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StartseiteWirtschaft und GesellschaftKeine Gebühren, mehr Sicherheit08.02.2017

Online-ShoppingKeine Gebühren, mehr Sicherheit

Ein neues Gesetz verbietet nun für verschiedene Zahlmethoden Gebühren. Und auch die Sicherheit beim Online-Shopping wird nun vereinheitlicht. Verbraucherschützer begrüßen die Veränderungen - die entspringen einer EU-Richtlinie.

Von Mirjam Kid

Das Symbol eines Einkaufwagens auf einer Taste einer Computertastatur (dpa / Jens Büttner)
Bislang muss man erst durch eine komplizierte Anmeldeprozedur, um online etwas zu kaufen. (dpa / Jens Büttner)
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Online-Shopping soll sicherer, Kartenzahlung gebührenfrei werden. Das ist der Anspruch des Gesetzes, das heute durch das Kabinett gegangen ist. Christian Urban von der Verbraucherzentrale NRW sieht in den neuen Regelungen eine Verbesserung für die Verbraucher:

"Es gibt durchaus Aspekte, die wir sehr begrüßen. Da ist zum Beispiel zu nennen, dass jetzt beim Online-Shopping die Händler keine Extra-Entgelte für Zahlungen per Kreditkarte, per Überweisung oder per Lastschrift verlangen dürfen."

Denn wer derzeit online einkauft, muss oft lästige Gebühren zahlen. Sei es beim Kauf von Flugtickets oder beim Bestellen einer Pizza. Künftig soll das der Vergangenheit angehören. Auch bei der Kartenzahlung im Laden sollen in Zukunft keine Gebühren mehr anfallen. Eine entsprechende Richtlinie wurde auf EU-Ebene bereits beschlossen und soll nun in Deutschland umgesetzt werden. Den Gesetzesentwurf hat die Bundesregierung jetzt auf den Weg gebracht.

Sicherheit verbessert sich

Auch Ralf Christoph Arnold, der für die Interessensvertretung der Deutschen Kreditwirtschaft spricht, zeigt sich zufrieden. Denn auch die Sicherheit beim Online-Einkauf würde verbessert.

"Hier werden Verfahren jetzt entsprechend angeglichen – eben auch europaweit – dergestalt, dass künftig immer eine Zwei-Faktor-Authentifizierung erfolgen muss."

Eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, das heißt: Wer online bezahlen will, muss diese Zahlung bald doppelt autorisieren. Mit einem Passwort und mit einer Kredit- oder Bankkarten-Nummer etwa; oder beispielsweise mit einem Passwort und einem Fingerabdruck – vielerorts in Europa keine Selbstverständlichkeit. Aus Sicht des Finanzexperten ist das zwar mehr Aufwand, aber ein wichtiger Schritt:

"Deswegen halte ich auch den Ansatz für sehr sinnvoll, hier ein einheitliches Sicherheitsniveau auch jetzt auf europäischer Ebene festzuschreiben."

Banken, die diese Standards noch nicht zur Verfügung stellen, müssten nun in die Technik investieren. Ein weiterer Pluspunkt für Verbraucher:

"Etwa war es bisher so, wenn mir als Verbraucher meine Karte gestohlen wurde und dort wurde dann Bargeld mitabgehoben, dann habe ich bisher durchaus mit 150 Euro selber haften können, dieser Betrag wird nun etwa begrenzt. Das heißt, ich hafte nur noch mit maximal 50 Euro."

Erklärt der Verbraucherexperte Urban. Dies gelte allerdings nur dann, wenn man sich selbst nicht fahrlässig verhalten hat. Wer etwa seine PIN-Nummer gemeinsam mit seiner Karte aufbewahrt, haftet nach wie vor mit dem vollen Betrag.

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