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Online-HandelEinkauf ohne Zusatzgebühren

 Das Symbol eines Einkaufskorbs leuchtet auf einer Computertastatur (gestelltes Foto), aufgenommen am 09.01.2014 in Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern).  (dpa / Jens Büttner)
Symbolbild Online-Handel (dpa / Jens Büttner)

Beim Einkaufen im Internet gibt es ab heute keine Zusatz-Gebühren mehr für bestimmte Zahlungsmethoden.

Wer beispielsweise mit Kreditkarte zahlen möchte, dem darf kein gesondertes Entgelt mehr berechnet werden. Hintergrund ist die sogenannte PSD2-Richtlinie, die am heutigen Samstag in Kraft getreten ist. Die "Payment Service Directive" soll für mehr Wettbewerb zwischen Banken und Finanzdienstleistern sorgen und für Verbraucher das Banking bequemer, billiger und sicherer machen.

Die neue Richtlinie bricht das Monopol der Banken beim Zugriff auf Kontodaten. Für die Geldhäuser war das lukrativ: Wer weiß, wie viel Geld Privatkunden haben und für was sie es ausgeben, kann ihnen leicht weitere Dienste anbieten - Baufinanzierungen etwa, Kredite, Versicherungen oder Wertpapiere. Jetzt müssen die Geldhäuser aber auch Drittanbietern wie Finanz-Start-ups den Zugriff auf Konten und Daten ihrer Kunden ermöglichen. Allerdings geschieht dies nicht unkontrolliert. Die Kunden müssen ihrer Bank die Weitergabe der Daten ausdrücklich erlauben.

Es gibt noch zwei weitere, verbraucherfreundliche Neuerungen: Bisher mussten Verbraucher für Schäden durch Missbrauch von Karte oder TAN-Nummer mit bis zu 150 Euro haften. Künftig sinkt diese Haftungsgrenze laut Bankenverband auf 50 Euro. Nur bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz haften Kunden weiter unbeschränkt. Außerdem soll die neue Richtlinie besser vor Betrug bei Online-Zahlungen schützen. Mit PSD2 reicht es nicht mehr, wenn Kunden Kartendaten und Kontonummer oder Nutzername und Kennwort bei Zahldiensten eingeben. Ein zweites, andersartiges Merkmal wie ein Fingerabdruck oder eine SMS aufs eigene Smartphone soll die Sicherheit erhöhen.

Diese Nachricht wurde am 13.01.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.