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Nur noch digitaler Satellitenempfang

Satelliten-Empfänger im Test

Von Dieter Nürnberger

Satelliten-Empfangsschüsseln an einer Hausfassade
Satelliten-Empfangsschüsseln an einer Hausfassade (AP)

Am 30. April wird der analoge Empfang für Satellitenfernsehen in Deutschland abgeschaltet. Rund zwei Millionen Haushalte sind davon betroffen. Wer weiterhin per Satellit seine TV-Programme schauen will, muss deshalb umrüsten. Die Stiftung Warentest hat digitale Empfangsgeräte getestet.

Zuschauer, die per Kabel oder Antenne ihr Fernsehprogramm empfangen, müssen nichts unternehmen. Unter Zugzwang sind aber jene, die bislang analog per Satellit empfangen haben. Diesen Zuschauern droht ab Ende April sozusagen nur noch Schnee auf dem Bildschirm. Ein digitaler Satellitenempfänger muss her. Und das Angebot ist sehr vielseitig. Welcher Zuschauer welches Gerät braucht, das hängt vom Nutzerverhalten ab. Stephan Scherfenberg von der Stiftung Warentest:

"Sie sollten sich vorher überlegen, ob Sie mit dem Empfänger nur fernsehen möchten – dann können Sie ein ganz einfaches Gerät wählen. Wenn Sie gelegentlich mal aufnehmen wollen, dann sollten Sie ein Modell wählen, an dem "PVR ready" dran steht. Wo also zumindest eine Festplatte vorhanden ist oder auch ein USB-Stick ansteckbar ist. Wenn Sie ein recht komfortables Gerät haben wollen, wo Sie eine Sendung schauen und gleichzeitig eine andere aufnehmen können, dann empfiehlt sich ein Modell mit Doppelempfänger. Damit verfügen Sie dann über alle möglichen Funktionen."

Durch den Wechsel von analog auf digital muss kein neuer Fernseher angeschafft werden. Wenn der Sat-Empfänger einen Scart-Anschluss hat – und darüber verfügen fast alle Modelle – werden die digitalen Signale der neuen Empfänger auch für ältere TV-Geräte umgewandelt. Allerdings leidet dann die Bildqualität.

Für manche Zuschauer ist es mit einem neuen Satellitenempfänger allein nicht getan. Sie müssen möglicherweise auch ein Modul an ihrer Satellitenschüssel austauschen. Den Universal-LNB-Konverter.

"Das ist der Signalumwandler - also das Gerät, welches praktisch an der Schüssel dranhängt und die Signale an das Empfangsgerät, welches am Fernseher steht oder eingebaut ist, weiterleitet. Bei älteren Satellitenschüsseln sind manchmal noch analoge LNB´s dran. Aber wenn sie etwa vor zehn Jahren die Schüssel installiert haben, dann ist wahrscheinlich schon ein entsprechender LNB dran."

20 Sat-Empfänger hat die Stiftung Warentest untersucht. Sie kosten je nach Ausstattung zwischen rund 70 und 500 Euro. Für sehr guten oder zumindest guten Bild- und Tonempfang – das ist die gute Nachricht – eigenen sich alle Geräte, auch die ohne aufwendige Extras. Unterschiede gab es aber bei der Handhabung. Warentester Stephan Scherfenberg:

"Bei manchen Empfängern müssen Sie beispielsweise eine halbe Minute oder auch länger warten, bis die überhaupt eingeschaltet sind. Bei manchen Modellen funktioniert auch die Fernbedienung sehr ruckelig – also die Signale der Fernbedienung sind nicht so gut. Und da gab es dann Abzüge."

Die Hauptunterschiede im Komfort und auch beim Preis der Satellitenempfänger sind somit den zusätzlichen Aufnahmefunktionen und den Kapazitäten der installierten Speichermedien geschuldet.

"Das beste Qualitätsurteil insgesamt hat der "Kathrein UFS 923 CI+" bekommen – mit 1.000-GB-Festplatte. Der ist mit 515 Euro aber auch sehr teuer. Das ist sozusagen ein High-End-Produkt. Da haben Sie alles, was Sie kriegen können, mehr brauchen Sie nicht. Wenn Sie nur fernsehen, würde ich den "Avanit SHD 5" empfehlen, der kostet 72 Euro. Dieses Modell hat sogar die Möglichkeit, dass Sie über einen USB-Stick oder eine externe Festplatte darauf aufnehmen."

Alle Modelle in dieser Untersuchung empfangen übrigens auch hochaufgelöste Programme. Neue Programmangebote sind hier im Kommen, nicht zuletzt, weil die Abschaltung des analogen Satellitenfernsehens Platz schafft. Allerdings bleibt es dabei: Auch in Zukunft sind nicht alle HD-Sender kostenfrei.

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