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OlympiaPound gegen russische Symbole bei Schlussfeier

Der Gründungspräsident der Welt-Anti-Doping-Agentur, Richard Pound (imago sportfotodienst)
Der Gründungspräsident der Welt-Anti-Doping-Agentur, Richard Pound (imago sportfotodienst)

Der Gründungspräsident der Welt-Anti-Doping-Agentur, Richard Pound, ist dagegen, die russischen Athleten bei der Schlussfeier der Olympischen Winterspiele mit ihrer Flagge und in ihrer Teamkleidung auftreten zu lassen.

"Persönlich kann ich das nicht akzeptieren", sagte der Kanadier im Interview mit dem ZDF. "Die Russen haben nichts eingeräumt, nichts anerkannt, sie haben sich aggressiv gezeigt und dauernd Beschwerde eingelegt gegen jede Entscheidung." Ihre Rehabilitierung zur Schlussfeier "wäre ein grober Fehler, das falsche Signal", sagte Pound, der auch IOC-Mitglied ist.

Eine Kommission des Internationalen Olympischen Komitees prüft während der Spiele, ob die als "Olympische Athleten aus Russland" (OAR) auftretenden 168 Sportler die Verhaltensregeln befolgen, die ihnen in Folge des Manipulationsskandals von Sotschi auferlegt worden waren. So müssen die OAR-Mitglieder zum Beispiel jegliche Aktivitäten mit der Landesfahne, der eigenen Hymne und den NOK-Emblemen an den olympischen Wettkampfstätten unterlassen.

Das IOC hat den Russen in Aussicht gestellt, mit der Fahne zur Schlussfeier einziehen zu dürfen, wenn sie nicht gegen diese Auflagen verstoßen. Pound wird die Spiele in jedem Fall vorzeitig verlassen. "Das ist der einzige Protest, den ich einlegen kann", betonte er.

Diese Nachricht wurde am 14.02.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.