Die Nachrichten
 

Deutschlandfunk24 Die Nachrichten

Die Nachrichten
 

Ostküste ChinasBrennender Öltanker gesunken

Ein vor China havarierter Öltanker aus dem Iran steht in Flammen. (imago / Xinhua)
Der vor China havarierte Öltanker aus dem Iran trieb rund eine Woche brennend im chinesischen Meer, bevor er jetzt untergegangen ist. (imago / Xinhua)

Der vor gut einer Woche vor der Ostküste Chinas in Brand geratene iranische Öltanker ist gesunken.

Das berichten sowohl das chinesische Staatsfernsehen als auch die iranische Nachrichtenagentur Isna. Vermutlich kamen alle 32 Besatzungsmitglieder ums Leben. Ob es zu einer Ölpest kommt, ist noch unklar. Der Tanker soll 136-tausend Tonnen Ölkondensat an Bord gehabt haben, ein flüssiges und leicht flüchtiges Erdölprodukt. Bei Berührung mit Wasser verdunstet es sehr schnell. Dadurch ist die Gefahr einer Ölpest geringer. Das entstehende Gas ist aber hochexplosiv und giftig.

Einsatzkräfte hatten sich bemüht, ein Auslaufen des Öls zu verhindern. Wie viel davon noch an Bord des jetzt gesunkenen Tankers war, ist nicht bekannt. Die Umweltorganisation Greenpeace hatte vor einem "extrem schwierigen" Reinigungsprozess gewarnt, sollte das Schiff sinken, bevor das gesamte Leichtöl verbrannt ist. Die chinesischen Behörden haben schon vor einigen Tagen vorsorglich Spezialschiffe, die eine Ölpest bekämpfen könnten, in Stellung gebracht. Auch Schutzanzüge, Atemmasken und Messgeräte wurden zum Unglücksort geschickt.

Der unter der Flagge Panamas fahrende Tanker war am 6. Januar mit einem chinesischen Frachter zusammengestoßen und trieb seitdem brennend im Ostchinesischen Meer. Die Fischgründe dort gehören zu den reichsten der Region. Gefangen werden vor allem Makrelen und Adlerfische.

Diese Nachricht wurde am 14.01.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.