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Olympische WinterspieleTourismus-Branche in Pyongchang leidet

Die Olympischen Spiele 2018 in PyeongChang 2018  (dpa / TASS / Sergei Bobylev)
Die Olympischen Spiele 2018 in PyeongChang 2018 (dpa / TASS / Sergei Bobylev)

Wegen ausbleibender Ski- und Snowboard-Touristen haben in der Region Pyeongchang zahlreiche Ladeninhaber und Gastronomen ihre Einnahmequelle verloren.

Mehrere Verleiher von Ski- und Snowboardausrüstung sagten im Deutschlandfunk, bereits einen Monat vor Beginn der Olympischen Winterspiele seien alle Pisten für Wintersport-Gäste gesperrt worden. Sie hätten daraufhin ihre Geschäfte schließen müssen. Ein Ausrüster beklagte, er verliere im Schnitt 2.000 Euro pro Tag. Entschädigungen für den Umsatzausfall gebe es nicht. Auch zahlreiche Geschäfte und Gastronomiebetriebe sind betroffen. Bis zum Ende der Paralympischen Spiele Ende März erwarte man wegen der Pistensperrung kaum Skisport-Gäste.

Man hoffe, dass man im kommenden Jahr von den neu gebauten Straßen und der Eisenbahnlinie in die Region profitiere. Allerdings seien im Vorfeld der Spiele wegen der vielen Baustellen kaum Kunden gekommen, was den Geschäftsleuten in den vergangenen drei Jahren weitere Verluste beschert hatte.

Pyeongchang gilt als extrem strukturschwache Region. Mit Hilfe von Milliardeninvestitionen will die südkoreanische Regierung dort auch für die Zeit nach den Spielen ein Wintersportparadies aufbauen.

Diese Nachricht wurde am 14.02.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.