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StartseiteDas FeatureSippenhaft im Kinderheim Borntal 16.08.2016

OrtserkundungenSippenhaft im Kinderheim Borntal

Nur langsam kommt die Erinnerung

Sieben Holzhäuser in einem weitläufigen, abgelegenen Tal im Harz, unweit der früheren deutsch-deutschen Grenze, waren einmal das Kinderkrankenhaus in Bad Sachsa. 1944 waren dort sämtliche Kinder der Attentäter des 20. Juli interniert. 1945 floh ein Dresdner Kinderarzt mit 146 Waisen des Bombenkriegs dorthin.

Von Karl-Heinz Heinemann

Das Kinderheim im Borntal (Stadtarchiv Borntal / Sammlung Ralph Boehm)
Das Kinderheim im Borntal (Stadtarchiv Borntal / Sammlung Ralph Boehm)

Später haben Diakonissen aus dem Sanatorium für tuberkulöse Kinder ein Kinderkrankenhaus gemacht. Nach der deutschen Vereinigung war es nicht mehr rentabel und wurde stillgelegt. Nun will ein holländischer Investor auf dem Gelände einen Ferienpark errichten. Bis in die 90er-Jahre wurde die Episode über die Kinder des 20. Juli beschwiegen. Dann kehrten die Kinder von damals zurück. Unterstützt von einer mutigen Bürgermeisterin stellte sich die Bevölkerung endlich der Vergangenheit.

Der Schlafraum des Kinderheims (Stadtarchiv Borntal / Sammlung Ralph Boehm)Der Schlafraum des Kinderheims (Stadtarchiv Borntal / Sammlung Ralph Boehm)

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