Seit 04:05 Uhr Radionacht Information
 

Montag, 20.11.2017
 
 
Seit 04:05 Uhr Radionacht Information
StartseiteMusikmesse 2016Der Hang zum Hang07.04.2016

Percussionist Holger MertinDer Hang zum Hang

Das Instrument sieht ein bisschen aus wie ein Würstchengrill. Doch die Töne, die kreative Spieler dem sogenannten Hang entlocken, klingen so gar nicht nach Zischen und Brutzeln. Vielmehr sind es warme, sphärische Laute mit viel Melodie. Der Profi-Percussionist Holger Mertin demonstriert im Video, was den musikalischen Reiz des Hang ausmacht.

Holger Mertin und sein Hang zum Hang from Deutschlandfunk on Vimeo.

Das Hang besteht aus zwei miteinander verklebten Halbkugelsegmenten und einem gasnitrierten Stahlblech. Auf der oberen Halbschale befinden sich Klangfelder, die – ähnlich wie bei der Steel Drum – mit Hämmern eingearbeitet sind. Das Instrument wird waagerecht oder senkrecht auf dem Schoß gehalten. Gespielt wird es mit den Fingern und Händen, was auch für den Namen verantwortlich ist ergab: "Hang" ist der berndeutsche Begriff für "Hand".

Der Musiker Holger Mertin ist Dozent für Perkussion und Klangsemiotik am Zentrum für Zeitgenössischen Tanz (ZZT) der Hochschule für Musik und Tanz, Köln. Er studierte Musikethnologie, Philosophie und Soziologie – unter anderem in Köln und and der School of Oriental and African Studies in London.

In Kooperation mit dem legendären Schlagzeuger der 60er- und 70er-Jahre der Kultband CAN, Jaki Liebezeit, hat Mertin im vergangenen Jahr das Album "Aksak" beim staubgold-Label veröffentlicht.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk