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StartseiteVerbrauchertippMehr Ordnung und Sicherheit02.10.2017

PasswortmanagerMehr Ordnung und Sicherheit

Wer kennt es nicht, das Durcheinander der vielen Passwörter, mit denen man sich rumschlagen muss? Eine Lösung bieten die sogenannten Passwortmanager - manche von ihnen gibt es sogar kostenfrei.

Von Dieter Nürnberger

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Notiz auf Computer Tastatur: Passwort 123456 BLWX019346 Copyright: xblickwinkel/McPhotox/ErwinxWodickax  (imago stock&people)
Passwortmanager lösen das Problem des Passwort-Tohuwabohus - aber wehe, man vergisst sein Passwort für den Passwortmanager... (imago stock&people)
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Bankkonten, elektronische Postfächer, Einkaufs- und Chatportale - die meisten Internetnutzer müssen sich wohl gleich eine ganze Reihe von Nutzernamen und Passwörtern merken. Das überfordert viele - und verleitet dazu, vielleicht doch ein einfaches und für alle Gelegenheiten gleiches Passwort zu benutzen. Doch wie sollte ein sicheres Passwort aussehen? In der Fachwelt werde derzeit umgedacht, sagt Sandra Schwarz von der Stiftung Warentest. Und sie hofft, dass vermeintlich einfach zu knackende Passwörter wie beispielsweise "Schnucki1" bald eingemottet werden.

"'Schnucki1' ist vor allem deswegen kein sicheres Passwort, weil es sehr kurz ist, weil es sehr einfach ist. Intelligent wäre es ein Passwort zu nehmen, welches keinen Sinn ergibt. Bisher war es ja immer so: Mindestens 8 Zeichen, Sonderzeichen und Zahlen und das alles ein wenig gemixt. Das kann sich natürlich kein Mensch merken. Jetzt werden neue Regeln diskutiert, die sehr interessant sind: Man soll sich einen möglichst langen Satz merken, der aber keinen Sinn macht, aber der darf nicht in irgendeinem Buch stehen. Und das kann man sich vielleicht doch schon etwas eher einprägen."

Übrig bleibt ein einziges Passwort

Ein deutliches Plus an Sicherheit können auch Passwortmanager bieten: Das sind Programme, die direkt von der Internetseite eines Anbieters oder auch aus einem App-Store heruntergeladen werden. Neun Passwortmanager hat die Stiftung Warentest untersucht. Die Funktionsweise ist stets ähnlich: Um Zugriff auf die gespeicherten Nutzerdaten zu bekommen, muss auch hier ein geheimes und sicheres Passwort eingeben werden. Allerdings:

"Das ist das einzige Passwort, welches sich die Nutzer eines Passwortmanagers noch merken müssen. Wenn Sie das eingegeben haben, dann öffnet sich also der Manager und gibt alle Passwörter von meinen Online-Diensten frei. Sobald ich dann einen Online-Dienst aufrufe, füllt der Passwortmanager dann automatisch meinen Benutzernamen und mein Passwort ein. Und ich bin drin."

Sinnvolle Zwei-Faktor-Authentifizierung

Die Passwortmanager lassen sich zudem geräteübergreifend nutzen. Allerdings sollte man das Masterpasswort für den Manager auf keinen Fall mehr vergessen, sonst ist der Zugang zu den verschiedenen Internetkonten blockiert. Vier der neun Programme hält Warentesterin Sandra Schwarz für empfehlenswert. Sie verfügen über einen zusätzlichen Sicherungs-Mechanismus:

"Vor allen Dingen legen wir großen Wert auf die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung. Das soll ein Passwortmanager haben. Das bedeutet, dass es neben diesem Masterpasswort, das ist wichtig zur Freigabe des Managers, noch einen Schlüssel gibt. Zum Beispiel einen Fingerabdruck, mit dem Sie sich legitimieren müssen. Dann haben Sie eine doppelte Sicherheit, dass auch keiner an Ihre kostenbaren Daten im Manager rankommt."

Welche Programme lohnen sich?

Die empfehlenswerten Passwortmanager kosten zwischen 20 und 33 Euro pro Jahr. In der Untersuchung vorn liegen die Programme "Dashlane", "True Key Premium" von "Intel Security", "Keeper Security" und "LastPass".

"'Keeper Security' und 'Lastpass' haben das beste Sicherheitskonzept gezeigt. Da spielen Sachen wie beispielsweise die maximale, mögliche Länge des Passworts eine Rolle. Andererseits haben wir beispielsweise in "Dashlane" auch einen Kandidaten gefunden, der sich im täglichen Gebrauch relativ reibungslos bedienen lässt. Der wäre somit auch empfehlenswert."

Die meisten Testprogramme bieten zumindest auch eine eingeschränkte, kostenlose Version an. Sie eignen sich gut zum Ausprobieren, sagt Warentesterin Sandra Schwarz. Und der Passwortmanager "True Key" arbeitet sogar mit der sichereren Zwei-Faktor-Authentifizierung. Er speichert in der kostenlosen Version allerdings nur 15 Passwörter.

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