Mittwoch, 13.12.2017
StartseiteJazzFactsFlaneur zwischen Orient und Okzident14.12.2017, 21:05 Uhr

Oud-Spieler und Komponist Anouar BrahemFlaneur zwischen Orient und Okzident

Eine ruhige, beseelte Stimme spricht aus dem birnenförmigen Korpus der arabischen Laute Oud. Anouar Brahem hat das Begleitinstrument der arabischen Vokalmusik aus seiner traditionellen Rolle befreit, zum Soloinstrument erkoren und sich mit Jazzmusikern umgeben.  

Von Karl Lippegaus

Anouar Brahem mit Instrumentenkoffer (Marco Borggreve/ECM Records)
Anouar Brahem (Marco Borggreve/ECM Records)

Nachdem Anouar Brahem 1990 dem Produzenten Manfred Eicher begegnet war, beflügelte das die Ambitionen des Tunesiers als Komponist und Bandleader, worauf aus ihrer Zusammenarbeit große Alben wie "Le Pas du Chat Noir", "Souvenance" oder "Blue Maqams" entstanden. Das erste in New York produzierte Album führte Brahem jetzt zusammen mit dem britischen Pianisten Django Bates und der Ex-Rhythmusgruppe von Miles Davis, nämlich mit Dave Holland (Bass) und Jack DeJohnette (Drums). Durch seinen Instinkt und die kollektiven Kräfte dieser Konstellation entstand eines der großen Crossover-Alben des Jahres 2017.

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