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Seit 08:10 Uhr Interview
StartseiteSport am Wochenende"Hier fehlt eine Menge"06.02.2016

Olympia-Abfahrt 2018"Hier fehlt eine Menge"

An diesem Wochenende fand der erste Ski-Weltcup auf der Olympia-Abfahrt von Jeongseon in Südkorea statt. Hier werden die Athleten 2018 um Medaillen fahren. Der Italiener Christof Innerhofer hatte im DLF aber eine eindeutige Meinung zu der neuen Piste.

Christof Innerhofer im Gespräch mit Matthias Friebe

Der italienische Skifahrer Christof Innerhofer  (picture-alliance / dpa / Angelika Warmuth)
Der italienische Skifahrer Christof Innerhofer (picture-alliance / dpa / Angelika Warmuth)
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"Der Eindruck war mittelmäßig. Es ist eine von den einfacheren Abfahrten. Die ganze letzte Minute ist überdurchschnittlich langsam. Das ist etwas schade", sagte Christof Innerhofer im Samstag im Deutschlandfunk.

"Normalerweise fährt man 80 Prozent der Abfahrt über 100 km/h. Aber hier fährt man 70 Prozent von der Abfahrt unter 100 km/h. Das ist so, als wenn man ein Radrennen fährt, das nur geradeaus geht und bergab. Es ist schon ein bisschen komisch", zeigte sich der Italiener enttäuscht von der neuen Strecke.

"Bei Olympia sollte eigentlich alles drin sein"

"Man hat viel weniger Anspannung und Nervenkitzel. Es gibt keine Stelle, wo man richtig Überwindung braucht", sagte Innerhofer. Bei der Abfahrt in Südkorea würden Geschwindigkeit und die schwierigen Kurven fehlen. "Es fehlt also eine Menge", analysierte Innherhofer, der auch generelle Kritik an den letzten und zukünftigen Olympia-Abfahrten übte. "Von 2006 bis 2022 hat und wird es nur eine schwierige Abfahrt geben, und vier leichte. Bei Olympia sollte eigentlich alles drin sein."

Von den Olympia-Vorbereitungen in Südkorea zeigte sich der Abfahrts-Zweite von Olympia 2014 hingegen zufrieden. Die Vorbereitungen seien sehr weit fortgeschritten. Einzig der Weg zu der Skipiste von den Apartments sei mit 45 Minuten nicht gerade kurz.

War sei für die Fahrer die Sicherheit angesichts der jüngsten Unfälle wichtig, aber dürfe die Abfahrt  nicht unter der Sicherheit leiden. "Abfahrt heißt für uns das wir 120 bis 160 km/h fahren. Und nicht wie hier zwischen 80 und 100 km/h. Und das darf nicht passieren, weil dann die Action fehlt. Und für die Zuschauer wird es langweiliger und das heißt das die Einschaltquoten nicht steigen werden."

Das gesamte Gespräch können Sie mindestens bis zum 06. August in unserer Mediathek nachhören.

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