eidinger, Jury-Vorsitzende Meryl Streep und Clive Owen. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)
Die Jury der 66. Berlinale (l-r): Lars Eidinger, Jury-Vorsitzende Meryl Streep und Clive Owen. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)
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"I don’t know how to do this!". Jury-Präsidentin und -Debütantin Meryl Streep sagt es frei heraus bei der ersten Pressekonferenz des Tages: Sie habe keine Ahnung von der großen Aufgabe, die sie da angenommen habe. Aber sie kenne sich mit der Leitung anderer Unternehmungen aus - ihrer Familie zum Beispiel. Die versammelte Presseschar lacht wohlwollend über diese wahrscheinlich gut vorbereitete Pointe. Was sie sagt, ist aber ohnehin egal. Hauptsache, sie ist da!

"Lahars!" kreischt eine deutsche Journalistin

Und Hauptsache Lars Eidinger ist da. Als er im prall gefüllten Pressesaal offiziell vorgestellt wird, bricht sich Patriotismus Bahn. "Lahars!" kreischt eine deutsche Journalistin neben mir. Die Begeisterung der deutschen Pressevertreter schützt ihn aber nicht vor der Frage, die zu erwarten war: Was er davon halte, dass keine Schwarzen in der Jury säßen. Mit jungenhafter Verlegenheit und lauwarmen Allzweck-Argumenten windet er sich.

Jury-Pressekonferenz auf der 66. Berlinale (deutschlandradio / Maja Ellmenreich)Jury-Pressekonferenz auf der 66. Berlinale (deutschlandradio / Maja Ellmenreich)

Doch die Jury-Matriarchin kommt ihm zur Hilfe: Sie fordere immer und überall und in jeder Hinsicht Inklusion. Dass die diesjährige Berlinale-Jury von Frauen dominiert werde, das sei doch ein Zeichen. Na, von wegen, sie wisse nicht, wie das ginge …

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